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Jagos "Credo" aus Verdis "Otello" - Analyse und Interpretation

Título: Jagos "Credo" aus Verdis "Otello" - Analyse und Interpretation

Trabajo Escrito , 2011 , 13 Páginas , Calificación: 1.3

Autor:in: Henriette Schwarz (Autor)

Musicología - Otras
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[...] Arrigo Boito, Verdis Librettist für dessen Oper „Otello“, orientierte sich beim Verfassen der Textvorlage zwar stark an Shakespeares Original, nahm jedoch kleine und dennoch bedeutende Veränderungen vor. Dies betraf beispielsweise religiöse Aspekte; Boito konnte sich auf diesem Gebiet größere Freiheiten erlauben, als es Shakespeare zu seiner Zeit möglich war. Eine dieser Veränderungen ist das „Credo“ des Bösewichts Jago in der zweiten Szene des zweiten Aktes, das in Shakespeares Werk gänzlich fehlt. Mit dem Hinzufügen dieses Monologs folgen Verdi und sein Librettist einer Operntradition: Szenen, die sich formal an das liturgische Credo anlehnen, findet man unter anderem auch bei Donizetti oder Gounod.
Jago, der Protagonist dieser Szene, ist eine der inhaltlich gewichtigsten Figuren der Oper. Der Verlauf des Geschehens hängt entscheidend mit seinem Handeln zusammen; es gibt kaum eine Szene, in der Jago nicht auf der Bühne ist oder die ihm zugeordneten musikalischen Motive erklingen. Verdi unterstreicht somit auch kompositorisch die Bedeutung dieser Figur. Es erstaunt nicht, dass das „Credo“ in musikwissenschaftlichen Betrachtungen des „Otello“ meist großen Raum einnimmt: Die Szene ist der einzige Moment der Oper, in dem Jago dem Zuhörer einen Einblick in sein Seelenleben und seine Motivation, Böses zu tun, gewährt.
In dieser Arbeit soll anhand einer analytischen Vorgehensweise im Notentext untersucht werden, wie die markante Figur des Jago in seinem „Credo“ dargestellt wird. Dabei ist insbesondere die vielschichtige musikalische Gestaltung in Zusammenhang mit Boitos Libretto von Interesse.
Nach einigen allgemeinen Aspekten über den Protagonisten und die Handlung der Szene wird zunächst die Textvorlage näher betrachtet und ein kurzer Bezug zu ihrem formalen Vorbild, dem kirchlichen Glaubensbekenntnis, hergestellt. Anschließend werden die bedeutendsten musikalischen und rhetorischen Momente herausgegriffen und unter dem Gesichtspunkt der charakterlichen Darstellung Jagos interpretiert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

1.1) Allgemeines

1.2) Die Figur Jago

2.) Jagos „Credo“

2.1) Rahmenhandlung der Szene:

2.2) Textgrundlage:

2.3) Musikalische Analyse

2.3.1) Höreindruck

2.3.2) Allgemeine Struktur

2.3.3) Erster Abschnitt

2.3.4) Zweiter Abschnitt

2.3.5) Dritter Abschnitt

3.) Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die musikalische Darstellung und Charakterisierung der Figur Jago in seinem „Credo“ aus Verdis Oper „Otello“, wobei insbesondere die vielschichtige Verzahnung zwischen Verdis Komposition und Boitos Libretto analysiert wird.

  • Analyse des Librettos und der formalen Bezüge zum liturgischen Glaubensbekenntnis
  • Untersuchung der musikalischen Struktur und Motiventwicklung im „Credo“
  • Deutung der musikalischen Charakterisierung Jagos als „Bösewicht“ und Betrüger
  • Diskussion der These der „zwei Stimmen“ im Orchester als Ausdruck eines inneren Konflikts
  • Betrachtung der dramaturgischen Funktion der Szene innerhalb der Oper

Auszug aus dem Buch

2.3.2) Allgemeine Struktur

Der Monolog umfasst insgesamt 75 Takte. Wie zuvor bereits erwähnt (Seite 4), gliedert sich sein Text in fünf Abschnitte; nach Auffassung mancher Wissenschaftler findet sich diese Aufteilung auch in Verdis Vertonung wieder. Andere tendieren hingegen zu einer dreiteiligen Struktur des Stückes, auf die ich mich im weiteren Verlauf der Arbeit beziehen werde. Demnach endet der erste Abschnitt A bei „mia fe“ (Seite 180 im verwendeten Notentext) und der zweite B nach Jagos „alverme dell’avel“ (Seite 186). Im Anschluss folgt A‘, der in einigen Elementen an den ersten Teil erinnert. Die Grundtonart ist f-Moll, wobei die Harmonik zum Teil stark von dieser abweicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Einführung in die Thematik von Verdis „Otello“ und die Bedeutung der Figur Jago sowie das Ziel der analytischen Untersuchung.

1.1) Allgemeines: Betrachtung der Entstehungsgeschichte des „Credo“-Monologs durch Arrigo Boito und dessen Relevanz für das Verständnis der Figur Jago.

1.2) Die Figur Jago: Analyse der Rolle Jagos als „Bösewicht“ und der Spannung zwischen seiner dämonischen und menschlichen Seite.

2.) Jagos „Credo“: Einleitung in den Abschnitt, der sich explizit mit dem Monolog im zweiten Akt der Oper befasst.

2.1) Rahmenhandlung der Szene: Zusammenfassung des Kontextes der Szene, in der Jago seine zynische Selbstanalyse vorträgt.

2.2) Textgrundlage: Gegenüberstellung des italienischen Librettos mit einer deutschen Übersetzung und Bezugnahme auf das liturgische Credo.

2.3) Musikalische Analyse: Übergeordnete Betrachtung der musikalischen Umsetzung und Analyse des „Credo“.

2.3.1) Höreindruck: Beschreibung der Wirkung der musikalischen Stimmungen und der unruhigen Atmosphäre des Stückes.

2.3.2) Allgemeine Struktur: Definition der formalen Gliederung des 75 Takte umfassenden Monologs.

2.3.3) Erster Abschnitt: Analyse der musikalischen Mittel wie Unisono und Triller zur Charakterisierung des Bösewichts zu Beginn.

2.3.4) Zweiter Abschnitt: Untersuchung der dreiteiligen Struktur innerhalb des Abschnitts und der musikalischen Entlarvung Jagos.

2.3.5) Dritter Abschnitt: Betrachtung des Schlussteils und der Interpretation der Unsicherheit Jagos durch die musikalische Gestaltung.

3.) Fazit: Zusammenfassende Bewertung der musikalischen Charakterisierung Jagos und des ungelösten Konflikts innerhalb des „Credo“.

Schlüsselwörter

Jago, Verdi, Otello, Credo, Boito, Oper, Libretto, Musikwissenschaft, musikalische Analyse, Bösewicht, Intrige, musikalische Struktur, Glaubensbekenntnis, Charakterisierung, Motivik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das „Credo“ des Jago aus der Oper „Otello“ von Giuseppe Verdi und untersucht dessen musikalische und inhaltliche Gestaltung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Verknüpfung von Boitos Libretto mit Verdis Komposition, die formale Parodie des kirchlichen Credos sowie die musikalische Charakterisierung des Jago.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, anhand einer musikalischen Analyse im Notentext aufzuzeigen, wie die Figur Jago in seinem „Credo“ dargestellt wird und welche musikalischen Mittel dabei zum Einsatz kommen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine musikwissenschaftliche, analytische Vorgehensweise gewählt, die den Notentext, formale Strukturen und die Rezeption in der Literatur einbezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Rahmenhandlung, eine Textanalyse sowie eine detaillierte musikalische Analyse, die den Monolog in drei Abschnitte unterteilt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Jago, Verdi, Otello, Credo, Libretto, Musikwissenschaft, musikalische Analyse, Bösewicht und Intrige sind die zentralen Begriffe.

Warum wird das „Credo“ des Jago oft als Parodie bezeichnet?

Es lehnt sich formal an das liturgische Glaubensbekenntnis an, verkehrt jedoch dessen Inhalt ins Gegenteil, indem Jago ein Bekenntnis zum Bösen ablegt.

Was besagt die These der „zwei Stimmen“ im Orchester?

Sie deutet das Nebeneinander von konventionellen und individuellen musikalischen Motiven als Ausdruck eines inneren Konflikts oder einer Identitätskrise bei Jago.

Welche Bedeutung hat der „Triller“ in der Komposition?

Der Triller wird von Verdi im „Otello“ wiederkehrend genutzt, um den Bösewicht musikalisch zu charakterisieren und für eine unruhige, bedrohliche Stimmung zu sorgen.

Final del extracto de 13 páginas  - subir

Detalles

Título
Jagos "Credo" aus Verdis "Otello" - Analyse und Interpretation
Universidad
Humboldt-University of Berlin
Calificación
1.3
Autor
Henriette Schwarz (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
13
No. de catálogo
V193375
ISBN (Ebook)
9783656190387
ISBN (Libro)
9783656190769
Idioma
Alemán
Etiqueta
Verdi Otello Jago Oper
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Henriette Schwarz (Autor), 2011, Jagos "Credo" aus Verdis "Otello" - Analyse und Interpretation, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193375
Leer eBook
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