Psychologie des Gesundheitsverhaltens. Selbstregulationsfähigkeit, Selbstwirksamkeit, Verhaltensänderung


Hausarbeit, 2011
27 Seiten, Note: 1,6

Leseprobe

Inhaltverzeichnis

1 Selbstregulationsfähigkeit
1.1 Definition Selbstregulationsfähigkeit
1.2 Einschätzung der Selbstregulationsfähigkeit
1.3 Fragenkatalog Selbstwirksamkeitserwartung
1.4 Umfrage Selbstwirksamkeitserwartung

2 Intentionsphase
2.1 Aufgaben Intentionsphase
2.2 Checkliste Verhaltensänderung
2.3 Mind Map
2.3.1 Einzelberatung
2.3.2 Gruppengespräch
2.4 Kosten-Nutzen-Verhältnis
2.5 Formulierung der Zielsetzung

3 Transtheoretische Modell zur Verhaltensänderung
3.1 Ausgangssituation
3.2 TTM Stufen
3.2.1 Stufe 1: Absichtslosigkeit
3.2.2 Stufe 2: Absichtsbildung
3.2.3 Stufe 3: Vorbereitung
3.2.4 Stufe 4: Handlung – Verhaltensmuster ändern
3.2.5 Stufe 5: Aufrechterhaltung/Stabilisierung
3.2.6 Stufe 6: Terminierung - Abschlussstadium

Anhang

Literaturverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Selbstregulationsfähigkeit

1.1 Definition Selbstregulationsfähigkeit

„Das Vermögen, sich selbst zu organisieren und dadurch äußere Anforderungen aktiv und wirkungsvoller gestalten zu können, lässt sich auch als Fähigkeit zur Selbstregulation bezeichnen. Sie stabilisiert sowohl das innere psychische System als auch das nach außen gerichtete Handeln.“ (PIETER, 2010, S. 99)

Die Handlungsqualität ist durch die Selbstregulationsfähigkeit bestimmt. Dies lässt sich folgendermaßen verdeutlichen: Das Subjekt (z.B. der Mensch) handelt in Abhängigkeit von bereits gemachten Erfahrungen. Sind diese Erfahrungen in negativer Form in der Erinnerung geblieben, beim Scheitern einer früheren ähnlichen Aufgabe, so lässt sich das Subjekt von der Umwelt (z.B. soziales Umfeld) mehr beeinflussen. Die Handlung wird primär durch die Umwelt bestimmt und weniger durch das eigene „Selbst“. Das Subjekt handelt „reaktiv“. Sind die Erfahrungen positiven Ursprungs, lässt sich das Subjekt weniger durch die Umwelt beeinflussen. Das Subjekt handelt selbst bestimmter und ist dabei „aktiv“.

„Man kann auch sagen: Menschen mit ausgeprägter Selbstregulationsfähigkeit wollen und können sich selbst managen und möchten nicht von außen gemanagt werden.“ (PIETER, 2010, S. 100)

Die Wechselbeziehung wird in der folgenden Abbildung veranschaulicht:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Darstellung der Wechselbeziehung zwischen Subjekt und Umwelt (Eigene Darstellung)

1.2 Einschätzung der Selbstregulationsfähigkeit

Zur Einschätzung der Selbstregulationsfähigkeit wurde der folgende Fragebogen erstellt.

Tab. 1: Einschätzung der Selbstregulationsfähigkeit von Klienten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.3 Fragenkatalog Selbstwirksamkeitserwartung

Im Rahmen der Befragung wurde der von JERUSALEM/SCHWARZER (vgl. SCHWARZER, 1996, S. 36) entwickelte Fragebogen zur Einschätzung der allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung genutzt.

Darüber hinaus wurden zusätzlich noch Alter und Geschlecht erfasst.

Tab. 2: Fragebogen zur Diagnose der allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung (JERUSALEM/SCHWARZER, in: SCHWARZER 1996, S. 36)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.4 Umfrage Selbstwirksamkeitserwartung

Der Fragebogen wurde an 5 Personen aus dem privaten und beruflichen Umfeld angewandt. Die Zielgruppe waren männliche und weibliche Personen zwischen 40 und 45 Jahren. Die komplett ausgefüllten Bögen befinden sich zur Einsicht im Anhang. Die erreichten Gesamtpunktwerte werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

Tab. 3: Auswertung – Umfrage zur allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung August 2011

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Person 1 erreichte als Einzige die höchste Ausprägung der Selbstwirksamkeitserwartung. Mit 35 Punkten hat sie eine sehr gute Ausprägung. Person 2 – 5 haben eine normale bzw. gute Ausprägung ihrer Selbstwirksamkeitserwartung wobei Person 3 (27 Punkte) und Person 4 (28 Punkte) die „Schlusslichter“ bilden.

Interessant ist der Vergleich zwischen Person 1 (weiblich, 44 Jahre) und Person 5 (männlich, 44 Jahre). Die weibliche Selbstwirksamkeitserwartung ist besser als die der männlichen Testperson. Dies wird auch im Vergleich der durchschnittlich erreichten Punktwerte ersichtlich. Die weiblichen Personen erreichten einen Wert von 33 Punkten (normale bzw. gute Ausprägung) und die männlichen 29 Punkte (normale bzw. gute Ausprägung).

Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ, da zu wenig Personen befragt wurden.

2 Intentionsphase

2.1 Aufgaben Intentionsphase

„Die (...) Personen einer Gruppe haben sich für die Verhaltensänderung bzw. das neue Verhalten entschieden, d. h. sie überschreiten den „Rubikon“ und haben ihr persönliches Ziel so formuliert, dass es eine realistische Grundlage der Handlungsplanung ist und in der Handlungsausführung handlungsmotivierend wirksam wird.“ (PIETER, 2010, S. 226)

Der gewählte Rahmen in dem die Kunden betreut werden, ist ein Programm zur Ernährungsumstellung. Zu Beginn der Ernährungsumstellung müssen die Minimalvorraussetzungen der Gruppe geklärt werden. Dies sind:

- Die Veränderung muss gewollt sein
- Das Verhalten muss zum aktuellen Thema werden
- Soziale Unterstützung muss vorhanden sein
- Strategien zur Alltagsbewältigung sind Teil der Verhaltensänderung

Darüber hinaus müssen die Gründe für die Intention mit dem Klienten in einem Einzelgespräch geklärt werden. Im Rahmen des Gespräches sind die nachfolgenden Punkte zu klären:

- Allgemeine Beweggründe zur gewünschten Verhaltensänderung
- Vorhandensein einer erlebten Bedrohung (Risikoverhalten) die zur Intention führte
- Wie hoch ist die Selbstwirksamkeitserwartung
- Erstellung einer Kosten-Nutzen-Analyse
- Welches Wissen/Information hat der Klient in Bezug auf seine aktuelle Situation
- Welche Ziele werden mit welcher Laufzeit (kurz-, mittel- und langfristig) gesteckt und sind diese erreichbar
- Gibt es sozialen Rückhalt durch Leidensgenossen (Gruppe) und/oder dem sozialem Umfeld (z. B. Familie, Freunde)

2.2 Checkliste Verhaltensänderung

Im Rahmen der Verhaltensänderung werden an die Gruppe Fragen gestellt. Jeder Teilnehmer notiert sich seine persönlichen Antworten auf ein Blatt Papier. Im Anschluss wird eine offene Gesprächsrunde eingeleitet, in der jeder Teilnehmer die Möglichkeit hat, seine Gedanken in der Gruppe zu äußern. Jedere andere Gruppenteilnehmer schweigt und das Gesagte wird wertfrei angenommen. Er erwartet es sicherlich ebenso.

Hat der Sprecher einen Punkt, den er nicht vor der Gruppe äußern möchte, besteht die Möglichkeit sich in einem Einzelgespräch mit dem Berater auszutauschen. In der Gruppe sollte der Respekt vor jedem Teilnehmer an oberster Stelle stehen. Es ist die Aufgabe des Beraters dies zu kontrollieren und bei Bedarf zu steuern.

[...]

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Psychologie des Gesundheitsverhaltens. Selbstregulationsfähigkeit, Selbstwirksamkeit, Verhaltensänderung
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,6
Autor
Jahr
2011
Seiten
27
Katalognummer
V193280
ISBN (eBook)
9783656183174
ISBN (Buch)
9783656183792
Dateigröße
718 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychologie des Gesundheitsverhaltens, Verhaltensänderung, TTM, TRANSTHEORETISCHE MODELL ZUR VERHALTENSÄNDERUNG, Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, Fitness, Psychologie, Gesundheit, Selbstregulationsfähigkeit, Selbstwirksamkeit, dhfpg
Arbeit zitieren
Sven Schmauder (Autor), 2011, Psychologie des Gesundheitsverhaltens. Selbstregulationsfähigkeit, Selbstwirksamkeit, Verhaltensänderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193280

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Psychologie des Gesundheitsverhaltens. Selbstregulationsfähigkeit, Selbstwirksamkeit, Verhaltensänderung


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden