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Lernkulturwandel und Change Management

Titel: Lernkulturwandel und Change Management

Studienarbeit , 2012 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Ron Klug (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Determinanten für einen Wandel der Lernkulturen sind unübersehbar: das Leben in einer Wissensgesellschaft, die Herausbildung neuer Kommunikationsstrukturen, digitale soziale Vernetzung, die permanente Aufbereitung und inzwischen hoch diversifizierte Verfügbarkeit von Contents – im engeren Sinne Bildungsinhalte und Wissensbestände – sowie die fortschreitende Medialisierung der Alltagspraxis erfordern spezifische instrumentelle Fähigkeiten, eine ausgeprägte Methoden- und Medienkompetenz sowie ein entsprechendes Reflexionsverhalten für die Erschließung und Aneignung von Wissen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Lernkulturwandel

2 Projektmanagement

3 Beratung

4 Merkmale des Beratungsprozesses

5 Einfluss autopoietischer Systeme

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den notwendigen Wandel der Lernkulturen im System Schule und analysiert, wie Schulentwicklung durch professionelles Change-Management und moderne Beratungsansätze erfolgreich gestaltet werden kann.

  • Lernkulturwandel von der „Behaltensschulung“ zur „Kräfteschulung“
  • Methoden und Phasen des Projektmanagements im schulischen Kontext
  • Vergleich klientenzentrierter und systemischer Beratungsmodelle
  • Bedeutung der Freiwilligkeit und Sprachverwendung in der Beratung
  • Einfluss autopoietischer Systeme auf Lehr- und Lernprozesse

Auszug aus dem Buch

Freiwilligkeit

Grundsätzlich ist die freiwillige Inanspruchnahme von Beratung ein Abgrenzungskriterium gegenüber Erziehung und Belehrung, die in der Regel keine Freiwilligkeit voraussetzen, da das Individuum bei diesen Handlungen keine neigungsbezogene Entscheidung treffen kann. Ein Ratsuchender, der eine Beratung wünscht, so könnte man unterstellen, entscheidet sich freiwillig für diese (vgl. Pätzold 2010, S. 109).

Die institutionalisierte Form der Schulbildung erfordert jedoch einen differenzierten Blick auf die Freiwilligkeit im Beratungsprozess. Selbstverständlich gibt es im Schulkontext Formen der freiwilligen Beratungssuche und Inanspruchnahme von Beratung. Allerdings führt das Hierarchieverhältnis zwischen Lehrenden und Lernern und zwischen Lehrenden und Vorgesetzten zwangsläufig zu einer Aufhebung der Freiwilligkeit im Beratungsprozess. So können Beratungen von Vorgesetzten zwangsverordnet werden bzw. kann sich ein Schüler aus psychischen Gründen (Mobbing) genötigt sehen, einen Berater auszusuchen. In beiden Fällen ist die Beratung nichts anderes als ein mit mehr oder weniger Nachdruck erzwungenes Gespräch (vgl. ebd., S. 109).

Für den Erfolg einer Beratung ist jedoch nicht so sehr entscheidend, ob die Beratungssituation aus freier Willensentscheidung heraus entstanden ist, sondern ob in dieser Situation das Gefühl entsteht, „frei von Zwängen und Verpflichtungen agieren zu können“. Diese Form der „Binnenfreiwilligkeit“ verbessert die Möglichkeit, dass durch die Beratung Lösungswege gefunden werden, die der Klient annimmt und in seiner Lebenspraxis umsetzt (Pätzold 2005).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Lernkulturwandel: Beschreibt den notwendigen Übergang von einer instruktionsbasierten „Behaltensschulung“ hin zu einer kompetenzorientierten „Kräfteschulung“ und die damit verbundene neue Rolle des Lehrers als Lernberater.

2 Projektmanagement: Erläutert die Anwendung projektorientierter Strukturen, um Schulentwicklungsprozesse wie den Schulübergang zielgerichtet und nachhaltig zu steuern.

3 Beratung: Analysiert klientenzentrierte und systemische Beratungsansätze als professionelle Instrumente des Lehrerberufs im schulischen Alltag.

4 Merkmale des Beratungsprozesses: Untersucht die kritischen Erfolgsfaktoren Freiwilligkeit, angemessene Sprache und lösungsorientiertes Vorgehen in Beratungsgesprächen.

5 Einfluss autopoietischer Systeme: Betrachtet Schule als selbstreferentielles System und leitet daraus die Notwendigkeit einer „Ermöglichungsdidaktik“ sowie einer Führung ab, die Selbststeuerungsprozesse fördert.

Schlüsselwörter

Lernkulturwandel, Schulentwicklung, Change-Management, Lernberatung, Projektmanagement, autopoietische Systeme, Systemtheorie, Schulleitung, Selbstführung, Pädagogik des Zulassens, Binnenfreiwilligkeit, konstruktivistische Lerntheorie, Kompetenzentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Semesterarbeit befasst sich mit der Transformation schulischer Lernkulturen unter Berücksichtigung moderner Führungs-, Management- und Beratungsmethoden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Wandel des Lehrerhandelns, der Anwendung von Projektmanagement-Tools in Schulen sowie der theoretischen Einordnung von Beratung im Lehrberuf.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den notwendigen Paradigmenwechsel in Schulen hin zu einer „Ermöglichungsdidaktik“ zu begründen und praktische Impulse für Schulentwicklung und Beratung zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der theoriegeleiteten Reflexion von Modellen des Projektmanagements und der systemischen Beratung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Konzepte wie der Lernkulturwandel, der Projektlebenszyklus, Beratungsmodelle (klientenzentriert vs. systemisch) und der systemtheoretische Blick auf Schule erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Lernkulturwandel, Change-Management, Systemtheorie, Lernberatung und Schulentwicklung.

Was bedeutet das Konzept der „Binnenfreiwilligkeit“ im Schulkontext?

Da Beratungen in der Schule oft hierarchisch bedingt oder verordnet sind, beschreibt Binnenfreiwilligkeit das psychologische Gefühl, innerhalb des Gesprächs frei von Zwängen agieren zu können.

Wie unterscheidet sich die systemische von der klientenzentrierten Beratung bei der Fallbeschreibung?

Während die klientenzentrierte Beratung auf Empathie und individuelle Kongruenz setzt, berücksichtigt die systemische Beratung stärker das soziale Umfeld und nutzt Methoden wie zirkuläres Fragen zur Informationsgewinnung.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lernkulturwandel und Change Management
Hochschule
Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau  (Distance and International Studies Center)
Note
1,0
Autor
Ron Klug (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
18
Katalognummer
V193378
ISBN (eBook)
9783656184355
ISBN (Buch)
9783656187424
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schulmanagement Change Management Projekt Systemtheorie Autopoiesis Beratung Schule Lernkultur Wandel Prozess Führung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ron Klug (Autor:in), 2012, Lernkulturwandel und Change Management, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193378
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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