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Die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre

Einige Betrachtungen zu Entstehung und Rezeption dieses Dokuments

Título: Die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre

Trabajo Escrito , 2010 , 15 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Dipl. theol. Brigitte Benz (Autor)

Teología - Teología sistemática
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Das unterschiedliche Verständnis in Bezug auf die Rechtfertigungslehre wurde seit dem 16. Jahrhundert als ein wesentlicher Punkt für die bleibende Trennung der Konfessionen betrachtet. Heute setzen sich viele Christen in der Ökumene für eine Widerannäherung der christlichen Konfessionen ein. Die zunehmenden Bemühungen des letzten Jahrhunderts um eine Verbesserung der Ökumene hatten auch das Ziel, dort wo möglich gegenseitige Lehrverurteilungen aufzuheben. Ein erstes konkretes Ergebnis dieser Anstrengungen ist die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre (im folgenden GE), welche 1999 vom Lutherischen Weltbund und der Katholischen Kirche verabschiedet wurde.
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, einige Überlegungen zu dieser Erklärung anzustellen. Dabei soll es um die Geschichte der GE gehen und darum, welche Reaktionen es in Bezug auf die GE von lutherischer und katholischer Seite gab. Bei den Reaktionen wird sich diese Arbeit neben den offiziellen Stellungnahmen beider Dialogpartner auf Meinungsäußerungen aus Deutschland beschränken.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre

2.1. Vorgeschichte und Entstehung des Textes

2.2. Aufbau und Themen der Gemeinsamen Erklärung

2.3. Einige Reaktionen auf die Gemeinsame Erklärung

2.3.1. von evangelischer Seite

2.3.2. von katholischer Seite

2.3.3. aus Anlass des zehnten Jahrestages der Unterzeichnung der GE

3. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte und die vielfältigen Reaktionen auf die "Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre" (GE), um den Stellenwert dieses Dokuments für den ökumenischen Dialog zwischen lutherischer und katholischer Kirche einzuordnen.

  • Historischer Kontext und Vorläufer des ökumenischen Dialogs zur Rechtfertigung
  • Struktureller Aufbau und zentrale theologische Inhalte der Gemeinsamen Erklärung
  • Analyse offizieller Stellungnahmen und kritischer Diskurs auf evangelischer und katholischer Seite
  • Reflektion über die Bedeutung des erreichten Konsenses in Grundwahrheiten
  • Ausblick auf die ökumenischen Auswirkungen und verbleibende Herausforderungen nach zehn Jahren

Auszug aus dem Buch

2.1. Vorgeschichte und Entstehung des Textes

Ab Mitte des 20. Jahrhunderts ist eine deutliche Zunahme der Bemühungen um eine bessere Verständigung zwischen den verschiedenen christlichen Konfessionen zu beobachten. Dabei gehen diese Bemühungen auf die Anfänge des ökumenischen Dialogs in den 30er Jahren des 20. Jh. zurück, der z.B. mit Namen wie Y. Congar, J. Lortz und G. Söhngen verbunden ist. In den 50er Jahren zeigt die Auseinandersetzung mit der Theologie K. Barths durch katholische Theologen wie H.U. v. Balthasar oder H. Küng das zunehmende Interesse am Gegenüber. Als bedeutsam für die Geschichte der GE kann hier gerade auch die Dissertation Küngs angesehen werden, in welcher er schreibt, dass die Lehre K. Barths sich in grundsätzlicher Übereinstimmung mit der Lehre der katholischen Kirche befindet und deshalb an diesem Punkt eine Kirchenspaltung nicht zulässig sei.

Ein weiterer wichtiger Autor auf katholischer Seite ist sicher O.H. Pesch mit seinem Werk Theologie der Rechtfertigung bei Martin Luther und Thomas von Aquin, welches erstmals im Jahre 1967 erschien. Auch auf evangelischer Seite sind aus dieser Zeit Autoren zu nennen, welche sich gerade mit dem Thema der Rechtfertigung aus evangelischer und katholischer Sicht beschäftigten. Dies sind z.B. U. Kühn (Via Caritatis. Theologie des Gesetzes bei Thomas von Aquin, Göttingen 1965), H.G. Pöhlmann (Rechtfertigung. Die gegenwärtige kontroverstheologische Problematik der Rechtfertigungslehre zwischen der evangelisch-lutherischen und der römisch-katholischen Kirche, Gütersloh 1971) und M. Bogdahn (Die Rechtfertigungslehre Luthers im Urteil der neueren katholischen Theologie. Möglichkeiten und Tendenzen der katholischen Lutherdeutung in evangelischer Sicht, Göttingen 1971). Als Beispiel für die Frucht ökumenischer Zusammenarbeit kann das gemeinsame Werk von U. Kühn und O.H. Pesch Rechtfertigung im Gespräch zwischen Thomas und Luther (Berlin 1967) betrachtet werden. Diese Aufzählung zeigt an, dass sich die „ökumenische Theologie … letztlich bei aller Teamarbeit auf die wissenschaftlichen Forschungen einzelner Theologen“ stützt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Rechtfertigungslehre als zentralen Trennungspunkt der Konfessionen dar und umreißt das Ziel der Arbeit, die Geschichte und Rezeption der GE zu untersuchen.

2. Die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre: Dieses Hauptkapitel erläutert die Genese des Dokuments, seinen inhaltlichen Aufbau in fünf Kapitel sowie die unterschiedlichen Rezeptionsweisen durch die beteiligten Konfessionen.

2.1. Vorgeschichte und Entstehung des Textes: Es wird die Entwicklung der ökumenischen Annäherung seit Mitte des 20. Jahrhunderts unter Einbeziehung wichtiger theologischer Vorarbeiten und Dialogkommissionen nachgezeichnet.

2.2. Aufbau und Themen der Gemeinsamen Erklärung: Dieser Abschnitt beschreibt die Gliederung der GE in 44 Artikel und erläutert die thematischen Schwerpunkte der einzelnen Kapitel.

2.3. Einige Reaktionen auf die Gemeinsame Erklärung: Hier werden die kontroversen und zustimmenden Reaktionen sowie der offizielle Umgang beider Kirchen mit dem Dokument dargestellt.

2.3.1. von evangelischer Seite: Darstellung des internen Prozesses zur Zustimmung sowie die vehemente Kritik durch Gruppen evangelischer Theologen.

2.3.2. von katholischer Seite: Erläuterung der offiziellen katholischen Antwort, der notwendigen Präzisierungen und der anschließenden Klärungsversuche durch den Vatikan.

2.3.3. aus Anlass des zehnten Jahrestages der Unterzeichnung der GE: Betrachtung der fortbestehenden Diskussionen über die Bedeutung des Dokuments zehn Jahre nach Unterzeichnung unter besonderer Berücksichtigung der noch offenen Abendmahlsgemeinschaft.

3. Resümee: Die Zusammenfassung zieht Bilanz über den Stellenwert der GE als lehramtliches Dokument und betont die Notwendigkeit weiterer ökumenischer Schritte.

Schlüsselwörter

Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre, Ökumene, Rechtfertigungslehre, Lutherischer Weltbund, Römisch-katholische Kirche, Konfessionstrennung, Konsens in Grundwahrheiten, Kirchenspaltung, Ökumenischer Dialog, Lehrverurteilungen, Theologie, Konvergenzerklärungen, Rechtfertigung, Ökumenische Bewegung, Dialogprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und den Reaktionen auf die "Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre" (GE), die 1999 zwischen dem Lutherischen Weltbund und der Katholischen Kirche unterzeichnet wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Vorgeschichte des ökumenischen Dialogs, dem inhaltlichen Aufbau der GE sowie der internen und externen Kritik und Zustimmung beider Konfessionen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der GE nachzuzeichnen und zu untersuchen, wie die verschiedenen Parteien auf den erzielten Konsens reagiert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, die offizielle Dokumente, Stellungnahmen beider Dialogpartner sowie zeitgenössische theologische Meinungsäußerungen aus Deutschland auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entstehung des Textes, die Analyse der Struktur der GE und die detaillierte Betrachtung der Reaktionen von evangelischer und katholischer Seite.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Rechtfertigungslehre, ökumenischer Dialog, Konsens, Konfessionstrennung und kirchliche Rezeption.

Wie wird in der Arbeit mit der evangelischen Kritik an der GE umgegangen?

Die Autorin stellt die Positionen der kritischen Stimmen (z.B. der Erklärung evangelischer Hochschullehrer) dar und setzt diese in Beziehung zu den verteidigenden Argumenten, etwa von Ulrich Kühn.

Welche Rolle spielen die Präzisierungen der katholischen Kirche für das Verständnis der GE?

Die Arbeit erklärt, dass die "Präzisierungen" in der katholischen Antwort zu Missverständnissen führten, die durch spätere Stellungnahmen (Kardinal Cassidy) dahingehend geklärt wurden, dass der Konsens in den Grundwahrheiten gewahrt bleibt.

Warum ist die Abendmahlsgemeinschaft ein zentraler Punkt der Kritik nach zehn Jahren?

Kritiker führen das Ausbleiben der Abendmahlsgemeinschaft als Beleg dafür an, dass der Konsens in der Rechtfertigungslehre entweder unzureichend sei oder die Bedeutung der Lehre in der Praxis der Kirchen nachgelassen habe.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre
Subtítulo
Einige Betrachtungen zu Entstehung und Rezeption dieses Dokuments
Universidad
University of Erfurt  (Katholisch-Theologische Fakultät)
Curso
Vorlesung Ökumene
Calificación
2,0
Autor
Dipl. theol. Brigitte Benz (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
15
No. de catálogo
V194365
ISBN (Ebook)
9783656194668
ISBN (Libro)
9783656197317
Idioma
Alemán
Etiqueta
Rechtfertigungslehre Gemeinsame Erklärung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dipl. theol. Brigitte Benz (Autor), 2010, Die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194365
Leer eBook
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