Employability fordert den Arbeitnehmer mehr denn je. Lebenslanges Lernen ändert aber auch, neben den Arbeitsanforderungen des Erwerbstätigen, die Arbeitsanforderungen an den Arbeitgeber. Kann so wirklich Arbeitsplatzsicherheit gewährleistet werden? Welche Auswirkungen hat das neue Arbeitskonzept für die heutige Lebensbiographie des Einzelnen? Ein Versuch, am Beispiel des Blended Learning, Vorteile und Nachteile gegeneinander aufzuwiegen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsdefinitionen
2.1 Employability
2.2 Lebenslanges Lernen
3. Employability
3.1 Beispiel: Blended Learning
4. Lebenslanges Lernen
4.1 Anforderungen an den Arbeitgeber
4.2 Anforderungen an den Arbeitnehmer
5. Zukunftsperspektive
6. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit untersucht, inwiefern das Konzept der Employability als Strategie zur Arbeitsplatzsicherung in der heutigen Wissensgesellschaft dient und welche Rolle das lebenslange Lernen dabei spielt.
- Wandel der Arbeitswelt und Anforderungen an Qualifikationen
- Begriffsbestimmung von Employability und lebenslangem Lernen
- Bedeutung der Eigenverantwortung und Lernbereitschaft
- Praxisbeispiel: Blended Learning als Instrument der Weiterbildung
- Herausforderungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber durch neue Beschäftigungsstrukturen
Auszug aus dem Buch
3.1 Beispiel: Blended Learning
Blended Learning wird aus dem englischen abgeleitet ( Blender= Mixer) und umschreibt damit das Konzept. Es sollen keine klassischen Lernformen ersetzt, sondern durch einen Methodenmix ergänzt und bereichert werden(vgl. Speck, Peter; Employability, S.182). Ich wählte dieses Beispiel aus, weil ich mir vorstellen kann, dass sich dieser Methodenmix durchaus in der Zukunft durchsetzen kann. Dafür sprechen meiner Meinung nach die Tatsachen, dass verschiedene Methoden einerseits verschiedene Lerntypen ansprechen, andererseits sich dieses Lernen für Betriebe anbietet.
Das Blended Learning schließt ein Selbststudium, meist durch e learning mit ein, welches in Seminaren, Gruppenarbeiten und im Erfahrungsaustausch weitererarbeitet wird. Die Phase des Selbststudiums spart Seminarzeit und Entgelt, da in der Regel davon auszugehen ist, dass der „Blended Learner“ diese Vorbereitungen nicht während der Arbeitszeit erarbeitet.
Blended Learning ist für mich deshalb ein Beispiel der Employability, weil es hohe Eigenmotivation der Lernenden voraussetzt ( Selbststudium ), der Betrieb aber seinen Mitarbeitern die Seminare anbietet und somit eine Möglichkeit schafft, seinen Stab weiterzubilden aber damit gleichzeitig auch seinen Betrieb auf einem aktuellen Wissenstand halten kann ( vgl. Speck. 2004. S.181-194)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Arbeitswelt durch Globalisierung und technischen Fortschritt und führt das Konzept der Employability als Antwort auf die veränderte Arbeitsplatzsicherheit ein.
2. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe Employability, definiert über Fach-, Sozial- und Methodenkompetenz, sowie das lebenslange Lernen als notwendiger Aktualisierungsprozess erläutert.
3. Employability: Das Kapitel beschreibt den Übergang zur Wissensgesellschaft, in der der Arbeitnehmer zum Leistungsgeber wird und Eigenverantwortung für seine Karriere übernimmt.
4. Lebenslanges Lernen: Hier werden die gegenseitigen Anforderungen an Arbeitgeber und Arbeitnehmer diskutiert, wobei insbesondere der Bedarf an Flexibilität, Lernfähigkeit und Gesundheit betont wird.
5. Zukunftsperspektive: Es wird analysiert, wie sich der Arbeitsmarkt langfristig entwickelt und welche Risiken, aber auch Chancen, die ständige Anpassung für den Einzelnen mit sich bringt.
6. Resümee: Das Resümee zieht ein Fazit zur Bedeutung von Employability und kritisiert die drohende Subjektivierung von Arbeit sowie die Notwendigkeit, den Menschen bei allen Effizienzforderungen als Individuum zu respektieren.
Schlüsselwörter
Employability, lebenslanges Lernen, Wissensgesellschaft, Arbeitsplatzsicherung, Eigenverantwortung, Fachkompetenz, Blended Learning, Personalentwicklung, beruflicher Wandel, Weiterbildung, Beschäftigungsfähigkeit, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz, Arbeitsmarkt, Qualifikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Employability und lebenslangem Lernen als zentrale Strategien zur Sicherung des Arbeitsplatzes in der modernen Bundesrepublik Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit deckt Themen wie den Wandel zur Wissensgesellschaft, die Gestaltung von Berufsbiographien, die Anforderungen an Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie die psychologischen Aspekte von Weiterbildung ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie das Konzept der Employability dem Einzelnen dabei hilft, seine Beschäftigungsfähigkeit in einem sich dynamisch wandelnden Arbeitsmarkt zu erhalten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Auswertung aktueller Fachliteratur und bildungspolitischer Diskurse basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen, die ökonomischen Rahmenbedingungen der Wissensgesellschaft sowie spezifische Anforderungen an die Lernfähigkeit und Selbstorganisation von Arbeitnehmern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Employability, lebenslanges Lernen, Wissensgesellschaft, Eigenverantwortung und berufliche Weiterbildung.
Welche Rolle spielt Blended Learning im Kontext der Arbeit?
Blended Learning wird als ein praxisnahes Modell angeführt, das durch die Kombination von Selbststudium und Präsenzphasen sowohl die Eigenmotivation des Arbeitnehmers fördert als auch die Effizienz betrieblicher Weiterbildung steigert.
Wie bewertet die Autorin die langfristige Entwicklung der Arbeitswelt?
Die Autorin sieht Employability als unausweichliche Notwendigkeit, warnt jedoch vor einer zunehmenden Subjektivierung der Arbeit, bei der das Wohlbefinden des Individuums hinter die reine Konkurrenzfähigkeit zurückfallen könnte.
Warum ist Gesundheit ein zentraler Faktor für Employability?
Laut der Arbeit ist Gesundheit eine Grundvoraussetzung, um den ständigen Anpassungsdruck und die Anforderungen lebenslangen Lernens dauerhaft bewältigen zu können.
- Citation du texte
- Stefanie Kniese (Auteur), 2010, Employability - Lebenslanges Lernen im Bestreben nach Arbeitsplatzsicherheit in der BRD, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194489