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Untersuchung des Kapitalbegriffs von Pierre Bourdieu anhand der zweiten Generation der Rothschild-Dynastie

Título: Untersuchung des Kapitalbegriffs von Pierre Bourdieu anhand der zweiten Generation der Rothschild-Dynastie

Trabajo Escrito , 2009 , 14 Páginas

Autor:in: Markus Bingel (Autor)

Historia de Alemania - 1848, Imperio alemán, Imperialismo
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Zahlreiche Publikationen befassten sich in den letzten Jahren mit dem Hause Rothschild und ihrer Geschichte. Dies geschah meist im Hinblick auf ihr Vermögen oder auf den politischen Einfluss, welchen die Rothschilds besonders im 19. Jahrhundert ausübten. In den Standardwerken zur Familiengeschichte werden meist die wirtschaftlichen Erfolge der Familie herausgestellt und untersucht. Führt man sich den wirtschaftlichen Erfolg der zweiten Generation der Rothschild-Dynastie vor Augen, so kommt man nicht umhin, auch andere als nur wirtschaftliche Gründe für das Entstehen dieses Imperiums anzuführen, welches von einem Zeitgenossen treffend als „die kolossalste Erscheinung der Börsen-, Geld- und Staatsfinanzwelt, wie sie die Weltgeschichte in unseren Tagen zum erstenmale darbietet“ beschrieben wurde. Die zweite Generation der Rothschild-Dynastie war sicherlich nicht nur erfolgreich, weil bereits ihr Vater ein großes Vermögen erwirtschaften konnte, also nicht nur, weil sie, mit Marx gesprochen, über einen großen Besitz von Produktionsmitteln verfügte , sondern auch, weil sie über Fähigkeiten und Kontakte verfügte, die ihr im „Positionierungskampf der Akteure“ einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Unternehmern ihrer Zeit brachten.
Im Folgenden soll untersucht werden, ob sich für die Analyse des Erfolges der zweiten Generation der Rothschilds der Kapitalbegriff Pierre Bourdieus anbietet. Hierzu werden, nach einer kurzen Einführung in die Geschichte der Rothschilds im 19. Jahrhundert, die vier Kapitalsorten nach Bourdieu vorgestellt und anschließend jeweils anhand der zweiten Rothschild-Generation untersucht, ob man den Kapitalbegriff als Erklärungsmodell für den Erfolg der fünf Rothschild-Brüder gebrauchen kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Rothschilds im 19. Jahrhundert

3. Der Kapitalbegriff Bourdieus

3.1. Das ökonomische Kapital

3.2. Das kulturelle Kapital

3.3. Das soziale Kapital

3.4. Das symbolische Kapital

4. Die Übertragung und Umwandlung von Kapital innerhalb einer Familiendynastie

5. Zusammenfassung der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Erfolg der zweiten Generation der Rothschild-Dynastie im 19. Jahrhundert anhand des Kapitalbegriffs nach Pierre Bourdieu. Ziel ist es, zu analysieren, ob Bourdieus Konzept als Erklärungsmodell für den dynastischen Aufstieg dient und wie verschiedene Kapitalsorten hierbei ineinander überführt wurden.

  • Analyse des Erfolgs der Rothschilds jenseits rein wirtschaftlicher Faktoren
  • Einführung in die vier Kapitalsorten nach Pierre Bourdieu
  • Untersuchung der Kapitalumwandlung innerhalb einer Familiendynastie
  • Vergleich der Bourdieu-Theorie mit klassischen wirtschaftswissenschaftlichen Ansätzen

Auszug aus dem Buch

3.1. Das Ökonomische Kapital

Das ökonomische Kapital stellt sicherlich die „bedeutendste Form des Kapitals“ dar. Mit der Definition des ökonomischen Kapitals beschäftigt sich Bourdieu nicht in dem Maße wie mit den anderen Kapitalsorten, denn diese Form des Kapitals ist sicherlich die augenscheinlichste. Laut Bourdieu ist ökonomisches Kapital die Form von Kapital, die sich „unmittelbar und direkt in Geld konvertier[en]“ lässt und die in „Form des Eigentumsrechts“ institutionalisiert ist.

Das ökonomische Kapital stellt die am einfachsten messbare Kapitalsorte dar, denn sie kann leicht am Besitz einer Person festgemacht werden, sei es der Besitz von Geld, Häusern, Aktien oder anderen Arten von Besitz. Im Unterschied zu Marx’ Kapitaldefinition geht es bei Bourdieu ausdrücklich nicht nur um den Besitz von Produktionsmitteln, sondern um Alles, was in „einem entwickelten Markt in und mittels Geld getauscht“ werden kann, also um alle „Formen materiellen Reichtums“.

Die zweite Rothschild-Generation verfügte über ein beträchtliches Kapital, dennoch begann keiner von ihnen seine Laufbahn als Millionär, sondern jedem von ihnen gelang es mehrere Millionen selbst zu erwirtschaften. Aufgrund unterschiedlicher geschickter Geschäftsmodelle, welche sich immer auch auf gute Kontakte zu europäischen Fürstenhäusern stützten, gelang es den Rothschilds in der zweiten dynastischen Folge zur „internationalen Finanzmacht“ aufzusteigen und schon bald so mächtig zu werden, dass „Minister und Regierungen“ ohne sie nicht handlungsfähig waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den Erfolg der zweiten Generation der Rothschild-Dynastie und stellt die Forschungsfrage, ob Bourdieus Kapitalbegriff zur Erklärung dieses historischen Aufstiegs geeignet ist.

2. Die Rothschilds im 19. Jahrhundert: Dieses Kapitel beschreibt den Aufstieg von Meyer Amschel Rothschild und die Etablierung der fünf Rothschild-Filialen in den wichtigsten Machtzentren Europas.

3. Der Kapitalbegriff Bourdieus: Hier wird Bourdieus Ansatz eingeführt, Kapital als machtbasiertes Konzept zu begreifen, das über den rein ökonomischen Nutzen hinausgeht.

3.1. Das ökonomische Kapital: Das Kapitel definiert ökonomisches Kapital als in Geld konvertierbaren Besitz und erläutert dessen Rolle bei der Etablierung der Rothschilds als Finanzmacht.

3.2. Das kulturelle Kapital: Es wird analysiert, wie die Rothschilds ihr Vermögen in objektiviertes und inkorporiertes kulturelles Kapital, etwa durch Bauten und Bildung, umwandelten.

3.3. Das soziale Kapital: Dieses Kapitel fokussiert auf die Bedeutung der „Beziehungsarbeit“ und des Netzwerks zu einflussreichen Zeitgenossen für den Erfolg der Familie.

3.4. Das symbolische Kapital: Der Abschnitt behandelt Prestige, Ansehen und Titel, wie etwa den Baronstitel, als legitime Anerkennungsformen innerhalb der Gesellschaft.

4. Die Übertragung und Umwandlung von Kapital innerhalb einer Familiendynastie: Dieses Kapitel untersucht die „Transformationsarbeit“, durch die verschiedene Kapitalsorten zur Sicherung und Vergrößerung der dynastischen Macht kombiniert wurden.

5. Zusammenfassung der Ergebnisse: Das Fazit bestätigt die Fruchtbarkeit von Bourdieus Konzept für die historische Sozialwissenschaft und bewertet die Eignung der Theorie für das Beispiel der Rothschilds.

Schlüsselwörter

Rothschild, Pierre Bourdieu, Kapitalbegriff, ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital, symbolisches Kapital, Familiendynastie, Finanzgeschichte, Kapitalumwandlung, Macht, Transformation, Erfolgsanalyse, 19. Jahrhundert, Wirtschaftsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den historischen Erfolg der Rothschild-Dynastie im 19. Jahrhundert unter Anwendung der soziologischen Kapitaltheorie von Pierre Bourdieu.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die vier von Bourdieu definierten Kapitalsorten – ökonomisches, kulturelles, soziales und symbolisches Kapital – und deren Zusammenspiel im Kontext einer einflussreichen Unternehmerfamilie.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob Bourdieus Kapitalbegriff als Erklärungsmodell für den dynastischen Erfolg der fünf Rothschild-Brüder dienen kann und ob er die bisherigen rein wirtschaftswissenschaftlichen Ansätze sinnvoll ergänzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine theoretische Analyse der Kapitalformen Bourdieus, um diese auf das historische Fallbeispiel der Rothschild-Dynastie anzuwenden und so soziologische Mechanismen des Aufstiegs aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung der vier Kapitalsorten und deren praktische Anwendung auf die Aktivitäten der Rothschilds sowie eine Untersuchung, wie Kapital innerhalb der Familie erfolgreich transformiert wurde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kapitalumwandlung, Finanzdynastie, Bourdieu, Beziehungsarbeit, Transformation und Machtstellung.

Wie spielt das soziale Kapital eine Rolle bei den Rothschilds?

Das soziale Kapital war entscheidend, da die Familie durch gezielte „Beziehungsarbeit“ in den höchsten europäischen Kreisen verkehrte und Kontakte zu einflussreichen Politikern wie Metternich oder Bismarck unterhielt.

Gibt es Grenzen des Bourdieu-Konzepts im Kontext dieser Analyse?

Die Arbeit stellt fest, dass das Konzept des kulturellen Kapitals im historischen Kontext der Frühmoderne leichte Schwächen aufweist, da Bourdieu sein Modell primär auf die französische Gesellschaft des 20. Jahrhunderts zugeschnitten hat.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Untersuchung des Kapitalbegriffs von Pierre Bourdieu anhand der zweiten Generation der Rothschild-Dynastie
Autor
Markus Bingel (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
14
No. de catálogo
V194538
ISBN (Ebook)
9783656196808
ISBN (Libro)
9783656197751
Idioma
Alemán
Etiqueta
Pierre Bourdieu Kapitalbegriff Rothschild Kapital
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Markus Bingel (Autor), 2009, Untersuchung des Kapitalbegriffs von Pierre Bourdieu anhand der zweiten Generation der Rothschild-Dynastie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194538
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