Gliederung
1. Einleitung S. 2
2. Der katholische und der orthodoxe Glaube in
ihrer Grundstruktur S. 2
3. Voraussetzungen der Brester Union von 1596 S. 4
4. Die Unionsbulle von 1595 S. 5
4.1 Die Forderungen der Orthodoxie S. 5
4.2 Interpretation der Forderungen im Hinblick
auf den orthodoxen Glauben S. 8
5. Zusammenfassung und Ausblick S. 10
6. Quellen und Literaturverzeichnis S. 11
1. Einleitung
Die Union von Brest 1596 versucht ein Bindeglied zwischen den immer weiter auseinanderdriften-den Glaubensrichtungen des Katholizismus und der Orthodoxie in der Ukraine zu schaffen. Das Ergebnis ist ein Zusammenschluss beider Kirchen gewesen – die unierte Kirche.
Die vorliegende Arbeit will anhand der 33 Artikel der Bulle von 1595 versuchen, die Forderungen der Orthodoxie im Hinblick auf eine Einigung mit der katholischen Kirche aufzuzeigen und wie die orthodoxe Kirche versucht, trotz einer bevorstehenden Unierung, ihre Glaubens – und Traditionsin-halte zu schützen.
Hierbei gilt es zuerst die beiden genannten Glaubensrichtungen in ihren Grundzügen darzustellen, um eine Basis für die Arbeit an und mit der Quelle zu geben. Anschließend werden knapp die Vo-raussetzungen der Brester Union genannt, um anknüpfend die 33 Artikel in einer Auswahl darzu-stellen. Die Forderungen sollen genannt und in Bezug zur gestellten Leitfrage hin ausgewertet werden. Abschließend wird der erarbeitete Untersuchungsstand zusammengefasst. Zudem sollen weitere Fragen genannt werden, die sich während der Beschäftigung des Themas für weitere Über-legungen, die aber über die Leitfrage hinausgehen, ergeben haben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der katholische und der orthodoxe Glaube in ihrer Grundstruktur
3. Voraussetzungen der Brester Union von 1596
4. Die Unionsbulle von 1595
4.1 Die Forderungen der Orthodoxie
4.2 Interpretation der Forderungen im Hinblick auf den orthodoxen Glauben
5. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand von zehn ausgewählten Artikeln der Unionsbulle von 1595 die spezifischen Forderungen der orthodoxen Kirche im Vorfeld der Brester Union von 1596 und analysiert, auf welche Weise die orthodoxe Kirche versuchte, ihren Glauben, ihre Riten und ihre Traditionen trotz der anstehenden Unierung mit der katholischen Kirche zu schützen.
- Strukturmerkmale von orthodoxem und katholischem Glauben
- Historische Voraussetzungen und politische Rahmenbedingungen der Brester Union
- Analyse der Forderungen der Orthodoxie gegenüber Papst und polnischem König
- Interpretation der Bewahrungsstrategien der Orthodoxie
- Verhältnis zwischen politischer Gleichberechtigung und religiöser Identität
Auszug aus dem Buch
4.1 Die Forderungen der Orthodoxie
Zehn ausgewählte Artikel sollen auf die Frage nach der Art und Weise des Schutzes des orthodoxen Glaubens Antwort geben. Es handelt sich bei den gewählten Artikeln um die Nummern 1, 2, 3, 6, 9, 10, 16, 19, 21 sowie 33. Dabei ist der zuletzt genannte Artikel für beide Parteien, den polnischen König und den Papst, bestimmt.
Begonnen wird mit den Artikeln an den Papst (Artikel 1, 2, 3, 6, 9, 19).
Der erste Artikel beschreibt die ‚Handhabung‘ des Heiligen Geistes. Falls es zu einer Unstimmigkeit über die Prozession desselbigen zwischen Ost- und Westkirche kommt, möchte die Orthodoxie diese nach ihrem Glauben auslegen und nicht zu einem anderen Bekenntnis gezwungen werden.13
Im darauffolgenden Artikel stellt die orthodoxe Kirche ihr Verständnis vom Gottesdienst dar. Dieser soll nach ihrem Brauch intakt bleiben und so wie sie es von der Ostkirche her gewöhnt sind – nämlich die drei heiligen Liturgien. Diese Leistungen unterstehen dem Papst und sollen in ihrer eigenen Sprache gehalten werden.14
Artikel 3 beschreibt das Mysterium von Leib und Blut Jesus Christus. Dieses soll ebenfalls nach gewohnter Art beibehalten werden sowie unveränderlich bleiben, in der Form von Brot und Wein, als Sinnbild für Leib und Blut Jesu.15
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Forderungen der Orthodoxie anhand der 33 Artikel der Bulle von 1595 im Hinblick auf den Schutz orthodoxer Traditionen zu untersuchen.
2. Der katholische und der orthodoxe Glaube in ihrer Grundstruktur: Dieses Kapitel stellt die theologischen und strukturellen Grundlagen beider Konfessionen dar, um eine Basis für die nachfolgende Quellenanalyse zu schaffen.
3. Voraussetzungen der Brester Union von 1596: Hier werden die historischen und politischen Bedingungen beleuchtet, die zur Unierung der Kirche in der Ukraine führten, insbesondere der Einfluss des polnischen Staates.
4. Die Unionsbulle von 1595: In diesem Hauptteil erfolgt die detaillierte Analyse der ausgewählten Artikel sowie deren Interpretation im Hinblick auf die Bewahrung des orthodoxen Glaubens.
4.1 Die Forderungen der Orthodoxie: Dieser Abschnitt konkretisiert die Forderungen der Orthodoxie an den Papst und den polnischen König anhand der ausgewählten Artikel.
4.2 Interpretation der Forderungen im Hinblick auf den orthodoxen Glauben: Hier wird analysiert, inwieweit die Forderungen als Strategie zur Wahrung der orthodoxen Identität und Riten dienen.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und zeigt auf, wie vehement die Orthodoxie ihre Position verteidigte, und nennt weitere Forschungsansätze.
Schlüsselwörter
Brester Union, Orthodoxie, Katholizismus, Unionsbulle, 1595, Kiever Kirche, Glaubensschutz, Liturgie, Ostkirche, religiöse Traditionen, Kirchenpolitik, politische Gleichberechtigung, 16. Jahrhundert, Ukraine, Konfessionswechsel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Unionsbulle von 1595 und untersucht, welche Forderungen die orthodoxe Kirche stellte, um ihre religiöse Identität im Zuge der Union von Brest 1596 zu bewahren.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die strukturellen Unterschiede zwischen Ost- und Westkirche, die politischen Rahmenbedingungen in Litauen und Polen sowie die konkreten rechtlichen und rituellen Forderungen der orthodoxen Geistlichkeit.
Was ist das primäre Ziel der Analyse?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die orthodoxe Kirche versuchte, trotz einer bevorstehenden Unierung mit der katholischen Kirche ihre eigenen Glaubensinhalte, Riten und Hierarchien vor einer Überformung zu schützen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit nutzt eine quellenbasierte Analyse, wobei insbesondere 33 Artikel der Unionsbulle von 1595 (in Auswahl) ausgewertet und in ihren historischen und theologischen Kontext eingeordnet werden.
Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der kirchlichen Grundstrukturen, die Aufarbeitung der historischen Voraussetzungen der Union sowie die detaillierte Untersuchung und Interpretation der Forderungen an den Papst und den polnischen König.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere die Brester Union, die Unionsbulle, die Rolle der Ostkirche im 16. Jahrhundert, der Schutz der Priesterehe sowie der Erhalt orthodoxer Riten und Liturgien.
Wie unterscheidet sich die Auffassung vom Heiligen Geist in der Arbeit?
Die Arbeit verdeutlicht, dass die Orthodoxie am Filioque-Verständnis festhielt und keine Kompromisse bei der Auslegung der Prozession des Heiligen Geistes eingehen wollte, um ihre theologische Eigenständigkeit zu wahren.
Welche Rolle spielte der polnische König bei diesen Forderungen?
Der polnische König Sigismund III. Wasa wurde von der orthodoxen Seite vor allem hinsichtlich politischer Gleichberechtigung und der Sicherung von Privilegien für den orthodoxen Klerus adressiert.
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- Sandra Tafelski (Autor), 2011, Die Forderungen der Orthodoxen im Vorfeld der Brester Union von 1596, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193435