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Directors´ Dealings und Finanzmarktkrise – Eine empirische Untersuchung

Title: Directors´ Dealings und Finanzmarktkrise – Eine empirische Untersuchung

Bachelor Thesis , 2010 , 38 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Stefan Hemm (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Auf den Aktienmärkten beeinflussen Informationen die Anlageentscheidungen der Marktteilnehmer in hohem Maße. Unternehmensinsider haben regelmäßig einen besseren Informationsstand als andere Marktteilnehmer. Durch diesen Informationsvorsprung ergibt sich die Chance für Insider, höhere Renditen durch das Handeln mit Aktien des eigenen Unternehmens zu erwirtschaften. Seit 1994 ist der Insiderhandel in Deutschland gesetzlich verboten. Eine Offenlegungspflicht für Directors´ Dealings besteht seit 2002. Da nach § 15 WpHG alle Insiderinformationen, welche für potenzielle Anleger relevant sind, unverzüglich an das Unternehmensregister gemeldet werden müssen, sollte dieser Informationsvorsprung jedoch verringert, wenn nicht sogar eliminiert sein. In Zahlreichen Studien wurde dennoch nachgewiesen, dass Insider systematisch höhere Renditen erwirtschaften als andere Anleger. Eine mögliche Definition für Directors´ Dealings wäre beispielsweise folgende:
„Directors´ Dealings liegen vor, wenn Personen, die aufgrund einer besonderen Beziehung zu einem Emittenten und der damit abstrakt verbundenen Möglichkeit von Informationsvorteilen gegenüber dem Markt, Geschäfte mit Wertpapieren des Emittenten tätigen, auch wenn sie im konkreten Fall von ihren Informationsvorteilen keinen Gebrauch machen.“
Im Rahmen dieser Arbeit soll untersucht werden, in wieweit Insider während der aktuellen Finanzkrise ihre bessere Informationsbasis zu ihren Gunsten ausnutzen konnten, um höhere Renditen zu erwirtschaften. Dabei werden Insidertransaktionen der Unternehmen aus dem SDAX und TecDAX im Zeitraum vom 01.01.2006 bis zum 31.12.2009 betrachtet. Die Untersuchung vor dem Hintergrund der Finanzkrise , welche im Jahre 2007 mit der Subprime-Krise begann , ist insoweit von Interesse, da es in sehr kurzer Zeit immense Kursveränderungen gab. Daher ist es interessant zu untersuchen, ob Insider in dieser turbulenten Phase auf den Aktienmärkten ihren Informationsvorsprung durch legalen Insiderhandel ausnutzen konnten. Bei der Untersuchung wird ein Augenmerk auf den Zusammenhang zwischen Insidertransaktionen und dem darauf folgenden Kursverlauf der betreffenden Aktie gelegt. Desweiteren soll untersucht werden, ob es einen Zusammenhang zwischen der Entwicklung von Umsatzerlösen, EBIT und den Directors´ Dealings gibt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung und Zielsetzung

2 Rechtsgrundlagen

2.1 Entstehung des deutschen Insiderrechts

2.2 Theorien pro und contra Insiderhandel

2.3 Anwendungsbereich und Offenlegungspflicht

3 Empirische Erhebung

3.1 Gegenstand der Untersuchung und aktueller Forschungsstand

3.2 Forschungsdesign

3.3 Analyse auf Basis der Studie von SEYHUN (1988)

3.3.1 Erhebung

3.3.2 Auswertung

3.4 Analyse des Zusammenhangs von Directors´ Dealings, Umsatz und EBIT

3.4.1 Erhebung

3.4.2 Auswertung

3.5 Ergebnisse der Untersuchungen

4 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Unternehmensinsider während der Finanzmarktkrise ihre Informationsvorteile nutzen konnten, um durch Transaktionen in Aktien des eigenen Unternehmens (Directors' Dealings) höhere Renditen zu erwirtschaften. Im Fokus steht dabei die Analyse von SDAX- und TecDAX-Unternehmen im Zeitraum 2006 bis 2009 hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen Insidertransaktionen, Aktienkursentwicklungen sowie Unternehmensdaten wie Umsatz und EBIT.

  • Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen für Insiderhandel und Offenlegungspflichten.
  • Empirische Untersuchung des Transaktionsverhaltens von Insidern vor und während der Finanzmarktkrise.
  • Überprüfung von Hypothesen zu antizyklischem Verhalten und Prognosefähigkeit von Führungskräften.
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Insiderhandel und fundamentalen Kennzahlen (Umsatz, EBIT).

Auszug aus dem Buch

3.1 Gegenstand der Untersuchung und aktueller Forschungsstand

Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen Directors´ Dealings und der Entwicklung des Aktienkurses bzw. der Umsätze und der Ergebnisse eines Unternehmens zu untersuchen. Diese Untersuchung findet vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise statt und soll Hinweise dafür liefern, ob und in welchem Ausmaß die Führungskräfte deutscher Unternehmen aus dem SDAX und TecDAX die extremen Kursrückschläge und Kurserholungen im Voraus antizipieren konnten.

Bevor mit der eigentlichen Untersuchung begonnen wird, soll hier zuerst ein Blick auf bereits durchgeführte Studien geworfen werden. Forschungsergebnisse auf dem US-amerikanischen Kapitalmarkt stellen die größte Gruppe an Untersuchungen dar, da dieser Forschungszweig dort seit vielen Jahren vorangetrieben wird. Genauer gesagt bestehen dort seit dem Securities Exchange Act von 1934 Vorschriften zum Insiderhandel. Daher können Forscher auf eine Fülle von Daten zugreifen, um unterschiedlichste Sachverhalte im Zusammenhang mit Insidergeschäften zu untersuchen.

Eine der ersten Studien, die sich mit Insidertransaktionen und einer darauf folgenden Kursentwicklung beschäftigt, stammt von LORIE/NIEDERHOFFER. Die Autoren verwenden Daten aus dem Official Summary der SEC. Die hierin enthaltenen Insidergeschäfte werden monatlich veröffentlicht. Es wurden 30 Unternehmen im Zeitraum von 1950 bis 1964 untersucht. Dabei flossen nur solche Monate in die Untersuchung mit ein, in denen die Anzahl der Insider, die Aktien kaufen, die der Verkäufer um mindestens zwei übersteigt. Dieses Konzept des „intensive trading“ stammt von ROGOFF und wurde auch von ihm in einer Studie über Insiderhandel verwendet, auf deren Basis Lorie/Niederhoffer aufbauten. Letztere fanden schließlich heraus, dass sich die Aktie eines Unternehmens mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 % besser entwickelt als der Markt, wenn im Vormonat die Käufe von Insidern überwiegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung und Zielsetzung: Einleitung in die Thematik des Insiderhandels, Definition der Directors' Dealings und Darlegung der Forschungsziele im Kontext der Finanzmarktkrise.

2 Rechtsgrundlagen: Erläuterung der Historie und Regulierung des deutschen Insiderrechts sowie Darstellung der ökonomischen Theorien zum Insiderhandel.

3 Empirische Erhebung: Detaillierte Beschreibung der Methodik, Datengrundlage, der untersuchten Zeiträume sowie der Analyse des Zusammenhangs zwischen Transaktionen, Kursen und Fundamentaldaten.

4 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse: Kritische Würdigung der Untersuchungsergebnisse und Ausblick auf weiterführende statistische Analysemöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Directors' Dealings, Finanzmarktkrise, Insiderhandel, Aktienkurse, SDAX, TecDAX, Insiderinformationen, Offenlegungspflicht, WpHG, BaFin, Markteffizienz, Unternehmensdaten, EBIT, Umsatz, Transaktionsanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Handelsverhalten von Unternehmensinsidern (Directors' Dealings) während der Finanzmarktkrise und prüft, ob diese aufgrund von Informationsvorteilen ihre Anlageentscheidungen gewinnbringend optimieren konnten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Regulierung des Insiderhandels, die empirische Analyse von Insidertransaktionen in SDAX- und TecDAX-Unternehmen sowie deren Korrelation mit Kursentwicklungen und Unternehmenskenngrößen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist festzustellen, ob Insider in der Lage waren, die extremen Kursveränderungen der Finanzmarktkrise durch ihre Kenntnisse über unternehmensinterne oder gesamtwirtschaftliche Faktoren im Voraus zu antizipieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine empirische quantitative Analyse, die auf Daten von Internetportalen basiert und das Vorgehen in Anlehnung an die Studie von SEYHUN (1988) strukturiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird das Forschungsdesign beschrieben, die Hypothesen über Käufe und Verkäufe in verschiedenen Zeitphasen definiert und diese anhand der Daten der 60 bis 70 untersuchten Unternehmen statistisch überprüft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Directors' Dealings, Insiderhandel, Finanzmarktkrise, SDAX, TecDAX, Informationseffizienz und Insiderinformationen.

Warum wurden Unternehmen aus der Analyse gestrichen?

Unternehmen wurden exkludiert, wenn sie nach dem 01.01.2006 an die Börse gingen, kein Insiderhandel stattfand, ein abweichendes Geschäftsjahr vorlag oder sie der Finanzdienstleistungsbranche angehörten, um die Vergleichbarkeit der Daten zu gewährleisten.

Deuten die Ergebnisse auf einen Informationsvorteil hin?

Die Ergebnisse zeigen, dass Insider teilweise antizyklisch handelten und Erfolge verzeichneten, wobei ein signifikanter Zusammenhang jedoch nicht in allen Phasen der Krise in der erwarteten Stärke nachgewiesen werden konnte.

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Details

Title
Directors´ Dealings und Finanzmarktkrise – Eine empirische Untersuchung
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
1,7
Author
Stefan Hemm (Author)
Publication Year
2010
Pages
38
Catalog Number
V193260
ISBN (eBook)
9783656184591
ISBN (Book)
9783656186267
Language
German
Tags
Directors' Dealings Insiderhandel Insider Trading Insider Dealing Financial Crisis Finanzkrise Börsenstrategie Stock Market Strategy
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Hemm (Author), 2010, Directors´ Dealings und Finanzmarktkrise – Eine empirische Untersuchung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193260
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