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Journalismuskulturen - eine kritische Analyse

Titel: Journalismuskulturen - eine kritische Analyse

Hausarbeit , 2012 , 23 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: B.A. Juliane Rietzsch (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ob „Journalistische Kulturen“ (Hahn/Schröder 2008), „Mediensystem
und journalistische Kultur in Italien“ (Mancini 2005) oder „Journalismus als kultureller Prozess“ (Lünenborg 2005) – kommunikationswissenschaftliche Arbeiten befassen sich in den letzten Jahren, aufgrund des Bedeutungszuwachses kultursoziologischer Ansätze, zunehmend mit dem Kulturbegriff (vgl. Hanitzsch 2007a:
163). Die Wichtigkeit dieses Themenkomplexes erwächst aus der Tatsache, dass kulturanalytische Sichtweisen ihren Fokus auf die Deutungsmuster legen, auf die sich Journalisten beziehen, um ihren Handlungen Sinn zu verleihen. Journalismuskultur,als ein Themenfeld der Journalismusforschung, soll also einen Beitrag zum besseren Verständnis darüber leisten, warum journalistische Akteure so handeln
wie sie handeln. (Vgl. Brüggemann 2011: 47) Darüber hinaus bietet das Forschungsfeld journalistischer Kulturen eine Vielzahl von Anknüpfpunkten, vor allem für die international komparative Journalismusforschung (vgl. Hahn/Schröder/Dietrich 2008: 7). Dabei muss betont werden, dass dieser Forschungszweig in der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft lange vernachlässigt wurde, während er sich in den verwandten Disziplinen Politikwissenschaft, Soziologie und Psychologie deutlich früher etablierte. Der Grund hierfür kann darin gesehen werden, dass die Mehrheit der Wissenschaftler lange die Einstellung hatte, Journalisten, Medienorganisationen, Nachrichteninhalte oder Publikumspräferenzen seien so eng an nationale, kulturelle und sprachliche Wurzeln
gekoppelt, dass man sie am sinnvollsten historisch oder gegenstandsorientiert erklärt. (Vgl. Esser 2010: 3)
Da bislang verhältnismäßig wenig Fachliteratur für diesen jungen Teilbereich der Kommunikationswissenschaft vorliegt (vgl. ebd.: 1), wird in diesem analytischen Beitrag vor allem soziologischen und kulturwissenschaftlichen Sichtweisen Platz eingeräumt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsdefinitionen

2.1 Der Kulturbegriff

2.2 Journalismuskultur

3 Perspektiven der Journalismuskultur

3.1 Territoriale Journalismuskulturen

3.1.1 “Comparing Media Systems: Three Models of Media and Politics” (Hallin/Mancini 2004)

3.1.2 Kritik

3.2 Essentialistische Journalismuskulturen

3.2.1 „Gendered Journalism Cultures“ (Melin 2008)

3.2.2 Kritik

3.3 Lebensstil- bzw. milieuspezifische Journalismuskulturen

3.3.1 „Journalisten in Bayern“ (Raabe 2000)

3.3.2 Kritik

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Forschungskonzept der Journalismuskultur kritisch zu untersuchen und auf Basis soziologischer sowie kulturwissenschaftlicher Ansätze zu beleuchten. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern unterschiedliche theoretische Perspektiven geeignet sind, das Handeln journalistischer Akteure in einer zunehmend komplexen Medienwelt erklärbar zu machen.

  • Grundlagen und Definitionen der Begriffe Kultur und Journalismuskultur
  • Analyse des territorialen Ansatzes im Kontext internationaler Mediensysteme
  • Kritische Auseinandersetzung mit essentialistischen Ansätzen und Gender-Perspektiven
  • Untersuchung milieuspezifischer Ansätze zur soziologischen Verortung von Journalisten
  • Kritische Diskussion der methodischen Erklärungsleistungen der gewählten Konzepte

Auszug aus dem Buch

3.1 Territoriale Journalismuskulturen

Der territoriale Journalismusansatz basiert auf der Vorstellung, dass sich Kultur über geografische Räume definieren lässt (vgl. Hanitzsch 2007a: 165). Dieser Ansatz kann auf der Makroebene verortet werden (vgl. Hahn/Schröder 2008: 4, Esser 2004: 151). In der kommunikationswissenschaftlichen Forschung werden hier vor allem Nationen (z.B. Weaver 19984), Sprachräume (z.B. Marr et al. 20015) oder innerstaatliche Räume (z.B. Schönbach/Stürzebecher/Schneider 19946) verglichen (vgl. Hanitzsch 2007a: 165). Des Weiteren wird Kultur beim territorialen Journalismuskulturansatz als „homogene und stabile Größe“ (Brüggemann 2011: 49) angesehen. Aufgrund der Einfachheit der zu definierenden Untersuchungseinheiten der Nationen ist der territoriale Ansatz in der Journalismusforschung die bisher prominenteste Perspektive der Journalismuskultur (vgl. Hanitzsch 2007a: 165). Hierzu sammelten vor allem Hallin und Mancini wichtige Erkenntnisse.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Kulturbegriffs für die Journalismusforschung ein und legt das Ziel der Arbeit fest, drei ausgewählte Perspektiven auf Journalismuskultur kritisch zu analysieren.

2 Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen für Kultur und Journalismuskultur erarbeitet, wobei verschiedene Ansätze aus der soziologischen Literatur diskutiert werden.

3 Perspektiven der Journalismuskultur: Hier werden drei spezifische Ansätze (territorial, essentialistisch, milieuspezifisch) im Detail vorgestellt und ihre empirische sowie theoretische Tragfähigkeit kritisch hinterfragt.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Journalismuskultur als komplexes, dynamisches Konstrukt zu verstehen, das über einfache Ursache-Wirkungs-Schemata hinausgeht.

Schlüsselwörter

Journalismuskultur, Journalismusforschung, Kulturbegriff, Territoriale Perspektive, Essentialismus, Milieuforschung, Lebensstil, Medienforschung, Journalistische Praxis, Mediensysteme, Gender-Perspektive, Soziologie, Journalistische Identität, Deterritorialisierung, Komparative Journalismusforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Konzept der Journalismuskultur und beleuchtet verschiedene theoretische Perspektiven, durch die journalistisches Handeln in verschiedenen Kontexten verstanden werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf territoriale, essentialistische und lebensstil- bzw. milieuspezifische Ansätze der Journalismusforschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Diskussion der genannten Perspektiven, da diese in der bestehenden Forschung teils unzureichend hinterfragt wurden.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Literaturarbeit, die kommunikationswissenschaftliche, kulturwissenschaftliche und soziologische Theorien synthetisiert und diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der drei genannten Perspektiven, wobei jeweils konkrete Studien als Beispiele herangezogen und anschließend kritisch bewertet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Journalismuskultur, Mediensysteme, soziale Milieus, kulturelle Identität und Journalismusforschung.

Wie bewertet die Autorin den territorialen Ansatz?

Obwohl er prominent und aufgrund der einfachen Einheiten (Nationen) praktisch ist, wird er kritisiert, da er heutige Prozesse der Deterritorialisierung und translokale Einflüsse häufig vernachlässigt.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich des essentialistischen Ansatzes?

Die Autorin warnt vor einem zu deterministischen Verständnis, da individuelle Identitäten situationsbedingt sind und sich nicht allein durch Lagemerkmale wie Geschlecht oder Ethnie erklären lassen.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Journalismuskulturen - eine kritische Analyse
Hochschule
Universität Münster  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Veranstaltung
Theorien und Modelle des Journalismus
Note
1,3
Autor
B.A. Juliane Rietzsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
23
Katalognummer
V194108
ISBN (eBook)
9783656193630
ISBN (Buch)
9783656194354
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Journalismuskultur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Juliane Rietzsch (Autor:in), 2012, Journalismuskulturen - eine kritische Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194108
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Leseprobe aus  23  Seiten
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