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Der Seeräuberkrieg des Pompeius im Jahre 67 vor Christus

Title: Der Seeräuberkrieg des Pompeius im Jahre 67 vor Christus

Term Paper (Advanced seminar) , 1999 , 28 Pages , Grade: 1

Autor:in: Jens Rickels (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

Der Seeräuberkrieg des Pompeius Magnus (67 v. Chr.) ist in der Geschichte der antiken Piraterie ein herausragendes Ereignis: Die Aktion bezog innerhalb eines kurzen Zeitraums das gesamte Mittelmeer mit ein und hatte somit für damalige Verhältnisse ein immenses Ausmaß. Sie bildete den Schlusspunkt für eine Periode besonders starker Bedrohung durch das Piratentum auf dem Mittelmeer. Das Vorgehen des Pompeius gegen die Seeräuber ist Thema dieser Arbeit.
In der Einleitung wird u.a. auch auf die Quellen- und Literaturlage eingegangen: Zum Piratentum im Zeitraum von ca. 100 bis 67 v. Chr. und speziell zum Seeräuberkrieg des Pompeius sind zahlreiche Zeugnisse vorhanden. Die Überlieferung ist allerdings einseitig griechisch-römisch geprägt. Insbesondere Selbstzeugnisse der Piraten fehlen. Bei der Erforschung der antiken Seeräuberei hat sich in den letzten Jahrzehnten eher wenig getan; man neigt aber in der neueren Literatur immerhin zu einer differenzierteren und weniger einseitigen Sichtweise.
Der folgende Abschnitt behandelt die Vorgeschichte: Dabei wird zum einen die Entstehung der so genannten kilikischen Piraterie beleuchtet. Sie ist es vor allem, die in dieser Zeit relevant war. Zum anderen findet die Lage in der 1. Hälfte des 1. Jhs. v. Chr. Berücksichtigung - einschließlich der wenig erfolgreichen Aktionen gegen die Seeräuber vor dem Jahr 67.
Das darauf folgende Kapitel beschäftigt sich ausführlich mit dem Seeräuberkrieg des Pompeius selbst. Es wird dargestellt, wie es dazu kam, wie vorgegangen wurde, wie er endete und welches die unmittelbaren Folgen waren. Zur Vervollständigung des Bildes richtet dann ein gesonderter Abschnitt das Augenmerk auf den speziellen Kriegsschauplatz Kreta und auf das dortige Eingreifen des Pompeius. Danach wird auf die weitere Entwicklung und die langfristigen Folgen eingegangen: Genauer geht es um einige mit dem Seeraub, Pompeius bzw. Kilikien zusammenhängende Aspekte in der Zeit nach 67. Dabei darf man sich freilich zeitlich nicht zu weit entfernen, auf keinen Fall ins 3. Jh. n. Chr. hinein, da dann nicht nur allgemein der Abstand zu groß würde, sondern auch die Wirren dieser Zeit eine völlig neue Lage schaffen. Den Abschluss bildet eine Zusammenfassung der Ergebnisse mit Fazit und Ausblick.
Im allgemeinen ist das Vorgehen chronologisch. Dort allerdings, wo es zur besseren Verdeutlichung des Sachverhalts notwendig erscheint, werden thematisch zusammengehörende Aspekte auch zusammen in einem Abschnitt geschildert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorgeschichte: Die kilikische Piraterie und römische Gegenmaßnahmen vor 67 v. Chr.

3 Der Seeräuberkrieg des Pompeius

3.1 Die Lage Anfang 67 und die Lex Gabinia

3.2 Das Vorgehen des Pompeius

3.3 Ergebnis und unmittelbare Folgen des Seeräuberkriegs

4 Die Ereignisse auf Kreta und Pompeius‘ dortiges Eingreifen

5 Nachgeschichte: Aspekte zu Pompeius, der Seeräuberei und Kilikien nach 67 v. Chr.

6 Schluß: Resümee und Ausblick

7 Quellen- und Literaturverzeichnis

7.1 Liste der benutzten Quellen

7.2 Liste des benutzten Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Seeräuberkrieg des Pompeius Magnus im Jahr 67 v. Chr. als entscheidenden Wendepunkt in der antiken Geschichte der Piraterie. Ziel ist es, die Vorgeschichte, das strategische Vorgehen Pompeius' sowie die unmittelbaren Ergebnisse und langfristigen Folgen dieser großangelegten militärischen Operation zu analysieren.

  • Entwicklung und Dynamik der kilikischen Piraterie im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr.
  • Die Rolle der Lex Gabinia und die damit verbundenen prokonsularischen Vollmachten.
  • Militärische Strategie und Koordination der Flottenoperationen im gesamten Mittelmeerraum.
  • Die politische und humanitäre Komponente: Behandlung der Piraten und Ansiedlungsprogramme.
  • Die Auswirkungen auf die Versorgungslage Roms und das Verhältnis zu anderen Akteuren wie Metellus auf Kreta.

Auszug aus dem Buch

3.2 Das Vorgehen des Pompeius

Nach der Klärung der Vorbedingungen soll nun beleuchtet werden, auf welche Weise Pompeius vorging. Zunächst ist es wohl nicht sicher, inwieweit er die ihm zugestandenen Möglichkeiten ausgeschöpft hat, ob er z. B. wirklich alle 500 Schiffe soweit sie sich so schnell bauen ließen, und alle 20 Legionen im Einsatz hatte. Man kann vermuten, wenn es auch die Quellen so nicht eindeutig sagen, daß bei den dort angegebenen Zahlen um Höchstgrenzen handelte. Auch den Zeitraum von 3 Jahren benötigte er, wie wir sehen werden, bei weitem nicht. Zusätzlich zu den römischen Schiffen standen dem Oberbefehlshaber wohl auch solche von der Insel Rhodos zur Verfügung. Pompeius teilte das Meer, um es auf diese Weise ganz und vollständig zu erfassen, in eine Reihe von Bezirken- Plutarch in seiner Pompeius-Vita spricht von 13, was hinkommen kann, wie noch zu zeigen ist.

Dort sollte jeweils einer seiner Legaten mit ausreichender Militärmacht agieren, während er selbst als Oberbefehlshaber mit den 60 besten Schiffen mal hier und mal dort erschien, und vielleicht auch Piratenschiffe auf hoher See auftat, nahm oder wegtrieb. Genauere Angaben dazu, wie der Mittelmeerraum aufgeteilt war und welche Legaten jeweils zuständig waren, machen Appian und Florus, und am einleuchtendsten interpretiert hat die Quellen wohl Groebe. Ganz im Westen war ein Unterbefehlshaber namens Tiberius Nero bei den Säulen des Herkules, beim heutigen Gibraltar, positioniert, dafür sorgend, daß diese Meerenge verschlossen blieb. Vielleicht schloß das auch das westliche Nordafrika mit ein. Ein weiterer Legat, Manlius Torquatus, war zuständig für die Balearen, die als Piratennester damals und später ja durchaus bekannt waren, und für die iberische Küste.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema Seeräuberkrieg des Pompeius in den Kontext der antiken Geschichte und erläutert die quellenkritische Grundlage sowie die Forschungsrelevanz.

2 Vorgeschichte: Die kilikische Piraterie und römische Gegenmaßnahmen vor 67 v. Chr.: Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehung der kilikischen Piraterie und die aus Sicht des Autors weitgehend ineffektiven römischen Versuche, dieser Bedrohung vor 67 v. Chr. zu begegnen.

3 Der Seeräuberkrieg des Pompeius: Das Kernstück der Arbeit befasst sich mit der Lex Gabinia, dem strategischen Vorgehen Pompeius' im Mittelmeer sowie dem Ergebnis und den Folgen seines Feldzugs.

4 Die Ereignisse auf Kreta und Pompeius‘ dortiges Eingreifen: Dieser Abschnitt thematisiert das parallele militärische Vorgehen des Metellus auf Kreta und den Konflikt mit Pompeius aufgrund konkurrierender Kompetenzen.

5 Nachgeschichte: Aspekte zu Pompeius, der Seeräuberei und Kilikien nach 67 v. Chr.: Hier werden die langfristigen Auswirkungen der Aktion, der Triumphzug Pompeius' und die weitere Entwicklung der Piraterie bis in die Zeit des Sextus Pompeius analysiert.

6 Schluß: Resümee und Ausblick: Das Schlusskapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung des Seeräuberkrieges für die römische Politik sowie zukünftige Forschungsperspektiven.

7 Quellen- und Literaturverzeichnis: Dies ist ein systematisches Verzeichnis der verwendeten antiken Quellen und modernen Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Pompeius Magnus, Piraterie, Antike, Seeräuberkrieg, Lex Gabinia, Kilikien, Mittelmeer, Römische Geschichte, Metellus, Seeraub, Sklavenhandel, antike Seefahrt, Militärstrategie, Triumphzug, Sextus Pompeius.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Seeräuberkrieg des Pompeius Magnus aus dem Jahr 67 v. Chr. und untersucht, wie ein in großem Stil organisiertes Kommando die akute Piratenbedrohung im Mittelmeer wirksam bekämpfte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Entstehungsgeschichte der kilikischen Piraterie, die rechtliche Ermächtigung durch die Lex Gabinia, die operative Kriegsführung auf See sowie die soziale und politische Integration der Piraten durch Umsiedlungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die historischen Ereignisse des Seeräuberkrieges differenziert darzustellen und die Wirksamkeit der von Pompeius getroffenen Maßnahmen unter Berücksichtigung der kritischen Forschungsliteratur zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-philologische Methode, bei der antike Schriftzeugnisse (wie Appian, Plutarch und Cicero) systematisch ausgewertet und mit der modernen Forschungsliteratur kontrastiert werden.

Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt?

Im Zentrum steht der Ablauf des Seeräuberkrieges, die Aufteilung des Mittelmeeres in Unterbefehlsbezirke sowie die milde, aber effektive Strategie der Resozialisierung ehemaliger Piraten.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Pompeius Magnus, Piraterie, antikes Mittelmeer, Lex Gabinia und römische Außenpolitik.

Welche Rolle spielte die Lex Gabinia bei dem Erfolg des Feldzugs?

Sie bildete die rechtliche Grundlage für das 3-jährige, überregionale Imperium des Pompeius, welches ihm außergewöhnliche Ressourcen und die notwendigen Vollmachten verlieh, um simultan im gesamten Mittelmeerraum gegen die Piraten vorzugehen.

Warum wird im Buch zwischen den Aktionen des Pompeius und denen des Metellus auf Kreta unterschieden?

Die Unterscheidung ist deshalb wichtig, da beide Akteure unterschiedliche militärische Ansätze verfolgten – Pompeius setzte auf schnelle Kapitulation und Milde, Metellus hingegen auf ein hartes, brutales Vorgehen, was zu politischen Spannungen und Kompetenzgerangel führte.

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Details

Title
Der Seeräuberkrieg des Pompeius im Jahre 67 vor Christus
College
University of Münster  (Seminar für Alte Geschichte)
Course
Hauptseminar: Piraterie und Handel in der Antike
Grade
1
Author
Jens Rickels (Author)
Publication Year
1999
Pages
28
Catalog Number
V19449
ISBN (eBook)
9783638235792
ISBN (Book)
9783638691635
Language
German
Tags
Seeräuberkrieg Pompeius Jahre Christus Hauptseminar Piraterie Handel Antike
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Rickels (Author), 1999, Der Seeräuberkrieg des Pompeius im Jahre 67 vor Christus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19449
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