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Alle unter einem Dach?

Kann Schule denn allen gerecht werden?

Titel: Alle unter einem Dach?

Essay , 2012 , 10 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sandra Malik (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Alle unter einem Dach? - Kann Schule denn allen gerecht werden? Das sind Fragen die spätestens nach den Ergebnissen von PISA im Jahr 2000 und die auf den PISA Schock folgenden reformpädagogischen Ansätzen in ständiger Diskussion stehen. Heterogenität, als zentrales Stichwort bleibt bestehen, nur der Umgang mit ihr unterzieht sich einem Wandel.
Heterogenität meint nicht nur die Unterschiedlichkeit und Verschiedenartigkeit sondern bezieht sich auch auf Vielfalt in jeglicher Hinsicht, sei es kulturell, gesellschaftlich oder auf die motorischen oder kognitiven Fähigkeiten bezogen. Alle unter einem Dach? Dahinter steckt die Idee der Inklusiven Pädagogik, die an vorderster Stelle das Recht auf Bildung, für alle Kinder und Jugendlichen, "... unabhängig von ihren Fähigkeiten oder Beeinträchtigungen sowie von ihrer ethnischen, kulturellen oder sozialen Herkunft..." (Schumann 2009: 51) vertritt. Zentraler Punkt ist das miteinander und voneinander Lernen in einer "Schule für alle". Ein wirklich schöner Gedanke der zugleich aber viele weitere Fragen aufwirft. Wie ist mit dieser immensen Heterogenität umzugehen? Welche pädagogischen Maßnahmen müssen getroffen werden? Kann unser Schulsystem so wie es jetzt ist, diesen Anforderungen stand halten? Kann Schule in diesem Zusammenhang allen Kindern und Jugendlichen gerecht werden?
PISA und andere Studien haben eindeutig gezeigt, dass es viele Länder gibt, darunter Kanada, Schweden und Finnland, in denen dies möglich ist. Es ist sich an dieser Stelle zu Fragen, was im deutschen Schulsystem davon abweicht und inwieweit dies durch eine Umstrukturierung zu verbessern ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hauptteil

Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Fragestellung, inwieweit das deutsche Schulsystem den Anforderungen an Heterogenität und Inklusion gerecht werden kann und ob die Umstrukturierung hin zur Ganztagsschule eine geeignete Lösung darstellt, um Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder und Jugendlichen zu fördern.

  • Die Herausforderungen durch Heterogenität und die Notwendigkeit inklusiver Pädagogik.
  • Die Grenzen des selektiven deutschen Schulsystems im internationalen Vergleich.
  • Die Potenziale der Ganztagsschule als pädagogischer und sozialpolitischer Rahmen.
  • Die Bedeutung von individueller Förderung und Differenzierungskonzepten.
  • Die Wechselwirkung zwischen schulischer Organisation und gesellschaftlichen Strukturen.

Auszug aus dem Buch

Hauptteil

Die Frage nach einer Schule für alle und die damit zusammenhängenden Forderungen der inklusiven Pädagogik, die den "...Anspruch erhebt eine Antwort auf die komplette Vielfalt aller Kinder zu sein..." (Schumann 2009: 51), ist keine neue. Auf der UNESCO Weltkonferenz "Pädagogik für besondere Bedürfnisse: Zugang und Qualität" 1994 wurden alle teilnehmenden Regierungen aufgefordert, und das schließt die Bundesrepublik mit ein, "...ihre Schulsysteme so zu verbessern, dass Bildung für alle in inklusiven Schulen verwirklicht wird, die niemanden ausschließen, sondern alle mit einbeziehen, und mit einer Pädagogik für besondere Bedürfnisse sowohl Kinder mit Behinderungen als auch allen anderen in Anerkennung ihrer Verschiedenheit gerecht werden" (Schumann 2009: 51). Diese Forderungen sind in anderen Ländern schon längst in der Bildungspolitik eingegangen und die Inklusion wird als selbstverständlicher pädagogischer Auftrag von Schule verstanden. Hängt Deutschland dem tatsächlich nach? Es ist nicht zu verleugnen, dass es auch in Deutschland Schulen gibt, die sich im Umbruch befinden und sich mehr bildungspolitisch und pädagogisch neu orientieren. An dieser Stelle seien exemplarisch die Jenaplan- Schule in Jena, die Laborschule in Bielefeld oder auch die Robert- Bosch- Gesamtschule in Hildesheim genannt. All diese Schulen mit ihren sehr unterschiedlich neu gestalteten Lernwelten bilden jedoch Inseln in der Schullandschaft. In deutschen Schulverhältnissen bleiben sie die Ausnahme, der Normalfall: Kinder und Jugendliche müssen sich den bestehenden Schularten anpassen und ihre Zugehörigkeit in Erbringung von punktuellen Leistungen unter Beweis stellen. Wird dies nicht erfüllt oder wird durch ein Feststellungsverfahren sogar eine Lernschwierigkeit oder Behinderung diagnostiziert, wird selektiert, kategorisiert und deklariert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Heterogenität in Schulen ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Inklusionsfähigkeit des deutschen Schulsystems.

Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Notwendigkeit von Inklusion, kritisiert die Selektion im bestehenden Schulsystem und untersucht das Potenzial der Ganztagsschule als Antwort auf aktuelle bildungspolitische Herausforderungen.

Schluss: Das Fazit resümiert, dass die Ganztagsschule einen geeigneten Rahmen für Inklusion bietet, jedoch eine tiefgreifende gesellschaftliche und strukturelle Veränderung notwendig ist, um Bildungsgerechtigkeit tatsächlich zu realisieren.

Schlüsselwörter

Inklusion, Heterogenität, Ganztagsschule, Schulpädagogik, Bildungsgerechtigkeit, Selektion, Individualisierung, Pädagogik, Lernprozesse, Schulentwicklung, soziale Herkunft, Reformpädagogik, Differenzierung, Bildungssystem, Chancengleichheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob das deutsche Schulsystem in seiner aktuellen Form den Anforderungen an Heterogenität gerecht werden kann und welche Rolle die Inklusion dabei spielt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die inklusive Pädagogik, die Kritik am selektiven deutschen Schulwesen, die Funktion der Ganztagsschule sowie die notwendige Individualisierung von Lernprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Argumente für eine ganztägige Schulorganisation zu prüfen und zu hinterfragen, ob diese die geforderte "Schule für alle" verwirklichen kann.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, indem sie bildungswissenschaftliche Studien und reformpädagogische Ansätze, wie etwa von Schumann oder Radisch/Klieme, kritisch reflektiert.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Fokus liegt auf dem Vergleich zwischen dem selektiven deutschen System und internationalen Erfolgsbeispielen sowie der kritischen Auseinandersetzung mit der Ganztagsschule als Chance zur Reform.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Argumentation?

Begriffe wie Inklusion, Heterogenität, Selektion, Individualisierung und Ganztagsschule sind zentral für die theoretische Fundierung der Arbeit.

Warum wird das aktuelle deutsche Schulsystem als problematisch angesehen?

Es wird als selektiv und leistungsorientiert kritisiert, wodurch Kinder basierend auf ihrer Herkunft oder Leistung deklariert statt individuell gefördert werden.

Welche Rolle spielt die Zeit als pädagogische Ressource?

Zeit wird als entscheidender Faktor in der Ganztagsschule gewertet, um Raum für situatives und individuelles Lernen zu schaffen, das über den herkömmlichen Unterricht hinausgeht.

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Details

Titel
Alle unter einem Dach?
Untertitel
Kann Schule denn allen gerecht werden?
Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig  (Erziehungswissenschaften)
Veranstaltung
Schulpädagogik
Note
1,7
Autor
Sandra Malik (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
10
Katalognummer
V193316
ISBN (eBook)
9783656182672
ISBN (Buch)
9783656185178
Sprache
Deutsch
Schlagworte
alle dach kann schule Kritik dreigliedriges Schulsystem
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandra Malik (Autor:in), 2012, Alle unter einem Dach? , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193316
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  10  Seiten
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