1.Einleitung 1
2.Sterbeprozess 2
2.1 Verleugnung 2
2.2 Widerstand 3-4
2.3 Akzeptanz 4-5
3. Erkenntnisprozess 5-6
3.1 Gesellschaft 5-6
3.2 Das Leben des Ivan Il‘ič 6-7
3.3 Leiden und Tod des Ivan Il‘ič 7-8
4. Fazit 8-9
5.Literaturverzeichnis 10
1) Einleitung
“Only one life, ’twill soon be past[…]” Zehn von Zehn Menschen sterben. Zu dieser Erkenntnis kommen wohl die meisten Leute in ihrem Leben. Nur was kann man tun wenn man dem Tod ins Auge blickt und er unmittelbar bevorsteht? Sein ganzes Leben steuert der Mensch auf das Endziel Tod hinzu und dabei stellt sich die Frage, wie er mit diesem ungewissen, furchterregenden Schicksal fertig wird, dem er doch so machtlos gegenüber steht. Kann der Mensch in diesem Leben Erfüllung und Zufriedenheit finden, obwohl er weiß, dass alles wofür er arbeitet und wonach er strebt, im nächsten Moment, mit dem Eintreten des Todes sich auflöst und ohne Bedeutung für ihn ist? Diesen Kampf musste auch Ivan Il’ič austragen, welcher sich beim Aufhängen von Vorhängen in seinem neuen Haus verletzt. Innerhalb kurzer Zeit entwickelt er einen komischen Geschmack im Mund, begleitet von einem unaufhörlichen Schmerz. Nachdem kein Arzt ihm helfen kann, stellt sich schon bald heraus dass er sterben wird. Es beginnt die innere Auseinandersetzung mit der Ursache von Leid und dem richtigen Leben. Die Einsicht darüber, erscheint notwendig um beruhigt dem Tod, welcher vor der Tür steht, entgegen zu treten und das Leben hinter sich zu lassen. Dies tut Iwan Il’ič, letztendlich doch nicht mit Bedauern und Angst, sondern mit Freude. Um zu sehen wie er zur Antwort der größten Frage des Lebens gekommen ist, werden wir zuerst ein Blick auf den Sterbeprozesses des Protagonisten in der Novelle „der Tod des Ivan Il’ič“ werfen. Dieser reichte von der Verdrängung des Todes, durch vor allem materielles Streben, bis hin zum Widerstand gegen den, ihm rational nicht erklärbaren Tod. Schließlich aber gelangt Ivan Il’ič zur Akzeptanz desselben, sogar zur freudigen Umarmung des Schicksals das ihm bevorsteht. Während diesem Sterbeprozess gewinnt er auch Erkenntnis über die egoistische Gesellschaft in der er lebt. Er nimmt sein eigenes Leben unter die Lupe und erkennt den Unterschied zwischen einem falschen, verwirkten Leben und dem richtigen, mit Freude erfüllten Leben. Zuletzt erhält er damit auch die Bereitschaft zum Sterben und die Erkenntnis über den Tod. Alles das soll im Hinblick auf die Bibel untersucht werden, da es ein sehr
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Sterbeprozess
- Verleugnung
- Widerstand
- Akzeptanz
- Erkenntnisprozess
- Gesellschaft
- Das Leben des Ivan Il‘ič
- Leiden und Tod des Ivan Il‘ič
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Novelle "Der Tod des Ivan Il'ič" von Leo Tolstoi untersucht die menschliche Reaktion auf den Tod und die damit verbundene Suche nach Sinn und Bedeutung im Leben. Der Text beleuchtet den Sterbeprozess des Protagonisten Ivan Il'ič, wobei der Fokus auf seine emotionale und mentale Entwicklung liegt. Tolstoi zeigt auf, wie Ivan Il'ič mit seiner Sterblichkeit konfrontiert wird und seine Werte und Prioritäten neu bewertet.
- Der Sterbeprozess als existentielle Herausforderung
- Die Bedeutung des Glaubens und der Bibel
- Kritik an einer egozentrischen und oberflächlichen Gesellschaft
- Die Suche nach einem erfüllten Leben
- Die Rolle der Moral und der Wahrheit im Leben
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt Ivan Il'ič und seine Situation vor. Der Protagonist, ein erfolgreicher Richter, wird mit einer mysteriösen Krankheit konfrontiert, die ihn zunehmend quält. Die Einleitung führt auch in Tolstois Lebensabschnitt ein, in dem er eine spirituelle Krise durchmachte und sich intensiv mit dem Glauben auseinandersetzte.
Sterbeprozess
Verleugnung
In diesem Abschnitt wird Ivan Il'ičs Verleugnung des Todes beleuchtet. Er hat sein Leben nach gesellschaftlichen Normen ausgerichtet und den Tod ausgeblendet. Tolstoi kritisiert diese oberflächliche und egozentrische Lebensweise, die den Tod tabuisiert.
Widerstand
Als Ivan Il'ič mit der Unvermeidlichkeit seines Todes konfrontiert wird, gerät er in Widerstand. Er kann die eigene Sterblichkeit nicht akzeptieren und versucht, den Tod zu bekämpfen. Der Text verdeutlicht, wie der Tod die Grenzen des menschlichen Verstehens übersteigt und rationale Erklärungen nicht mehr ausreichen.
Akzeptanz
In diesem Kapitel erreicht Ivan Il'ič schließlich eine gewisse Akzeptanz seines Schicksals. Er beginnt, sein Leben zu reflektieren und erkennt die Begrenztheit seiner bisherigen Lebensweise. Der Text betont die Bedeutung der Gotteserkenntnis und des Glaubens als Grundlage für eine authentische Lebensführung und den Umgang mit dem Tod.
Schlüsselwörter
Schlüsselwörter der Novelle sind Tod, Sterbeprozess, Glaube, Bibel, Gesellschaft, Moral, Wahrheit, Erkenntnis, Lebensbedeutung, Sinnsuche, Verleugnung, Widerstand, Akzeptanz, Oberflächlichkeit, Egoismus, Authentizität.
Häufig gestellte Fragen
Welche Phasen des Sterbens durchläuft Ivan Il’ič?
Der Protagonist durchläuft die Phasen der Verleugnung, des Widerstands und schließlich der Akzeptanz seines nahenden Todes.
Was kritisiert Tolstoi an der damaligen Gesellschaft?
Tolstoi kritisiert die Oberflächlichkeit, den Egoismus und die Tabuisierung des Todes in einer Gesellschaft, die sich nur an materiellen Werten und sozialem Status orientiert.
Welche Rolle spielt die biblische Perspektive in der Analyse?
Die Arbeit untersucht Ivan Il’ičs Erkenntnisprozess im Hinblick auf biblische Werte und die Bedeutung des Glaubens für ein erfülltes Leben und ein friedvolles Sterben.
Wie gelangt Ivan Il’ič zur Erkenntnis?
Durch sein körperliches Leiden und die Isolation wird er gezwungen, sein bisheriges "falsches" Leben zu reflektieren und den Unterschied zwischen Schein und wahrer Freude zu erkennen.
Warum stirbt Ivan Il’ič am Ende mit Freude statt mit Angst?
Weil er durch den Akzeptanzprozess die Angst vor dem Tod verliert und erkennt, dass das Leiden ein Weg zur Wahrheit und zur inneren Befreiung sein kann.
- Quote paper
- Susanne Wrobel (Author), 2011, Der Tod des Iwan Iljitsch - Sterbe- und Erkenntnisprozess , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193179