Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Computer Science - Theory

Grundlagen der fraktalen Geometrie mit iterierten Funktionensystemen (IFS)

Title: Grundlagen der fraktalen Geometrie mit iterierten Funktionensystemen (IFS)

Pre-University Paper , 2010 , 48 Pages , Grade: 15

Autor:in: Adrian Jan Jablonski (Author)

Computer Science - Theory
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die fraktale Geometrie ist ein relativ neues Teilgebiet der Mathematik. Sie befasst sich mit geometrischen Objekten, den sog. Fraktalen, deren Eigenschaften sich von denen der “klassischen” Geometrie grundlegend unterscheiden.   Wichtigstes Merkmal von Fraktalen ist die Skaleninvarianz, d.h., dass man bei jeder Vergrößerungsstufe Einzelheiten erkennen kann, egal wie stark man in das Objekt hinein dringt. Wenn man dagegen den Rand eines “klassischen” Objektes, wie den des Kreises, vergrößert, so ähnelt dieser mit zunehmender Vergrößerung immer mehr einer schlichten Gerade. Solche Objekte werden demnach als glatt bezeichnet. Bei einem Fraktal wird man jedoch nie eine Gerade erkennen können, sondern immer mehr Feinheiten des Objektes. Daher rührt die Bezeichnung “Fraktal”, vom lateinischen “fractus” für “gebrochen”, d.h. mit unzähligen Details übersät. Derartige Objekte waren schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt, aber erst ab ca. 1970 wurde deren grundlegende Bedeutung erkannt. Davor wurden diese Objekte als “mathematische Monster” bezeichnet, da sie, wie ich im Folgenden erläutern werde, paradoxe Eigenschaften besitzen, die dem menschlichen Verstand mehr oder weniger “unbegreiflich” erscheinen. Dies änderte sich erst durch die Arbeit des Mathematikers Benoît Mandelbrot. Er erkannte, dass man mit Fraktalen etwas gänzlich Neues machen konnte, etwas was bis zu dieser Zeit als praktisch mathematisch unmöglich galt: die Modellierung und Beschreibung von “unregelmäßigen” Objekten der Natur, insbesondere der belebten, von der man annahm, sie könne nicht geometrisch beschrieben werden.
In dieser Besonderen Lernleistung setzte ich mich zunächst mit den “klassischen” Fraktalen des 20. Jahrhunderts auseinander, um anhand dieser die grundlegenden Konzepte der Fraktalgeometrie zu erläutern. Anschließend stelle ich die sog. iterierten Funktionensysteme (IFS), ein mächtiges Verfahren zur Kodierung und Generierung von Fraktalen, vor. Dabei werde ich auf die genaue Definition und deren Verwendung zur Modellierung und Darstellung Natur-ähnlicher Strukturen eingehen. Um die Theorie der Fraktale anschaulich erläutern zu können, habe ich diese Arbeit mit zahlreichen Bildern, die ich zum Großteil selbst erstellt habe, illustriert.
Im Rahmen dieser BeLL ist ebenfalls ein Computerprogramm entstanden, das die Funktionalität der IFS implementiert und anschaulich begreifbar macht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffe und Definitionen

2.1 Räume

2.1.1 Vektorräume

2.1.2 Metrische Räume

2.2 Affine Abbildungen

2.2.1 Translation

2.2.2 Skalierung

2.2.3 Rotation

2.2.4 Weitere affine Abbildungen

2.2.5 Verkettung affiner Abbildungen

2.2.6 Berechnung einer affinen Abbildung

2.2.7 Fixpunkte affiner Abbildungen

2.2.8 Eigenschaften affiner Abbildungen

2.2.9 Kontraktionen

2.3 Dimension

2.3.1 Topologische Dimension

3 Klassische Fraktale

3.1 Was ist ein Fraktal?

3.2 Die KOCH-Kurve

3.2.1 Selbstähnlichkeit der KOCH-Kurve

3.2.2 Die Länge der KOCH-Kurve

3.3 Die CESÀRO-Kurve

3.3.1 Die fraktale Dimension D der CESÀRO-Kurve

3.3.2 Allgemeine Flächenformel der CESÀRO-Kurve

3.4 Weitere klassische Fraktale

3.4.1 Das SIERPIŃSKI-Dreieck

3.4.2 Der SIERPIŃSKI-Teppich

4 Iterierte Funktionensysteme (IFS)

4.1 Die Metapher der MVKM

4.2 Definition von IFS

4.3 Kodierung von Fraktalen durch IFS

4.4 Fraktale Modellierung mit Hilfe von IFS

4.5 Der Chaosspiel-Algorithmus

4.6 Die Box-Dimension DB

4.7 Ausblick

5 Eigene Wertung

6 Anhang

6.1 Das Programm IFS-Generator

6.1.1 Anmerkung zur verwendeten Programmiersprache

6.1.2 Quelltexte

6.2 Struktogramme

6.2.1 deterministischer Algorithmus (MVKM)

6.2.2 Chaosspiel-Algorithmus (GVKM)

6.3 Materialien auf CD-ROM

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der mathematischen Disziplin der fraktalen Geometrie und untersucht insbesondere die Modellierung und Generierung fraktaler Strukturen mithilfe von iterierten Funktionensystemen (IFS). Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen zu erläutern und ein praktisches Computerprogramm zu entwickeln, das diese fraktalen Algorithmen implementiert.

  • Mathematische Grundlagen der fraktalen Geometrie
  • Analyse klassischer Fraktale (KOCH-Kurve, CESÀRO-Kurve)
  • Konzept und mathematische Definition von iterierten Funktionensystemen (IFS)
  • Algorithmen zur Generierung fraktaler Strukturen (MVKM und Chaosspiel)
  • Implementierung eines IFS-Generators in C#

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Selbstähnlichkeit der KOCH-Kurve

Selbstähnlichkeit bedeutet, dass ein Objekt aus verkleinerten Kopien seines selbst zusammengesetzt ist, die durch die Anwendung einer kontrahierenden Ähnlichkeitsabbildung entstanden sind. Viele (aber längst nicht alle) Fraktale sind selbstähnlich, und die KOCH-Kurve ist ein typisches Beispiel dafür. Betrachtet man sie genau, so erkennt man leicht, dass sie aus vier 1/3 skalierten Teilen aufgebaut ist, von denen der zweite um -60° und der dritte Teil um +60° rotiert worden ist. Nimmt man nun einen dieser Teile und vergrößert ihn auf das Dreifache, so erhält man wiederum die gesamte Kurve. Dabei setzt sich die Selbstähnlichkeit bei jeder beliebiger Vergrößerungsstufe fort, die Skaleninvarianz der KOCH-Kurve ist demnach eine direkte Folge ihrer Selbstähnlichkeit bzw. skaleninvariant ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Gebiet der fraktalen Geometrie ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Konzepte der fraktalen Geometrie sowie die Implementierung von iterierten Funktionensystemen zu untersuchen.

2 Begriffe und Definitionen: Hier werden die mathematischen Grundlagen wie Vektorräume, metrische Räume, affine Abbildungen und topologische Dimensionen dargelegt, die für das Verständnis fraktaler Geometrie unerlässlich sind.

3 Klassische Fraktale: Dieser Abschnitt widmet sich den theoretischen Modellen bekannter Fraktale wie der KOCH-Kurve und der CESÀRO-Kurve, wobei deren Dimension und Flächenentwicklung analysiert werden.

4 Iterierte Funktionensysteme (IFS): Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von IFS und zeigt Methoden wie das Chaosspiel zur algorithmischen Generierung fraktaler Bilder auf.

5 Eigene Wertung: Die eigene Wertung reflektiert den Arbeitsprozess, die gewonnenen Erkenntnisse und die Bedeutung der entwickelten Software im Kontext der Geometrie.

6 Anhang: Der Anhang bietet technische Details zur implementierten Software, inklusive Erläuterungen zur Programmiersprache, Quelltext-Struktur sowie Struktogramme der verwendeten Algorithmen.

Schlüsselwörter

Fraktale, Iterierte Funktionensysteme, IFS, Skaleninvarianz, Selbstähnlichkeit, KOCH-Kurve, CESÀRO-Kurve, Affine Abbildungen, Chaosspiel-Algorithmus, MVKM, GVKM, Fraktale Dimension, Modellierung, Computergraphik, Mathematik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die mathematische Theorie fraktaler Geometrie und deren Anwendung zur computergestützten Generierung komplexer, unregelmäßiger Strukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die mathematischen Definitionen affiner Abbildungen, die Analyse klassischer Fraktale sowie die Implementierung von iterierten Funktionensystemen (IFS).

Welche Forschungsfrage wird verfolgt?

Das primäre Ziel ist die Untersuchung, wie fraktale Strukturen mathematisch kodiert und mittels computerbasierter Verfahren visualisiert werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es werden mathematische Ableitungen, die Analyse von Konvergenzreihen (insbesondere bei Flächenberechnungen) und algorithmische Modellierungen mittels IFS angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die mathematische Definition von Fraktalen, die Analyse spezifischer Kurven und die Vorstellung der computergestützten Generierungsalgorithmen MVKM und GVKM.

Wodurch zeichnet sich die Arbeit aus?

Die Arbeit zeichnet sich durch die Kombination von theoretischer Herleitung und der selbstständigen Entwicklung eines C#-Programms zur praktischen Umsetzung der behandelten Algorithmen aus.

Was ist das Ziel des "Chaosspiel-Algorithmus"?

Der Algorithmus zielt darauf ab, eine performante Annäherung an den Attraktor eines IFS zu erzeugen, indem zufällige Punkte iterativ durch ausgewählte affine Abbildungen transformiert werden.

Welche Rolle spielt die Selbstähnlichkeit?

Die Selbstähnlichkeit ist ein zentrales Merkmal der untersuchten Fraktale und ermöglicht es, diese als aus verkleinerten Kopien ihrer selbst bestehend zu definieren, was die Basis für ihre Kodierung bildet.

Excerpt out of 48 pages  - scroll top

Details

Title
Grundlagen der fraktalen Geometrie mit iterierten Funktionensystemen (IFS)
Grade
15
Author
Adrian Jan Jablonski (Author)
Publication Year
2010
Pages
48
Catalog Number
V193908
ISBN (eBook)
9783656224587
ISBN (Book)
9783656226826
Language
German
Tags
Iterierte Funktionensysteme IFS Fraktale Geometrie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Adrian Jan Jablonski (Author), 2010, Grundlagen der fraktalen Geometrie mit iterierten Funktionensystemen (IFS), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193908
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  48  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint