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Fehlsteuerungspotential von Anreizsystemen im Rahmen Shareholder Value orientierter Unternehmensführung

Title: Fehlsteuerungspotential von Anreizsystemen im Rahmen Shareholder Value orientierter Unternehmensführung

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tobias Pehle (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Auf Grund der zunehmenden Globalisierung und des Drucks der Kapitalmärkte findet auch in
Deutschland die Orientierung der Unternehmensführung am Shareholder Value zunehmend
Verbreitung. Da bislang noch nicht untersucht wurde, welche Konsequenzen die
anteilseignerorientierte Zielsetzung einer Maximierung des Unternehmenswertes für das
Human Resource Management besitzt, beschäftigt sich diese Seminararbeit kritisch mit der
Bedeutung und den Implikationen des Shareholder Value Ansatzes für das
Personalmanagement. Ein besonderes Gewicht in meiner Analyse spielt dabei die
Fragestellung, ob in der Art und Weise, in der Top Manager entlohnt werden, eine Triebfeder
für die in den letzten Jahren verstärkt zu beobachtende Ausrichtung der
Unternehmensstrategien am Shareholder Value zu suchen ist. Die Verbreitung von
Entlohungssystemen für Führungskräfte mit Aktienoptionskomponenten hat zu einer
Interessenharmonisierung zwischen Top Management und Investoren geführt. Beide Gruppen
profitieren direkt von einem steigenden Unternehmenswert. Gerade aus
sozialwissenschaftlicher Sicht stellt sich die Frage, welche Folgen eine verstärkte Ausrichtung
der Unternehmensstrategie am Aktienkurs für die anderen am Unternehmen Beteiligten
Interessengruppen hat. Werden die Belegschaften zu Gunsten eines höheren Aktienkurses und
damit auch zu Gunsten einer höheren Vergütung für den Vorstand entlassen oder sind es
tatsächlich zwingende ökonomische Erfordernisse, die zu Downsizing, Outsourcing und dem
Umbau ganzer Konzerne führen. Um ein Verständnis dafür zu liefern, welche theoretischen
Grundlagen als Ausgangsbasis für die praktizierten Vergütungsformen dienen, beschäftigt
sich der erste Teil dieser Arbeit mit verschiedenen Aspekten der Führungskräftevergütung. Es
wird analysiert, wie strategische Anreizsysteme aufgebaut sind, damit die Führungskräfte
auch wirklich die strategischen Ziele der Eigentümer verfolgen. Der zweite Abschnitt
behandelt ausgehend von einer Grunddarstellung des Shareholder Value Ansatzes mit dessen
Einflüssen auf die Bildung von Unternehmensstrategien. Dabei wird untersucht, ob zwischen
Vergütungsform des Top Managements und Ausrichtung am Shareholder Value ein
Zusammenhang besteht. Abschließend wird die zentrale These dieser Arbeit erörtert: Die
Bezüge der Manager, die verstärkt Shareholder Value Praktiken durchsetzen, sind in
besonderem Maße an den Aktienkurs gekoppelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Aspekte der Führungskräftevergütung

1.2 Theoretische Erklärungsansätze zur Managervergütung

1.3 Begriff und Funktionen von Anreizsystemen

1.4 Überblick über verschiedene Vergütungsmodelle

1.4.2 Die Bedeutung von Stock Options in der betrieblichen Praxis

1.4.3 Strategisch orientierte Anreizsysteme

1.5 Kritik an bestehenden Anreizsystemen

2 Der Shareholder Value Ansatz

2.1 Die Grundidee der wertorientierten Unternehmensführung

2.2 Shareholder Value orientierte Unternehmensstrategien

2.3 Managervergütungen in Shareholder Value orientierten Unternehmen

2.3.1 Das Aktienoptionsprogramm der Schering AG

2.4 Kritik am Konzept des Shareholder Value

3 Managervergütung und der Shareholder Value

4 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die Bedeutung und Implikationen des Shareholder-Value-Ansatzes für das Personalmanagement, insbesondere im Hinblick auf das Fehlsteuerungspotenzial von Anreizsystemen für Führungskräfte durch eine einseitige Ausrichtung auf den Aktienkurs.

  • Analyse theoretischer Grundlagen der Managervergütung
  • Untersuchung des Shareholder-Value-Ansatzes und dessen Strategien
  • Kritische Bewertung von Stock-Option-Programmen
  • Zusammenhang zwischen Vergütungsmodellen und Unternehmensführung
  • Sozialwissenschaftliche Perspektive auf Interessenkonflikte (Stakeholder)

Auszug aus dem Buch

1.2 Theoretische Erklärungsansätze zur Managervergütung

Die bisher veröffentlichten Arbeiten zu mehrdimensionalen Vergütungssystemen greifen zum einem auf die verhaltenswissenschaftlichen Motivationstheorien nach Maslow oder Herzberg zurück und versuchen primär zu erklären, welche Anreize wie gestaltet werden müssen, um eine möglichst hohe Motivation beim Mitarbeiter erreichen zu können. Die zweite Kategorie greift auf die ökonomische Prinzipal-Agenten-Theorie zurück und entwickelt Empfehlungen, wie Anreizsysteme zur Beseitigung von Interessenkonflikten zwischen Eigentümer und Management optimal zu gestalten sind.

Dabei bildet die Agency-Theorie in der weitestgehend ökonomisch geprägten Literatur zumeist den Bezugsrahmen für die Ausgestaltung der Managervergütung. Ausgangspunkt der Theorie ist die Trennung von Eigentum und Kontrolle. Die angestellten Manager müssen als eigenständige Personengruppe mit eigenen Interessen angesehen werden (=Agent). Diese Gruppe steht im Interessenkonflikt zu den Eigentümern (=Prinzipal). Manager verfolgen durchaus eigennützige Ziele wie Machtstreben und Sicherung persönlicher Vorteile. Eigentümer hingegen wünschen, das eingesetzte Kapital zu mehren. Aus diesen unterschiedlichen Zielen entsteht das Spannungsfeld des Interessenkonflikts.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Managervergütung im Kontext der zunehmenden Globalisierung und der Shareholder-Value-Orientierung.

2 Der Shareholder Value Ansatz: Vorstellung des Konzepts der wertorientierten Unternehmensführung und deren Auswirkungen auf Strategien wie Downsizing und Outsourcing.

3 Managervergütung und der Shareholder Value: Erörterung der engen Koppelung von Managerbezügen an den Aktienkurs und die daraus resultierenden Anreizproblematiken.

4 Fazit: Kritische Bilanz über das Fehlsteuerungspotenzial aktueller Vergütungsmodelle anhand von Praxisbeispielen und Ausblick auf zukunftsfähige Ansätze.

Schlüsselwörter

Shareholder Value, Managervergütung, Anreizsysteme, Aktienoptionen, Agency-Theorie, Unternehmensführung, Personalmanagement, Kapitalmarkt, Stock Options, Unternehmenserfolg, wertorientierte Unternehmensführung, Fehlsteuerung, Interessenharmonisierung, Mitarbeiterbeteiligung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Fehlsteuerungspotenzial von Anreizsystemen für Führungskräfte im Kontext einer Shareholder-Value-orientierten Unternehmensführung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Vergütung, die Auswirkungen des Shareholder-Value-Ansatzes auf Unternehmensstrategien und die kritische Beleuchtung von aktienbasierten Vergütungsmodellen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll untersucht werden, ob die Vergütung von Top-Managern eine Triebfeder für die strategische Ausrichtung am Shareholder Value ist und welche Folgen dies für andere Interessengruppen hat.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener ökonomischer und sozialwissenschaftlicher Theorien, wie der Agency-Theorie und der Managerialism-Theorie, sowie der Auswertung von Praxisbeispielen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Vergütungsmodelle und Anreizsysteme definiert, gefolgt von einer detaillierten Analyse des Shareholder-Value-Ansatzes und der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Managervergütung und Aktienkurs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Shareholder Value, Managervergütung, Anreizsysteme, Agency-Theorie und Aktienoptionen.

Welche Bedeutung haben Stock Options in der betrieblichen Praxis laut der Arbeit?

Stock Options sind ein weit verbreitetes Instrument, um die Interessen von Management und Investoren durch eine Kurssteigerung zu harmonisieren, bergen jedoch Risiken der Fehlsteuerung.

Warum wird das Aktienoptionsprogramm der Schering AG besonders hervorgehoben?

Es dient als Beispiel für ein Modell, bei dem Führungskräfte eigenes Kapital investieren und das durch die Koppelung an sowohl absolute als auch relative Performance-Kennzahlen die Bindung an das Unternehmen stärken soll.

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Details

Title
Fehlsteuerungspotential von Anreizsystemen im Rahmen Shareholder Value orientierter Unternehmensführung
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Sozialwissenschaften)
Course
Human Resource Management
Grade
1,3
Author
Tobias Pehle (Author)
Publication Year
2002
Pages
24
Catalog Number
V19296
ISBN (eBook)
9783638234504
Language
German
Tags
Fehlsteuerungspotential Anreizsystemen Rahmen Shareholder Value Unternehmensführung Human Resource Management
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Pehle (Author), 2002, Fehlsteuerungspotential von Anreizsystemen im Rahmen Shareholder Value orientierter Unternehmensführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19296
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