Mit der Erklärung Sacrosanctum concilium wurde durch das II. Vatikanische Konzil der Auftrag zu einer Liturgiereform gegeben. Diese sollte dazu dienen, die Liturgie als „Höhepunkt, dem das Tun der Kirche zustrebt, und zugleich … Quelle, aus der all ihre Kraft strömt“ (SC10) in Texten und Riten allen Gläubigen wieder deutlicher verständlich und zugänglich zu machen. Dabei erkennt das Konzil die Notwendigkeit einer liturgischen Bildung, was deutlich im Text von SC 14 zum Ausdruck kommt.
Seit dem Konzil gab und gibt es eine große Anzahl von Veröffentlichungen zum Thema der liturgischen Bildung, wobei der Schwerpunkt häufig auf der Bildung zur Liturgie und der entsprechenden Ausbildung der Priester lag und liegt.
In der vorliegenden Arbeit soll in einem ersten Schritt versucht werden, die Dimensionen der liturgischen Bildung zu verdeutlichen, wobei von einem heutigen Begriff der Bildung ausgegangen wird.
Im zweiten Schritt wird dann die Möglichkeit liturgischer Bildung im Internet untersucht. Ausgehend von allgemeinen Anforderungen an die Gestaltung von Websites sollen Kriterien zur Beurteilung von Internetseiten aufgestellt werden, welche, wenigstens teilweise, eine liturgische Bildung der Besucher zum Ziel haben.
Anhand dieser Kriteriologie werden dann einige Seiten vorgestellt und bewertet.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung.
- Liturgische Bildung - Begriff, Inhalt und Aufgaben
- Bildung und liturgische Bildung – eine kurze Begriffsklärung
- Inhalt und Aufgaben liturgischer Bildung
- Mögliche Felder liturgischer Bildung
- Liturgische Bildung im Internet.
- Das Medium Internet - Einige Grundüberlegungen
- Möglichkeiten und Grenzen des Internets
- Anforderungen an die Gestaltung einer Website.
- Allgemeine Überlegungen zur liturgischen Bildung im Internet
- Beispiele für Websites mit liturgischen Bildungsangeboten
- Das Medium Internet - Einige Grundüberlegungen
- Schlussbemerkung.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der liturgischen Bildung im Kontext des Internets. Sie zielt darauf ab, die Dimensionen der liturgischen Bildung zu verdeutlichen und die Möglichkeiten ihrer Umsetzung im digitalen Raum zu untersuchen. Dabei werden sowohl allgemeine Anforderungen an die Gestaltung von Websites als auch spezifische Kriterien zur Beurteilung von Internetseiten mit liturgischen Bildungsangeboten erarbeitet.
- Begriff und Aufgaben der liturgischen Bildung
- Das Internet als Medium der liturgischen Bildung
- Kriterien für die Gestaltung von Websites mit liturgischen Bildungsangeboten
- Beispiele und Bewertung von Websites mit liturgischen Bildungsangeboten
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit liturgischer Bildung im Kontext der Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils und stellt die grundlegenden Fragestellungen der Arbeit vor.
- Kapitel 2: Dieses Kapitel analysiert den Begriff der Bildung im Allgemeinen und beleuchtet anschließend den spezifischen Begriff der liturgischen Bildung. Es werden die Inhalte und Aufgaben der liturgischen Bildung sowie mögliche Felder ihrer Anwendung aufgezeigt.
- Kapitel 3: In diesem Kapitel werden allgemeine Überlegungen zur liturgischen Bildung im Internet angestellt. Dazu werden Möglichkeiten und Grenzen des Mediums Internet sowie Anforderungen an die Gestaltung von Websites erörtert.
Schlüsselwörter
Liturgische Bildung, Internet, Website, Liturgiereform, Vatikanum II, Bildungstheorie, participatio, Bildung zur Liturgie, Bildung durch die Liturgie.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet „liturgische Bildung“ heute?
Liturgische Bildung umfasst das Verständnis und die aktive Teilnahme (participatio) an christlichen Riten sowie die Vermittlung der spirituellen Bedeutung der Liturgie.
Welche Chancen bietet das Internet für die religiöse Bildung?
Das Internet ermöglicht einen niederschwelligen Zugang zu liturgischen Texten, Erklärvideos und interaktiven Lernangeboten, die unabhängig von Ort und Zeit genutzt werden können.
Was sind die Anforderungen an eine gute liturgische Website?
Eine solche Seite sollte theologisch fundiert, benutzerfreundlich gestaltet und didaktisch so aufbereitet sein, dass sie zur tieferen Auseinandersetzung mit dem Glauben anregt.
Was forderte das II. Vatikanische Konzil zur Liturgie?
Mit der Konstitution „Sacrosanctum Concilium“ wurde gefordert, die Liturgie verständlicher zu machen und die Gläubigen zu einer bewussten und tätigen Teilnahme zu führen.
Kann das Internet die reale Teilnahme an der Liturgie ersetzen?
Nein, die Arbeit sieht das Internet eher als unterstützendes Medium zur Vorbereitung und Vertiefung (Bildung zur Liturgie), nicht als Ersatz für die sakramentale Gemeinschaft.
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- Brigitte Benz (Autor), 2012, Liturgische Bildung im Internet, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193888