Die Suchbegriffe Hanse und Hansa in Wissensdatenbanken im Internet


Hausarbeit (Hauptseminar), 2009
24 Seiten, Note: 1,3
Hans Kramer (Autor)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Merkmale von Wissensdatenbanken im Internet.
1.2 Die Suche und das Finden von Wissensdatenbanken im Internet
1.3 Evaluation von Informationen aus dem Internet.

2. Beispiele in objektorientierten Wissensdatenbanken mit den Suchbegriffen Hanse und Hansa
2.1 Suchbegriffe Hanse und Hansa in der Wissendatenbank Wikipedia.
2.2 Die Suchbegriffe Hanse und Hansa im kommerziellen Retrievalsystem MSN Encarta.
2.3 Die Suchbegriffe Hanse und Hansa im SUSAS Network für wissenschaftlich professionelle Veröffentlichungen im Internet.

3. Beispiele von sequenziellen Wissensdatenbanken mit den Suchbegriffen Hanse und Hansa
3.1 Die Suchbegriffe Hanse und Hansa in den Datenbanken der Monumenta Germaniae Historica (MGH)
3.2 Die Suchbegriffe Hanse und Hansa in den Datenbanken desClio-Geschichtsportals

4. Schlussbetrachtung
4.1 Welche Problematiken stellten sich mir als Nutzer im Umgang mit objektorientierten Wissensdatenbanken im Internet.
4.2 Welche Problematiken stellten sich mir als Nutzer im Umgang mit sequenziellen Wissendatenbanken im Internet.

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Merkmale von Wissendatenbanken im Internet.

Wissendatenbanken im Internet werden auch als Onlinedatenbanken bezeichnet. Sie unterscheiden sich von herkömmlichen portablen Datenbanken in der Art des Mediums zu denen CD-ROM Datenbanken, DVD Datenbanken oder zum Beispiel Diskettendatenbanken gehören können.

Eine Wissensdatenbank ist ein Informationssystem, welches explizites Wissen in Form von Dokumenten speichert, indexiert, wieder auffindet und kopiert. Eine Anwendung und Möglichkeiten von Datenbanken in der Geschichtswissenschaft wird seit den siebziger Jahren diskutiert.[1] Oft werden die Daten nur bibliographisch und wenig textuell strukturiert abgelegt.[2] Der Nutzer hat die Möglichkeit Wissen zu sichern, zu archivieren, wieder aufzufinden und das enthaltene Wissen als Werkzeug für seine Arbeit zu nutzen.

Die Hauptaufgaben von Datenbanken liegen darin seinen Benutzern Wissen zur Verfügung zu stellen. Seine Ressourcen schnell auffindbar und selektiv darzustellen. Aber auch Inhalte zu sammeln, zu kommentieren und zu verknüpfen. Wichtig dabei ist die Inhalte möglichst exakt und selbst klärend darzustellen. Überhäufungen und Überlappungen sollten möglichst vermieden werden.

Entwickelt und gepflegt werden Datenbanken im Internet meist von Informatikern. Diese betreuen die Hardware und die Softwarestrukturen des Systems und ermöglichen somit Archivare oder Bibliothekaren die inhaltliche Entwicklung und Bearbeitung der Datenbank.

Eine Datenbank hat mehrere Strukturebenen[3]. Am Anfang steht ein Datenbankanbieter. Dieser stellt die nötige Hardware und Software zur Verfügung. In der Regel sind das Anbieter von Telekommunikationsprodukten oder Serveranbieter. Diese Datenbanken besitzen oft eine spezifische Software zur Strukturierung und Verwaltung der Inhalte.

Hierbei handelt es sich um ein eigenes Softwaresystem welches Datenbankmanagmentsystem genannt wird. Die beiden Marktführer in Datenbanksoftware sind MySQL http://www.mvsql.de/ (eine kommerzielle Variante) und postgre SQL http://www.postgresql.org/ (s.g. Freeware).

Die zweite Ebene sind die Datenbankproduzenten, welche Informationen sammeln und damit Informationen verwalten und bereitstellen. Diese so genannten „Hosts“ bestimmen Inhalte und Nutzungsbedingungen. Es ist dem Host möglich den Zugriff Benutzergruppen zu beschränken oder zu ermöglichen und damit auch die öffentliche Nutzung zum Zwecke der wissenschaftlichen Arbeit oder einer kommerziellen Nutzung einzuschränken.

Die dritte Ebene und letzte Strukturebene ist die der Dokumente. Das können zum Beispiel Zeitschriftenartikel, Bücherausschnitte, Kongressbeiträge oder Forschungsberichte sein. Hier werden die Wissenselemente archiviert und betreut. Oft werden Wissensdatenbanken von Organisationen genutzt, die ihre Ideen, Manuskripte, Prozesse oder Problemlösungen in einer Wissensdatenbank für alle Berechtigten zugänglich machen.

Die großen Vorteile von Wissensdatenbanken im Internet ist die optimale Erreichbarkeit. Jeder mit einem Internetanschluss kann theoretisch zugreifen. Es ist mehreren Personen zeitgleich möglich an den Projekten in der Datenbank arbeiten und somit sofort die Arbeitsergebnisse des anderen verwenden. Man ist an keine Örtlichkeit gebunden und steht trotzdem permanent in Kontakt zu anderen die am gleichen Thema arbeiten. Es können auch Einträge miteinander logisch gekoppelt werden was zu einem besseren Verständnis beiträgt. Oft gibt es eine zentrale Instanz welche über inhaltliche Vollständigkeit und logische Korrektheit wacht. Die Nachteile sind die mit der Wartung und Pflege verbundenen hohen Kosten. Ein anderer Nachteil sind die oft falsch dargestellten Verknüpfungen in der Datenbank. Inhalte und Abläufe werden oftmals falsch dargestellt oder durch das Teilen von Informationen übernommen.

Für die Geschichtswissenschaft würde ich zwei Datenbankmodelle unterscheiden. Einmal die reine objektorientierte Datenbank bei der Texte, Grafiken, Zahlen, Töne oder Videos zu einem speziellen Objekt gespeichert werden. Es ist dem Nutzer hierbei sofort möglich über einen zuvor gesuchten per Texteingabe eingegebenen Parameter Ergebnisse zu erhalten und Ursprung, Entwicklung und logische Verknüpfungen einzusehen. Es wird hierbei auch von einem Online- Retrieval gesprochen wobei hier auf Grundlage einer Anfrage Ähnlichkeiten in der Datenbank gesucht werden.[4] Ein gutes Beispiel dafür ist Wikipedia[5] eines der modernsten Online- Retrieval Systeme mit objektorientierter logischer Verknüpfungsstruktur.

Die zweite Möglichkeit ist das sequenzielle Modell. Dabei werden Listen mit festen Verkettungen erstellt. Somit hat der Nutzer nach Eingabe der Suchparameter die Möglichkeit den Inhalt aus einer Liste von Ergebnissen zu wählen. Diese Ergebnisse verweisen dann meist auf andere Wissensdatenbanken oder Webseiten die konkretes Wissen bereithalten. Ein Beispiel sind dafür die Virtual Libary. Diese stellt neben Inhalten auch Linklisten zu verifizierten wissenschaftlichen Seiten zum Beispiel zur Geschichtswissenschaft dar.[6]

1.2 Die Suche und das Finden von Wissensdatenbanken im Internet.

Über 60% der Deutschen surfen regelmäßig im Internet. Besonders beliebt ist das Netz bei der jungen Generation und ersetzt schon oft das Fernsehen als zentrales Medium.[7] Immer wichtiger wird das Internet somit für die Informationsbeschaffung. Internetnutzer finden sich in Foren, Communities oder Themenseiten zusammen. Sie diskutieren, fragen und behaupten darin Inhalte die erstmal nicht immer zweifelsfrei als richtig oder falsch eingeordnet werden können. Oft ist es schwierig verifizierte und fehlerfreie Inhalte ausfindig zu machen.

Eine zentrale Problematik bei der Suche nach Datenken im Internet ist es, dass man es nicht vermeiden kann eine Metasuchmaschine wie Google, Yahoo oder Altervista einzusetzen. Diese Dominanz der Suchmaschinen bei der Informationsrecherche hat eine einseitige Informations- und Wissensdarstellung zur Folge. Deshalb diskutieren Staaten wie zum Beispiel Frankreich den Aufbau von Alternativen im Netz um Zugang zu nicht kommerziellen Suchwerkzeugen im Internet zu haben.[8]

In Verzeichnissen wie dem „Gale Directory of Databases“ werden alle Datenbanken ob Offline oder Onlinedatenbank aufgenommen und kategorisiert. Die Gale Directory erscheintjahrlich als Buch und beinahe im täglichen Update im Internet.[9] Die gezielte Suche nach Wissensdatenbanken oder Onlinedatenbanken im Internet ist dennoch schwierig. Startet man die Suche mit den gewöhnlichen Suchmaschine dann beschränken sich die Treffer auf Datenbankanbieter und Softwarelieferanten. Konkretisiert man jedoch die Suche wird stößt man schnell auf interessante Links Wissensdatenbanken der Geschichte.

Vorerst drängen sich die objektorientierten Datenbanken bei der Suche auf. Neben der wohl populärsten freien Wissensdatenbank www.wikipedia.org stehen http://de.encarta.msn.com/ und http://www.xipolis.net/ als Bezahlsysteme. Weiter stößt man bei der Suche auf Internetangebote von dubiosen Einzelpersonen wie www.online- wissensdatenbank.de/geschichte/geschichte.php) [10]. Ohne Impressum oder Quellenverweise werden hier vermeintliche Fakten als Wissensdatenbank zur Geschichte bezeichnet und dem Nutzer zur Verfügung gestellt.

Während der intensiven Suche nach Wissensdatenbanken zum Thema Geschichtswissenschaft stößt man auf weitere Angebote. Meine Suchbegriffe in den beiden größten Suchmaschinen „Google Yahoo“ waren: „Datenbank + Wisssensdatenbank + Geschichte + Online + Bibliographien + database + history“. Hierbei waren sogar Institutionen wie Monumenta Germaniae Historica welche eine eigene Internetdatenbank: http://www.mgh.de präsentiert. Als zweites Beispiel für eine kombinierte sequenzielle und objektorientierte Datenbank will ich die Virtual Libary anführen. Deutsche Historiker nutzen das aus England kommende Datenbanksystem für Verweise ) auf) Internetveröffentlichungen ) zur ) Geschichte ) in ) Deutschland ) und ) als Wissensdatenbank für geschichtliche Inhalte. http ://www.historisches- centrum.de/index.php?id=529[11]. Durch die Querverweise und Links in den sequenziellen Datenbanken erhält der Nutzer viele weiterführende Suchergebnisse gerade aus den VL- Systemen.

1.3 Evaluation von Informationen aus dem Internet.

Wie zuverlässig sind Informationen aus den Wissensdatenbanken? Oft werden wir mit fragwürdigen Inhalten konfrontiert. Wie sollte man nun seine Suchergebnisse und Funde in den Onlinedatenbanken prüfen? Michael Kerry hat auf seiner Webseite: http://transcriptions.english.ucsb.edu/resources/guides/learning/evaluating_citing. asp#evaluation_checklist[12] einen Fahrplan zum Umgang mit Onlineressourcen veröffentlicht. Kerry's Checkliste startet mit der Überprüfung und dem vorhanden sein der Seitendaten. Gibt es ein Impressum und ist klar dargestellt wer den Artikel verfasst hat. Sind der Autor oder die Autoren mit Titel, wissenschaftlichen Status und dem Institut angegeben? Dann widmet man sich bei der weiterführenden Untersuchung dem Inhalt der Daten nach den Punkten 1. Schlüssigkeit, 2. inhaltlicher Intaktheit und 3. Objektivität. Nachdem jetzt Autorenhintergrund und der Inhalt überprüft weißt Kerry auf die Form der Arbeit als Form der Kritik an Internetressourcen hin. Wie kann man im Artikel navigieren? Damit gemeint ist der Umgang mit dem Artikel. Wie gut lassen sich Inhalte bedienen und rezipieren. Hat der Autor mehrere Medien genutzt wie Grafiken, Videos oder Tondokument? Insgesamt bietet Kerry's Methode eine solide Möglichkeit schnell Einträge und Daten aus dem Internetdatenbanken zu prüfen. Trotzdem sollte der Nutzer neben Kerry's Fahrplan ständig Inhalte selbst hinterfragen und kritisch mit den Texten verfahren. Denn am Ende kann man sich bei Informationen aus dem Internet gar nicht verlassen. Denn wo im virtuellen Raum gibt es eine Qualitätssicherung die gnadenlos die Spreu vom Weizen trennt?[13] Zusammenfassend kann man sagen das der wissenschaftliche Rahmen, Eindeutigkeit in Inhalt und Ursprung des Artikels und die Form die wichtigsten Merkmale für Artikel aus dem Internet sind. Neben den Virtual Libary Seiten der Geschichte[14] kann man aber auch in Bezahlsystmen[15] oder auf Wikipedia[16] fundierte wissenschaftlich korrekte Datenbankeinträge finden.

2. Beispiele in objektorientierten Wissensdatenbanken mit den Suchbegriffen Hanse und Hansa

2.1 Suchbegriffe Hanse und Hansa in der Wissendatenbank Wikipedia.

Wikipedia und andere Online Retrieval Systeme nehmen einen wichtigen Platz in der schnellen Informationsbeschaffung ein. Besonders bei der Schüler und Studenten ist das Internet als erstes Informationsmedium sehr beliebt. Bei schulrelevanten Inhalten erreicht die Onlinedatenbank Wikipedia den Status des verkappten Lehrmittels.[17] Am Beispiel der Suchbegriffe Hansa und Hanse werden ich als erstes die Onlinedatenbank Wikipedia untersuchen. Ich nutze dabei die Webseite: http://de.wikipedia.orgr[18]. Das ist die deutsche Hauptseite und stellt dem Nutzer neben der Suchfenstereingabe, aktuellen Nachrichten, ausgesuchten Artikeln des Tages auf der Startseite eine Gliederungsmöglichkeit nach Themen wie zum Beispiel Technik, Wissenschaft oder Geschichte dar. Wikipedia ist ein freies „Online Enzyklopädie System“ welches mit einem frei editierbarem „Content-Management-System“[19] arbeitet. Ohne weitere Themeneinschränkung gebe ich den Suchbegriff: „Hanse“ oben links aus der Wikipedia Startseite ein und erhalte folgenden Artikel aus dem Datenbanksystem: http://de.wikipedia.org/wiki/Hanse[20]. Am Anfang des Artikels wird auf einen weiteren Artikel zur Begriffsklärung Hanse verwiesen[21]. Darunter findet man die Bedeutungsvariationen des Wortes Hanse und seinen Gebrauch neben Hanse, Neue Hanse und Hanse als Computerspiel erhält man auch zum Beispiel auch einen Verweis auf die Hanse Yachts AG Greifswald.

[...]


[1] Ingo Jonas (Hrsg.), Datenbanken in den Geisteswissenschaften S.9 Frankfurt am Main 2006

[2] S. und w. von Keitz; H. Gerlach: Modernes Online-Retrieval Weinheim S. 1

[3] Ebd. S.6

[4] S. von Keitz: W. Von Keitz, H. Gerlach Modernes Online-Retrieval Weinheim S.7

[5] http://www.wikipedia.org 07.03.2009

[6] http://www.vl-ghw.uni-muenchen.de/neu.html 07.07.2009

[7] http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0.1518.474402.00.html 06.03.2009

[8] Ingo Jonas (Hrsg), Datenbanken in den Geisteswissenschaften S. 181-182 Frankfurt am Main 2006

[9] http://librarv.dialog.com/bluesheets/html/bl0230.htm1 Gale Directory of Databases Suchfenster 07.03.2009

[10] Beispiele Wikipedia, MSN Encarta, Xipolis und Internetangebot d. Einzelperson Links vom 07.03.2009

[11] Virtual Libary Geschichte - Deutsches VL System Link vom 07.03.2009

[12] Checkliste - Evaluate Onlineressourcen Micheal Kerry http://transcriptions.english.ucsb.edu/resources/guides/learning/evaluating_citing.asp#evaluating vom 13.03.2009

[13] Jenks, Stuart und Stephanie Marra (Hg.) Internet-Handbuch Geschichte S.268

[14] http://vlib.iue.it/historv/index.html 13.03.2009

[15] http://www.xipolis.net/ 13.03.2009

[16] http://wikipedia.org/ 13.03.2009

[17] http://www.hist.net/forschung-praxis/geschichte-208 09.03.2009

[18] http://dc.w¡k¡pcd¡a.org/w¡k¡/W¡k¡pcd¡a:Hauptsc¡tc 09.03.2009

[19] d.h. Inhalte können durch Nutzer geändert / verbessert werden, damit wird Regulation dcr Inhalte erreicht

[20] Artikelvom 11.03.2009, letzte Bearbeitung dcs Artikels 11.03.2009 15.30Uhr

[21] http://de.wikipedia.org/wiki/Hanse ÍBegriffskl%C3%A4rungl 11.03.2009 Artikel zur Begriffsklärung

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Die Suchbegriffe Hanse und Hansa in Wissensdatenbanken im Internet
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Historisches Institut)
Note
1,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
24
Katalognummer
V193735
ISBN (eBook)
9783656188964
ISBN (Buch)
9783656189800
Dateigröße
471 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Internet, Datenbanken, mgh, Hanse, Hansa
Arbeit zitieren
Hans Kramer (Autor), 2009, Die Suchbegriffe Hanse und Hansa in Wissensdatenbanken im Internet, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193735

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