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Identitätsbildung und Individualisierung digitaler Jugendkulturen

Title: Identitätsbildung und Individualisierung digitaler Jugendkulturen

Term Paper , 2012 , 29 Pages

Autor:in: Anne Andraschko (Author)

Sociology - Children and Youth
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„Diese Jugend von heute!“ und „Ihr Kulturbanausen!“ Diese allgemein bekannten und oft ver-wendeten Phrasen lassen bereits die Verbundenheit zwischen den Begriffen Jugend und Kultur erahnen und zeigen auf, dass sie in den Alltag integriert sind und regelmäßig verwendet werden. Die Verknüpfung der beiden Begriffe zum zusammengesetzten Ausdruck der Jugendkultur ist demnach nachvollziehbar. Durch die alltägliche Verwendung lässt sich auch erahnen, dass der gesellschaftliche Wandel Einfluss auf die Jugendkultur nimmt. Ein wichtiges Element nimmt auch das Internet ein, denn dieses unterstützt die Veränderungen der Gesellschaft und somit auch Jugendliche, die in ihr leben. Auch ist es unvorstellbar ohne elektronische Medien den Tag zu bestreiten, da diese den Alltag bereits durchdrungen haben, denn Informationen, Bilder und Daten werden meist über das Internet gesammelt, verbreitet und bereit gestellt. Dementspre-chend kann man auch von digitaler Jugendkultur sprechen. Den Einfluss, den das Web 2.0 und die Individualisierung auf die Bildung der Identität Jugendlicher nimmt ist interessant, da die Ausbildung der Identität immer häufiger im digitalen Raum statt finden. Die Beeinflussung durch digitale Elemente nimmt stetig zu und ist nicht mehr nur durch analoge Medien bedingt. Im Folgenden werden die theoretischen Bestimmungselemente, wie die Begrifflichkeiten zu Ju-gend und Kultur, digitaler Jugendkultur, virtuelle Welt, Identität, unter Berücksichtigung des Ansatzes von Erikson, Identitätsmanagement, Identitätsarbeit, Individualisierung und das Web 2.0 erläutert. Darüber hinaus wird dann die Identitätsbildung und Individualisierung digitaler Ju-gendkulturen näher betrachtet, durch die Identitätskonstruktion Jugendlicher, die Identität und sozialen Beziehungen via Internet, die virtuelle Welt als Bühne der Identitätsbildung, virtuelle Identitätskonstruktionen im Internet, die spielerische Rollenübernahme, die sich zur virtuellen Identität entwickelt und das Social Web und die Individualisierung. Abschließend werden die Einflüsse und Auswirkungen des Web 2.0 und der Individualisierung auf die Identitätsbildung Jugendlicher aufgezeigt. Im Hinblick auf das Thema „Identitätsbildung und Individualisierung der digitalen Jugendkultur“ ergibt sich dementsprechend die Forschungsfrage „Welchen Ein-fluss und welche Auswirkungen hat das Web 2.0 und die Individualisierung auf die Identitätsbil-dung Jugendlicher?“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Bestimmungselemente

2.1 Was ist Jugend?

2.1.1 Jugend und Kultur – von der Begriffsentstehung bis hin zum heutigen Zustand

2.1.2 Jugendkultur

2.1.3 digitale Jugendkultur

2.1.4 mediatisierte Lebensphase Jugend

2.2 virtuelle Welt

2.2.1 Virtualität

2.2.2 Bewusstseinsprozesse in der virtuellen Welt

2.3 Identität

2.3.1 Identität nach Erikson

2.3.2 Identitätskonstruktion Jugendlicher

2.3.3 Identitätsmanagement digitaler Jugendkulturen

2.3.4 Identitätsarbeit

2.4 Individualisierung

2.5 Web 2.0

3. Identitätsbildung und Individualisierung digitaler Jugendkulturen

3.1 Identitätsentstehung im Internet

3.2 virtuelle Identitätskonstruktion Jugendlicher im Internet

3.3 Identität und soziale Beziehungen via Internet

3.4 Das Social Web und die Individualisierung

4. Auswirkungen des Web 2.0 und der Individualisierung auf die Identität von Jugendlichen

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss und die Auswirkungen des Web 2.0 sowie gesellschaftlicher Individualisierungsprozesse auf die Identitätsbildung Jugendlicher. Dabei wird analysiert, wie digitale Lebenswelten und soziale Netzwerke den Prozess der Identitätskonstruktion verändern, neue Ausdrucksformen ermöglichen und welche Bedeutung diese Entwicklungen für die psychologische sowie soziale Entwicklung Heranwachsender haben.

  • Theoretische Grundlagen von Jugend, Jugendkultur und Identitätsmodellen
  • Die Rolle virtueller Welten und der mediatisierten Lebensphase
  • Identitätsmanagement und Identitätsarbeit in digitalen Räumen
  • Einfluss von Individualisierung und Web 2.0 auf das Selbstbild
  • Identitätsbildung und soziale Beziehungen im Internet

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Jugend und Kultur – von der Begriffsentstehung bis hin zum heutigen Zustand

Der Begriff Jugend hat eine lange Bedeutungsgeschichte und viele unterschiedliche Ausformulierungen. Betrachtet man den Begriff der Jugend in der frühen Neuzeit, so war dieser durch eine Altersspanne, 14. bis 21. Lebensalter, gekennzeichnet. Dennoch gab es damals keinen genormten Begriff, der sich im Alltag durchsetzte. Es wurden eher die Begriffe Kind, Jugend und Jüngling gleichbedeutend verwendet. Die Vormoderne zeichnet eher eine Vielfalt an unterschiedlichen Benennungen aus. Bis zum 18. Jahrhundert war die Jugendphase keine Eigenständige. Erst durch den Bedeutungsverlust der universellen Lebensinstanz und die langsame Einsetzung der Autonomie des Jugendlebens erlangt die Jugendphase einen soziokulturellen Eigenwert und wird demnach zur eigenständigen Lebensphase.

„Die Jugendphase braucht zu ihrer historischen Ausbildung eine tendenzielle Freistellung von Erwerbsarbeit, sie ruht auf der Altershomogenität des Schullebens und bedarf auch des Luxus einer zeitweiligen Entbindung von Erwachsenenverantwortlichkeit und Subsistenzsicherung.“

Die Konstruktion des modernen neuzeitlichen Jugendbegriffs erfolgte erst am Ende des 19. Jahrhunderts. Er ist Zeit- und Kulturgebunden und hat sich nun als eigenständige Phase durchgesetzt. Etwa zur Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert wurde der Ausdruck Jugend hauptsächlich unter entwicklungsspezifischen Aspekten gesehen. Die Pubertät ist demnach der Anfang und mit dem Eintritt in das Berufsleben oder mit der Heirat endet diese wieder. Der Wandel der Jugendphase wird erst zu Beginn des 21. Jahrhunderts deutlich, denn nun beginnt diese früher und endet später. Sie wird demnach feingliedriger und durchlässiger. Die Herstellung kollektiver jugendlicher Lebensführungsmuster bringt das was wir Jugendkultur nennen hervor. Die gleichaltrigen Jugendlichen finden sich zu Gruppen zusammen und entwickeln hierdurch einen Gegenentwurf zur Erwachsenenkultur, durch eigene Vorstellungen, Einstellungen und Interessen und formieren sich demnach zu Jugendkulturen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der digitalen Jugendkultur ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach dem Einfluss von Web 2.0 und Individualisierung auf die Identität.

2. Theoretische Bestimmungselemente: Dieses Kapitel erläutert fundamentale Begriffe wie Jugend, Jugendkultur, virtuelle Welt, Identität sowie Individualisierung und das Web 2.0 als theoretische Basis.

3. Identitätsbildung und Individualisierung digitaler Jugendkulturen: Hier wird der Prozess der Identitätsentstehung im Internet sowie die Rolle virtueller Identitätskonstruktionen und sozialer Beziehungen im digitalen Raum detailliert untersucht.

4. Auswirkungen des Web 2.0 und der Individualisierung auf die Identität von Jugendlichen: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage unter Berücksichtigung der Chancen und Herausforderungen für Jugendliche.

Schlüsselwörter

Identität, Jugendkultur, Web 2.0, Individualisierung, Identitätsbildung, soziale Netzwerke, virtuelle Welt, Identitätsarbeit, Identitätsmanagement, digitale Medien, Heranwachsende, Peer Group, Selbstdarstellung, Mediatisierung, Online-Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich die Identitätsentwicklung Jugendlicher in einer durch digitale Medien und das Web 2.0 geprägten Gesellschaft verändert und welche Rolle Individualisierung dabei spielt.

Welche Themenfelder sind zentral?

Zentrale Themenfelder sind die soziologische Definition von Jugend, Konzepte der Identitätsarbeit und des Identitätsmanagements sowie die spezifischen Bedingungen digitaler Interaktionsräume.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Einfluss von Web 2.0 und Individualisierung auf die Identitätsbildung zu klären und zu beleuchten, wie Jugendliche diese neuen Technologien zur Selbstfindung nutzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse soziologischer und medienpädagogischer Ansätze, unter anderem auf Identitätstheorien von Erikson.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Bestimmungselemente (Jugend, Identität, Virtualität, Individualisierung) geklärt und anschließend deren Anwendung auf digitale Jugendkulturen, die Identitätsentstehung im Internet und soziale Netzwerke beschrieben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Schlüsselbegriffen zählen Identität, Individualisierung, Web 2.0, digitale Jugendkultur, Identitätsmanagement und Selbstreflexion.

Welche Rolle spielt die Peer Group bei der digitalen Identitätsbildung?

Die Peer Group ist zentral für Anerkennung und Zugehörigkeit; das Internet ermöglicht dabei den Austausch und die Interaktion mit Gleichgesinnten, was die Identitätsentwicklung maßgeblich beeinflusst.

Warum ist das Identitätsmodell nach Erikson heute noch relevant?

Das Modell bietet eine Basis zur psychologischen Entwicklung, muss jedoch durch moderne Ansätze ergänzt werden, da es die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen und die digitale Auswahl an Identitätsmöglichkeiten nicht berücksichtigt.

Was versteht man unter dem Begriff Rahmungskompetenz im digitalen Kontext?

Rahmungskompetenz bezeichnet die Fähigkeit des Individuums, bewusst zu entscheiden, welche Schemata und Erfahrungen aus der virtuellen Welt für die reale Lebenswelt nützlich oder relevant sind.

Ist die virtuelle Identität als Gefahr für Jugendliche zu bewerten?

Nicht zwingend; sie kann ein Schutzraum zum Experimentieren sein, sofern Jugendliche die notwendige Kompetenz besitzen, zwischen virtuellen und realen Identitätsfacetten zu differenzieren.

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Details

Title
Identitätsbildung und Individualisierung digitaler Jugendkulturen
Author
Anne Andraschko (Author)
Publication Year
2012
Pages
29
Catalog Number
V193730
ISBN (eBook)
9783656188643
ISBN (Book)
9783656189329
Language
German
Tags
Identität Individualisierung digital Web 2.0 Jugendkulturen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Andraschko (Author), 2012, Identitätsbildung und Individualisierung digitaler Jugendkulturen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193730
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