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Medien vs. Staat? Von der medialen Strukturierung des Politischen bis zur Instrumentalisierung der Medien

Titre: Medien vs. Staat? Von der medialen Strukturierung des Politischen bis zur Instrumentalisierung der Medien

Dossier / Travail , 2012 , 19 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Andreas Weiß (Auteur)

Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques
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Résumé Extrait Résumé des informations

Den Medien als „vierte Gewalt“ kommt in westlichen Demokratien eine besondere Rolle zu. Demokratisch verfasste Staaten wie die Bundesrepublik Deutschland brauchen mündige Bürger, die sich möglichst frei über aktuelle Geschehnisse informieren und die eigene Meinung bilden können. Unabhängige Medien stellen hierbei ein unabdingbares Gut dar, da nur auf diese Weise eine pluralistische politische Öffentlichkeit entsteht.
Verbildlicht man sich den Prozess, nach welchem Massenmedien spezifische aktuelle Themenkomplexe als relevant und geeignet für die jeweilige Informationsvermittlung identifizieren, so ist diesen immer das Element der „Entscheidung“ gemeinsam. Egal ob man die (Online---) Redaktion einer Tageszeitung oder den Programmdirektor einer Nachrichtensenders als Beispiel nehmen möchte, es wird immer abgewogen welche Information in welcher Form und Formulierung gesendet, gedruckt oder zugreifbar gemacht wird. Medien treffen diese Entscheidungen schließlich in allen Bereichen in denen sie publizieren, und somit auch in der Politik. Die Selektion von Information durch die Medien ist daher eine wichtige Stellschraube bei der politischen Meinungsbildung. Diesem Umstand ist der Vorwurf geschuldet, dass das Verschweigen oder die bewusste Akzentuierung von spezifischen Themenfeldern oder Informationen Einfluss auf die Öffentlichkeit entfalten kann - schließlich begründet sich die Macht und der Einfluss der Medien neben ihrer Reichweite durch die Auswahl und Präsentation ihrer Inhalte.
Vor diesem Hintergrund entfaltet sich die generelle Problematik dieser Arbeit, namentlich die Frage nach dem Einfluss der Massenmedien auf die Machtverteilung in der politischen Landschaft unter anderem durch deren selektive Publikation. Im Rahmen dieser Arbeit ist jedoch nicht angestrebt, eine definitive Antwort auf diese Frage zu finden. Vielmehr sollen entlang dieser Frage Positionen für das „für und wider“ dargestellt werden, indem das Konzept der Mediokratie der politischen Instrumentalisierung der Medien gegenüber gestellt wird. Ich möchte somit in dieser Arbeit die Wechselwirkung und das Spannungsfeld zwischen Medien und Politik am Beispiel der selektiven Publikation mit Rückgriff auf die genannten Konzepte illustrieren. Um diesem Ziel gerecht zu werden möchte ich in einem ersten Schritt die Medialisierung der Politik darlegen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Fragestellung

2 Die Medien und das Politische

2.1 Neuordnung politischer Öffentlichkeit

2.2 Das Modell der Mediokratie

2.2.1 Selektions- und Präsentationslogik

2.2.2 Effekte auf die Genese des Politischen

2.3 Instrumentalisierung der Medien

2.3.1 „Public Diplomacy“

2.3.2 Medien und Parteien

2.4 Beispiel: Berichterstattung über Anti-AKW-Proteste

3 Status Quo? Zum Verhältnis von Medien und Politik

4 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das komplexe Wechselspiel zwischen Medien und Politik in westlichen Demokratien. Das Hauptziel besteht darin, die theoretischen Konzepte der „Mediokratie“ der „politischen Instrumentalisierung der Medien“ gegenüberzustellen und deren Einfluss auf die Machtverteilung und Meinungsbildung anhand konkreter Beispiele kritisch zu hinterfragen.

  • Die Rolle der Medien als vierte Gewalt in einer pluralistischen Öffentlichkeit.
  • Theoretische Grundlagen zur Medialisierung von Politik und dem Modell der Mediokratie.
  • Die Mechanismen der Selektions- und Präsentationslogik bei der Nachrichtenvermittlung.
  • Instrumentalisierungsversuche durch politische Akteure (Agenda Setting, Public Diplomacy).
  • Empirische Illustration durch internationale Fallbeispiele zur Berichterstattung über Atomkraft.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Selektions- und Präsentationslogik

In den Absichten der Medien steht das Erreichen eines größtmöglichen Publikums vorne an. Auf diese Weise wird versucht, Profite zu steigern und die Reichweite zu erhöhen. Um hierbei erfolgreich zu sein, handeln die Medien nach zwei Regelsystemen: der Selektions- und der Präsentationslogik (Meyer 2003: S. 115f.).

Die Selektionslogik beschreibt die Art und Weise, nach welcher sich die Auswahl von Themenkomplexen oder Ereignissen, über welche schließlich berichtet wird, gestaltet. Hierbei erfolgt eine Orientierung am „Nachrichtenwert“, welcher schließlich an der Rezeption der Medienkonsumenten gemessen wird. Es wird gefragt, ob etwas „Wert ist“, in den jeweiligen Medien in Erscheinung zu treten, ob es interessant, skandalös oder dramatisch genug ist, um die Öffentlichkeit zum Informationskonsum anzuregen. Ausgehend von Nachrichten als zwingende „Selektionsprodukte“ findet mit der Auswahl von „relevanten“ Themen immer die Interpretation statt, welche Bedeutsamkeit einer Information zugeordnet werden soll (Eilders 1997: S. 14).

Die Präsentationslogik wiederum ist bestrebt, aus einer Information so viel Aufmerksamkeit wie möglich zu schöpfen. Dies wird in der Praxis durch verschiedenartige Formen der Inszenierung zu erreichen versucht. Innerhalb dieses Prozesses findet eine gewisse Form von Theatralisierung statt, um das Politische schließlich massenwirksam zu illustrieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Fragestellung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Medien in Demokratien und formuliert die Forschungsfrage zum Spannungsfeld zwischen selektiver Publikation und Machtverteilung.

2 Die Medien und das Politische: Dieses Kapitel erörtert klassische Medientheorien, das Modell der Mediokratie sowie die bewusste Instrumentalisierung von Medien durch politische Akteure.

3 Status Quo? Zum Verhältnis von Medien und Politik: Das Kapitel reflektiert die gegensätzlichen theoretischen Positionen und verdeutlicht, dass Medien sowohl als neutrale Informationsvermittler als auch als politisches Instrument agieren können.

4 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Abhängigkeit des Politischen von medialen Logiken zusammen und weist auf künftigen Forschungsbedarf hin.

Schlüsselwörter

Medien, Politik, Mediokratie, Öffentlichkeit, Selektionslogik, Präsentationslogik, Medialisierung, Instrumentalisierung, Public Diplomacy, Nachrichtenwert, Politainment, politische Meinungsbildung, Demokratie, Informationstransfer, Massenmedien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der wechselseitigen Beziehung zwischen den Massenmedien und dem politischen System in westlichen Demokratien.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der medialen Strukturierung des Politischen, den Auswahlmechanismen von Informationen sowie der bewussten Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch Politik und Interessengruppen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die theoretischen Ansätze der Mediokratie und der politischen Instrumentalisierung von Medien kontrastierend darzustellen, um zu prüfen, inwieweit die Medien eine eigenständige politische Macht darstellen oder als Instrument dienen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse durch Rückgriff auf klassische Medientheorien sowie die illustrative Untersuchung anhand von Fallbeispielen zur Berichterstattung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Selektions- und Präsentationslogik der Medien sowie konkrete Strategien politischer Akteure, wie beispielsweise Public Diplomacy oder parteinahe Berichterstattung.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Analyse?

Begriffe wie Mediokratie, Medialisierung, Nachrichtenwert, Inszenierung und Politainment stehen im Zentrum der begrifflichen Auseinandersetzung.

Wie beeinflusst die Selektionslogik die öffentliche Wahrnehmung von Atomkraft?

Die Arbeit zeigt anhand von Studien, dass eine zunehmend negative mediale Berichterstattung die öffentliche Haltung gegenüber der Nukleartechnik kritischer gestaltete und somit politische Stimmungsbilder aktiv mitprägte.

Welche Rolle spielt die „Tea Party“-Bewegung im Kontext der Medienanalyse?

Die „Tea Party“ dient als Beispiel dafür, wie externe Akteure und wirtschaftliche Eliten Medien nutzen, um politische Mobilisierung zu betreiben und die öffentliche Agenda im Sinne ihrer Ziele zu beeinflussen.

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Résumé des informations

Titre
Medien vs. Staat? Von der medialen Strukturierung des Politischen bis zur Instrumentalisierung der Medien
Université
University of Augsburg
Note
1,3
Auteur
Andreas Weiß (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
19
N° de catalogue
V193115
ISBN (ebook)
9783656182290
ISBN (Livre)
9783656182375
Langue
allemand
mots-clé
Mediokratie Public Diplomacy Selektionslogik Präsentationslogik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Andreas Weiß (Auteur), 2012, Medien vs. Staat? Von der medialen Strukturierung des Politischen bis zur Instrumentalisierung der Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193115
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Extrait de  19  pages
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