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Ermöglichen Portfolios einen adäquaten Umgang mit Schülerprodukten?

Erprobung des Einsatzes von Portfolioarbeit zum produktionsorientierten Erschließen lyrischer Texte im kompetenzorientierten Deutschunterricht

Titel: Ermöglichen Portfolios einen adäquaten Umgang mit Schülerprodukten?

Examensarbeit , 2011 , 58 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Stefan Grzesikowski (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das hier dargestellte Unterrichtsvorhaben überprüft die Einsatzmöglichkeiten des Portfolios im Rahmen des produktionsorientierten Erschließens lyrischer Texte. Die Arbeit soll dabei vor allem die folgenden Fragen beantworten:

- Welche Form des Portfolios kann eingesetzt werden, um das skizzierte Vorhaben umzusetzen?
- Inwiefern leisten produktionsorientierte Verfahren einen Beitrag zum Erschließen literarischer Texte und sind gleichzeitig im Rahmen der Portfolioarbeit bewältigbar?
- Wie kann das eigenverantwortliche Arbeiten der Schüler an untersuchenden und gestaltenden Aufgaben mit Hilfe des Portfolios vorbereitet und organisiert werden?
- Welche lyrischen Texte entsprechen den Anforderungen der Lerngruppe und sind für eine Bearbeitung im Rahmen des Portfolios geeignet?
- Welche Aufgaben sollte das Portfolio enthalten, um zum einen individuelle Zugänge zu den lyrischen Texten zu ermöglichen und zum anderen der Erschließung des Textes zu dienen?
- Wie kann die Reflexion der eigenen Arbeit mit dem Portfolio sinnvoll angeleitet werden?
- Welche Bewertungskriterien erscheinen sinnvoll?
- Wie kann die Kompetenzentwicklung der Schüler nachvollzogen werden?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Überlegungen zur Vorbereitung des Unterrichtsvorhabens

2.1. Das Portfolio – Herkunft, Formen, Einsatzmöglichkeiten

2.2. Produktionsorientiertes Erschließen lyrischer Texte

2.3. Beitrag des Portfolios zum produktionsorientierten Erschließen von Großstadtlyrik

2.3.1. Zusammenführung der theoretischen Überlegungen

2.3.2. Resultierende Hypothesen und Möglichkeiten ihrer Überprüfung

3. Planung des Unterrichtsvorhabens

3.1. Analyse der Lerngruppe als Ausgangspunkt für die Planung

3.1.1. Allgemeine Beschreibung der Lerngruppe

3.1.2. Auswertung der Selbstbeurteilung mittels einer Art Kompetenzraster

3.2. Grundzüge der Portfolioarbeit zum Erschließen von Großstadtlyrik

3.2.1. Generelle Anlage des Unterrichtsvorhabens

3.2.2. Darstellung und Legitimation der Textauswahl zur freien Bearbeitung

3.2.3. Darstellung und Legitimation der gewählten Aufgabenstellungen für die Portfolioarbeit

3.3. Darstellung des gesamten Unterrichtsvorhabens im Überblick

4. Evaluation der Durchführung des Unterrichtsvorhabens

4.1. Auswertung der Portfolioarbeit

4.1.1. Wahlverhalten der Schüler

4.1.2. Portfolioarbeit als Phase selbstgesteuerter Anwendung des Gelernten

4.1.3. Umgang der Schüler mit Reflexions- und Rückmeldebögen

4.2. Aussagen zur Kompetenzentwicklung

4.2.1. Entwicklung domänenspezifischer Kompetenzen

4.2.2. Entwicklung fächerübergreifender Kompetenzen

4.3. Eignung des Portfolios zur Leistungsfeststellung

5. Abschließende Reflexion des Unterrichtsvorhabens und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des Portfolios als Sicherungsinstrument für produktionsorientierte Erschließungsprozesse von lyrischen Texten (Großstadtlyrik) in einer 9. Klasse des Gymnasiums, um individuelle Lernprozesse zu steuern und Schüler zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Lyrik zu befähigen.

  • Konzept und Einsatzmöglichkeiten des Portfolios im Deutschunterricht
  • Produktionsorientierte Verfahren zur Erschließung lyrischer Texte
  • Methodik der Unterrichtsplanung und Lerngruppenanalyse
  • Verknüpfung von Selbststeuerung, Reflexion und Leistungsbewertung
  • Einsatz von Kompetenzrastern zur individuellen Lernbegleitung

Auszug aus dem Buch

2.1. Das Portfolio – Herkunft, Formen, Einsatzmöglichkeiten

Etymologisch betrachtet ist das Portfolio schlicht eine Sammelmappe, eine Art Brieftasche, genutzt, um Planungsskizzen, Arbeitsproben usw. zu versammeln. Die Mappe dient einerseits zum Schutz des Inhalts, stellt zudem aber auch einen organisatorischen Rahmen dar, wenn beispielsweise Arbeiten zu einem bestimmten Themenbereich versammelt werden. Wesentlich ist dabei aus meiner Sicht vor allem, dass der Autor selbst an seinen eigenen Arbeiten jene auswählt, die er wertschätzt und zu bestimmten Zwecken vorzeigen will. Ein Portfolio beinhaltet also bereits der Wortherkunft entsprechend zum einen den Aspekt der Veröffentlichung von Arbeitsproben und den Aspekt der bewussten Entscheidung für diese Proben.

In Deutschland erfreut sich das Portfolio erst in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit, was sicherlich eine Folge der anhaltenden Diskussion um eine Reform von Unterricht und Schule ist. Dabei gehen die Rezeptionslinien vor allem auch in die USA, wo Portfolios ebenfalls im Rahmen einer Bildungsreform bereits seit den 1980er und 90er Jahren an Hochschulen und Schulen Verbreitung finden und mittlerweile vor allem als Instrument zur Messung von Leistung und Leistungsentwicklung akzeptiert sind. Bei der Aufnahme der Diskussion im deutschen Sprachraum ging es in den 1990er Jahren ebenfalls besonders um alternative Formen der Leistungsbewertung, weniger um eine Reform des Unterrichts durch Portfolioarbeit. Dabei lassen sich etliche Parallelen zwischen der Portfolioarbeit und Ansätzen der Reformpädagogik herstellen, die mit Belegheften, Arbeitsmappen etc. ebenfalls versuchten, ein möglichst breites Spektrum der Fähigkeiten und Lernfortschritte der Schüler zu erfassen, Lernwege und Ergebnisse zu reflektieren, um schließlich den Schülern ein zunehmend eigenständiges Lernen zu ermöglichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet das Vorhaben, Portfolios als Instrument zur Steuerung und Würdigung produktionsorientierter Lernprozesse bei der Erschließung lyrischer Texte einzusetzen.

2. Theoretische Überlegungen zur Vorbereitung des Unterrichtsvorhabens: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Portfoliokonzepts, die Prinzipien produktionsorientierter Literaturdidaktik und deren Synergie im untersuchten Unterrichtsvorhaben.

3. Planung des Unterrichtsvorhabens: Hier werden die Lerngruppe analysiert, Kompetenzraster zur Selbstbeurteilung eingeführt und die konkrete Ausgestaltung der Aufgabenstellungen sowie der Ablauf des Unterrichtsvorhabens dargelegt.

4. Evaluation der Durchführung des Unterrichtsvorhabens: Dieser Abschnitt wertet die tatsächliche Portfolioarbeit der Schüler, deren Wahlverhalten, Lernzuwächse sowie die Eignung des Portfolios als Instrument der Leistungsbewertung kritisch aus.

5. Abschließende Reflexion des Unterrichtsvorhabens und Ausblick: Das Fazit fasst die Schwierigkeiten und Erfolge bei der Implementierung zusammen und reflektiert das Potenzial für künftige Unterrichtsorganisationen.

Schlüsselwörter

Portfolio, Produktionsorientierung, Lyrik, Großstadtlyrik, Deutschunterricht, Kompetenzraster, Selbststeuerung, Reflexion, Leistungsbewertung, Lernprozess, Literaturdidaktik, Schülerselbstbeurteilung, Unterrichtsplanung, Literaturunterricht, Schreibkompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert den Einsatz von Portfolios im Deutschunterricht einer 9. Klasse, speziell zur produktionsorientierten Erschließung von Großstadtlyrik.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit verknüpft didaktische Konzepte der Portfolioarbeit mit der produktionsorientierten Literaturdidaktik und untersucht deren praktische Anwendung in der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, zu prüfen, ob sich Portfolioarbeit zur Steuerung und Sicherung produktionsorientierter Erschließungsprozesse lyrischer Texte eignet und wie dabei Lernfortschritte dokumentiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus fachdidaktischer Theoriearbeit und einer praktischen Evaluation im Rahmen eines Unterrichtsvorhabens, unter anderem durch Kompetenzraster und Schülerreflexionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die detaillierte Planung der Unterrichtssequenz, die Darstellung der Aufgabenformate und eine umfassende Evaluation der Ergebnisse der Portfolioarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Portfolioarbeit, Produktionsorientierung, Lyrik-Erschließung, Selbststeuerung und Kompetenzentwicklung im Deutschunterricht.

Wie gehen die Schüler mit der Selbstverantwortung im Portfolio um?

Die Evaluation zeigt, dass die geforderte Selbststeuerung eine große Herausforderung darstellt, da viele Schüler an fremdgesteuerte Lernprozesse gewöhnt sind, jedoch positive Entwicklungen in der Reflexionsfähigkeit erkennbar sind.

Welche Rolle spielen die Kompetenzraster in diesem Projekt?

Die Kompetenzraster dienen als Diagnoseinstrument, um Schülern ihre eigenen Fähigkeiten transparent zu machen und sie zur Selbstreflexion über ihren Lernprozess und ihre Fortschritte anzuregen.

Ersatz durch Portfolio: Kann die klassische Klassenarbeit entfallen?

Der Autor stellt fest, dass das Portfolio eine wertvolle Ergänzung ist, aber eine vollständige Ersetzung der Klassenarbeit kritisch sieht, da auch traditionelle Aufsatzformen für die Oberstufenvorbereitung relevant bleiben.

Ende der Leseprobe aus 58 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ermöglichen Portfolios einen adäquaten Umgang mit Schülerprodukten?
Untertitel
Erprobung des Einsatzes von Portfolioarbeit zum produktionsorientierten Erschließen lyrischer Texte im kompetenzorientierten Deutschunterricht
Veranstaltung
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Literaturwissenschaft
Note
1,0
Autor
Stefan Grzesikowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
58
Katalognummer
V194165
ISBN (eBook)
9783656195658
ISBN (Buch)
9783656196372
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Portfolio Lyrik Großstadt Großstadtlyrik Handlungsorientierung Produktionsorientierung Handlungs- und Produktionsorientierter Literaturunterricht Kompetenz Lesekompetenz literarische Kompetenz Kompetenzraster Gedichte Literaturunterricht Texterschließung Leistungsbeurteilung Bewertung Reflexion metakognitive Fähigkeiten Selbststeuerung selbstgesteuertes Lernen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Grzesikowski (Autor:in), 2011, Ermöglichen Portfolios einen adäquaten Umgang mit Schülerprodukten?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194165
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Leseprobe aus  58  Seiten
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