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Gott und das Leid

Feldforschung zum Gottesbild von Kindern in Bezug auf Leidsituationen

Titre: Gott und das Leid

Dossier / Travail , 2011 , 31 Pages , Note: 15

Autor:in: Linda Lau (Auteur)

Didactique - Théologie, Pédagogie de Religion
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„Wenn er will und nicht kann, dann ist er schwach; was auf Gott nicht zutrifft. Wenn er kann und nicht will, [dann ist er] schlecht, was ihm ebenfalls fremd ist. Wenn er nicht will und nicht kann, ist er schwach und schlecht und somit auch kein Gott. Wenn er will und kann, was allein Gott angemessen ist, woher kommen die Übel? Und warum beseitigt er sie nicht?“1
Dieses Zitat ist über 2000 Jahre alt. Es stammt von dem griechischen Philosophen Epikur. Die Frage nach Gott und dem Leid ist insofern eine uralte Frage, aber auch in der heutigen Welt spielt das Leid eine entscheidende Rolle! Dabei können Leiderfahrungen von Mensch zu Mensch grundverschieden sein. Auch (jüngere) Kinder stellen sich bereits die Frage, wie ein guter Gott all das Leid auf der Welt überhaupt zulassen kann oder wo das Leid in der Welt eigentlich herkommt.
So verschieden menschliche Leiderfahrungen sein können, so verschieden sind auch die Antworten auf die Theodizeefrage. Womöglich gibt es eine zweite widergöttliche Macht, die Gottes Allmacht in irgendeiner Weise begrenzt. Oder aber das Leid entsteht durch den Missbrauch der Selbstverantwortlichkeit der Menschen. Leiderfahrungen können darüber hinaus auch als Strafe Gottes gedeutet werden. Andererseits besteht die Möglichkeit, dass Gott absichtlich nicht eingreift, um die Menschen aus Leidsituationen in bestimmter Weise lernen zu lassen.2
Im Rahmen des Seminars „Religiöse Sozialisation – Religion bei Kindern und Jugendlichen“ soll es in dieser Arbeit darum gehen, welche Vorstellungen Kinder vom Wirken Gottes in Leidsituationen haben. Dabei ist von entscheidender Bedeutung, in welcher persönlichen Entwicklungsstufe sie sich gerade befinden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeine Einleitung

1.1. Reflexion von Leiderfahrungen

1.2. Religiöse Sozialisation

1.3. Vorgehensweise

2. Theorieteil - Die religiöse Urteilsfähigkeit von Kindern

2.1. Oser/Gmünder: „Stufen des religiösen Urteils“

2.1.1. Grundprinzipien und Grundfragen der Theorie

2.1.2. Kritische Stellungnahme

2.2. Religionspädagogische Relevanz des Theorieansatzes

3. Praxisteil - Gott zwischen Glück und Leid

3.1. Planung

3.1.1. Die Forschungsfrage

3.1.2. Celine und Leonie - Die Probandinnen

3.1.3. Darstellung und Begründung der Methodenwahl

3.1.4. Beschreibung des geplanten Vorgehens

3.2. Durchführung: Celine

3.2.1. Beschreibung der Begegnung

3.2.2. Bildanalyse

3.2.3. Analyse des Interviews

3.3. Durchführung: Leonie

3.3.1. Beschreibung der Begegnung

3.3.2. Vergleichende Bildanalyse

3.3.3. Vergleichende Analyse des Interviews

3.4. Reflexion

3.4.1. Vergleich der Ergebnisse mit dem Modell von Oser/Gmünder

3.4.2. Didaktische Perspektiven: Relevanz der Beobachtungen für den RU

4. Ausblick: eigene Überlegungen zur Theodizeefrage

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Gottesbilder von Kindern im Alter von neun und zehn Jahren im Kontext von Leidsituationen, um zu verstehen, wie diese Vorstellungen mit ihrem jeweiligen Grad an religiöser Sozialisation korrelieren und welche Rückschlüsse sich daraus für den Religionsunterricht ziehen lassen.

  • Analyse der religiösen Urteilsfähigkeit von Kindern anhand des Modells von Oser/Gmünder.
  • Feldforschung mit zwei Probandinnen mittels Kinderzeichnungen und Leitfrageninterviews.
  • Vergleich der Einflüsse von religiöser Sozialisation auf das Verständnis von Leid.
  • Reflexion über die didaktische Bedeutung naiv-theologischer Wissensbestände von Kindern.
  • Diskussion über die Rolle Gottes in persönlichen Lebens- und Leidsituationen.

Auszug aus dem Buch

1.1. Reflexion von Leiderfahrungen

„Wenn er will und nicht kann, dann ist er schwach; was auf Gott nicht zutrifft. Wenn er kann und nicht will, [dann ist er] schlecht, was ihm ebenfalls fremd ist. Wenn er nicht will und nicht kann, ist er schwach und schlecht und somit auch kein Gott. Wenn er will und kann, was allein Gott angemessen ist, woher kommen die Übel? Und warum beseitigt er sie nicht?“

Dieses Zitat ist über 2000 Jahre alt. Es stammt von dem griechischen Philosophen Epikur. Die Frage nach Gott und dem Leid ist insofern eine uralte Frage, aber auch in der heutigen Welt spielt das Leid eine entscheidende Rolle! Dabei können Leiderfahrungen von Mensch zu Mensch grundverschieden sein. Auch (jüngere) Kinder stellen sich bereits die Frage, wie ein guter Gott all das Leid auf der Welt überhaupt zulassen kann oder wo das Leid in der Welt eigentlich herkommt.

So verschieden menschliche Leiderfahrungen sein können, so verschieden sind auch die Antworten auf die Theodizeefrage. Womöglich gibt es eine zweite widergöttliche Macht, die Gottes Allmacht in irgendeiner Weise begrenzt. Oder aber das Leid entsteht durch den Missbrauch der Selbstverantwortlichkeit der Menschen. Leiderfahrungen können darüber hinaus auch als Strafe Gottes gedeutet werden. Andererseits besteht die Möglichkeit, dass Gott absichtlich nicht eingreift, um die Menschen aus Leidsituationen in bestimmter Weise lernen zu lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Allgemeine Einleitung: Diese Einleitung führt in die Theodizeefrage ein und definiert den Begriff der religiösen Sozialisation als Grundlage für das Verständnis kindlicher Gottesbilder.

2. Theorieteil - Die religiöse Urteilsfähigkeit von Kindern: Das Kapitel stellt das Stufenmodell von Oser/Gmünder vor, diskutiert dessen Grundprinzipien sowie Kritikpunkte und beleuchtet die religionspädagogische Bedeutung.

3. Praxisteil - Gott zwischen Glück und Leid: In diesem Hauptteil wird eine eigene Feldforschung durchgeführt, bei der durch Bildanalysen und Interviews mit zwei Probandinnen deren Vorstellungen von Gott im Kontext von Leiderfahrungen untersucht und reflektiert werden.

4. Ausblick: eigene Überlegungen zur Theodizeefrage: Der Verfasser reflektiert abschließend über die Unbeantwortbarkeit der Theodizeefrage und die Bedeutung der Anerkennung kindlicher Gottesbilder für den Religionsunterricht.

Schlüsselwörter

Gott, Leid, Theodizeefrage, religiöse Sozialisation, Oser/Gmünder, Kinderzeichnung, Religionspädagogik, Glaubensentwicklung, Kindheit, Bildanalyse, Religionsunterricht, Gottesbild, Identitätsentwicklung, Leidsituationen, Glaube.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Kinder im Alter von neun und zehn Jahren Gott wahrnehmen, besonders in Bezug auf Erfahrungen von Leid und Glück.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der religiösen Sozialisation, dem Stufenmodell des religiösen Urteils nach Oser/Gmünder sowie der praktischen Anwendung durch Kinderzeichnungen und Interviews.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die individuellen Gottesvorstellungen der Probandinnen zu erfassen und zu prüfen, inwieweit diese auf unterschiedliche Grade der religiösen Sozialisation zurückzuführen sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es wird eine Feldforschung betrieben, die eine methodische Kombination aus kreativer Kinderzeichnung und strukturierten Leitfrageninterviews nutzt.

Was ist der Inhalt des Praxisteils?

Der Praxisteil dokumentiert die Durchführung und Auswertung von zwei Fallstudien, wobei das Handeln Gottes in schönen sowie traurigen Momenten aus der Sicht der Kinder reflektiert wird.

Wie lassen sich die in der Arbeit verwendeten Schlüsselwörter zusammenfassen?

Die zentralen Begriffe drehen sich um die religionspädagogische Schnittstelle zwischen kindlicher Identitätsentwicklung, Gottesbildern und der Theodizeefrage.

Spielt der Grad der religiösen Sozialisation eine Rolle bei den Ergebnissen?

Ja, die Arbeit zeigt deutlich, dass Kinder mit einer stärkeren religiösen Vorprägung (z. B. durch Kindergottesdienste) eine andere Sprache und Symbolik zur Deutung von Leid finden als weniger religiös sozialisierte Kinder.

Können die Probandinnen eindeutig in das Stufenmodell von Oser/Gmünder eingeordnet werden?

Die Untersuchung macht deutlich, dass eine eindeutige Zuordnung schwierig ist, da die Äußerungen der Kinder oft Elemente aus verschiedenen Stufen kombinieren oder schwanken.

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Résumé des informations

Titre
Gott und das Leid
Sous-titre
Feldforschung zum Gottesbild von Kindern in Bezug auf Leidsituationen
Université
University of Frankfurt (Main)
Note
15
Auteur
Linda Lau (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
31
N° de catalogue
V193874
ISBN (ebook)
9783656190868
ISBN (Livre)
9783656191971
Langue
allemand
mots-clé
Gott und Leid Theodizeefrage Feldforschung Gottesbild von Kindern Bildananalyse Interview
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Linda Lau (Auteur), 2011, Gott und das Leid, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193874
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Extrait de  31  pages
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