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Lehrerfragen - Notwendigkeit oder Fastfood für die Schüler?

Title: Lehrerfragen - Notwendigkeit oder Fastfood für die Schüler?

Essay , 2011 , 4 Pages

Autor:in: Lisa Julius (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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In Bezug auf Lehrerfragen spalten sich die Meinungen schon seit vielen Jahren. Von vielen wird sie als mechanische Lehrmethode angesehen, andere hingegen pochen auf ihre Notwendigkeit und auf ihren Erfolg, bei der richtigen Anwendung. Der Ursprung der Lehrerfrage geht auf die Antike zurück. Seit Sokrates spricht man vom „fragend-entwickelnden Lehrergespräch“. Dies heißt allerdings nichts anderes, als dass er seine Schüler durch Satzfragen solange befragt, bis diese die „richtige“ Lösung herausfinden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Lehrerfrage im historischen Kontext

3. Definition und Funktion der Lehrerfrage

4. Problematische Aspekte der Fragetechnik

5. Qualität und Differenzierung von Lehrerfragen

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz und Qualität von Lehrerfragen im Unterricht, beleuchtet kritisch deren häufige Fehlanwendungen und zeigt auf, wie durch differenzierte Fragetechniken ein aktiver Lernprozess gefördert werden kann.

  • Historische Entwicklung und Kritik an der Lehrerfrage
  • Analyse von Defiziten durch mechanische Fragestile
  • Die Bedeutung von Wartezeit und präziser Formulierung
  • Das Modell der kognitiven Anforderungsniveaus nach Heckt
  • Förderung von problemlösendem Unterricht

Auszug aus dem Buch

Die Lehrerfrage als Fastfood für Schüler

Durch eine Umfrage von Annemarie und Reinhard Tausch aus den achtziger Jahren wurde deutlich, dass Lehrer und Lehrerinnen im Durchschnitt zwei bis vier Fragen pro Minute stellen. Da lässt sich doch der Schüler mit einem Roboter vergleichen, der einfach nur noch mechanisch antwortet. Passend zu dieser Studie sieht man immer häufiger, dass Lehrer gerne sogenannte „Fragenketten“ bilden und somit eine Frage nach der nächsten, oder auch mehrere gleichzeitig stellen. Bildlich vorstellen könnte man sich das Ganze folgendermaßen, man sitzt in einem Sushi-Restaurant und dort gibt es ein typisches, sich drehendes, Laufband. Kaum hat man sein Gericht entdeckt und fängt an zu essen, kommt schon wieder das Nächste heraus und man muss alles aufessen. Irgendwann blockiert man, weil man einfach nichts mehr essen kann. Somit kommt man auf einen weiteren Aspekt der Lehrerfrage zu sprechen. Lehrer geben den Schülern leider viel zu oft nicht genügend Zeit, über eine Antwort nachzudenken. Kommt nämlich nicht schnell genug eine Antwort, wirft man halt einfach die nächste Frage in den Raum. Somit kann ein Schüler nicht produktiv und selbstständig nachdenken, sondern wird einfach vom Lehrer weiter durch das Thema geschleift.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Kontroverse um Lehrerfragen und die Problemstellung der mechanischen Lehrmethode.

2. Die Lehrerfrage im historischen Kontext: Rückblick auf die sokratische Methode und die Kritik der Reformpädagogen an der Lehrerfrage.

3. Definition und Funktion der Lehrerfrage: Erläuterung der Grunddefinition und der Diskrepanz zwischen Wunschvorstellung und Realität im Unterricht.

4. Problematische Aspekte der Fragetechnik: Analyse der negativen Effekte von Ja/Nein-Fragen, Fragenketten und fehlender Bedenkzeit.

5. Qualität und Differenzierung von Lehrerfragen: Vorstellung des Fragenmodells nach Dietlinde Hedwig Heckt zur Förderung kritischen Denkens.

6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Lehrerfrage als Werkzeug für problemlösenden Unterricht und Plädoyer für eine bewusste Reflektion.

Schlüsselwörter

Lehrerfragen, Unterrichtsmethoden, Reformpädagogik, Fragetechnik, Denkanstoß, kognitive Aktivierung, problemlösender Unterricht, Lehrmethode, Lernprozess, Unterrichtsplanung, pädagogische Reflexion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle und Qualität von Lehrerfragen als zentrales Instrument im Unterricht und diskutiert deren Vor- und Nachteile für den Lernprozess.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Historie der Fragetechnik, die Kritik an mechanischen Antwortmustern, das Problem von "Fragenketten" und die Möglichkeiten einer qualitativ hochwertigen Fragestellung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Lehrerfragen bei bewusster Anwendung ein wertvolles Werkzeug zur Förderung von eigenständigem Denken statt reinem Faktenabruf darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf pädagogische Literatur (z.B. Sommer, Tausch, Heckt) sowie auf eine kritische Reflexion unterrichtlicher Praxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Defizite in der aktuellen Fragepraxis, wie etwa mangelnde Bedenkzeit und die Fixierung auf Faktenwissen, und kontrastiert dies mit differenzierten Modellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Lehrerfragen, Unterrichtsmethoden, kognitive Aktivierung und reflektierte Didaktik.

Was ist das Problem bei sogenannten "Fragenketten" im Unterricht?

Fragenketten überfordern Schüler, blockieren einen eigenständigen Denkprozess und führen dazu, dass Schüler lediglich mechanisch auf das Tempo des Lehrers reagieren.

Wie lässt sich der Unterschied zwischen "Fastfood"-Fragen und "Rezept"-Fragen beschreiben?

Fastfood-Fragen liefern fertige Denkprozesse, die Schüler passiv konsumieren; Rezept-Fragen hingegen geben Denkanstöße, durch die Schüler mit eigener Kraft Wissen konstruieren.

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Details

Title
Lehrerfragen - Notwendigkeit oder Fastfood für die Schüler?
College
University of Hildesheim
Author
Lisa Julius (Author)
Publication Year
2011
Pages
4
Catalog Number
V193859
ISBN (eBook)
9783656189725
Language
German
Tags
Lehrerfragen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Julius (Author), 2011, Lehrerfragen - Notwendigkeit oder Fastfood für die Schüler?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193859
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