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Fixkostenmanagement - Ziele, Instrumente und Probleme

Titel: Fixkostenmanagement - Ziele, Instrumente und Probleme

Seminararbeit , 2012 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Marc D. Sommer (Autor:in)

BWL - Controlling
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Fixe Kosten zeigen innerhalb bestimmter Beschäftigungsgrenzen und in-nerhalb eines bestimmten Zeitraums keine Veränderungen auf. Schon Eu-gen Schmalenbach beschäftigte sich bereits1899 mit dem Gedanken des Kostenmanagements. Das Fixkostenmanagement umfasst die Planung, Steuerung und Kontrolle der Fixkosten bezogen auf deren Verursachung, Struktur und Flexibilität. Es geht dabei um die zielgerichtete Gestaltung der Fixkosten. Das Fixkostenmanagement wird als ein strategisches Instru-ment des Kostenmanagements betrachtet. Ein Einsatz von Instrumenten orientiert sich an Unternehmenszielen. Die Planung der Abbaufähigkeit bezogen auf Aufträge und Produkte lehnt sich hieran an. Möglichkeiten der Flexibilisierung von Fixkosten können durch ein Fixkostenmanagement aufgezeigt werden. Durch Kostenanalysen und Kostenkontrollen sucht das Fixkostenmanagement mittels Einsetzung von Instrumenten eine Beein-flussung von Fixkostenintensitäten zu erreichen. Generell unterteilt sich die Vollkostenrechnung in Einzel- und Gemeinkosten. Hinsichtlich der Fixkos-ten unterscheidet man die noch beeinflussbaren relativen fixen Kosten und absolute fixe Kosten, die nicht mehr zu beeinflussen sind. Fixe Kosten sind stets Gemeinkosten.
In Abhängigkeit von Beschäftigungsänderungen werden unternehmerische Entscheidungen getroffen, welche sowohl die Entwicklung zukünftiger Fix-kosten als auch die Höhe der variablen Kosten betreffen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Grundlagen des Fixkostenmanagements

2 Problemstellung

2.1 Steuerung und Abbau fixer Kosten

2.2 Kostenniveaumanagement

2.3 Kostenstrukturmanagement

3 Instrumente

3.1 Vertrags- und Eigentumspotentialdatenbank

3.2 Break-Even-Analyse

3.3 Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung

3.4 Fixkostenmanagementorientierte Plankostenrechnung

4 Hindernisse

4.1 Unternehmensexterne Faktoren

4.2 Unternehmensinterne Faktoren

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit den Zielen, Instrumenten und Problemen des Fixkostenmanagements. Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten zur Beeinflussung von Fixkostenintensitäten sowie zur Flexibilisierung von Fixkosten aufzuzeigen, um den unternehmerischen Handlungsspielraum bei Kapazitätsschwankungen zu sichern und die Betriebsbereitschaft effizient zu steuern.

  • Grundlagen und Definition des Fixkostenmanagements
  • Methoden der Fixkostenanalyse und Steuerung
  • Instrumente zur Identifikation von Abbaupotenzialen (Datenbanken, Deckungsbeitragsrechnung)
  • Wirtschaftliche und organisatorische Hindernisse beim Fixkostenabbau
  • Strategische Integration in die Plankostenrechnung

Auszug aus dem Buch

3.1 Vertrags- und Eigentumspotentialdatenbank

Aus einer Wirtschaftsplanung lassen sich Beschäftigungsänderungen der Produktion ersehen, die einzelnen Kostenstellen zugeordnet werden können. Grundlegend ist darauf zu achten, dass durch eine Änderung des Produktportfolios eine Änderung der Betriebsbereitschaft entstehen kann, da hierdurch Potentialfaktoren beeinflusst werden. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, eine Übersicht über die Höhe der Fixkosten, deren Elastizität und Abbautermine zu erlangen. Durch eine zeitliche Strukturierung der Kostenarten und Kostenstellen mit ihren jeweiligen spezifischen Bedingungen kann eine Abbaufähigkeit geplant werden. Die abbaufähigen Fixkosten gliedern sich bspw. in solche, die monatlich oder mit zwei, drei- oder sechsmonatiger Frist abgebaut werden können. Dies kann sich aus Vertragslaufzeiten ergeben.

Mit Vertragsdatenbanken sollen Informationen über die Abbaubarkeit der Fixkosten aus Vermögensgegenständen des Unternehmens bzw. aus Verträgen mit Externen erfasst werden. Vertragsdatenbanken enthalten unter anderem Informationen über den jeweiligen Vertragspartner, den Vertragsbeginn und die Kündigungsfristen. Daraus ergeben sich notwendige Informationen wie der monatliche Fixkostenbetrag sowie etwaige Folgekosten, die bei einer Kündigung von Verträgen entstehen. Die Erstellung einer Vertragsdatenbank sollte daher grundlegende Angaben beinhalten wie den Vertragsbeginn, die Mindestvertragslaufzeit, die Kündigungsfrist, den Zahlungsbetrag und Zahlungsfristen sowie etwaige Folgekosten wie Entsorgungskosten. Auf der Grundlage einer solchen Datenbank sind vielfältige Analysen der Fixkosten nach verschiedenen Kriterien möglich. Es können so Entscheidungen über die Abbaufähigkeit von Fixkosten und deren Vertragspotentiale getroffen werden.

Eine Eigentumspotentialdatenbank verzeichnet das aus vertraglicher Sicht garantierte Eigentum eines Unternehmens. Die Potentiale, die sich aus dieser Datenbank ergeben, zeigen einen Werteverzehr der meist nicht vertraglich festgehalten ist. Der Werteverzehr, der sich aus der die an die Nutzungsdauer eines Anlagegutes angelehnten Abschreibung für das Eigentum ergibt, ist zwar im Voraus bekannt, kann jedoch nicht durch Änderungen eines Vertrages beeinflusst werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Grundlagen des Fixkostenmanagements: Definition des Fixkostenmanagements als strategisches Instrument zur Planung, Steuerung und Kontrolle der Fixkosten bezogen auf deren Verursachung und Flexibilität.

Problemstellung: Erläuterung der Notwendigkeit von Kostenanalysen, um sprungfixe Kosten sowie die Auswirkungen von Beschäftigungsschwankungen und Kapazitätsgrenzen zu identifizieren.

Instrumente: Vorstellung verschiedener Methoden wie Vertragsdatenbanken, Break-Even-Analysen und der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung zur zielgerichteten Beeinflussung von Fixkosten.

Hindernisse: Analyse externer und interner Barrieren, die den Abbau fixer Kosten erschweren, wie etwa Tarifverträge, unternehmenspolitische Gründe oder drohende Know-how-Verluste.

Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, dass Fixkostenmanagement eine strategische Aufgabe des Controllings ist, um Flexibilität zu wahren, ohne die langfristige Betriebsbereitschaft zu gefährden.

Schlüsselwörter

Fixkostenmanagement, Kostenmanagement, Deckungsbeitragsrechnung, Break-Even-Analyse, Gemeinkosten, Kostenstruktur, Fixkostenabbau, Plankostenrechnung, Betriebsbereitschaft, Kostenniveaumanagement, Kostenresistenz, Vertragsdatenbank, Kapazitätsauslastung, Strategisches Controlling, Potentialfaktoren

Häufig gestellte Fragen

Was versteht man unter dem Begriff Fixkostenmanagement?

Fixkostenmanagement ist die systematische Planung, Steuerung und Kontrolle der Fixkosten eines Unternehmens, um deren Verursachung, Struktur und Flexibilität zielgerichtet zu gestalten.

Welche Rolle spielt das Controlling bei der Fixkostensteuerung?

Das Controlling übernimmt die strategische Sichtweise, indem es Instrumente bereitstellt, um die Fixkostenflexibilität zu bewerten und bei Kapazitätsänderungen Handlungsspielräume zu schaffen.

Was ist das Ziel einer Vertrags- und Eigentumspotentialdatenbank?

Dieses Instrument soll Transparenz über die Abbaufähigkeit von Fixkosten schaffen, indem Informationen über Vertragslaufzeiten, Kündigungsfristen und Zahlungsbeträge systematisch erfasst werden.

Warum ist eine Unterscheidung zwischen absoluten und relativen Fixkosten wichtig?

Diese Differenzierung ist entscheidend, da relative Fixkosten kurz- bis mittelfristig beeinflussbar sind, während absolute Fixkosten erst bei Erreichen von Kapazitätsgrenzen angepasst werden können.

Welche Hindernisse verhindern häufig einen schnellen Abbau von Fixkosten?

Zu den Hindernissen zählen unternehmensexterne Faktoren wie rechtliche Bindungen (Tarifverträge) sowie unternehmensinterne Faktoren, etwa politische Bedenken bezüglich Know-how-Verlusten oder langfristiger technologischer Nachteile.

Was unterscheidet die fixkostenmanagementorientierte Plankostenrechnung von klassischen Modellen?

Sie erweitert die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung um Informationen zur Betriebsbereitschaft und Vertragsbindungen, um eine präzisere Steuerung unter wechselnden Marktbedingungen zu ermöglichen.

Wie beeinflusst eine Änderung der Beschäftigung die Kostenstruktur laut der Arbeit?

Änderungen führen zu Schwankungen der Gesamtkosten; das Fixkostenmanagement versucht dabei, die Zusammensetzung der Kosten so zu beeinflussen, dass eine höhere Flexibilität gegenüber Beschäftigungsänderungen entsteht.

Was bedeutet der Begriff Kostenremanenz im Kontext der Arbeit?

Kostenremanenz beschreibt die zeitliche Verzögerung beim Abbau von Fixkosten bei rückläufiger Beschäftigung, was durch externe oder interne Faktoren verursacht werden kann.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fixkostenmanagement - Ziele, Instrumente und Probleme
Hochschule
Fachhochschule Südwestfalen; Abteilung Meschede
Veranstaltung
Strategisches Kostenmanagement
Note
2,0
Autor
Marc D. Sommer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
14
Katalognummer
V193308
ISBN (eBook)
9783656190417
ISBN (Buch)
9783656191995
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fixkostenmanagement Fixkosten Hinderne
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marc D. Sommer (Autor:in), 2012, Fixkostenmanagement - Ziele, Instrumente und Probleme, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193308
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Leseprobe aus  14  Seiten
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