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Zu den Grundanliegen von G.W.F. Hegels "Differenz des Fichteschen und Schellingschen Systems der Philosophie"

Título: Zu den Grundanliegen von G.W.F. Hegels "Differenz des Fichteschen und Schellingschen Systems der Philosophie"

Redacción Científica , 2012 , 4 Páginas

Autor:in: Jan Leichsenring (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XIX
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Dieses Thesenpapier zu Hegels Differenzschrift erläutert deren Grundanliegen vom Ausgangspunkt im kantischen Programm über das idealistische Projekt der spekulativen Philosophie als Praxisphilosophie bis hin zu den sich andeutenden Differenzen zwischen Hegel und Schelling.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Ausgangspunkt im kantischen Programm

2 Spekulative Philosophie als Praxisphilosophie

3 Hegels und Schellings Entgegnung auf Fichtes Arbeiten

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit analysiert die grundlegenden philosophischen Anliegen in Hegels erster Veröffentlichung, der Differenzschrift von 1801, und untersucht dabei insbesondere die kritische Auseinandersetzung mit der Wissenschaftslehre von Fichte sowie die Weiterentwicklung durch Schelling im Hinblick auf ein absolutes Identitätsprinzip.

  • Hegels Auseinandersetzung mit Kants Erkenntniskritik
  • Die Transformation von Subjekt- und Objekt-Konzeptionen bei Fichte
  • Die Notwendigkeit des Absoluten für die spekulative Philosophie
  • Die Rolle der Prozesshaftigkeit und Dialektik in der Praxisphilosophie

Auszug aus dem Buch

Spekulative Philosophie als Praxisphilosophie

Der »gesunde Menschenverstand weiß […] Einzelheiten« und hat »nur solches Zutrauen zu ihrer Wahrheit, weil ihn das Absolute in einem Gefühl dabei begleitet und dies ihnen allein die Bedeutung gibt« (DS 33). »Die Spekulation [hingegen] anerkennt als Realität der Erkenntnis nur das Sein der Erkenntnis in der Totalität« (DS 34). D.h. Philosophie ist Aufklärung der Praxisformen, die dem Selbstbewusstsein der Akteure nicht widersprechen muss, sondern eine bestimmte Art der Reflexion betreibt: sie soll die Relationierung der Einzelerkenntnisse in einem gemeinsamen Rahmen erlauben, dessen Vorstellung in aller Praxis implizit mitläuft. Der Standpunkt solcher Rede heißt deshalb spekulativ (lat. speculari = spähen, von hoher Warte aus betrachten).

Fichte gelange zu einer absoluten Entgegensetzung von Natur und Vernunft (vgl. DS 74). Hegel findet deshalb in Fichtes praktischer Philosophie nur die »Herrschaft des Verstandes, und Knechtschaft des Lebendigen; ein Gebäude, an welchem die Vernunft keinen Teil hat« (DS 79). D.h. Hegel will auf einen ganzen Menschen hinaus, für diesen steht der Vernunftbegriff. Als Folge der misslungenen Relationierung von Subjekt und Objekt scheint Hegel in Fichtes praktischer Philosophie das Soziale auf Sozialtechniken reduziert zu werden, wobei die vorausgesetzten Normative unterbestimmt bleiben.

Ästhetisches und Moralisches seien bei Fichte nur dem Wort nach relationiert (DS 82 f). D.h. praktisch wirksame Sinnorientierungen, die mit Charakterkonstellationen und Handlungseinstellungen korrelieren, sollten zwar nicht allein durch verstandesmäßige Einsicht hergestellt werden, sondern auch durch Kunst (oder, fasst man das Ästhetische weiter als in Hegels Beispiel, durch erlebnishafte Wahrnehmung überhaupt). Wie das möglich sein soll, bleibt für Hegel ungeklärt, weil Fichtes Begriff des Ich ein nur »subjektives Subjekt-Objekt« beschreibe.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Ausgangspunkt im kantischen Programm: Das Kapitel erläutert, wie Hegel, Fichte und Schelling an Kants Kritiken anknüpfen und dabei die Problematik der Einheit von Vernunftaspekten thematisieren.

2 Spekulative Philosophie als Praxisphilosophie: Hier wird Hegels Kritik an Fichtes Trennung von Natur und Vernunft dargelegt und der spekulative Ansatz als notwendige Reflexion der Praxisformen definiert.

3 Hegels und Schellings Entgegnung auf Fichtes Arbeiten: Dieses Kapitel behandelt Hegels Würdigung von Schellings objektivem Subjekt-Objekt-Ansatz zur Vervollständigung der Identitätsphilosophie und die daraus folgende dialektische Entwicklung.

Schlüsselwörter

Hegel, Fichte, Schelling, Differenzschrift, Wissenschaftstheorie, Identitätsphilosophie, Subjekt, Objekt, Absolute, spekulative Philosophie, Praxisphilosophie, Kant, Dialektik, Transzendentalphilosophie, Vernunft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophischen Grundanliegen von Hegels erster Veröffentlichung, der Differenzschrift, und analysiert das Verhältnis der Autoren Fichte, Schelling und Hegel zueinander.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Subjekt und Objekt, die Bedeutung des Absoluten für die Philosophie und die Kritik an einer rein logischen oder subjektzentrierten Weltsicht.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Hegel durch die Auseinandersetzung mit Fichte und Schelling die Grundlagen für seine eigene spekulative Philosophie und ein dialektisches Verständnis der Welt legte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die Hegels Argumentation entlang der Originalquellen rekonstruiert und in den Kontext der zeitgenössischen Debatten stellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert den kantischen Ausgangspunkt, die Kritik an Fichtes Subjektivismus sowie die konstruktive Ergänzung der Philosophie durch Schellings Konzept des Absoluten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Identität, Differenz, Subjekt-Objekt-Relation, spekulative Vernunft und Praxisphilosophie.

Warum kritisiert Hegel Fichtes Subjekttheorie?

Hegel kritisiert, dass Fichte das Objekt als bloßes Epiphänomen des Subjekts degradiere, wodurch die reale Welt und die Natur ihre Eigenständigkeit verlieren.

Inwiefern ist die Differenzschrift als Programmschrift zu verstehen?

Sie deutet bereits auf spätere Werke wie die Phänomenologie des Geistes voraus, da sie den Prozess der Vermittlung von subjektiven und objektiven Aspekten durch das Absolute einleitet.

Was bedeutet der Begriff „spekulativ“ in diesem Kontext?

Spekulation wird hier im Sinne von „spähen“ verstanden: Die Philosophie betrachtet die Einzelerkenntnisse von einem übergeordneten Standpunkt aus, um sie in einem systematischen Ganzen zu relationieren.

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Detalles

Título
Zu den Grundanliegen von G.W.F. Hegels "Differenz des Fichteschen und Schellingschen Systems der Philosophie"
Universidad
University of Erfurt  (Max-Weber-Kolleg für sozialwissenschaftliche Studien)
Curso
Promotionskolloquium
Autor
Jan Leichsenring (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
4
No. de catálogo
V193680
ISBN (Ebook)
9783656196075
Idioma
Alemán
Etiqueta
Differenzschrift deutscher Idealismus F.W.J. Schelling J.G. Fichte spekulative Philosophie Praxisphilosophie Einführung Erklärung Erläuterung differenz des fichteschen und schellingschen systems der philosophie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jan Leichsenring (Autor), 2012, Zu den Grundanliegen von G.W.F. Hegels "Differenz des Fichteschen und Schellingschen Systems der Philosophie", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193680
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