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Prinzipien der Sprachökonomie - Analysestrategien zum Verstehen der kondensierten Formen im Deutschen

Title: Prinzipien der Sprachökonomie - Analysestrategien zum Verstehen der kondensierten Formen im Deutschen

Master's Thesis , 2006 , 75 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Eugeune Colinet Tatchouala (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

"Prinzipien der Sprachökonomie" zeigt durch Veranschaulichungen aus der Literatur die Anforderungen der deutschen Schriftsprache und die Schwierigkeiten der Mutter- sowie Nichtmuttersprachler bei der Erschließung von Bedeutungen komprimierter Sprachformen. Die vorgenommenen ausführlichen Beschreibungen des kompakten Sprachstils mit einem Exkurs über die Beziehung zwischen den beiden Bereichen der Zeichentheorie Linguistik und Semiotik sind eine unentbehrliche Stütze für die DaF-Didaktik und ein offenkundiges Beispiel,wodurch die Partikularität des Sprachzeichens gezeigt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. EINLEITUNG

0.1. Motivation, Problematik und Ziel

0.2. Methodisches Vorgehen und Aufbau

1. THEORETISCHE GRUNDLAGEN

1.1 Zur Bedeutung der Begriffe Tiefen- und Oberflächenstruktur in der Satzanalyse

1.2 Zum Begriff Text in der linguistischen Forschung

1.3 Zum Forschungsstand: Sprachökonomie in der Linguistik

2. KONDENSIERTE FORMEN IM DEUTSCHEN

2.1 Vorbemerkung

2.2 Komprimierte Formen in der Wortbildung

2.2.1 Komposita

2.2.2 Einige kompakte Derivate

2.2.2.1 Derivate auf –chen, -lein, und –bar

2.2.2.2 Derivate mit den Präfixen ver- und zer-

2.2.2.3 Nomina propria auf –s, -sche, und –er und Appellativa auf –Innen und –and.

2.2.3 Abkürzungen

2.2.4 Umbildungen

2.2.5 Die Univerbierung

2.3 Nominalisierungsprozesse in der Phrasenbildung

2.3.1 Die erweiterte Nominalphrase

2.3.2 Satzäquivalente Präpositionalphrasen

2.3.2.1. Präpositionalphrase als Objekt

2.3.2.2. Präpositionalphrase als Adverbialbestimmung

2.4 Partizipialkonstruktionen als sprachökonomische Mittel

2.5 Verblose clauses als sprachökonomische Mittel.

2.6 Sprachkökonomie und Modalität

2.6.1 Modalverben wollen und sollen als sprachökonomische Mittel

2.6.2 Modalwörter als sprachökonomische Mittel

2.6.3. Modalpartikeln als Satzäquivalente

2.6.3.1. Die unbetonte ja

2.6.3.2. Die betonte Ja

2.6.3.3. Die Partikel aber

2.6.4. Der Konjunktiv als kompakte Struktur zum Ausdruck von Wunsch, Hypothese, Aufforderung und Distanz.

2.6.5. Komprimierte Formen des Imperativs

2.7. Antwortpartikeln und Interjektionen in Texten

2.8. Elliptische Bildungen als sprachökonomische Strategie im Sprachgebrauch

2.8.1 Zum Begriff der Ellipse

2.8.2 Ellipsenarten nach Mode und Kürschner

2.8.2.1 Zur Koordinationsellipse

2.8.2.2 Zur Adjazenzellispse

2.8.2.3 Zu den Textsortenellipsen

2.8.2.4 Zu den festen Ausdrücken

2.8.2.5 Zu den Aufschriften

2.8.2.6 Zu den lexikalischen Ellipsen

2.9. Implikativer Ausdruck als komprimierende Struktur

2.9.1. Begriffsbestimmung

2.9.2 Wissensbestände zum Verstehen und Interpretieren der implikativen Ausdrücke

2.9.3. Präsupposition als Grundlage des implikativen Ausdrucks

2.9.3.1 Sprachwissengebundene Präsuppositionen

2.9.3.2 Situations- und handlungswissensgebundene Präsuppositionen

2.9.3.3 Weltwissengebundene Präsuppositionen

2.9.3.4 Kulturwissengebundene Präsuppositionen

3. EXKURS: SPRACHÖKONOMIE ZWISCHEN LINGUISTIK UND SEMIOTIK

3.1. Linguistik und Semiotik

3.2 Sprachökonomie aus der semiotischen Perspektive

3.3. Ikone und nichtsprachliche Symbole als Sprachersatz in der Alltagskommunikation

4. ABSCHLIESSENDE BEMERKUNGEN

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit verfolgt das Ziel, das Phänomen der Sprachökonomie in der deutschen Gegenwartssprache durch eine empirische Fallstudie zu analysieren, um Mechanismen aufzuzeigen, die eine ökonomische Kommunikation sowie ein adäquates Verständnis komprimierter Texte ermöglichen.

  • Analyse kondensierter Formen in Wortbildung, Syntax und Semantik
  • Untersuchung von Ellipsen und implikativen Ausdrücken als sprachökonomische Strategien
  • Bedeutung von Kontextwissen für die Interpretation komprimierter Strukturen
  • Sprachökonomie aus semiotischer Perspektive und deren Anwendung in der Alltagskommunikation

Auszug aus dem Buch

2.2.2.1 Derivate auf –chen, -lein, und –bar

Die Suffixe –chen und –lein machen Derivate zu Diminutiva, weil sie Derivationsaffixe oder Derivateme mit diminutiver Bedeutung sind. Mit anderen Worten: Mit den Suffixen –chen und –lein wird die Bedeutung klein (etwas ist klein) hervorgehoben. So kann man ausgehend von dieser Bedeutung Diminutiva auf –chen und –lein mit den Strukturen Adj.+ Subst. oder Subst. + Relativsatz paraphrasieren. Man vergleiche:

B11: „In einer Hütte in Afrika lag Carlitos in seinem Bettchen“ (Erwachet 2004, 3)

WS

Bett + chen

⇒ Para 1: In einer Hütte in Afrika lag Carlitos in seinem kleinen Bett.

Para 2: In einer Hütte in Afrika lag Carlitos in seinem Bett, das klein war.

B12: „Bächlein kleiner Bach“ (Wahrig 1997, 245).

WS

Bach + Umlaut (´´) + lein

⇒ Para 1: kleiner Bach

Para 2: Bach, der klein ist.

Das Suffix –bar bringt die Möglichkeit bzw. Machbarkeit einer Tatsache zum Ausdruck. Zur Veranschaulichung sei an dieser Stelle ein Beispiel aus Helbig/Buscha (1986, 505) angegeben:

B13: „[...] Deshalb sind sie [Modalwörter] nicht negierbar, komparierbar und kaum koordinierbar.“

Modalwörter sind nicht negierbar

Modalwörter sind nicht komparierbar

Modalwörter sind kaum koordinierbar

Wichtig zu präzisieren ist, dass die adjektivische Struktur Verbstamm + bar eine bestimmte Prädikation enthält, nämlich den durch das Verb (dessen Stamm erster Teil des Adjektivs ist) beschriebenen Vorgang/Sachverhalt + Sem möglich bzw. machbar.

Das heißt: Der Satz Modalwörter sind nicht negierbar enthält folgende Prädikation:

- Negieren von Modalwörtern: nicht möglich

- Negieren von Modalwörtern: nicht machbar

Zusammenfassung der Kapitel

0. EINLEITUNG: Dieser Teil definiert das Forschungsziel, die Fragestellungen und das methodische Vorgehen der Untersuchung im Bereich der Sprachökonomie.

1. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Hier werden die zentralen linguistischen Begriffe wie Tiefen- und Oberflächenstruktur, Textbegriff und der Forschungsstand zur Sprachökonomie erläutert.

2. KONDENSIERTE FORMEN IM DEUTSCHEN: Das umfangreichste Kapitel beschreibt detailliert verschiedene sprachökonomische Strategien, darunter Wortbildungen, Phrasen- und Satzstrukturen.

3. EXKURS: SPRACHÖKONOMIE ZWISCHEN LINGUISTIK UND SEMIOTIK: Dieser Abschnitt erweitert das Thema um eine semiotische Perspektive, indem der Einsatz von nicht-sprachlichen Zeichen und Symbolen als Sprachersatz untersucht wird.

4. ABSCHLIESSENDE BEMERKUNGEN: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und weist auf weiterführende Forschungsfragen im Bereich der Sprachökonomie hin.

Schlüsselwörter

Sprachökonomie, Kondensierung, Wortbildung, Syntax, Semantik, Ellipse, Implikativum, Präsupposition, Modalität, Textlinguistik, Semiotik, Komposita, Derivate, Sprachwandel, Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Sprachökonomie in der deutschen Gegenwartssprache und analysiert, wie komplexe Inhalte durch verschiedene Mechanismen sprachlich verkürzt oder kondensiert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung deckt die Wortbildung (z.B. Komposita, Derivate), Phrasen- und Satzstrukturen (z.B. erweiterte Nominalphrasen, Partizipialkonstruktionen), Modalität, Ellipsen und implikative Ausdrucksweisen ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Vielfalt kondensierter Formen im heutigen Deutsch zu erfassen, deren Strukturen zu bestimmen und aufzuzeigen, wie diese sprachökonomischen Mittel zur Komprimierung von Informationen beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine beschreibende linguistische Analyse, die auf authentischen Beispielen aus aktuellen Schriften basiert und diese durch Zerlegungs- und Paraphrasierungsversuche dekomponiert und rekonstruiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden systematisch die unterschiedlichen Stufen der Sprachökonomie untersucht, von der Wortbildung über komplexe Nominalphrasen und Ellipsen bis hin zu implikativen Ausdrücken, die ein tieferes Kontextwissen für das Verständnis erfordern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Sprachökonomie, Kondensierung, Textlinguistik, Ellipse und Präsupposition charakterisieren.

Was genau versteht der Autor unter "kondensierten Formen"?

Der Autor versteht darunter sprachliche Ausdrucksweisen, die durch verschiedene Strategien (wie Wortbildung, Ellipsen oder nominale Erweiterungen) eine inhaltliche Verdichtung erreichen, sodass Informationen kompakter als in expliziten Formulierungen vermittelt werden.

Welche Bedeutung misst die Arbeit dem Kontext bei?

Dem Kontext wird eine zentrale Rolle zugeschrieben, da besonders bei elliptischen und implikativen Ausdrücken die korrekte Rekonstruktion der Bedeutung ohne ein Einbeziehen von Situations-, Handlungs-, Welt- und Kulturwissen nicht möglich wäre.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Sprachökonomie und Sprachexplizitheit wichtig?

Diese Unterscheidung ist relevant, um zu verstehen, dass Sprachökonomie kein "schlechtes" Deutsch darstellt, sondern eine legitime Strategie der Kommunikation ist, die je nach situativem Bedarf (Effizienz vs. Klarheit) bewusst eingesetzt wird.

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Details

Title
Prinzipien der Sprachökonomie - Analysestrategien zum Verstehen der kondensierten Formen im Deutschen
College
University of Yaoundé 1
Grade
2,0
Author
Eugeune Colinet Tatchouala (Author)
Publication Year
2006
Pages
75
Catalog Number
V192989
ISBN (eBook)
9783656182207
ISBN (Book)
9783656183617
Language
German
Tags
Linguistik Stilistik kommunikative Didaktik Sprachpraxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eugeune Colinet Tatchouala (Author), 2006, Prinzipien der Sprachökonomie - Analysestrategien zum Verstehen der kondensierten Formen im Deutschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/192989
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