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Die Medialität des deutschen Fußballs - Spieltagzerstückelung, Markenbildung, Totalvermarktung

Eine Prognose über die Entwicklung des Volkssports Nummer eins hinsichtlich seiner Medialität und seiner Vermarktung mit Rücksicht auf die Faninteressen und das internationale Wettgeschäft

Titel: Die Medialität des deutschen Fußballs - Spieltagzerstückelung, Markenbildung, Totalvermarktung

Seminararbeit , 2012 , 29 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Marcel Weigel (Autor:in)

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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ganz Fußballdeutschland debattiert derzeit über die Forderungen der Ultras. Sollte Pyrotechnik legalisiert werden oder etwa lieber nicht? Und wenn ja, in welchem Umfang? Kontrollierte Abbrennräume, Ultrablöcke? Die Deutsche Fußballliga (DFL) gibt sich nach außen hin gesprächsbereit, doch ist intern längst klar, dass die Gespräche nur Schein sind. Um die Öffentlichkeit auf ihre Seite zu ziehen, veröffentlicht die DFL geschönte Umfragen (Vgl. textilvergehen 2012) und die Presse nimmt dies bereitwillig entgegen, passen die Nachrichten doch zu den ständigen Berichten über zunehmende Fangewalt. Was jedoch weder die DFL noch die Medien und auch nicht die Logenbesitzer in den teuren Arenen zu bemerken scheinen, ist für engagierte Fans in den letzten Jahren zur Qual geworden. Die Fankultur wird immer mehr zerstört. Stadionnamen werden verkauft, immer größere Arenen gebaut, die für Fußball ungeeignet sind, Stehplätze werden wegrationalisiert und die Preise immer weiter erhöht. Die Zerstückelung des Spieltags hat zur Folge, dass immer weniger Fans problemlos auswärts fahren können, da sowohl Freitag- als auch Montagabend-Spiele nicht so leicht besucht werden können, wie Samstagsbegegnungen. (Berliner Kurier 2012b)Stadionverbote werden zu häufig willkürlich erteilt und die Unschuldsvermutung unseres Rechtsstaates wird ausgehebelt (textilvergehen 2012b). Guantanamo in klein – nur für Fußballfans eben.
All diese Entwicklungen haben zur Folge, dass immer größere Teile der Fankultur verschwinden und die so genannten ‚Sitzklatscher‘ in den Stadien Oberhand gewinnen. Bestes Beispiel dafür ist der Retortenverein TSG 1899 Hoffenheim. Noch Mitte des vergangenen Jahrzehnts spielte dieser Verein in der Regionalliga vor 2000 Fans - wenn ein Spitzenspiel anstand. Schon im Jahr 2009 spielte Hoffenheim in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena, die über 30.000 Zuschauern Platz bietet und meist gut gefüllt ist. Sogar eine Ultra-Gruppe hat dieser Verein, der allen Manifesten des Ultratums widerspricht, plötzlich. Zwei Jahre später musste Trainer Holger Stanislawski, zuvor quasi sein ganzes Leben bei St.Pauli tätig, allerdings feststellen, dass dieser Verein zwar professionelle Bedingungen biete, allerdings keine echte Fankultur vorhanden sei.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Part I – Kommerzialisierung und TV-Vermarktung

2.1 Die Entwicklung des Fußballs

2.1.1 Der Amateurfußball bis 1963

2.1.2 Der Fußball als Berufsfeld

2.1.2.1 Die Einführung der Fußballbundesliga in der BRD

2.1.2.2 BSG, Dynamo, Vorwärts – die Profivereine in der DDR

2.2 Kommerzialisierung des Volkssportes

2.2.1 Zahnbürsten, Taschentücher, Wecker – Aushängeschilder der Traditionsclubs?

2.2.2 Zerstückelung des Spieltages

2.2.2.1 Freitag, Samstag, Sonntag, Montag – Profifußball in Deutschland

2.2.2.2 Die Idee eines Bundesliga-Senders

2.2.2.3 Medieninteresse, Nutzbarkeit der neuen Medien und das Medium Fußball

2.2.3 Die FC Bayern München GmbH – Trennung von Verein und Profiabteilung

2.2.4 Diese Ecke wird präsentiert von den Magdeburger Stadtwerken

2.2.5 1. FC Union Berlin und Athletico Bilbao – Gallische Dörfer im Profifußball

3. Part II – Das internationale Wettgeschäft

3.1 Robert Hoyzer – Nur die Spitze des Eisberges

3.2 Live-Wetten, Wetten auf Eckbälle, Fußball rund um die Uhr – die Perversion des Wettgeschäfts

3.3 Brustsponsor bwin? Deutschland und das staatliche Wettmonopol

4. Part III – Wahnsinn Fußball – Eine Branche vor dem Ruin?

5. Zusätzliche Betrachtungsmöglichkeiten

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die zunehmende Kommerzialisierung und Medialisierung des deutschen Fußballs und untersucht, wie sich diese Entwicklungen auf die traditionelle Fankultur sowie die ökonomische Stabilität der Vereine auswirken.

  • Historische Entwicklung des Fußballs vom Amateur- zum Berufsfeld
  • Konsequenzen der medialen Vermarktung und Spieltagzerstückelung
  • Der Einfluss des internationalen Wettgeschäfts und dessen Manipulationsrisiken
  • Spannungsfeld zwischen ökonomischem Wahnsinn und Fankultur
  • Strategien der Vereine zwischen Traditionspflege und globaler Marke

Auszug aus dem Buch

2.2.2.1 Freitag, Samstag, Sonntag, Montag – Profifußball in Deutschland

„Bei der Vergabe der neuen Bundesliga-Medienrechte für 2013/2014 bis zum Ende der Saison 2016/2017 geht Seifert davon aus, dass der Erlös von bislang durchschnittlich 412 Millionen Euro für die 36 deutschen Profivereine je Saison wieder steigt.“ (GMX 2012b)

Laut Christian Seifert, Chef der deutschen Fußball Liga, DFL, dem Zusammenschluss aller Profivereine der 1. und 2. Bundesliga, konnten die 36 Profiklubs also zusammen für die ersten beiden Ligen jährlich 412 Millionen Euro an Fernsehgeldern als Einnahmen verbuchen. Dies bedeutet für die TV-Sender natürlich hohe Produktionskosten, da mit den 412 Millionen Euro nur die Sicherung der Übertragungsrechte, nicht jedoch die normalen Produktionskosten wie Gehälter, Materialkosten, etc. abgedeckt sind. Und die TV-Rechte sollen bei der anstehenden Ausschreibung wieder teurer werden.

Um dieses Geld wieder umsetzen, also refinanzieren, zu können, kam es zu zwei Entwicklungen. Zum einen werden Fußballübertragungen gestreckt, das heißt, dass beispielsweise Nationalmannschaftsspiele, aber auch Übertragungen der europäischen Vereinsspiele bei ran, zu abendfüllende Veranstaltungen werden. Neben den 105 Minuten Spiel (90 min Spiel und 15 min Halbzeitpause) werden noch meist mindestens 30 min Vorberichterstattung gesendet, außerdem nach dem Spiel Analysen getätigt, Interviews eingeholt und Zusammenfassungen anderer Spiele gezeigt. Alles in allem gehen diese Abende dann meist mindestens vier Stunden, teilweise kann es bei vollen Europa League-Abenden aber auch von 18 bis 24 Uhr gehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Debatte um Fankultur und Kommerzialisierung im deutschen Fußball und definiert die Zielsetzung der Analyse.

2. Part I – Kommerzialisierung und TV-Vermarktung: Dieses Kapitel behandelt die historische Transformation des Fußballs sowie die Auswirkungen von TV-Vermarktung, Markenbildung und Sponsoring auf die Vereine.

3. Part II – Das internationale Wettgeschäft: Der Fokus liegt hier auf den Gefahren durch das internationale Wettgeschäft, Spielmanipulationen und die Rolle von Wettanbietern im Profifußball.

4. Part III – Wahnsinn Fußball – Eine Branche vor dem Ruin?: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit den exzessiven finanziellen Entwicklungen, Transferirrsinn und der Verschuldungsproblematik im europäischen Fußball auseinander.

5. Zusätzliche Betrachtungsmöglichkeiten: Hier werden weiterführende Forschungsfelder wie der Einfluss digitaler Spiele und personalisierter Eintrittskarten kurz skizziert.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunft des deutschen Fußballs im Spannungsfeld zwischen Tradition und ökonomischer Notwendigkeit.

Schlüsselwörter

Kommerzialisierung, Medialisierung, Fankultur, Fußball-Bundesliga, TV-Vermarktung, Wettbetrug, Spielmanipulation, 50+1-Regel, Sponsoring, Amateurfußball, Profifußball, Finanzierung, Stadion, Traditionsvereine, Medien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die tiefgreifenden Veränderungen des deutschen Fußballs durch zunehmende Kommerzialisierung und Medialisierung im Kontext der Faninteressen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die TV-Vermarktung, das internationale Wettgeschäft, die ökonomische Situation der Vereine sowie den Erhalt traditioneller Fankulturen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen der zunehmenden Ökonomisierung auf den Volkssport Fußball zu analysieren und zu bewerten, ob und wie traditionelle Strukturen bewahrt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung aktueller Medienberichte und Diplomarbeiten zum Thema Sportökonomie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Entwicklung des Fußballs, die Zerstückelung des Spieltages, die Trennung von Verein und Profiabteilung sowie Manipulationsrisiken im Wettgeschäft detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Kommerzialisierung, Medialisierung, 50+1-Regel, TV-Rechte, Spielmanipulation und Fankultur.

Wie bewertet die Arbeit die sogenannte 50+1-Regel?

Die 50+1-Regel wird als notwendiger Schutzmechanismus aus Sicht der Fans bewertet, um eine vollständige Übernahme durch Investoren zu verhindern.

Warum ist das Thema "Zerstückelung des Spieltages" so relevant?

Die Zerstückelung des Spieltages erschwert für Fans die Anreise zu Auswärtsspielen und führt zur Entwertung des traditionellen Samstags-Anstoßtermins zugunsten von TV-Einnahmen.

Welche Rolle spielen Investoren im deutschen Fußball?

Investoren suchen verstärkt nach Renditemöglichkeiten, was oft im Konflikt mit der Tradition und der Gemeinnützigkeit der eingetragenen Vereine steht.

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Details

Titel
Die Medialität des deutschen Fußballs - Spieltagzerstückelung, Markenbildung, Totalvermarktung
Untertitel
Eine Prognose über die Entwicklung des Volkssports Nummer eins hinsichtlich seiner Medialität und seiner Vermarktung mit Rücksicht auf die Faninteressen und das internationale Wettgeschäft
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft)
Veranstaltung
Medienökonomie
Note
2,0
Autor
Marcel Weigel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
29
Katalognummer
V193154
ISBN (eBook)
9783656186793
ISBN (Buch)
9783656187752
Sprache
Deutsch
Schlagworte
medialität fußballs spieltagzerstückelung markenbildung totalvermarktung eine prognose entwicklung volkssports nummer vermarktung rücksicht faninteressen wettgeschäft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcel Weigel (Autor:in), 2012, Die Medialität des deutschen Fußballs - Spieltagzerstückelung, Markenbildung, Totalvermarktung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193154
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Leseprobe aus  29  Seiten
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