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Umgang mit Neuer Musik (nach 1945) in der Sekundarstufe I

Title: Umgang mit Neuer Musik (nach 1945) in der Sekundarstufe I

Presentation (Elaboration) , 2011 , 8 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sandra Malik (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Das Neue ist in unserem Leben durchaus vielschichtig. Zum einen weckt "neu" in uns eine
gewisse Neugier zum anderen schreckt es uns vielleicht auch ab. In unseren alltäglichen
Erfahrungen bestimmt sich dieser Begriff durch die Abgrenzung vom Alten und Existierenden
aber auch vom Vertrauten und Verbrauchten. Diese Abwendung vom Vorhandenen vollzog
sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts als der Begriff der Neuen Musik avanciert. Diese wendet
sich bewusst in ihrem Daseinsprinzip von der bisherigen traditionellen Kunstmusik mit all
ihren Gesetzmäßigkeiten, Formen und Harmonielehren fundamental ab.
Seit die abendländische Kunstmusik mit Beginn des 20. Jahrhunderts Gegenstand des
Musikunterrichts wurde, sind die Probleme bekannt solch eine Kunstmusik und ihre adäquate
Rezeption, der Lebenswelt der SchülerInnen nahe zu bringen und verständlich zu machen.
Doch wenn schon das meist durch Werbung oder Filmmusik bekannte Klangbild der
abendländischen Musik vor 1900 den SchülerInnen oft unverständlich und die Komplexität
dieser Musik für sie nur schwer nachvollziehbar ist, wie verhält es sich dann erst mit den
unbekannten und eher sehr experimentellen Klängen der Neuen Musik?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gliederung des Referates

3. Definition

4. Neue Musik in der Schule und entstehende Probleme

5. Möglichkeiten des adäquaten Umgangs mit Neuer Musik

6. Kommentiertes Literaturverzeichnis und Quellenangaben

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die didaktische Vermittlung von Neuer Musik in der Sekundarstufe I zu beleuchten, die damit verbundenen Herausforderungen in der Unterrichtspraxis zu identifizieren und methodische Lösungsansätze für eine gelingende Annäherung an diese komplexe Kunstform aufzuzeigen.

  • Begriffsbestimmung und historische Einordnung der Neuen Musik seit 1945
  • Problematisierung der schulischen Rahmenbedingungen und Rezeptionsbarrieren
  • Analyse des didaktischen Potentials von kreativer Musikpraxis und Improvisation
  • Vorstellung innovativer musikpädagogischer Vermittlungsmodelle
  • Diskussion über die Relevanz zeitgenössischer Musik im Musikunterricht

Auszug aus dem Buch

3. Definition

Die Abwendung vom Vorhandenen ist historisch betrachtet kein Phänomen der Besonderheit, da es schon viele Epochen gab, die sich durch ihre Benennung bewusst vom bisher Vorhandenen abzugrenzen versuchten. Insgesamt ist die Kunstmusik im 20. Jahrhundert gekennzeichnet durch einen nahezu unüberschaubaren Pluralismus, der sich aus vielen verschiedenen Strömungen und Kompositionstechniken zusammenfügt. Wenn von Neuer Musik im Sinne des Begriffsverständnisses von Paul Bekker gesprochen wird, ist eine Musik gemeint, die sich schon in der Jahrhundertwende durch die Intention des Impressionismus und erst recht durch die des Expressionismus ankündigte. Zu Beginn stellen sich vor allen Dingen die Erweiterung und Auflösung der Tonalität, die Emanzipation der Dissonanz, der Fortschritt in der Technologie als zentrale Merkmale heraus.

Ein Versuch die zentralsten Strömungen chronologisch aufzustellen könnte wie folgt aussehen. Um 1907 äußert sich die Zweite Wiener Schule mit einer tendenziell radikalisierten Ansicht zur Atonalität. Die starke Kritik am musikalischen Material veranlasst Schönberg in den 20er Jahren der Zwölftonmusik das Ansehen als neues Ordnungssystem zuzuschreiben. Als Gegenströmung entwickelte sich zu dieser Zeit der Neoklassizismus, der das Ziel verfolgte sich eher wieder auf Formen und Ordnungen der Klassik zu berufen und sich von der Emotionalität distanzierte. Im Zweiten Weltkrieg waren die meisten Werke der damals zeitgenössischen Kunstmusik unter Zensur. Nach 1945 entsteht auf Grund dessen eine große Bereitschaft für das Neue und im Zuge der geistigen Wiederentdeckung Schönbergs und Webern entsteht die serielle Musik.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die psychologische Distanz gegenüber dem Begriff des "Neuen" und überträgt diese Schwierigkeit auf die Rezeption Neuer Musik durch Schülerinnen und Schüler im Unterricht.

2. Gliederung des Referates: Dieses Kapitel skizziert den theoretischen und praktischen Aufbau der Arbeit, wobei der Fokus auf dem pädagogischen Anstoß zur Vermittlung Neuer Musik liegt.

3. Definition: Hier wird der historische Kontext und der Pluralismus der Musik des 20. Jahrhunderts dargelegt, um das Begriffsverständnis Neuer Musik im Sinne Paul Bekkers zu klären.

4. Neue Musik in der Schule und entstehende Probleme: Das Kapitel analysiert die spezifischen Hürden im Musikunterricht, darunter unzureichende Lehrerausbildung, ablehnende Schülereinstellungen und veraltete didaktische Ansätze in Schulbüchern.

5. Möglichkeiten des adäquaten Umgangs mit Neuer Musik: Es werden musikpädagogische Ansätze vorgestellt, die durch aktives Musizieren und kreative Gestaltung einen produktiven Zugang zur Neuen Musik jenseits der rein rezeptiven Werkanalyse ermöglichen.

6. Kommentiertes Literaturverzeichnis und Quellenangaben: Dies ist ein annotiertes Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur, das die Relevanz der Quellen für die musikdidaktische Diskussion begründet.

Schlüsselwörter

Neue Musik, Musikpädagogik, Sekundarstufe I, Musikdidaktik, 20. Jahrhundert, Musikerziehung, Vermittlungsmethoden, Kompositionstechnik, Musikunterricht, Rezeptionsproblematik, Kreative Musikpraxis, Aufbauender Musikunterricht, Atonalität, Zwölftonmusik, Avantgarde.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen bei der Vermittlung von Neuer Musik (nach 1945) im Musikunterricht der Sekundarstufe I.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Kernbereichen zählen die historische Definition der Neuen Musik, die Analyse schulischer Vermittlungsprobleme sowie die Darstellung moderner musikdidaktischer Lösungsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schülerinnen und Schüler durch aktives musikalisches Handeln und kreative Gestaltung einen angstfreien und verständnisvollen Zugang zu komplexen avantgardistischen Klangwelten finden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse musikdidaktischer Fachpublikationen und die Reflexion von Unterrichtsprojekten zur Vermittlung Neuer Musik.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Barrieren in der Unterrichtspraxis und stellt anschließend didaktische Modelle vor, die Kreativität und die Offenheit für pluralistische Musikformen fördern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Neue Musik, Musikpädagogik, Musikdidaktik, Rezeptionsproblematik und kreative Musikpraxis.

Warum wird Neue Musik in der Schule oft als problematisch empfunden?

Die Arbeit nennt Faktoren wie die Komplexität der Musik, unzureichende Ausbildung der Pädagogen, eine frühe Prägung von Hörpräferenzen durch Medien und eine oft zu kognitiv-analytische Unterrichtsweise.

Welche Bedeutung kommt dem "Aufbauenden Musikunterricht" zu?

Dieser Ansatz wird als Beispiel für ein Modell genannt, das durch die Verknüpfung von Musizieren, Fähigkeitenaufbau und Kulturerschließung die Offenheit gegenüber Neuer Musik in den Schulalltag integrieren kann.

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Details

Title
Umgang mit Neuer Musik (nach 1945) in der Sekundarstufe I
College
Technical University of Braunschweig  (Musik und Musikpädagogik)
Course
Methoden der Musikvermittlung
Grade
1,3
Author
Sandra Malik (Author)
Publication Year
2011
Pages
8
Catalog Number
V193390
ISBN (eBook)
9783656190615
Language
German
Tags
umgang neuer musik sekundarstufe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Malik (Author), 2011, Umgang mit Neuer Musik (nach 1945) in der Sekundarstufe I, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193390
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