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Mögliche Staatspleiten großer Industrienationen: Europa, USA und Japan vor dem Abgrund?

Título: Mögliche Staatspleiten großer Industrienationen: Europa, USA und Japan vor dem Abgrund?

Tesis , 2012 , 95 Páginas , Calificación: 1,9

Autor:in: Dipl. Kfm (FH) René Müller (Autor)

Economía de las empresas - Política económica
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Wachsende Staatsverschuldung und drohender Staatsbankrott sind seit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise wieder in den Focus gerückt. Nicht nur kleine Schwellenländer, sondern auch Industrienationen können davon betroffen sein. Gerade Industrienationen haben ihren Wohlstand über Schulden finanziert und so eine hohe Schuldenlast auf-gebaut.
Bei der Betrachtung der Schuldenlasten müssen Zentralbanken mit ein-bezogen werden. Sie beeinflussen mit ihrer Geldpolitik die Finanzpolitik der Staaten. Dies können sie aber nur, wenn sie unabhängig von der Politik sind und ihre Leitlinien selbst bestimmen können. Diese Unabhängigkeit kann gemessen werden und wirkt sich positiv auf die Preisstabilität aus.
Wachsende Staatsverschuldung grenzt den Handlungsspielraum eines Staates ein. Steigende Ausgaben für Zinsen und Tilgung verringern den Betrag, der für andere Ausgaben verbleibt. Es gibt Grenzen, an die ein Staat stößt, wenn seine Staatschulden steigen. Außerdem wirkt sich eine hohe Staatsverschuldung negativ auf verschiedene Bereiche des Staates aus.
Schulden und Zinsen können gesenkt werden. Auch hier stößt der Staat an Grenzen. Trotzdem müssen die betroffenen Länder Reformen durch-setzten, um die wachsende Schuldenlast zu verringern. Geschieht dies nicht, ist ein Staatsbankrott möglich. Dieser kann durch das Eingreifen der Zentralbank verhindert werden. Das wiederum kann zu inflationären Tendenzen führen und es ist schwierig für eine Zentralbank aus dieser Politik auszusteigen.
Ein Staatsbankrott in einer Industrienation ist möglich und hat weitreichende Auswirkungen. Diese gilt es durch Reformen abzumildern und zu verhindern.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Wachsende Staatsverschuldung und Wohlstand

2 Staatsschulden und die Zentralbanken

2.1 Staatsschulden und Staatsbankrott

2.2 Aufgaben und Ziele der Zentralbanken

2.2.1 Das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) und die Europäische Zentralbank (EZB)

2.2.2 Das Federal Reserve System (Fed) der USA.

2.2.3 Die Bank of Japan (BOJ).

2.2.4 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Zentralbanken.

3 Möglichkeiten und Auswirkungen eines Staatsbankrottes

3.1 Die Theorie der Staatsverschuldung.

3.1.1 Die Grenzen der Staatsverschuldung.

3.1.2 Möglichkeiten zur Verringerung der Staatsschulden

3.1.3 Folgen von hoher Staatsverschuldung

3.2 Das Moral Hazard Problem und die Prinzipal-Agent-Theorie

3.3 Die Unabhängigkeit der Zentralbanken

3.3.1 Die geldpolitischen Instrumente der Zentralbanken

3.3.2 Bewertung der aktuellen Geldpolitik der Zentralbanken

3.3.3 Das Problem des Lender of last resort

3.4 Möglichkeiten eines Staatsbankrottes in der EU, in den USA und in Japan

3.5 Mögliche Auswirkungen eines Staatsbankrottes in der EU, in den USA und in Japan.

3.6 Wege aus der Schuldenkrise

4 Reformen für den Ausweg aus einer Schuldenpolitik.

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeit eines Staatsbankrottes von Industrienationen unter Berücksichtigung aktueller Daten und analysiert dabei insbesondere das Zusammenspiel zwischen der staatlichen Fiskalpolitik und der Geldpolitik der Zentralbanken in den USA, Japan und der EU.

  • Analyse der historischen Ursachen wachsender Staatsverschuldung in Industrieländern.
  • Untersuchung der Unabhängigkeit und der geldpolitischen Instrumente bedeutender Zentralbanken.
  • Anwendung der Prinzipal-Agent-Theorie zur Erklärung des Moral-Hazard-Problems bei Staatsverschuldung.
  • Bewertung der Handlungsalternativen für verschuldete Staaten und der Auswirkungen eines möglichen Staatsbankrottes.

Auszug aus dem Buch

3.2 Das Moral Hazard Problem und die Prinzipal-Agent-Theorie

Moral Hazard (deutsch: moralisches Risiko) entsteht, wenn Vertragspartner A nach Abschluss eines Vertrages mehr Risiko eingeht, weil er die negativen Folgen des Risikos auf seinen Vertragspartner B abwälzen kann.

Es setzt voraus, dass nach dem Vertragsabschluss asymmetrische Informationen auftreten. Das heißt entweder, dass Vertragspartner A Risiken eingeht, von denen er weiß, dass sie negative Folgen haben können, oder dass Vertragspartner B auf Grund mangelnder Information das Verhalten des A nicht beobachten und bewerten kann.

Folgendes Beispiel soll dies verdeutlichen: Person A besitzt 1000 €. Person B möchte sich als Nachhilfelehrer selbstständig machen. Aus diesem Grund leiht Person A Person B die 1000 €. Nachdem der Vertrag geschlossen ist, überlegt Person B das Geld in eine Sportwette zu investieren, um einen möglichen Gewinn zu erzielen. Gewinnt er, kann er seine Schulden zurückbezahlen und mit dem Rest des Gewinnes seine Geschäftsidee aufbauen. Verliert er aber, bekommt Person A sein Geld nicht zurück und Person B verliert „nur“ sein Ansehen und wird von Person A eventuell kein Geld mehr bekommen.

Person B geht, nachdem er die 1000 € erhalten hat, ein moralisches Risiko ein, denn er verliert nicht sein eigenes Geld, sondern das der Person A. Diese wiederum hat keine Informationen über die Pläne der Person B und kann seine Handlungen deswegen nicht überwachen. Außerdem ist fraglich, ob Person A die veränderten Pläne der Person B (Sportwetten) mitgetragen hätte, da diese nur zu einem Wohlfahrtsgewinn der Person B führen. Person A trägt das ganze Risiko.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Wachsende Staatsverschuldung und Wohlstand: Einleitende Betrachtung der historischen Entwicklung von Staatsschulden und der Fragestellung nach deren Tragbarkeit in modernen Industrienationen.

2 Staatsschulden und die Zentralbanken: Definition von Staatsbankrott und Darstellung der Aufgaben, Ziele sowie der Organisation von EZB, Federal Reserve System und Bank of Japan.

3 Möglichkeiten und Auswirkungen eines Staatsbankrottes: Theoretische Herleitung von Schuldenproblematiken, Anwendung der Prinzipal-Agent-Theorie und Analyse von Geldpolitik sowie Lösungsansätzen für Industrieländer.

4 Reformen für den Ausweg aus einer Schuldenpolitik: Fazit und Empfehlungen zur Konsolidierung der Staatshaushalte durch Reformen und institutionelle Anpassungen.

Schlüsselwörter

Staatsbankrott, Staatsverschuldung, Zentralbanken, EZB, Federal Reserve System, Bank of Japan, Geldpolitik, Prinzipal-Agent-Theorie, Moral Hazard, Inflation, Fiskalpolitik, Finanzkrise, Refinanzierung, Haushaltskonsolidierung, Wirtschaftsreformen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Konsequenzen eines Staatsbankrottes in Industrienationen, mit Fokus auf die USA, Japan und die Europäische Union.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung der Staatsverschuldung, die Rolle und Unabhängigkeit von Zentralbanken sowie theoretische Ansätze zur Erklärung und Bewältigung von Schuldenkrisen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist aufzuzeigen, ob ein Industriestaat in der EU (insbesondere im Euroraum), in den USA oder Japan bankrottgehen kann und welche Handlungsalternativen zur Vermeidung oder Bewältigung existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine ökonomische Analyse unter Anwendung der Prinzipal-Agent-Theorie sowie eine Auswertung aktueller wirtschaftlicher Daten und Indikatoren vorgenommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Theorie der Staatsverschuldung, das Moral-Hazard-Problem, die Unabhängigkeit der Zentralbanken sowie deren geldpolitische Instrumente und deren Wirkung auf die Staatsfinanzen detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Staatsbankrott, Staatsverschuldung, Zentralbankpolitik, Moral Hazard und Fiskalpolitik sind die prägenden Begriffe.

Wie unterscheidet sich die Unabhängigkeit der untersuchten Zentralbanken?

Die Arbeit zeigt durch Index-Bewertungen, dass die EZB eine sehr hohe Unabhängigkeit besitzt, während die Bank of Japan und das Federal Reserve System insbesondere bei der politischen Unabhängigkeit Einschränkungen aufweisen.

Welche Rolle spielt das TARGET-2-System für die Stabilität im Euroraum?

Das TARGET-2-System dient als Zahlungsabwicklungsinstrument, stellt jedoch im Kontext der Schuldenkrise ein Problemfeld dar, da Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den nationalen Zentralbanken zu ungleichen Lasten führen können.

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Detalles

Título
Mögliche Staatspleiten großer Industrienationen: Europa, USA und Japan vor dem Abgrund?
Universidad
( European University of Applied Sciences Hamburg )
Calificación
1,9
Autor
Dipl. Kfm (FH) René Müller (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
95
No. de catálogo
V194175
ISBN (Ebook)
9783656195641
ISBN (Libro)
9783656195368
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schuldenkrise Europa Griechenland Italien Euro-Bonds USA Dollar Euro Japan Staatsbankrott öffentliche Schulden Zentralbank EZB Fed BoJ Moral Hazard Insolvenz
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dipl. Kfm (FH) René Müller (Autor), 2012, Mögliche Staatspleiten großer Industrienationen: Europa, USA und Japan vor dem Abgrund?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194175
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Extracto de  95  Páginas
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