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Der Einfluss von Wahlkampagnen auf das Wählerverhalten

Title: Der Einfluss von Wahlkampagnen auf das Wählerverhalten

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 31 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Hendrik Platte (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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„Ein bisschen Wahlkampf: US-Präsident Barack Obama hat mit einem Besuch der Facebook-Zentrale [im] kalifornischen Palo Alto die Kampagne zu seiner Wiederwahl angeschoben“ berichtete die Süddeutsche Zeitung am 21.04.11 (Süddeutsche 2011). Den Besuch des amerikanischen Präsidenten beim Internetunternehmen Facebook werteten die Medien als eine erste Station seiner Kampagne für eine zweite Amtszeit im Weißen Haus. Bereits zu Beginn des Monats hatte Obama auf seiner Homepage seine Kandidatur bekannt gegeben.
Diese kurze Einführung bietet, wie ich auf den folgenden Seiten zeigen werde, zahlreiche Anknüpfungspunkte für das Thema dieser Arbeit: Den Einfluss von Wahlkampagnen auf das Wählerverhalten. Angesichts der Breite des Themas soll es im Rahmen dieser Hauptseminararbeit darum gehen, in einem ersten Schritt einen Überblick über das Phänomen Wahlkampf zu erhalten, um dann im zweiten Abschnitt die Wirkungen von Wahlkämpfen und ihre empirische Überprüfung darzustellen. Ausgehend von einer allgemeinen Definition nenne ich die relevanten Akteure, beschreibe die Bedingungen, unter denen Wahlkampf stattfindet, zeige die verschiedenen Kanäle auf, über die die Wähler erreicht werden sollen und zeichne schließlich den Wandel von Wahlkämpfen nach. Der zweite Abschnitt unterteilt sich in eine Beschreibung und Untersuchung von Wahlkampfeffekten insgesamt sowie von einzelnen Kampagnenelementen. Im Fazit werden die zentralen Ergebnisse noch einmal zusammengefasst und ein Versuch unternommen, die Bedeutung von Wahlkämpfen für das Wählerverhalten in einem breiteren Kontext einzuordnen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wahlkämpfe: Eine Annäherung

2.a. Definition

2.b. Beschreibung und zentrale Begriffe

2.c. Wandel

3. Wirkungen von Wahlkämpfen

3.a. Eine Einführung

3.b. Die Wirkungen einer Kampagne insgesamt

3.b.i. Der Aktivierungseffekt

3.b.ii. Der „Reinforcement“-Effekt

3.b.iii. Der Konversionseffekt

3.b.iv. Empirie

3.c. Wirkungen einzelner Wahlkampfelemente

3.c.i. The Constituency Campaign/Die Wahlkreiskampagne

3.c.ii. TV-Wahlwerbespots

3.c.iii. Das Internet

3.c.iv. Priming

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von modernen Wahlkampagnen auf das Wahlverhalten und analysiert, inwieweit politische Akteure durch gezielte Kampagnenelemente, Kommunikationskanäle und Strategien die Entscheidungsprozesse der Wähler beeinflussen können.

  • Strukturwandel von Wahlkämpfen und deren Professionalisierung
  • Methodische Ansätze der Wirkungsforschung (Aktivierung, Verstärkung, Konversion)
  • Rolle verschiedener Kommunikationsmittel wie TV, Internet und lokaler Wahlkreiskampagnen
  • Psychologische Mechanismen wie Priming und Thematisierung
  • Bedeutung der Parteienidentifikation im Vergleich zu kampagneninduzierten Effekten

Auszug aus dem Buch

2. Wahlkämpfe: Eine Annäherung

In einer frühen Definition heißt es, das „in einem demokratischen Gemeinwesen als „Wahlkampf“ jene Phase der Politik bezeichnet wird, in der die politischen Parteien, zumeist in Auseinandersetzung miteinander, um die Zustimmung der Wähler werben“ (Hirsch-Weber/Schütz 1967, 3). Ein Wahlkampf wird also zum einen durch die zeitliche Dimension definiert, in dem man einen gewissen Zeitraum benennen kann, innerhalb dessen er sich abspielt. Zum anderen konstituiert er sich durch die an ihm beteiligten Akteure: Kandidaten und Akteure aktiv auf der einen Seite und der Wähler sowohl als Individuum als auch aggregierte Masse in Form des Elektorats passiv auf der anderen Seite. Unter Berücksichtigung der Motive und Strategien der „aktiven“ Akteure ergibt sich folgende Definition: „The objective of a political campaign is to influence the process and outcome of governance. It consists of an organized communication effort, involving the role of one or more agencies [...] seeking to influence the outcome of processes of political decision-making by shaping public opinion“ (Schmitt-Beck/Farrell 2002, 3).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Themas ein, skizziert den Wandel der Wahlkampfführung und legt das Ziel fest, die Wirkungen von Wahlkampagnen empirisch zu untersuchen.

2. Wahlkämpfe: Eine Annäherung: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Wahlkampfs, beschreibt das akteurszentrierte Modell der Wahlkampfkommunikation und beleuchtet den historischen Wandel der Kampagnenformen.

3. Wirkungen von Wahlkämpfen: Der Hauptteil analysiert die theoretischen Konzepte der Wirkungsforschung, diskutiert Effekte wie Aktivierung, Verstärkung und Konversion und bewertet den Einfluss spezifischer Kanäle wie TV, Internet und Wahlkreiskampagnen.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Wahlkämpfe einen messbaren, aber konditionalen Einfluss auf das Wahlverhalten ausüben, wobei die Wirkung stark von Kontextfaktoren und den Voreinstellungen der Wähler abhängt.

Schlüsselwörter

Wahlkampf, Wahlverhalten, Politische Kommunikation, Kampagneneffekte, Aktivierungseffekt, Reinforcement, Konversionseffekt, Wahlkreiskampagne, TV-Wahlwerbung, Internet, Priming, Parteienidentifikation, Politische Akteure, Wahlkampfstrategie, Demokratie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Einfluss, den organisierte Wahlkampagnen und deren verschiedene Kommunikationsmaßnahmen auf die Entscheidungsfindung von Wählern in demokratischen Systemen ausüben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt den Professionalisierungsprozess von Wahlkämpfen, die unterschiedlichen Wirkungsmodelle (Aktivierung vs. Konversion) und die spezifischen Effekte moderner Medien und lokaler Kampagnenarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwischen Kampagnenereignissen und dem tatsächlichen Wahlverhalten unter Berücksichtigung komplexer Einflussfaktoren zu klären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literatur- und Theorieanalyse, die Erkenntnisse aus verschiedenen empirischen Studien der Wahlforschung zusammenführt und kritisch bewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Wirkungsmechanismen von Kampagnen insgesamt erläutert, gefolgt von einer detaillierten Analyse einzelner Instrumente wie Internet-Präsenz, TV-Spots und der Rolle von Priming.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Wahlkampf, Wahlverhalten, Kampagneneffekte, Priming, politische Kommunikation und die unterschiedlichen Phasen der Wahlkampfentwicklung.

Welche Rolle spielt die Parteienidentifikation?

Sie fungiert als stabiler Ankerpunkt; Kampagnen haben laut der Arbeit oft eher eine aktivierende oder stabilisierende Wirkung auf diese bestehenden Voreinstellungen, statt diese grundlegend zu ändern.

Warum ist das Internet als Instrument zwiespältig?

Obwohl es für die Modernisierung steht, ist die Reichweite oft auf spezifische Bevölkerungsgruppen begrenzt, und die tatsächliche Wirkung auf das Wahlverhalten lässt sich empirisch schwer von anderen Faktoren isolieren.

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Details

Title
Der Einfluss von Wahlkampagnen auf das Wählerverhalten
College
University of Mannheim  (Lehrstuhl für Politische Wissenschaft)
Course
Wählerverhalten im Wandel
Grade
1,3
Author
Hendrik Platte (Author)
Publication Year
2011
Pages
31
Catalog Number
V193996
ISBN (eBook)
9783656194064
ISBN (Book)
9783656193937
Language
German
Tags
Wahlkampf Wahlkämpfe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hendrik Platte (Author), 2011, Der Einfluss von Wahlkampagnen auf das Wählerverhalten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/193996
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