Ein Lehrer aus Südkärnten (N.)


Seminararbeit, 2012
37 Seiten, Note: 2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

N.s Kindheit in Galizien und St. Michael ob Bleiburg, Schulzeit und Berufsausbildung

DerjungeN
Erste Stationen als Junglehrer
Der Weg in die Partei

Die Hermagorer Clique
Dr. Franz Hradetzky
Dr. Ressler

Bezirksschulinspektor in Radmannsdorf (Radovljica)
Die allgemeine Lage in Oberkrain von April 1941 bis Herbst 1942
Versuch der Rekonstruktion von N.s Tätigkeit in Oberkrain

N. nach seiner Tätigkeit in Oberkrain
Meldung zur Wehrmacht
N. in Russland und Italien
Internierung
Berufliche Einschränkung als „Belasteter “ und Ausweichtätigkeiten
Weiterer beruflicher undprivater Werdegang

Anhang:

Transkription des Interviews mit S. undH

N.s Kindheit in Galizien und St. Michael ob Bleiburg, Schulzeit und Berufsausbildung

N. wurde 1911 in Galizien in Südkämten geboren[1]. Damit wurde N., der aus einer deutschsprachigen Familie[2] stammte, während seiner Kindheit und Jugend sicherlich auch durch den permanenten Konflikt zwischen den beiden organisierten Nationalismen der Deutschen und Slowenen mitgeprägt.

Das Interview mit den beiden Töchtern konnte hier naturgemäß keine genauen Anhaltspunkte liefern. Übereinstimmend berichteten hierzu auch die Schwestern von keiner bekannten politischen Präferenz des Elternhauses N.s[3]. Übrigens im Gegensatz zur Familie ihrer Mutter, die deutschnational eingestellt war.

Allerdings ist es wahrscheinlich, dass Simon, N.s Vater, als Lehrer, wie viele seiner Kollegen auch, eher dem Deutschnationalismus als einer der anderen zwei politischen Großideologien der Zeit anhing.[4]

N. wurde 1911 in Wildenstein in Unterkärnten, heute ein Teil der Ortschaft Galizien, als Sohn des Volksschullehrers Simon geboren. Die Familie stammte aus diesem Ort.

Als Lehrer war Simon gezwungen, öfters seinen Wohnort zu wechseln, wenn er versetzt wurde, was natürlich vorzugsweise jüngere Lehrer betraf. So wuchs der junge N. in St. Michael ob Bleiburg auf. Dort besuchte er die örtliche Volksschule.

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Klagenfurt und nach abgeschlossener Matura absolvierte N. den einjährigen Abiturientenkurs an der Lehrerbildungsanstalt in Klagenfurt.

Der junge N.

Erste Stationen als Junglehrer

In den Dreißigerjahren unterrichtete N. an mehreren Volks- und Hauptschulen in ganz Kärnten. Die Ausbildung von Volks- und Hauptschullehrern war damals noch nicht getrennt. Üblicherweise versah man zuerst in Volksschulen am Land den Dienst und wurde später an die in größeren Siedlungen gelegenen Hauptschulen versetzt.

Sein erster Posten als Junglehrer führte N. an die Volksschule St. Egyden bei Velden am Wörthersee. Während dieser Zeit lernte er auch seine künftige Frau, meine Großmutter, J. Mischkulnig[5], eine Bauerstochter aus dem Ort, kennen.[6]

Nach kurzer Zeit folgte die Versetzung nach Diex bei Völkermarkt. Danach nach Möllweg bei Hermagor.[7]

Noch vor dem Anschluss erfolgte die Versetzung in die Hauptschule in Hermagor und der Aufstieg zum Hauptschuldirektor.[8]

Während dieser Zeit erfolgte die Heirat mit J. und die Geburt der zwei ältesten Töchter, der beiden von mir interviewten S. und H..

Der Weg in die Partei

N. war kein „Illegaler“.[9] Er dürfte erst im Laufe der Jahre vor Ausbruch des Krieges in die Partei eingetreten sein. Möglicherweise steht der Parteieintritt auch mit seiner Beförderung zum Bezirksschulinspektor in Hermagor[10] in Zusammenhang.

Zur genauen Datierung beider Ereignisse konnte das Interview mit den beiden Töchtern nicht beitragen. Das mögliche Zeitfenster für seinen Parteieintritt erstreckt sich demnach vom März 1938 bis kurz vor seiner Versetzung nach Oberkrain, wahrscheinlich Anfang 1942.

Die Hermagorer Clique

In dieser Zeit war N., nach den Angaben seiner zwei interviewten Töchter mit zwei Personen aus Hermagor gut bekannt, die in weiterer Folge in der Verwaltung des besetzten Oberkrain eine Rolle spielten. Möglicherweise ist die Entscheidung der Behörden, gerade ihn nach Oberkrain zu versetzen, auch auf seine Bekanntschaft mit diesen namhaften Nationalsozialisten zurückzuführen. Im Einzelnen sind dies:

Dr. Franz Hradetzky

Der spätere Kreisleiter von Radmannsdorf wurde 1906 geboren.

Hradetzky trat bereits 1930 in die, damals illegale, NSDAP ein[11] und beteiligte sich am Ausbau der Partei in Österreich. Gleichzeitig war er Mitglied der Vaterländischen Front,[12] was eine gängige Strategie illegaler Nationalsozialisten war, ihre Tätigkeit zu tarnen und gleichzeitig politischen Einfluss zu erlangen.

Zum Zeitpunkt der Besetzung und Zerschlagung Jugoslawiens war Hradetzky bei der Wehrmacht, zu der er 1940 eingezogen wurde. Zuvor war er Kreisleiter von Hermagor. Aus dieser Zeit datiert auch die Bekanntschaft mit N. .

Nach mehreren Zwischenstationen, er war in der Anfangsphase der Besetzung politischer Kommissar in Bischoflack (im Zuge dieser Tätigkeit überwarf er sich mit seinem Vorgesetzten Franz Kutschera in der Frage der Besatzungspraxis; Hradetzky verhielt sich gemäßigter, zog vornehmlich Slowenen zu Verwaltungstätigkeiten heran, lehnte Geiselnahmen und -erschießungen ab), wurde als Landrat nach Stein versetzt und bekleidete, enttäuscht von der Behandlung durch seinen Vorgesetzten Kutschera, später wieder den Posten eines Kreisleiters in Hermagor, wurde er von Gauleiter Rainer Anfang 1942 wieder nach Oberkrain berufen. Hradetzky bekleidete von nun an den Posten eines Kreisleiters im Kreis Radmannsdorf, einer der vierLandkreise, in die man das besetzte Oberkrain aufgeteilt hatte. Außerdem war er Bezirksführer des „Kärntner Volksbundes“ (KVB)[13], einer NSDAP-Vorfeldorganisation, die die Eindeutschung der slowenischen Bevölkerung Oberkrains vorantreiben sollte.[14]

Innerhalb dieser Periode, die im Juni 1942 endete, hatte er intensiven Kontakt mit N..

Neben seiner Funktion als Kreisleiter war wohl vor allem seine Tätigkeit im KVB verantwortlich für den intensiven Kontakt mit N.. Denn, obwohl aus dem Interview mit den beiden Schwestern nicht hervorgeht, dass N. im KVB tätig war, ist, auf Grund der naturgemäß wichtigen Rolle der Lehrer im Prozess der geplanten Eindeutschung der Slowenen, ein intensiver Kontakt des Bezirksschulinspektors N. mit dieser Organisation vorauszusetzen.

Die beiden Töchter erinnerten sich explizit daran, dass Hradetzky N. mehrmals dazu aufforderte, seine Familie, die in Hermagor geblieben war, nach Oberkrain nachzuholen. Der Kreisleiter und fünffache Familienvater selbst bewohnte mit seiner Familie ein Schloss, so H. und S..[15] Auf Grund der bald einsetzenden Partisanentätigkeit lehnte N. den Nachzug seiner kinderreichen Familie jedoch ab.[16]

Mit Juni 1942 wurde Hradetzky, entgegen seinem persönlichen Wunsch, nach Villach versetzt, da er erneut durch seine Ansichten in Fragen der Besatzungspraxis (konkret: in der Frage der Aussiedelung slowenischer Familien aus Oberkrain ins besetzte Serbien) und der offen geäußerten Kritik an seinen Vorgesetzten in Ungnade gefallen war.

Danach rückte er zur Waffen-SS ein und wurde in Weißrussland eingesetzt. Später befehligte er eine Propagandaabteilung der SS im „Operationsgebiet Adriatisches Küstenland“. Im Zuge des Vorstoßes der Partisanenverbände Titos setzte er sich in den letzten Kriegstagen mit Teilen seiner Einheit nach Kärnten ab, wo seine Abteilung ebenfalls eingesetzt wurde.

Nach Kriegsende wurde er zunächst von den Briten in Wolfsberg interniert.

1947 erfolgte seine Auslieferung nach Jugoslawien, wo er in einem, von jugoslawischer Seite massiv propagandistisch ausgeschlachteten, Kriegsverbrecherprozess, u. A. zusammen mit dem Gauleiter von Kärnten und „Reichsverteidigungskommissar“ (RVK) der „Operationszone Adriatisches Küstenland“ Friedrich Rainer, verurteilt wurde.

Auf Grund seines moderaten Verwaltungsstiles in Oberkrain erhielt er eine für diesen Prozess vergleichsweise milde Strafe von 16 Jahren Zuchthaus. Er wurdejedoch bereits 1952 begnadigt und aus der Haft entlassen. Hradetzky starb 1991 in Villach.[17]

Den Angaben der beiden Töchter N.s zu Folge war eine weitere wichtiger Person im Kreis Radmannsdorf ein gewisser Dr. Ressler, den N. ebenfalls noch aus seiner hermagorer Zeit kannte. Dieser war Mediziner und mutmaßlich ebenfalls Parteigenosse oder Parteifunktionär. Den Angaben der beiden Schwestern zu Folge wurde auch Dr. Ressler von einem jugoslawischen Gericht verurteilt.[18]

Im Kriegsverbrecherprozess in Laibach, in dem auch Hradetzky verurteilt wurde, gehörte dieser Dr. Resslerjedoch definitiv nicht zu den Angeklagten.[19]

Bezirksschulinspektor in Radmannsdorf (Radovljica)

Mit der Errichtung der deutschen Zivilverwaltung in Oberkrain Anfang 1942 wurden vier Landkreise eingerichtet. Im Einzelnen waren dies: Krainburg (Kranj), Radmannsdorf (Radovljica), Stein (Kamnik) und Bischoflack (SkofjaLoka)[20]. Neben der politischen Verwaltung wurde unter anderem auch eine Schulverwaltung errichtet. Die Schule war ein bevorzugtes Instrument der geplanten und zum Teil durchgeführtenMaßnahmen zur Germanisierung des angegliederten Gebietes.[21]

N. ist zur Zeit der Errichtung der Zivilverwaltung wahrscheinlich bereits seit einiger Zeit Parteigenosse. Wohl durch die persönliche Bekanntschaft mit dem neuen Kreisleiter Radmannsdorfs, Dr. Hradetzky, vermittelt, wurde N. auf den Posten eines Bezirksschulinspektors im Landkreis Radmannsdorf berufen. Es ist naheliegend, jedoch für mich nicht nachprüfbar, dass N. diese soeben erst geschaffene Stelle als erster innehatte. Außerdem bleibt auch fraglich, ob er sich von dieser Aufgabe eher ein berufliches Fortkommen oder die Möglichkeit der Umsetzung einer politischen Agenda versprach.

Auch das Interview konnte hier keine Klarheit schaffen.

Am 8. April 1941 fand in Graz eine Besprechung zwischen den beiden „Chefs der Zivilverwaltung“ (CdZ) Uiberreither (für die Untersteiermark) und Kutschera (für das an Kärnten anzuschließende Oberkrain) und zwei weiteren Funktionären zu Fragen der Integration der annektierten Gebiete in die Reichsgaue Kärnten und Steiermark, vor allem betreffend die Wirtschaft, statt.

Bereits hier wurde die Strategie der Eindeutschung der Masse der slowenischen Bevölkerung grob umrissen. Beschlossen wurde unter anderem die Errichtung zweier NS-Vorfeldorganisationen, des „Steirischen Heimatbundes“ für die Untersteiermark, sowie des „Kärntner Volksbundes“ für Oberkrain.[22]

Die Verleihung der deutschen Staatsbürgerschaft an die Bewohner Oberkrains und der Untersteiermark war einerseits an die positive Bewertung der jeweiligen Person in einer Überprüfung nach „rassischen“ Kriterien und andererseits an die Mitgliedschaft in einer dieser Organisationen gekoppelt.[23]

All jene, die den Vorstellungen von einer „rassischen“ Eignung zur Eindeutschung nicht entsprachen, sowie alle sogenannten „Nationalslowenen“ (die in Oberkrain auch „slowenisierteWindische“ genannt wurden), in erster Linie Intellektuelle, allen voran Geistliche, wurden, unter anderem, nach dem besetzte Serbien, deportiert. In Oberkrain belief sich die Zahl der Ausgesiedelten zwischen 1941 und 1943 auf3.324 Personen.[24]

Besonderes Augenmerk wurde auf die Integration der Wirtschaft der besetzten Gebiete in das Deutsche Kriegswirtschaftssystem gelegt. Vor allem an der Schwerindustrie, z. B. in Jesenice, lag den Verantwortlichen im Reich viel. Trotz sich im Laufe der Jahre verstärkender Partisanentätigkeit in Oberkrain, konnte die Wirtschaftsleistung, gerade im Bereich der Schwerindustrie, im Laufe des Krieges gesteigert werden.

Darüber hinaus war, neben dem positiven Effekt auf die Gesamtdeutsche Industrieproduktion, den neuen Herren besonders an der geplanten Funktion der angegliederten Gebiete als „Schaufenster“ nach dem europäischen Südosten gelegen.

„Wo immer der Händler vom Balkan her die Steiermark oder Kärnten betrat [...], sollte er mit den wirtschaftlichen und sozialen Errungenschaften[...] des ,Dritten Reiches[...] konfrontiert werden und merken, dass er sich nicht in einer Randprovinz, sondern mitten im Deutschen Reich befand.“[25]

Die Kärntner Nationalsozialisten waren vor allem an der Wiedereingliederung des Gebietes um Unterdrauburg (Dravograd) und des Mießtales interessiert. Die Angliederung Oberkrains, das keine historischen Bindungen zum Land Kärnten hatte, war, mit Ausnahme des Industriegebietes um Aßling (Jesenice), für die Verantwortlichen in der Kärntner Partei uninteressant.

Nur widerwillig nahm man daher von Seiten der Kärntner Nationalsozialisten die Aufgaben der Verwaltung im an Kärnten angeschlossenen Oberkrain wahr.[26]

Bis zur Errichtung einer Zivilverwaltung zu Beginn des Jahres 1942 wurde die Untersteiermark und Oberkrain als besetztes Gebiet durch die Wehrmacht verwaltet. Auf Bezirksebene (Bezirke in den Grenzen der Verwaltungseinheiten des ersten Jugoslawien) waren in dieser Zeit sogenannte „Politische Kommissare“ für die unmittelbar nach der Besetzung eingeleiteten Maßnahmen gegen „Nationalslowenen“, andere politische Gegner, Juden und „Zigeuner“ verantwortlich. Neben der bereits oben erwähnten Deportation von tatsächlichen und vermeintlichen Gegnern der neuen Herren, wurden sofort nach der Besetzung slowenische Vereine und Organisationen aufgelöst und ihr Vermögen konfisziert, sowie slowenische Orts- und Geschäftsschilder entfernt.[27]

Mit der Errichtung der Zivilverwaltung im Jänner 1942 wurde Oberkrain, wie oben beschrieben, in vier Landkreise aufgeteilt. Diese wurden durch Landräte verwaltet. Daneben existierte die Parteiorganisation (siehe Dr. Hradetzky als Kreisleiter).

Auf Gemeindeebene fällte die Entscheidungen meist der Bürgermeister in Absprache mit dem Ortsbauernführer (in größeren Orten einem Vertreter von Gewerbe oder Industrie) und dem Ortsgruppenleiter des „Kärntner Volksbundes“. Wobei die Entscheidungen dieses „Ortsdreieckes“ auch Einfluss auf Dinge wie die Vergabe von Krediten oder die Einberufung zur Wehrmacht haben konnten.[28]

Der offizielle Sitz der Verwaltung des angegliederten Gebietes war in Bled. Die Lagebesprechungen mit den Verantwortlichen des Reichsgaues, des „Chefs der Zivilverwaltung“ (in Oberkrain zuerst Franz Kutschera, ab November 1941 der 1947 in Laibach zum Tode verurteilet Friedrich Rainer) und ihrer Stäbe, bei denen alle relevanten Entscheidungen zur Besatzungspraxis getroffen wurden, bei denen auch die Richtlinien zur Deportation von „Nationalslowenen“ oder der Partisanenbekämpfung erörtert wurden, fandenjedoch aus praktischen Gründen meist in Klagenfurt statt.[29]

Generell wurde personell darauf Wert gelegt, dass die eingesetzten Verantwortlichen keine starken persönlichen oder familiären Bindungen an Südkärnten oder gar das okkupierte Gebiet hatten. Unter anderem waren an den Deportationen vermehrt Personen aus dem „Altreich“ beteiligt, die bereits in Polen „Erfahrungen“ mit Aussiedlungen gemacht hatten.[30]

In der Kulturpolitik kam es in ganz Kärnten zu einer verstärkten Hinwendung zu einer als authentisch und ursprünglich herausgestellten „Volkskultur“als eine „Grenzlandkultur“, im bewussten Gegensatz zur Kultur z.B. des „Altreiches“.

Gleichzeitig wurde ein kulturelles Nord-Süd-Gefälle behauptet. Entsprechend dieser Ideologie wurde versucht, alle slawischen Einflüsse aus der vermeintlich ursprünglich-germanischen „Grenzlandkultur“ auszumerzen.[31]

Naturgemäß kam bei der angestrebten Reinigung dieser ursprünglich deutschen Grenzlandkultur von slawischen Einflüssen der Lehrerschaft eine besonders wichtige Rolle zu. Gerade auch in Oberkrain.

Versuch der Rekonstruktion von N.s Tätigkeit in Oberkrain Wie bereits oben erwähnt, ist es wahrscheinlich, dass der Bezirksschulinspektor N. im Zuge der Errichtung der Zivilverwaltung in Oberkrain und der Berufung Hradetzkys zum Kreishauptmann und Bezirksführer des KVB im Jänner 1942 nach Radmannsdorf versetzt wurde.

Ebenso ist es wahrscheinlich, dass das Ende seiner Tätigkeit in Oberkrain zeitlich ungefähr mit der Abberufung Hradetzkys zusammenfällt. Zeitlich lässt sich seine Tätigkeit in Oberkrain also ungefähr zwischen Jänner und Juni (vielleicht auch etwas später) 1942 eingrenzen. Diese zeitliche Eingrenzung deckt sich auch mit den Erzählungen seiner Töchter.[32]

[...]


[1] Vgl. Interview; Zählwerk 100-105

[2] Vgl. Interview; Zählwerk 60-70; 160

[3] Besonders von ihnen betont wurde in diesem Zusammenhang die, im Gegensatz zur Familie ihres Vaters, anzunehmende deutliche deutschnationale Exponierung der Familie ihrer Mutter, N.s späteren Frau J.. Ihr Vater wurde sogar, so H. und S., während der südslawischen Besetzung Südkärntens im Vorfeld der Volksabstimmung 1920 aufgrund seiner politischen Unzuverlässigkeit für kurze Zeit nach Laibach verschleppt. (vgl. Interview; Zählwerk 120­125)

[4] Vgl. Streßler, Maria: Im Klassenzimmer. Der Wandel des Lehrer-Schüler-Verhältnisses in Österreich. Frankfurt am Main; 2008. S 70.

[5] Vgl. Interview; Zählwerk 250-255

[6] Vgl. Interview; Zählwerk 220-240

[7] Ebd.

[8] Vgl. Interview; Zählwerk 255-265

[9] Vgl. Interview; Zählwerk 270-275

[10] Vgl. Interview; Zählwerk 280-285

[11] Vgl. Elste, Alfred; u. A.: NS-Österreich auf der Anklagebank. Anatomie eines politischen Schauprozesses im kommunistischen Slowenien. Klagenfurt; 2000. S 190.

[12] Ebd.

[13] Vgl. Elste. S 191.

[14] Vgl. Karner, Stefan: Oberkrain und Untersteiermark 1941-1945. ZurNS-Okkupationspolitik in Slowenien. In: Karner, Stefan (Hg.): Kärnten und die nationale Frage. Bd. 5. Klagenfurt; 2005. S 109; S 110f.

[15] Vgl. Interview; Zählwerk 335-345

[16] Vgl. Interview; Zählwerk 325-330

[17] Vgl. Elste. SS 191ff.

[18] Vgl. Interview, Zählwerk 360-380

[19] Diese sind: „Rainer, Glaser, Hradetzky, Hochsteiner, Kuss, Doujak als Funktionäre derNSDAP und des Verwaltungsapparates, Kübler, Hösslin, Christl, Fleckner und Neubert als Kommandeure der deutschen Wehrmacht und der SS Polizeieinheiten, Vogt, Gerlach und Müller als Funktionäre der Gestapo“. (Elste. SS 147f.)

[20] Vgl. Karner. S 108.

[21] Vgl. Karner. SS 120-123

[22] Vgl. Karner. S 106.

[23] Vgl. Karner. S 113f

[24] Vgl. Karner. S 112ff

[25] Karner. S 117.

[26] Vgl. Karner. S 107.

[27] Vgl. Karner. S 108.

[28] Vgl. Ebd.

[29] Vgl. Ebd.

[30] Vgl. Karner. SS 108f

[31] Vgl. Karner. SS 120ff

[32] Vgl. Interview; Zählwerk 285-290

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten

Details

Titel
Ein Lehrer aus Südkärnten (N.)
Hochschule
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt  (Institut für Geschichte)
Veranstaltung
SE aus Zeitgeschichte - Biographien im Nationalsozialismus
Note
2
Autor
Jahr
2012
Seiten
37
Katalognummer
V193707
ISBN (eBook)
9783656188322
ISBN (Buch)
9783656189381
Dateigröße
497 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Südkärnten, Oberkrain, Nationalsozialismus, Lehrer, Slowenien, Hermagor, Radovljica, Wolfsberg
Arbeit zitieren
Christian Albert Planteu (Autor), 2012, Ein Lehrer aus Südkärnten (N.), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193707

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