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Ist Gott gerecht?

Das Theodizee-Problem

Título: Ist Gott gerecht?

Trabajo de Seminario , 2008 , 8 Páginas , Calificación: 2+

Autor:in: Laura Ostermaier (Autor)

Didáctica - Teología, pedagogía religiosa
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„Ach, würde doch mein Gram gewogen, legte man auf die Waage auch mein Leid! Denn nun ist es schwerer als der Sand des Meeres, darum reden meine Worte irr. Die Pfeile des Allmächtigen stecken in mir, mein Geist hat ihr Gift getrunken, Gottes Schrecken stellen sich gegen mich.“ (Ijob 6, 2-4)
Schon Ijob klagte Gott an, als ihm immer mehr Unglück widerfuhr. Zunächst verhielt sich Ijob so, wie es sich für einen frommen Mann gehört und er nahm sein Unglück trauernd, aber dennoch Gott preisend an; er war ein Dulder.1 Doch als seine Unglückswelle scheinbar nicht mehr enden will, begehrte Ijob auf, er rebellierte gegen sein Schicksal und gegen Gott. Er klagte ihn an, da er meinte, er habe Gott sein Leid und seine Not zu verdanken.
Ijobs Drama zeigt, dass sich ein solches Geschehen in der menschlichen Geschichte stets wiederholte und auch weiter wiederholen kann.2 Auch heute noch klagen die Menschen Gott an, warum er ihr Leid und ihre Not zulasse. Es stellt sich also die Frage, ob Gott gerecht ist und welche Gründe es haben könnte, dass trotz seiner Existenz so viele Übel in der Welt passieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitendes: Zitat Ijobs

2. Definition des Begriffs „Theodizee“

3. Lösungsversuche des Theodizee-Problems

4. Aktualität des Theodizee-Problems gezeigt an der Not der Opfer des Wirbelsturms „Sidr“ 11/2007

5. Abschließende Gedanken

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der klassischen Theodizee-Frage auseinander: Wie lässt sich die Existenz eines allmächtigen, allgütigen und gerechten Gottes mit dem massiven Leid und Übel in der Welt vereinbaren? Dabei wird untersucht, ob dieses Problem rational lösbar ist oder ob das menschliche Leid eine unüberwindbare Herausforderung für den Glauben darstellt.

  • Historische und philosophische Definition des Theodizee-Begriffs
  • Systematische Analyse klassischer Lösungsversuche (u.a. Epikur, religiöse Ansätze)
  • Verknüpfung theoretischer Theodizee-Überlegungen mit aktuellen Katastrophen
  • Reflexion über die Grenzen menschlicher Erkenntnis bei der Leidensfrage
  • Theologische Einordnung von Klage und Zweifel als legitime Reaktionen auf Leid

Auszug aus dem Buch

3. Lösungsversuche des Theodizee-Problems

Im Laufe der Geschichte haben sich nun viele Theorien zum Thema Theodizee entwickelt. Viele Philosophen, Theologen und generell unterschiedliche Religionen versuchten die verschiedenen Möglichkeiten zur Lösung dieses Problems durchzuspielen, um diese drängende Frage nach dem „Woher“ des Leides und dem „Warum“ und dem „Wie lange noch?“ zu klären.

Epikur entwickelte ein klassisches Muster, welches die unterschiedlichen Möglichkeiten aufzeigt:

A) Gott will das Übel abschaffen, kann es aber nicht.

B) Gott kann das Übel abschaffen, will es aber nicht.

C) Gott kann weder, noch will er das Übel abschaffen.

D) Gott will und kann das Übel abschaffen.

In Fall A) wäre Gott nicht allmächtig, in B) nicht gütig und gerecht, in C) träfe beides zu und in D) stellt sich einem die Frage woher die Übel kommen und warum Gott sie nicht beseitigt.

Aus der Existenz von Leid und Übel und dem Glauben an Gott entsteht schließlich ein Widerspruch. Wenn man an Gott glaubt, so glaubt man a) an ein sittlich vollkommenes und allmächtiges Wesen, welches also b) jedes Übel und Leid verhindern könnte und c) würde. Da es aber d) Leid und Übel gibt, folgt nach dem deduktiven Argument, dass Gott nicht existiert. Diese Überlegung und auch die Theodizeefrage allgemein stellt die Wurzel des modernen Atheismus dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitendes: Zitat Ijobs: Das Kapitel führt anhand des biblischen Buches Ijob in die Problematik ein, dass Leid den Menschen zum Zweifel an der Gerechtigkeit Gottes führt.

2. Definition des Begriffs „Theodizee“: Hier wird der von Leibniz geprägte Begriff erläutert, der die theoretische Rechtfertigung Gottes angesichts der existierenden Übel in der Welt bezeichnet.

3. Lösungsversuche des Theodizee-Problems: Das Kapitel stellt verschiedene philosophische und religiöse Erklärungsmodelle vor, um das Spannungsverhältnis zwischen Gottesbild und Welterfahrung zu deuten.

4. Aktualität des Theodizee-Problems gezeigt an der Not der Opfer des Wirbelsturms „Sidr“ 11/2007: Anhand eines konkreten Fallbeispiels wird illustriert, wie schmerzhaft die Theodizee-Frage durch aktuelle Katastrophen für Betroffene erfahrbar wird.

5. Abschließende Gedanken: Die Autorin reflektiert ihre persönliche Perspektive und kommt zu dem Schluss, dass das Leid rational nicht vollständig begreifbar bleibt, Klage jedoch ein legitimer Ausdruck des Glaubens ist.

Schlüsselwörter

Theodizee, Gottesbild, Leid, Übel, Epikur, Gottesgerechtigkeit, Ijob, moderne Theologie, Wirbelsturm Sidr, Religionspädagogik, Atheismus, Religionskritik, Schicksal, Glaubenszweifel, Theodizee-Problem

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das klassische theologische und philosophische Problem, wie die Existenz eines allmächtigen und guten Gottes mit der Realität von Leid und Übel in der Welt vereinbar ist.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Klärung von Theodizee, der Darstellung historischer Lösungsversuche verschiedener Weltreligionen und der Anwendung dieser Theorie auf ein aktuelles Katastrophenbeispiel.

Was ist die zentrale Fragestellung?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob Gott angesichts des unermesslichen Leides in der Welt noch als gerecht bezeichnet werden kann und wie ein gläubiger Mensch mit diesem Widerspruch umgehen kann.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Die Autorin nutzt eine systematische Analyse philosophischer Argumentationsmuster (wie etwa das Epikur-Paradoxon) und verknüpft diese mit einer aktuellen Fallbetrachtung der Not nach dem Wirbelsturm „Sidr“.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Einführung, eine Übersicht zu verschiedenen religiösen Leidensdeutungen sowie die kritische Reflexion über die Grenzen menschlicher Leidensbewältigung.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Theodizee, die Gottesgerechtigkeit, das Spannungsfeld zwischen Leid und Glauben sowie die Auseinandersetzung mit dem Gottesbild in unterschiedlichen religiösen Traditionen.

Warum wird das Wirbelsturm-Beispiel „Sidr“ angeführt?

Das Beispiel dient dazu, die theoretische abstrakte Diskussion des Theodizee-Problems mit einer konkreten menschlichen Katastrophe zu erden, um die Dringlichkeit und Unbegreiflichkeit des Leids zu verdeutlichen.

Zu welcher Schlussfolgerung gelangt die Autorin?

Die Autorin kommt zu dem Fazit, dass das Leid für den Menschen rational unauflösbar bleibt, plädiert aber dafür, dass Klage, Zweifel und Wut gegenüber Gott als authentische religiöse Ausdrucksformen berechtigt sind.

Final del extracto de 8 páginas  - subir

Detalles

Título
Ist Gott gerecht?
Subtítulo
Das Theodizee-Problem
Universidad
University of Passau
Curso
Einführung in die elementare Theologie vor den Herausforderungen der modernen Gesellschaft
Calificación
2+
Autor
Laura Ostermaier (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
8
No. de catálogo
V193235
ISBN (Ebook)
9783656182825
ISBN (Libro)
9783656183990
Idioma
Alemán
Etiqueta
gott theodizee-problem
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Laura Ostermaier (Autor), 2008, Ist Gott gerecht?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193235
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