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Ausländische Jugendliche in Berlin

Eine Übersicht über die Situation

Titel: Ausländische Jugendliche in Berlin

Hausarbeit , 2007 , 13 Seiten

Autor:in: Christian Winkelmann (Autor:in)

Soziologie - Politik, Majoritäten, Minoritäten
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In den 60er Jahren begann der Zuzug von ausländischen „Gastarbeitern“ (Vgl. Korte/Schmidt) in die Bundesrepublik Deutschland. Kamen zunächst vor allem Italiener, Spanier, Griechen, Portugiesen und Jugoslawen, so kamen bald darauf mehr und mehr Menschen aus der Türkei, also aus einem islamischen Land. Heute bilden die Einwanderer aus der Türkei und ihre Nachkommen den größten Teil der Ausländer in Deutschland. Zwar haben viele von ihnen inzwischen den deutschen Pass, aber auf Grund ihrer Herkunft, ihrer Sozialisation, ihrer Religion und mangelnder deutscher Sprachkenntnisse kann von einer erfolgreichen Integration oft nicht die Rede sein. Aber es kann nicht nur um Integration gehen, sondern auch um Chancengleichheit. Mit dieser Arbeit möchte ich den Versuch einer Bestandsaufnahme zur Situation ausländischer Jugendlicher in Berlin unternehmen, insbesondere der türkischen, denn sie sind die größte Gruppe. Weiterhin will ich eine Initiative vorstellen, die „Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund“ (Informationsfaltblatt von MOVE, siehe unten) einige Angebote macht, die ihnen helfen sollen, soziale und fachliche Kompetenzen zu finden und zu entwickeln.
Zum Ende der Arbeit hoffe ich mehr Kenntnis darüber zu haben, ob es bzw. welche Probleme es für die jugendlichen Migranten gibt, bei wem die Schuld oder Verantwortung dafür liegt, dass etwas falsch läuft und was in Zukunft getan werden muss, um ein konfliktfreies Miteinander und eine Integration zu ermöglichen, die alle zufriedenstellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Probleme

2.1 Kulturelle Unterschiede

2.2 Benachteiligung

2.3 Diskriminierung

2.4 Die PISA-Studie

3. Lösungen bzw. Verbesserungsvorschläge

4. Das Projekt: MOVE

4.1 Beschreibung

4.2 Zielsetzung

5. Ausblick und Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit unternimmt eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation ausländischer Jugendlicher in Berlin, mit einem besonderen Fokus auf die größte Gruppe, die türkischstämmigen Jugendlichen. Ziel ist es, zentrale Probleme wie soziale Benachteiligung und Diskriminierung im Bildungssystem zu analysieren sowie Lösungsansätze und konkrete Integrationsinitiativen, wie das Projekt MOVE, vorzustellen, um Wege zu einem konfliktfreien Miteinander aufzuzeigen.

  • Analyse der Ursachen für die schwierige Integration türkischstämmiger Jugendlicher in Berlin.
  • Untersuchung von Diskriminierungsmechanismen im deutschen Schulsystem.
  • Interpretation von PISA-Ergebnissen im Hinblick auf Bildungsbenachteiligung.
  • Vorstellung des Projekts MOVE des Türkischen Bundes in Berlin-Brandenburg.
  • Diskussion der Bedeutung von Anerkennung und Chancengleichheit für eine multikulturelle Gesellschaft.

Auszug aus dem Buch

2.1 Kulturelle Unterschiede

Eine wesentliche Ursache dafür, dass Integration schwierig werden kann, liegt darin, dass Menschen sich erheblich von den Menschen in ihrer Umgebung unterscheiden. Die Mehrheitsgesellschaft in Deutschland ist wesentlich geprägt von demokratischen, ursprünglich zumindest auch christlichen Werten. Die Gleichberechtigung von Frauen, die Toleranz gegenüber anderen Lebensweisen (zum Beispiel Homosexualität) sind in Mitteleuropa weit verbreitet. In der Türkei aber ist das kaum der Fall und somit ergibt sich für die Einwanderer aus der Türkei eine Art „Kulturschock“, wenn sie hier mit Dingen konfrontiert sind, die in ihr Weltbild nicht passen.

Um sich in einer Umgebung wohl zu fühlen, müssten Einwanderer die dortigen Wertvorstellungen mindestens respektieren – ein Entgegenkommen, das sie auch von der Mehrheitsgesellschaft erwarten dürfen. Wenn eine der beiden Seiten dazu nicht bereit ist, gibt es Konflikte oder Differenzen, oder aber es kommt zu einer Parallelgesellschaft. Traditionell denkende Muslime wollen rituell schlachten (was eigentlich unserem Verständnis von Tierschutz widerspricht). Oft wollen die Väter türkischer Mädchen nicht einmal erlauben, dass ihre Tochter am Sportunterricht teilnimmt. Dieses Denken kollidiert mit dem Schulgesetz; ähnlich verhält es sich, wenn in der Moschee Inhalte gepredigt werden, die man als Volksverhetzung interpretieren könnte. In solchen Fällen treffen scheinbar unvereinbare Vorstellungen aufeinander und es ist eine schwierige Aufgabe, ein konfliktfreies Zusammenleben zu ermöglichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den historischen Hintergrund der Einwanderung in Deutschland und benennt das Ziel der Arbeit, die Situation ausländischer Jugendlicher sowie spezifische Förderansätze zu untersuchen.

2. Probleme: Dieses Kapitel analysiert zentrale Herausforderungen wie kulturelle Differenzen, soziale Benachteiligung, institutionelle Diskriminierung sowie die durch PISA-Studien belegte Bildungsbenachteiligung von Migrantenkindern.

3. Lösungen bzw. Verbesserungsvorschläge: Es wird erörtert, dass Integration bereits in der frühen Kindheit beginnen muss und auf den Prinzipien der Gleichheit und Anerkennung nach Jürgen Habermas basieren sollte.

4. Das Projekt: MOVE: Dieses Kapitel stellt das vom Türkischen Bund in Berlin-Brandenburg initiierte Projekt vor, das durch gezielte Förderung und Vermittlung die Zukunftsperspektiven junger Menschen verbessern will.

5. Ausblick und Fazit: Der abschließende Teil betont, dass Integration eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, die durch klare Wertevermittlung und aktive Teilhabe erfolgreich gestaltet werden kann.

Schlüsselwörter

Integration, Jugendliche, Berlin, Migration, Türkischer Bund, Benachteiligung, Diskriminierung, PISA-Studie, Bildungswege, MOVE, Kulturschock, Chancengleichheit, Multikulturelle Gesellschaft, Identifikation, soziale Kompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der sozialen und bildungspolitischen Situation ausländischer Jugendlicher in Berlin, wobei ein Schwerpunkt auf der größten Gruppe, den Jugendlichen türkischer Herkunft, liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind kulturelle Herausforderungen, strukturelle Benachteiligung, institutionelle Diskriminierung im Schulsystem sowie Ansätze zur gesellschaftlichen Integration.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist eine Bestandsaufnahme der Lebens- und Bildungssituation der Jugendlichen sowie die Aufzeigung von Möglichkeiten zur Verbesserung ihrer Zukunftschancen durch Integrationsprojekte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit existierender Fachliteratur, Statistiken und Bildungsergebnissen sowie um die qualitative Vorstellung eines konkreten Praxisprojekts.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der verschiedenen Problemfelder (wie PISA, Schulsituation) und eine detaillierte Darstellung des Projekts MOVE als Lösungsmodell.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen unter anderem Integration, Migration, Diskriminierung, Chancengleichheit und soziale Kompetenz.

Was unterscheidet das Projekt MOVE von anderen Ansätzen?

MOVE zeichnet sich durch die direkte Zusammenarbeit zwischen dem Türkischen Bund, Jugendämtern und Job-Centern aus, um Jugendliche bis 25 Jahre individuell bei der Nachholung von Schulabschlüssen zu unterstützen.

Welche Bedeutung kommt der PISA-Studie im Kontext der Arbeit zu?

Die PISA-Studie dient als empirischer Beleg dafür, dass Kinder mit Migrationshintergrund in Deutschland überdurchschnittlich stark im Bildungssystem zurückbleiben, was die Dringlichkeit von Reformen verdeutlicht.

Welche Rolle spielt die Anerkennung nach Habermas?

Das Prinzip der Anerkennung ist laut der Arbeit fundamental, damit sich Minderheiten in einer multikulturellen Gesellschaft in ihrer Identität respektiert fühlen, was eine Grundvoraussetzung für gelingende Integration darstellt.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ausländische Jugendliche in Berlin
Untertitel
Eine Übersicht über die Situation
Hochschule
Freie Universität Berlin
Autor
Christian Winkelmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
13
Katalognummer
V193943
ISBN (eBook)
9783656192633
ISBN (Buch)
9783656193418
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ausländische jugendliche berlin eine übersicht situation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Winkelmann (Autor:in), 2007, Ausländische Jugendliche in Berlin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193943
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Leseprobe aus  13  Seiten
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