Die Arbeit wurde im Rahmen der Examensarbeit für das 2. Staatexamen für das Lehramt für Haupt- und Realschulen angefertigt.
Inhalt:
Anfangs liegt der Schwerpunkt auf den Lerntagebüchern. Auf eine Begriffserklärung folgt die Zuwendung zu den unterschiedlichen Ausführungen, wobei eine Unterscheidung nach den beteiligten Personen vorgenommen wird und einige Konzepte genauer betrachtet werden. Abschließend liegt der Fokus auf den Entscheidungskriterien, die die Lehrkraft bei der Einführung des Mediums, bedenken sollte. Daraufhin wird im dritten Kapitel das selbstregulierte Lernen im Vordergrund stehen. Hierbei wird nach einer Begriffsdefinition die notwendige Kompetenzentwicklung in Bezug auf die Bildungsstandards des Landes Hessen genauer betrachtet. Abschließend werden die zu vermittelnden Mechanismen, welche für die Herausbildung von Lernstrategien nötig sind, erörtert. Auf diesen theoretischen Grundlagen wird die praktische Erprobung der Einführung eines Lerntagebuchs im vierten und fünften Kapitel erläutert. Die Reflexion und Evaluation einer abschließend durchgeführten Umfrage ist Gegenstand des sechsten und siebten Kapitels. Im achten Kapitel liegt der Schwerpunkt, unter Berücksichtigung bereits gewonnener Erkenntnisse, auf der Frage, inwiefern das Mathejournal das selbstregulierte Lernen der Schülerinnen und Schüler fördert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Betrachtung des Mathejournals
2.1 Kategorisierung von Lerntagebüchern nach Anzahl der Personen
2.2 Verschieden Formen von Lerntagebüchern
2.2.1 Reisetagebuch nach Gallin/Ruf
2.2.2 Das teambezogene Logbuch
2.2.3 Mathejournal
2.3 Einführung in den Umgang mit Lerntagebüchern
3 Was heißt selbstreguliertes Lernen?
4 Beschreibung der Lerngruppe
5 Die Einführung des Mathejournals
5.1 Didaktische Überlegungen
5.2 Beschreibung der Durchführung einzelner Sequenzen und die methodischen Entscheidungen
6 Reflexion ausgewählter Unterrichtssequenzen
6.1 Analyse der ersten Woche der Reflexionsrunden
6.2 Analyse der Einführungswoche des Mathejournals
7 Darstellung und Auswertung der Evaluationsbögen
8 Fazit und Ausblick auf die Weiterarbeit
9 Literaturverzeichnis
10 Anhang
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die Einführung eines Mathejournals im Mathematikunterricht einer 8. Klasse das selbstregulierte Lernen der Schülerinnen und Schüler fördern kann. Dabei wird insbesondere betrachtet, wie durch kontinuierliche Dokumentation und Reflexion des Lernprozesses Lernkompetenzen gestärkt und individuelle Lernbedarfe erkannt werden können.
- Theoretische Fundierung von Lerntagebüchern und deren Konzepte
- Definition und Förderung selbstregulierten Lernens
- Praktische Einführung und Durchführung eines personenbezogenen Mathejournals
- Reflexion der Unterrichtssequenzen und Analyse der Schülereinträge
- Evaluation der Akzeptanz und des Nutzens bei den Lernenden
Auszug aus dem Buch
Die Einführung des Mathejournals
In der darauffolgenden Woche wurde das Mathejournal eingeführt. Die Einträge sollten die Schülerinnen und Schüler in einem DIN-A5 Heft festhalten, da ein größeres Format die Lernenden eventuell überfordern oder abschrecken könnte. Aufbauend auf den Erkenntnissen der Reflexionsrunden, wurde in Anlehnung an Leuders ein Informationsschreiben erstellt, welches den Schülerinnen und Schülern die wichtigsten Aspekte des Mathejournals aufzeigte. Die normierte Form sollte den Lernenden in der Anfangsphase als Leitfaden dienen. Wie bereits im Kapitel 2 erwähnt, hält auch Winter dies für eine wirksame Vorgehensweise, ihnen ein Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen.
Schülerinnen und Schüler, welche Schwierigkeiten haben ihre Lernwege und Gedanken aufzuzeichnen, bietet der Fragenkatalog eine Orientierungshilfe. Lernende, welchen das Schreiben im Mathematikunterricht leichter fällt, hatten auf dem Informationsschreiben ausreichend Anregungen, weitere Gesichtspunkte ihres Lernprozesses zu reflektieren. Außerdem war es den Schülerinnen und Schülern jederzeit freigestellt Aspekte aufzuschreiben, welche auf dem Informationsschreiben nicht erwähnt wurden. Verpflichtend war lediglich die Beantwortung der Fragen „Was hast du verstanden? Was ist dir jetzt klar?“. Dieser Punkt wurde auch auf dem Informationsschreiben optisch hervorgehoben. In der Einführungsphase sollten sich die Kinder mit ihrem Lernfortschritt auseinandersetzen und lernen ihn zu verschriftlichen. Dieser Schwerpunkt wurde gewählt, da es einfacher ist über den Wissenszuwachs zu schreiben. Dieser Aspekt ist leichter in Worte zu fassen, als die fachlichen Schwierigkeiten oder die Reflexion von Lösungswegen. Die Erwartungen und Vorgehensweise wurden anhand des Informationsschreibens ausführlich erläutert. Mittels Beispielen aus den vorangegangenen Reflexionsrunden wurde erarbeitet, wie die Aufzeichnungen im Mathejournal formuliert werden könnten. Dabei sammelten die Lernenden diverse Formulierungsvarianten an der Tafel.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung von Lernstrategien und der Förderung selbstgesteuerten Lernens in der Schule vor dem Hintergrund aktueller Bildungsstandards.
2 Theoretische Betrachtung des Mathejournals: Dieses Kapitel definiert das Mathejournal als Instrument des Lernens und erläutert verschiedene Konzeptvarianten wie das Reisetagebuch oder teambezogene Logbücher.
3 Was heißt selbstreguliertes Lernen?: Hier werden die theoretischen Grundlagen des selbstregulierten Lernens und die damit verbundene Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler erörtert.
4 Beschreibung der Lerngruppe: Das Kapitel analysiert die Zusammensetzung, Arbeitsweise und Lernvoraussetzungen des untersuchten 8. Klassen-Erweiterungskurses.
5 Die Einführung des Mathejournals: Es werden didaktische Überlegungen angestellt und der konkrete Ablauf der sechs-wöchigen Einführungsphase tabellarisch und methodisch detailliert beschrieben.
6 Reflexion ausgewählter Unterrichtssequenzen: Die Reflexionsrunden und die Einführungswoche werden analysiert, wobei Erfolge sowie Schwierigkeiten einzelner Schüler bei der Verschriftlichung des Lernprozesses hervorgehoben werden.
7 Darstellung und Auswertung der Evaluationsbögen: Die Ergebnisse der anonymen Befragung der Schülerinnen und Schüler zur Nutzung und Akzeptanz des Mathejournals werden präsentiert.
8 Fazit und Ausblick auf die Weiterarbeit: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Einführung, einer Prognose zur weiteren Entwicklung der Lernkompetenz und Empfehlungen für die künftige Gestaltung.
Schlüsselwörter
Mathejournal, Lerntagebuch, selbstreguliertes Lernen, Lernstrategien, Reflexion, Mathematikunterricht, Lernkompetenz, Dokumentation, Bildungsstandards, Lernzuwachs, Evaluation, Lehrperson, Schreibauftrag, Schulkultur, Methodenkompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?
Die Arbeit untersucht die Einführung und Nutzung eines Mathejournals in einer 8. Klasse, um die Förderung selbstregulierten Lernens bei den Schülerinnen und Schülern zu erforschen.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Die zentralen Themen sind selbstreguliertes Lernen, die methodische Gestaltung von Lerntagebüchern, die Reflexion des eigenen Lernweges durch Schülerinnen und Schüler sowie die Rolle der Lehrkraft bei der Einführung solcher Instrumente.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist festzustellen, ob das kontinuierliche Führen eines Mathejournals dazu beitragen kann, die Lernkompetenz der Lernenden zu stärken und ihnen zu helfen, ihre Lernprozesse bewusster zu gestalten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine pädagogische Prüfungsarbeit, die eine praktische Erprobung im Unterricht, die Analyse von Schülerergebnissen (Lerntagebucheinträge) und eine quantitative Evaluation mittels Fragebögen kombiniert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen, eine detaillierte Beschreibung der Lerngruppe, die Dokumentation der Einführungsphase des Mathejournals sowie eine Reflexion spezifischer Unterrichtssequenzen und die Auswertung der Schülerbefragung.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Mathejournal, selbstreguliertes Lernen, Reflexion, Lernstrategien, Lernkompetenz, Dokumentation und Evaluation.
Warum spielt das "Informationsschreiben" eine so wichtige Rolle für die Schüler?
Es dient als strukturierender Leitfaden und Orientierungshilfe für die Schülerinnen und Schüler, um ihnen den Einstieg in das ungewohnte reflektierte Schreiben zu erleichtern und die Erwartungen transparent zu machen.
Welche Rolle spielen Hilfsmittel wie das Arbeitsblatt für schwächere Schüler wie Matteo oder Moritz K.?
Diese Strukturierungshilfen bieten klare Vorgaben für den Schreibauftrag, damit Schüler, die Schwierigkeiten haben, ihre Gedanken in Worte zu fassen, ihren Lernprozess dennoch stichpunktartig und zielgerichtet dokumentieren können.
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- Michael Habermann (Autor), 2011, Einführung eines Lernjournals in den Mathematikunterricht einer 8. Klasse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193051