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Das Konzil von Konstanz in der Krise

Das rettende Dekret Haec Sancta und die unumgängliche Frage nach dessen Verbindlichkeit

Titre: Das Konzil von Konstanz in der Krise

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2012 , 16 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Forschung ist seit jeher ein Prozess. Davon ist die Geschichtsforschung natürlich nicht ausgeschlossen. Theorien werden aufgestellt und durch andere ersetzt. Hat der Historiker mit dem Mittel der Quellenkritik doch ein solides Handwerkszeug an seiner Seite, so gibt es doch bei der Interpretation Quelle und deren Einordnung in einen größeren Zusammenhang allerhand Raum für unterschiedliche Definitionen. Man muss sich auch mit dem Gedanken abfinden, dass einige Fragen vielleicht nie klären lassen oder immerhin leise Zweifel an der allgemeinen Lehrmeinung bleiben. Bei meiner Suche nach einem Thema für meine Seminararbeit bin ich eher zufällig auf das Konstanzer Dekret Haec Sancta gestoßen und musste erstaunt feststellen, dass die Meinungen der Historiker bezüglich dessen Aussagegehalts doch erstaunlich weit auseinanderdriften. Damit war mein Interesse geweckt, zumal mir das Thema einen guten Einblick in den historischen Forschungsprozess bietet, der sich mir, als Geschichtsstudent im ersten Semester ja erst noch erschließen muss. In meiner Seminararbeit werde ich im Folgenden die Krise und damit den historischen Kontext des Dekretes Haec Sancta skizzieren und mich im Anschluss an dessen Analyse wagen. Dabei werde ich auch auf die Frage nach dessen Verbindlichkeit eingehen - einer Frage an der sich die „Geister scheiden“.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Krise von Konstanz

3. Forschungsdiskussion

4. Quellenanalyse

4.1 Die Überlieferungsverhältnisse

4.2 Inhaltsübersicht

4.3 Interpretation

5. Kurzer Ausblick auf den weiteren Konzilsverlauf

6. Zusammenfassung

7. Quellen- und Literaturverzeichnis

8. Anhang: Das Dekret Haec Sancta

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entstehung und die rechtliche Verbindlichkeit des Dekrets Haec Sancta, das während des Konzils von Konstanz zur Bewältigung des Abendländischen Schismas verabschiedet wurde. Ziel der Forschungsarbeit ist es, den Kontext der Konziskrise zu beleuchten und eine differenzierte Bewertung des Dekrets im Spannungsfeld zwischen Notstandsmaßnahme und dogmatischem Anspruch vorzunehmen.

  • Historischer Kontext des Konstanzer Konzils und der Kirchenkrise
  • Analyse der konziliaristischen Theorie als Lösungsweg
  • Interpretation des Dekrets Haec Sancta in der Forschung
  • Überlieferungsgeschichte und textliche Analyse des Dekrets
  • Die Frage nach der dogmatischen oder rein rechtlichen Verbindlichkeit

Auszug aus dem Buch

4.3 Interpretation

Insbesondere die ersten beiden Punkte wurden in der Vergangenheit kontrovers diskutiert, da sie durchaus Raum für Interpretationen lassen. Dabei hat sich, wie schon erwähnt, vor allem Walther Brandmüller gegen eine dogmatische Verbindlichkeit des Dekretes Haec Sancta ausgesprochen und anhand einer ausführlichen sprachlichen wie inhaltlichen Analyse begründet. Brandmüller weißt darauf hin, dass man nach dem notwendigen Vokabular, welches zur Definition eine Glaubenswahrheit nötig wäre, in Haec Sancta vergeblich sucht. Sowohl gegen Wiclif und Hus, als auch gegen Hyronimus von Prag und Jean Petitt wurden dogmatische Aussagen auf dem Konstanzer Konzil gemacht. Bei der Verurteilung wurden die Verben reprobare und condemnare benutzt und es wird ausdrücklich verboten Wiclifs Artikel zu praedicare, dogmatizare, offere vel tenere. Es ist sogar vom Anathema die Rede. In Haec Sancta werden dagegen Verben wie obedire und punire verwendet, Zuwiderhandelnden wird keine Häresie unterstellt und auch nicht mit dem Anathema gedroht, es ist lediglich von subsidia iuris die Rede. Die Verben diffinire, statuere, decernere, declarare werden zwar auch in dogmatischen Dokumenten verwendet, jedoch beschränken sich die Verben nicht nur auf die ersten beiden Punkte sondern werden auch in den Punkten verwendet, die sich gegen Papst Johannes XXIII. richten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation für die Themenwahl und den historischen Kontext des Dekrets Haec Sancta innerhalb der Geschichtsforschung.

2. Die Krise von Konstanz: Dieses Kapitel skizziert die Ursachen und den Verlauf der Kirchenkrise, die schließlich zur Einberufung des Konzils von Konstanz führte.

3. Forschungsdiskussion: Hier werden verschiedene historische Meinungen und Kontroversen zur Verbindlichkeit des Dekrets Haec Sancta dargestellt.

4. Quellenanalyse: Das Kapitel befasst sich mit der Überlieferung, dem Inhalt und einer detaillierten sprachlichen Interpretation des Dekrettextes.

5. Kurzer Ausblick auf den weiteren Konzilsverlauf: Ein Rückblick auf die Folgen des Dekrets und den erfolgreichen Abschluss des Konzils zur Beendigung des Schismas.

6. Zusammenfassung: Abschließende Bewertung des Dekrets als rechtsverbindliches Dokument ohne dogmatischen Anspruch im Vergleich mit modernen rechtlichen Debatten.

7. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

8. Anhang: Das Dekret Haec Sancta: Der vollständige Wortlaut des Dekrets in deutscher Übersetzung.

Schlüsselwörter

Konzil von Konstanz, Haec Sancta, Konziliarismus, Abendländisches Schisma, Johannes XXIII., Kirchenkrise, Notstandsdekret, Dogmatik, Kirchenrecht, Kirchengeschichte, Historische Forschung, Papsttum, Synode, Konzilsgeschichte, Verbindlichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konstanzer Dekret Haec Sancta, seiner Entstehung in einer Krisenzeit der Kirche und der kontroversen wissenschaftlichen Debatte um seinen verbindlichen Charakter.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Kirchenkrise des 15. Jahrhunderts, die konziliare Theorie als Lösungsansatz, die quellenkritische Textanalyse und die fachhistorische Einordnung des Dekrets.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Haec Sancta ein dogmatisches Glaubensdokument oder eine zeitlich begrenzte rechtliche Notstandsmaßnahme darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor verwendet eine Kombination aus historischer Kontextualisierung, sprachwissenschaftlicher Analyse der verwendeten Begriffe im Dekret und einer vergleichenden Diskussion einschlägiger Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die historischen Hintergründe der Krise, die verschiedenen Interpretationsansätze der Historiker sowie eine detaillierte sprachliche und inhaltliche Exegese der fünf Punkte des Dekrets präsentiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Titelbegriff Haec Sancta sind die Begriffe Konziliarismus, Schisma, Notrecht und dogmatische Verbindlichkeit entscheidend für die inhaltliche Ausrichtung.

Warum unterscheidet der Autor zwischen der Fassung vom 30. März und dem finalen Dekret?

Diese Differenzierung ist wichtig, da die spätere Fassung vom 6. April wesentliche Ergänzungen enthielt, wie etwa die Strafandrohungen und die Ausweitung der Geltung auf künftige Konzilien, die in der ersten Fassung fehlten.

Welche Rolle spielt Johannes XXIII. im Kontext des Dekrets?

Papst Johannes XXIII. agierte als der Pisaner Papst, dessen Flucht aus Konstanz das Konzil in eine existenzielle Krise stürzte, woraufhin Haec Sancta als rechtliches Instrument zur Sicherung der Konzilsautorität gegenüber dem Papst diente.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Verbindlichkeit des Dekrets?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Haec Sancta zwar kein dogmatisches Dokument ist, aber dennoch einen rechtsverbindlichen, kanonischen Anspruch besitzt, der aus einer Notsituation heraus entstand.

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Résumé des informations

Titre
Das Konzil von Konstanz in der Krise
Sous-titre
Das rettende Dekret Haec Sancta und die unumgängliche Frage nach dessen Verbindlichkeit
Université
Dresden Technical University
Note
1,7
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
16
N° de catalogue
V193488
ISBN (ebook)
9783656194163
ISBN (Livre)
9783656194385
Langue
allemand
mots-clé
konzil konstanz krise dekret haec sancta frage verbindlichkeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2012, Das Konzil von Konstanz in der Krise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193488
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Extrait de  16  pages
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