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"Nur noch fünf Minuten ..." Das Internet als eine moderne Droge?

Título: "Nur noch fünf Minuten ..." Das Internet als eine moderne Droge?

Trabajo de Seminario , 2009 , 44 Páginas , Calificación: 1,00

Autor:in: Markus Mair (Autor)

Medios / Comunicación - Multimedia, internet, nuevas tecnologías
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"Ist Internetsucht eine Erfindung der Medien […], oder ist Internetsucht ein reales psychologisches Phänomen […]?" (Hahn/Jerusalem 2001: 2).

Eine Studie des europäischen Marktforschungsinstitutes „EITO“, welche vom „BITKOM “ in Auftrag gegeben wurde, ergab, dass 2009 bereits 1,421 Milliarden Menschen das Internet nutzen. Im Vergleich dazu lag die Nutzerzahl im Jahr 1989 lediglich bei 500.000 Menschen (vgl. Morahan-Martin 2005: 39), dies verdeutlicht die explosive Entwicklung des Internets zum Massenmedium. Trotz, oder gerade wegen der kurzen Zeitspanne in der sich das neue Medium Internet entwickelt hat, ist die Angst vor dieser neuen Technologie scheinbar besonders stark ausgeprägt.

Der Begriff „Internetsucht“ und sogar deren Existenz sind sehr umstritten, die Frage spaltet WissenschaftlerInnen in zwei Lager.
Viele Psychologen und Psychologinnen reagieren auf die Bezeichnung „Internetsucht“ sehr ablehnend, da bei dieser Sucht keine Zeichen von lebensbedrohlicher Abhängigkeit zu erkennen sind, wie es zum Beispiel bei der Alkohol- oder Drogensucht der Fall ist, es fehlen auch die lebensbedrohlichen Entzugssymptome. Es gibt zwar eindeutige Entzugsmerkmale wie Angstzustände, Schüttelfrost und Nervosität, die sich körperlich äußern, jedoch können diese nicht zum Tod führen, wie es zum Beispiel beim Alkohol- oder Drogenentzug der Fall ist. Auch existiert keine Möglichkeit, an einer Überdosis Internet zu sterben, wie bei anderen Süchten.

Es wäre leichtsinnig, dieses Phänomen als eine neue Krankheit zu definieren, da es zu wenige psychologische Forschungsarbeiten gibt, so der Tenor der Gegner, man könne aufgrund einiger Erfahrungsberichte und Umfragen keine neue Krankheit bestimmen. Zudem könne man auch nicht feststellen, was beim Internet abhängig macht, bei anderen Drogen, wie Alkohol oder suchterzeugenden Stoffen, sind es die enthaltenen Substanzen, die den Körper abhängig machen, im Falle des Internets gäbe es so etwas nicht.

Ziel dieser Arbeit ist es nun, anhand vorliegender Literatur zu versuchen, Kriterien für die Definition der Internetsucht als typische Suchterkrankung zu finden. Untersucht werden sollen dabei sowohl die sozialen Hintergründe der Betroffenen, mögliche Ursachen für die Abhängigkeit und natürlich die psychischen und physischen Symptome, die die Abhängigen aufweisen. Vor allem soll aber geklärt werden, ob die Internetabhängigkeit aus medizinischer Sicht als Suchtkrankheit definiert werden kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Klärung zentraler Begriffe

3. Studien zum Phänomen

3.1. Kimberly Young – „Caught in the net”

3.2. Hans Zimmerl – „Internetsucht – eine neumodische Krankheit?“

3.3. Frank van Well – „Psychologische Beratung im Internet“

3.4. Andrè Hahn & Matthias Jerusalem – „Internetsucht: Jugendliche gefangen im Netz“

3.5. Silvia Kratzer – „Pathologische Internetnutzung“

3.6. Chronologische Zusammenfassung der Erforschung

3.7. Analyse und Vergleich der Vorgangsweisen diverser Studien

4. Pathologische Internet Nutzung – die Krankheit

4.1. Ursachen

4.2. Symptomatik

4.3. Diagnosemethoden

4.4. Behandlung

4.5. Präventionsmöglichkeiten

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, anhand der vorliegenden Literatur Kriterien für die Definition der Internetabhängigkeit als typische Suchterkrankung zu finden. Dabei werden sowohl soziale Hintergründe der Betroffenen als auch mögliche Ursachen, psychische und physische Symptome sowie Therapiemöglichkeiten untersucht, um die Forschungsfrage zu beantworten, ob Internetabhängigkeit medizinisch als Suchtkrankheit definiert werden kann.

  • Historische und aktuelle Entwicklung der Internetnutzung und der Suchtforschung.
  • Kritische Analyse und Vergleich verschiedener wissenschaftlicher Studien zum Thema.
  • Untersuchung von Risikofaktoren, Symptomatiken und Verleugnungsstrategien bei Internetabhängigen.
  • Vorstellung diagnostischer Methoden und therapeutischer Ansätze.
  • Diskussion über Präventionsmaßnahmen und Medienkompetenz.

Auszug aus dem Buch

3.1. Kimberly Young – „Caught in the net”

Die erste Studie zur pathologischen Internet Nutzung wurde von Kimberly Young 1998 veröffentlicht, nachdem sie bereits 1996 auf der „Annual American Psychological Association Conference“ auf dieses Thema aufmerksam gemacht hatte. Mit der Veröffentlichung von „Cought in the net - how to recognize the signs of internet addiction and a winning strategy for recovery” legte sie den Grundstein für die Erforschung der neuen Krankheit.

Die TeilnehmerInnen an Youngs Studie waren Freiwillige, welche sich auf nationale und internationale Zeitungsannoncen, über Flyer an Universitäten, sowie Einträge in einschlägigen „Newsgroups“ oder direkt über Youngs Homepage gemeldet hatten. Die Probanden konnten telefonisch, oder auf elektronischem Wege einen Fragebogen beantworten, welcher anschließend ausgewertet wurde. Insgesamt kam Young auf eine Teilnehmerzahl von 596 Personen, davon 221 männliche mit einem Durchschnittsalter von 27 Jahren und 375 weibliche Probanden, welche ein durchschnittliches Alter von 35 Jahren erreichten (vgl. Young 1998b: 239). Eine demographische Auswertung ergab, dass knapp die Hälfte der Probanden (42%) keiner geregelten Arbeit nachging (vgl. ebd.).

Nach ausführlicher Auswertung der Fragebögen wurden 496 Personen als pathologische Internet Nutzer klassifiziert und die restlichen 100 Probanden wurden der Gruppe der Nicht pathologischen Internetnutzer zugeordnet, wobei bei den PIN der Anteil der Frauen und bei den Nicht-PIN der Männeranteil überwog (vgl. ebd.). Für die Gruppe der PIN wurde eine durchschnittliche Onlinezeit von ca. 38,5 Stunden pro Woche (ausschließlich für außerberufliche Arbeiten) erhoben, im Vergleich dazu nutzten die Nicht-PIN das Internet lediglich für 4,9 Stunden in der Woche (vgl. Young 1998a: 74). Die bevorzugten Internetanwendungen waren für die PIN Chatrooms (35%), MUDs (28%), sowie Newsgroups (15%) und Email (13%), die Nicht-PIN hingegen nutzten das Internet hauptsächlich für Email (30%), Surfen im Netz (25%), Informationssuche (24%) und Newsgroups (10%) (vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Internetabhängigkeit ein und beleuchtet die Debatte um die Anerkennung als psychologisches Phänomen sowie die Forschungsziele.

2. Klärung zentraler Begriffe: Dieses Kapitel definiert grundlegende Suchtkonzepte der WHO und erläutert die Entstehung und Begrifflichkeiten rund um das Phänomen „Internetsucht“.

3. Studien zum Phänomen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene internationale und deutschsprachige Studien sowie deren methodische Ansätze und Erkenntnisse.

4. Pathologische Internet Nutzung – die Krankheit: Dieses Kapitel behandelt die medizinischen und psychologischen Aspekte, Ursachen, Symptome sowie Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bei Internetabhängigkeit.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Internetabhängigkeit und notwendige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Internetabhängigkeit, Pathologische Internetnutzung, Internetsucht, Suchtkrankheit, Medienkompetenz, Psychische Störungen, Online-Chat, Internetnutzung, Studien, Diagnosemethoden, Therapie, Impulsivität, Prävention, Online-Verhalten, Suchtpotenzial.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Internetsucht und untersucht, ob Internetabhängigkeit aus wissenschaftlicher Sicht als eigenständige Suchtkrankheit definiert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Definition der Internetsucht, die Analyse relevanter Studien der vergangenen 14 Jahre, die psychologischen Hintergründe der Betroffenen sowie Diagnose- und Behandlungsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Kriterien für die Definition der Internetabhängigkeit als typische Suchterkrankung zu erarbeiten und zu klären, ob sie als solche medizinisch eingestuft werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die diverse quantitative und empirische Studien analysiert, vergleicht und interpretativ auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung wegweisender Studien, die Untersuchung von Ursachen und Symptomen sowie die Diskussion diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Internetabhängigkeit, Pathologische Internetnutzung, Internetsucht, Suchtkrankheit, Medienkompetenz und psychische Begleiterkrankungen.

Wie unterscheiden sich die diagnostizierten Suchtstadien laut Hans Zimmerl?

Zimmerl unterscheidet zwischen einem Gefährdungsstadium (bis 3 Monate), einem kritischen Stadium (mindestens 4 Diagnosekriterien innerhalb von 6 Monaten) und einem chronischen Stadium (länger als 6 Monate mit irreversiblen sozialen Schäden).

Welche Rolle spielt die Rolle von Depressionen bei Internetabhängigkeit?

Laut der Studie von Silvia Kratzer (2006) ist Depression bei pathologischen Internetnutzern oft nicht als Symptom, sondern als Ursache für die Suchtentwicklung anzusehen.

Warum wird die „Selbstselektivität“ in Studien kritisiert?

Kritiker wie Hahn und Jerusalem weisen darauf hin, dass die überproportionale Teilnahme von Menschen, die sich selbst als süchtig einschätzen, zu einer systematischen Verzerrung der Stichproben in vielen Studien führt.

Final del extracto de 44 páginas  - subir

Detalles

Título
"Nur noch fünf Minuten ..." Das Internet als eine moderne Droge?
Universidad
University of Salzburg  (Kommunikationswissenschaft)
Calificación
1,00
Autor
Markus Mair (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
44
No. de catálogo
V194434
ISBN (Ebook)
9783656197003
ISBN (Libro)
9783656198024
Idioma
Alemán
Etiqueta
Internetsucht Internetabhängigkeit Pathologische Internet Nutzung Internet addiction Nur noch fünf Minuten Caught in the net Kimberly Young
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Markus Mair (Autor), 2009, "Nur noch fünf Minuten ..." Das Internet als eine moderne Droge?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194434
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