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Der Ansatz der Politischen Ökologie

Dargestellt am Beispiel Ökotourismus

Título: Der Ansatz der Politischen Ökologie

Trabajo Escrito , 2011 , 15 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Sylvia Lorenz (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Geografía del turismo
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Bereits in den 1970er Jahren waren Politik und Wissenschaft dazu gezwungen, sich mit den Ursachen und Folgen der weltweit wachsenden Umweltprobleme zu beschäftigen. Die Zerstörung des Regenwaldes und Bodenerosion, Luft- und Wasserverschmutzung sowie Dürrekatastrophen und Desertifikation waren die Erscheinungen, welche durch das ungebremste Wachstum der Bevölkerung, der Wirtschaft und des Wohlstandes sowie durch „falsche“ Entwicklung hervorgingen.

Im Rahmen der Thematisierung der Umweltprobleme kam es zur Ausbildung von naturwissenschaftlich geprägten Ansätzen, welche sich auf Kausalitätsbeziehungen zw. Mensch und Umwelt konzentrierten. Die neo-malthusianische These der 1980er Jahre machte das enorme Bevölkerungswachstum für die Umweltprobleme verantwortlich (WATTS, M. 2000: 262). Das Konzept der nachhaltigen Entwicklung stellte die nachholende Entwicklung und das dafür benötigte Wachstum westlich-kapitalistischer Einflüsse in Frage. Insofern wurde die ökologische Degradierung lediglich als „Umwelt“-Problem angesehen. Die Relevanz der bestehenden Machtstrukturen bzw. der Einfluss politisch ökonomischer Faktoren wurde in der Regel ignoriert, sodass von einer apolitischen Grundidee gesprochen wird (AMMERING, U.; NEUBURGER, M.; SCHMITT, T. 2008: 95).

Die Entstehung der Politischen Ökologie geht bis in die 1970er Jahre zurück und wurde 1972 von Eric Wolf geprägt. Mitte der 1980er Jahre wurde der theoretische Ansatz der Politischen Ökologie, welcher die geringe Berücksichtigung politischer, ökonomischer und sozialer Dimensionen bei der Erklärung von Umweltveränderungen bemängelte, den apolitischen Grundideen entgegengesetzt (ROBBINS, P. 2004: 5).

In der vorliegenden Arbeit wird zunächst die Politische Ökologie mit ihren verschiedenen Ansätzen dargestellt. Folgend wird eine zum Ende der 1990er Jahre von der Autorin E. YOUNG durchgeführte Studie vorgestellt, in der aus der Perspektive der Politischen Ökologie der Ökotourismus in Mexiko untersucht wurde.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Politische Ökologie

2.1 Definition

2.2 Forschungsrichtungen

3 Forschungsansätze der Third World Political Ecology

3.1 Chain of explanation

3.2 Politische Diskurse

3.3 Sozio-ökonomische Merkmale

3.4 Akteursorientierter Ansatz

3.5 Kritische Betrachtung zur „chain of explanation

4 Fallbeispiel: Ökotourismus in Baja California Sur, Mexiko (E. H. Young)

4.1 Hintergrund

4.2 Konflikte in San Ignacio

4.3 Folgen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den theoretischen Ansatz der Politischen Ökologie, um ein besseres Verständnis für die sozio-ökonomischen und machtpolitischen Hintergründe von Umweltkonflikten zu entwickeln, wobei der Ökotourismus in Mexiko als konkretes Fallbeispiel dient.

  • Grundlagen und Definitionen der Politischen Ökologie
  • Theoretische Forschungsansätze (u.a. Chain of Explanation)
  • Machtverhältnisse und Akteursinteressen in der Ressourcenverwaltung
  • Umweltkonflikte im Kontext des Ökotourismus
  • Soziale Auswirkungen der touristischen Kommerzialisierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Chain of explanation

In einem Ansatz der Third World Political Ecology werden ein spezielles oder mehrere Umweltprobleme untersucht und erklärt (Bodenerosion, Abholzung tropischer Wälder, Wasserverschmutzung oder Landdegradierung). Dieser Ansatz ist in vielerlei Hinsicht ein traditionell geographisches Forschungsthema, bei dem der menschliche Einfluss auf die physische Umwelt analysiert wird, aber zusätzlich mit einem politischen-ökonomischen Beigeschmack. BLAIKIEs (1985) Studie über die politische Ökonomie der Bodenerosion erläutert dieses Problem in der Form einer Hierarchie von miteinander verknüpften sozialen, politischen und ökonomischen Kräften, welche auf lokaler, regionaler und globaler Ebene wirken. BLAIKIE und BROOKFIELD (1987) haben diese Studie ausgearbeitet mit Bezug auf die umfassenderen Probleme der Landdegradierung. Im Zuge dieser Arbeiten entstand der Ansatz der „chain of explanation“ (BRYANT, R.; BAILEY, S. 1997: 20-21).

Methodischer Ansatzpunkt der der „chain of explanation“ ist eine sich über mehrere Betrachtungsebenen erstreckende Verursachungskette, in welcher das Handeln und die Interessen der Akteure in Zusammenhang mit Umweltveränderungen gebracht werden. Hierbei handelt es sich um eine Methode, welche verschiedene geographische Skalen und sozio-ökonomische Hierarchien (Person, Haushalt, Dorf, Region, Staat, Welt) analysiert (BLAIKIE, P. 1999: 132). Dabei sind physische Umweltprobleme nicht isoliert an einem lokalen Ort zu betrachten, sondern auf mehreren, oftmals miteinander verflochtenen Handlungsebenen in einen sozialen und ökonomischen Kontext zu stellen. Unter Berücksichtigung der lokalen Ebene sowie nationaler und globaler Einflüsse besteht das Ziel folglich darin, komplexe Ursache-Wirkungszusammenhänge zu durchleuchten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Umweltveränderungen ein und stellt die Politische Ökologie als Gegenentwurf zu apolitischen Umweltansätzen vor.

2 Die Politische Ökologie: Dieses Kapitel erläutert, dass die Politische Ökologie ein transdisziplinärer Analyserahmen ist, der soziale, politische und ökologische Faktoren bei der Untersuchung von Umweltproblemen integriert.

3 Forschungsansätze der Third World Political Ecology: Hier werden zentrale methodische Ansätze wie die "chain of explanation", die Rolle politischer Diskurse sowie sozio-ökonomische und akteursorientierte Perspektiven diskutiert.

4 Fallbeispiel: Ökotourismus in Baja California Sur, Mexiko (E. H. Young): Dieses Kapitel analysiert anhand der Studie von E. H. Young, wie sich der Ökotourismus auf die lokalen Ressourcen und sozialen Konflikte in den mexikanischen Fischerdörfern auswirkt.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Ökotourismus oft zu einer Verschärfung von Konflikten um den Zugang zu Ressourcen führt und unterstreicht die Relevanz der Politischen Ökologie als dynamisches Forschungsfeld.

Schlüsselwörter

Politische Ökologie, Umweltkonflikte, Ökotourismus, Chain of Explanation, Machtverhältnisse, Ressourcennutzung, Soziale Marginalisierung, Nachhaltige Entwicklung, Third World Political Ecology, Akteursorientierter Ansatz, Landdegradierung, Baja California Sur, Umweltgerechtigkeit, Anthropogener Einfluss, Globaler Kapitalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem theoretischen Ansatz der Politischen Ökologie, welcher soziale, politische und ökonomische Faktoren in die Analyse von Umweltveränderungen einbezieht, anstatt diese lediglich als rein naturwissenschaftliche Probleme zu betrachten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Entstehung der Politischen Ökologie, deren verschiedene Forschungsansätze, die Untersuchung von Machtstrukturen bei der Ressourcennutzung und die konkrete Anwendung dieser Perspektive auf den Ökotourismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Komplexität von Umweltkonflikten darzustellen und zu verdeutlichen, dass diese oft das Resultat ungleicher Machtverhältnisse und widerstreitender Interessen verschiedener Akteure sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt methodische Ansätze der Politischen Ökologie wie die "chain of explanation", welche Ursache-Wirkungszusammenhänge über verschiedene räumliche und soziale Skalen hinweg analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung politisch-ökologischer Forschungsansätze und deren Anwendung auf ein Fallbeispiel zur touristischen Nutzung von Grauwalen in Mexiko.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Politische Ökologie, Machtverhältnisse, Umweltkonflikte, Ressourcenzugang und Ökotourismus definiert.

Wie beeinflussen externe Akteure die Konfliktsituation in San Ignacio?

Externe, oft wirtschaftlich mächtigere Akteure greifen in lokale Prozesse ein, sichern sich Exklusivrechte und ignorieren dabei häufig die Interessen der lokalen Bevölkerung, was zu sozialen Spannungen und einer Verschärfung des Konkurrenzkampfes um Ressourcen führt.

Welche Rolle spielt der Ökotourismus laut dem Fazit der Autorin?

Obwohl Ökotourismus als umweltfreundliche Einnahmequelle gilt, zeigt das Fazit, dass er häufig zu einer Kommerzialisierung führt, die ökologische Risiken birgt und wirtschaftliche Vorteile ungleich verteilt, was traditionelle Strukturen gefährdet.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Ansatz der Politischen Ökologie
Subtítulo
Dargestellt am Beispiel Ökotourismus
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Geographisches Institut)
Curso
Kulturgeographie
Calificación
2,3
Autor
Sylvia Lorenz (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
15
No. de catálogo
V194400
ISBN (Ebook)
9783656194514
ISBN (Libro)
9783656197676
Idioma
Alemán
Etiqueta
ansatz politischen ökologie dargestellt beispiel ökotourismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sylvia Lorenz (Autor), 2011, Der Ansatz der Politischen Ökologie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194400
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