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Das Pferd - ein Lernhelfer für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche

Eine Studie zur Tiergestützten Pädagogik mit Pferden

Título: Das Pferd - ein Lernhelfer für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2011 , 81 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Christiane Bütow (Autor)

Pedagogía - Pedagogía curativa y especial
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1. Einleitung
Seit einigen Jahren werden in der Bundesrepublik Deutschland immer weniger Kinder geboren, die Anzahl der Kinder und Jugendlichen mit dem Förderbedarf emotionale und soziale Entwicklung steigt jedoch weiter an. Es gibt für sie verschiedene Maßnahmen einer sonderpädagogischen Förderung. Doch bevor verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche diese erhalten, müssen gewisse Kriterien bzgl. ihres Verhaltens erfüllt werden.
Die sonderpädagogische Förderung kann bereits bei Kleinkindern in Kindertageseinrichtungen oder sonderpädagogischen Fördereinrichtungen stattfinden. Mit Erreichen des Schuleintrittsalters werden Kinder mit auffälligem Verhalten dann z.B. im gemeinsamen Unterricht mit anderen Schülern an einer Regel-schule oder gesondert an einer Förderschule unterrichtet und erhalten dort eine für sie speziell abgestimmte Förderung. Auf Grund der Vielfältigkeit des Förderbedarfs gibt es viele „differenzierte und konzeptionell verschiedenartige Formen vorbeugender Maßnahmen“ (Kultusministerkonferenz 2000, S. 20), wie z.B. mobile Beratungs- und Unterstützungsdienste. Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd ist eine besondere Maßnahme der Prävention und Intervention, die mit verhaltensauffälligen Schülern außerhalb des Klassenzimmers durchgeführt werden kann.
Schon in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts begannen Pädagogen und Psychologen das Reiten genauer das Voltigieren bei Kindern mit unterschiedlichem Problemverhalten einzusetzen. Diese Maßnahme hat sich bis heute bewährt und ihr wird zunehmend eine große Bedeutung in Bezug auf Kinder und Jugendliche mit auffälligem Verhalten zugeschrieben.
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung des Pferdes als Lernhilfe vor allem für den Erwerb und die Festigung von emotionalen und sozialen Kompetenzen bei Schülern mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung zu verdeutlichen. Hierbei wird die Tiergestützte Pädagogik mit Pferden als mögliche Maßnahme und deren Wirkweise vorgestellt sowie mittels einer explorativen Studie durch die Befragung von Reitpädagogen der pädagogische Einsatz und die Wirkung des Mediums Pferd bei bzw. auf verhaltensauffällige(n) Kinder und Jugendliche in der Praxis untersucht.
Zu diesem Zweck werden in einem ersten Teil die Grundlagen bzgl. ‘Verhaltensauffälligkeiten‘ vorgestellt, um u.a. einen Überblick über den besonderen Förderbedarf von Kindern und Jugendlichen mit auffälligem Verhalten zu er-halten. Im zweiten Teil wird die Tiergestützte Pädagogik...

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen ‘Verhaltensauffälligkeit‘

2.1 Begriffliche Bestimmung ‘Verhaltensauffälligkeit‘

2.2 Klassifikation

2.3 Häufigkeit von Verhaltensauffälligkeiten und Risikofaktoren

2.4 Legitimation und Gestaltung des sonderpädagogischen Förderbedarfs

3. Tiergestützte Pädagogik mit Pferden

3.1 Tiere und Pädagogik

3.2 Der geschichtliche Verlauf der Tiergestützten Pädagogik mit Pferden

3.3 Die Vier Säulen der Tiergestützten Arbeit mit Pferden

3.3.1 Hippotherapie

3.3.2 Heilpädagogische Förderung

3.3.3 Reiten für Menschen mit Behinderung

3.3.4 Ergotherapeutische Behandlung

3.4 Erlebnispädagogik mit dem Pferd

3.5 Die Ausbildung von Reitpädagogen und die Finanzierung der Tiergestützten Pädagogik mit Pferden

3.6 Die Ausgangsbasis der Tiergestützten Pädagogik mit Pferden

3.6.1 Die Theorie der Mensch-Tier-Beziehung

3.6.2 Das Beziehungsdreieck

3.7 Die Bedeutung des pädagogischen Einsatzes von Pferden bei verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern

4. Der Einsatz und die Wirkung der Tiergestützten Pädagogik mit Pferden bei verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern: eine explorative Studie

4.1 Theoretischer Hintergrund der Datenerhebung

4.2 Fragestellungen und Hypothesen

4.3 Methode

4.3.1 Beschreibung des Erhebungsinstruments

4.3.2 Auswahl der Stichprobe

4.4 Untersuchungsdurchführung

4.5 Beschreibung der Stichprobe

4.6 Datenanalyse

4.7 Ausblick

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, das Pferd als Lernhilfe zur Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen bei Schülern mit entsprechendem Förderbedarf zu untersuchen und mittels einer explorativen Studie die Wirksamkeit dieses Ansatzes in der Praxis zu belegen.

  • Bedeutung des Pferdes als Medium in der Pädagogik
  • Rechtliche und konzeptionelle Grundlagen sonderpädagogischer Förderung
  • Methodische Ansätze der Tiergestützten Pädagogik mit Pferden
  • Empirische Analyse der Wirkungsweise aus Sicht von Reitpädagogen

Auszug aus dem Buch

3.6.1 Die Theorie der Mensch-Tier-Beziehung

Tier und Mensch haben seit mehreren tausend Jahren eine gemeinsame Geschichte. Ihre Beziehung zueinander veränderte sich im Laufe der Zeit bedingt durch kulturelle Entwicklungen. Die Beziehung und das Denken der Menschen zu bzw. über bestimmte Tierarten wandelten sich aufgrund der Domestikation (vgl. Tipi 2011).

Die Tiere entwickelten sich vom Nutz- zum Haustier und wurden zum Freund des Menschen. Bis heute nehmen die Beziehungen zu Hund, Katze und Pferd eine Sonderrolle unter allen Mensch-Tier-Beziehungen ein (vgl. Opgen-Rhein 2011, S. 11 f.).

Die Biophilie-These beschreibt die Beziehung des Menschen zu Tieren und zur Natur. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts verwendete der Psychoanalytiker und Sozialpsychologe Erich Fromm den Begriff der Biophilie, die Liebe zum Lebendigen, als Grundstruktur des Charakters eines Menschen. Hierbei ging er beim Wesen des Menschen von einer Begeisterung zum Tier aus (vgl. Olbrich 2003, S. 73).

Edwards O. Wilson, ein Biologie, veröffentlichte im Jahre 1984 seine Auffassung in einem Buch wie folgt: „dass jeder Mensch ein natürliches Interesse an und eine Verbundenheit mit allen Lebewesen hat, was von Geburt an in seinen Genen verankert ist“ (Neumann 2008, S. 27).

Desweiteren war er der Ansicht, dass Menschen den Kontakt mit der Natur in einem ausreichenden Maße benötigen, um nicht krank zu werden, den Sinn des Lebens zu finden und sich zu verwirklichen. Die Ökologie des Lebens aktiviert folglich den Menschen, hilft ihm bei Entscheidungen und fördert die Lebensfähigkeit (vgl. Opgen-Rhein 2011, S. 12).

Wendet sich der Mensch nun von seiner natürlichen und lebendigen Umgebung ab, verliert er „aus heilpädagogischer (ganzheitlicher) Sicht etwas Wesentliches seines Seins“ (Kellert / Wilson 1993, zit. nach Tipi 2011). Mit Hilfe dieser Ansicht ist es nun auch möglich zu verstehen, weshalb die Entwicklungsstörungen bzw. -auffälligkeiten zunehmend bei Kindern und Jugendlichen auftreten, die sich heutzutage oft in eine technisierte Umgebung flüchten bzw. sich vornehmlich dort aufhalten (vgl. Tipi 2011).

Damit eine Beziehung zwischen Tier und Mensch entstehen kann, muss eine „Du-Evidenz“ vorhanden sein. Darunter wird die Tatsache, dass Tiere und Menschen eine Beziehung eingehen können, verstanden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den zunehmenden Förderbedarf bei verhaltensauffälligen Kindern und stellt das Pferd als Lernhilfe zur Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen vor.

2. Grundlagen ‘Verhaltensauffälligkeit‘: Dieses Kapitel definiert und klassifiziert Verhaltensauffälligkeiten und diskutiert die notwendigen sonderpädagogischen Maßnahmen sowie deren Legitimation.

3. Tiergestützte Pädagogik mit Pferden: Hier werden theoretische Grundlagen und die vier Säulen der tiergestützten Arbeit mit Pferden sowie die Bedeutung der Mensch-Tier-Beziehung dargestellt.

4. Der Einsatz und die Wirkung der Tiergestützten Pädagogik mit Pferden bei verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern: eine explorative Studie: Dieses Kapitel präsentiert das methodische Vorgehen und die Ergebnisse einer explorativen Studie zur Einschätzung der Wirksamkeit pferdegestützter Maßnahmen durch Reitpädagogen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Bedeutung des pädagogischen Einsatzes von Pferden sowie die Grenzen der Finanzierung und der vorliegenden Studie.

Schlüsselwörter

Tiergestützte Pädagogik, Pferdegestützte Therapie, Verhaltensauffälligkeit, Sonderpädagogik, Emotionale und soziale Entwicklung, Explorative Studie, Reitpädagoge, Heilpädagogisches Reiten, Mensch-Tier-Beziehung, Prävention, Intervention, Selbstwahrnehmung, Sozialkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einsatz des Pferdes als Lernhilfe zur Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen von Verhaltensauffälligkeiten, die verschiedenen Methoden der tiergestützten Arbeit mit Pferden sowie die praktische Wirksamkeit dieser Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Bedeutung des Pferdes als Lernmittel zu verdeutlichen und durch eine explorative Studie aufzuzeigen, wie diese Arbeit in der Praxis zur positiven Verhaltensänderung beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine explorative Querschnittstudie mittels schriftlicher Fragebögen durchgeführt, um die Meinungen und Einschätzungen von Reitpädagogen zu erfassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Verhaltensstörungen, eine detaillierte Vorstellung tiergestützter Konzepte und die Auswertung der durchgeführten Expertenbefragung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Tiergestützte Pädagogik, Verhaltensauffälligkeit, Heilpädagogisches Reiten, emotionale und soziale Entwicklung sowie Selbstwahrnehmung.

Wie bewerten die Reitpädagogen den Erfolg der Maßnahmen?

Die befragten Fachkräfte bestätigen, dass pferdegestützte pädagogische Maßnahmen positive Effekte auf die Kontaktfähigkeit, den Umgang mit Gefühlen und das Selbstvertrauen der Kinder haben.

Welche Kritikpunkte nennt die Autorin an ihrer eigenen Studie?

Die Autorin weist auf die begrenzte Stichprobengröße, Schwierigkeiten bei der Abgrenzung von Prävention und Intervention bei den Befragten sowie die Problematik nicht zugelassener Mehrfachnennungen hin.

Final del extracto de 81 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Pferd - ein Lernhelfer für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche
Subtítulo
Eine Studie zur Tiergestützten Pädagogik mit Pferden
Universidad
University of Cologne  (Erziehungshilfe und sozial-emotionale Entwicklungsförderung)
Calificación
1,7
Autor
Christiane Bütow (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
81
No. de catálogo
V194371
ISBN (Ebook)
9783656996583
ISBN (Libro)
9783656996590
Idioma
Alemán
Etiqueta
Pferd Lernhilfe; emotionale und soziale Entwicklung; Erziehungshilfe; tiergestützte Pädagogik; pferdegestützte Pädagogik; Verhaltensauffälligkeit; Verhaltensstörung Ausbildung von Reitpädagogen Hippotherapie; Heilpädagogische Förderung; Reiten für Menschen mit Behinderung; Ergotherapeutische Behandlung Erlebnispädagogik; Mensch-Tier-Beziehung; Beziehungsdreieck Tiergestützte Arbeit Tiere und Pädagogik; sonderpädagogischer Förderbedarf; Klassifikation; Risikofaktoren;
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christiane Bütow (Autor), 2011, Das Pferd - ein Lernhelfer für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194371
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