Bayern wird im Süden durch die Nordalpen begrenzt. Nördlich der Alpen liegen die Molassebecken aus dem Tertiär. Dazwischen liegen glaziale Sedimente quatären Alters.
Im Osten schließen sich das Moldanubikum an, kristalline Gesteine und verfaltete Sedimente mit Intrisivern, welche während der Variskischen Orogenese gebildet wurden.
Ein großes Gebiet im Westen Bayerns gejört zum Schichtstufenland aus dem Jura und Trias.
Innerhalb dieses Gebietes liegt das Nördlinger Ries, ein Einschlagskrater, der durch Impaktgesteine geprägt ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Geotektonische Verhältnisse Bayerns
2. Offengelassener Steinbruch Tremmhof
3. Steinbruch bei Werbach
4. Straßenaufschluss bei Tauberbischofsheim
Zielsetzung & Themen
Dieser Exkursionsbericht dokumentiert und analysiert geologische Aufschlüsse in Bayern und Süddeutschland, um die sedimentären Prozesse und Ablagerungsbedingungen des Trias-Zeitalters zu rekonstruieren.
- Geotektonische Rahmenbedingungen der bayerischen Region
- Sedimentologische Analyse von Steinbruchaufschlüssen
- Fazieswandel vom terrestrischen zum marinen Milieu
- Interpretation von Ablagerungsprozessen und diagenetischen Veränderungen
Auszug aus dem Buch
Steinbruch bei Werbach
Hier sind zwei Schichten aufgeschlossen, die sich deutlich voneinander unterscheiden.
Die untere besteht aus grauen, dichten Kalksteinen, der im verwitterten Zustand leicht gelblich sind. Einige Lagen haben eine wellige Struktur und besteht aus Calcitpartikel mit sehr kleinen Korngrößen.
Die Gesamtmächtigkeit beträgt etwa 10 bis 15 Meter.
Diese Schicht entspricht dem unteren Muschelkalk. Mit der Wende Buntsandstein/Muschelkalk veränderte sich die Fazies des süddeutschen Raumes grundlegend vom fluviatil-limnischen zum vollmarinen. Durch die Öffnung der Oberschlesischen Pforte entstand ein Epikontinentalmeer, also eine Meer auf kontinentale Kruste ohne oder mit nur geringem Zugang zum offenen Meer. Unter ariden Bedingungen entstanden fast ausschließlich karbonatische Ablagerungen. Der dadurch resultierende hohe Salzgehalt lies die Artenvielfalt sinken, wodurch die Konkurrenz abnahm und die Individuenzahl stieg.
Zusammenfassung der Kapitel
Geotektonische Verhältnisse Bayerns: Ein Überblick über die großräumigen geologischen Strukturen Bayerns, von den Nordalpen bis hin zum Schichtstufenland und dem Nördlinger Ries.
Offengelassener Steinbruch Tremmhof: Analyse der dort aufgeschlossenen Sandsteine der Calvörde-Folge, die auf fluviatile Ablagerungsprozesse hinweisen.
Steinbruch bei Werbach: Untersuchung der Sedimentabfolgen des unteren Muschelkalks, die den Übergang zu einem vollmarinen Milieu verdeutlichen.
Straßenaufschluss bei Tauberbischofsheim: Dokumentation von Grabgängen in einer Sedimentschicht, die Rückschlüsse auf Lebensspuren und diagenetische Vorgänge zulassen.
Schlüsselwörter
Geologie, Bayern, Muschelkalk, Buntsandstein, Sedimentologie, Fazies, Epikontinentalmeer, Ablagerungsmilieu, Kalkstein, Diagenese, Geotektonik, Trias, Aufschluss, Sedimentgestein, Stratigraphie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Exkursionsbericht?
Die Arbeit dokumentiert geologische Beobachtungen an verschiedenen Standorten in Süddeutschland mit Fokus auf die Gesteinsformationen der Trias.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themen umfassen die geotektonische Lage Bayerns, die Sedimentologie von Steinbrüchen sowie die paläogeographische Entwicklung durch Fazieswechsel.
Was ist das primäre Ziel der Dokumentation?
Das Ziel ist die Analyse und Interpretation der sedimentären Ablagerungsprozesse anhand konkreter Aufschlüsse vor Ort.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?
Es wird die Methode der geologischen Geländebeobachtung und Interpretation von Gesteinsaufschlüssen und Sedimentabfolgen genutzt.
Welche Inhalte werden im Hauptteil thematisiert?
Der Hauptteil gliedert sich in Beschreibungen zu tektonischen Rahmenbedingungen sowie detaillierte Analysen spezifischer Aufschlüsse in Bayern und im Raum Tauberbischofsheim.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Geologie, Sedimentologie, Muschelkalk, Fazies und Trias.
Welchen Einfluss hatte die Oberschlesische Pforte auf die Region?
Sie ermöglichte die Entstehung eines Epikontinentalmeeres, was zu einem grundlegenden Wandel der Fazies von fluviatil-limnisch zu vollmarin führte.
Was verraten die Gesteinsstrukturen im Steinbruch Tremmhof über das Ablagerungsmilieu?
Die Korngrößen und Schichtung deuten auf ein arides Milieu mit Ablagerungen durch einen verflochtenen Fluss hin.
- Citar trabajo
- Rodrigo Garcia (Autor), 2011, Exkursionsbericht Geländeübung 3 - Die Geologie Bayerns, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193176