Im Rahmen der vorliegenden Hausarbeit soll der aktuelle Stand in Sachen E-Government in Estland dargestellt und verglichen werden. Hierzu ist zunächst eine Eingrenzung und Einordnung des Begriffs des E-Government nötig. Anschließend wird – nach einer kurzen Einordnung des estnischen Staats mithilfe einiger Kennzahlen – anhand eines von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebenen Benchmarks aufgezeigt, welche Bereiche des E-Governments in Estland in welchem Umfang umgesetzt wurden. Hierbei werden Vergleiche mit umliegenden Staaten, der EU und der Bundesrepublik vorgenommen. Schließlich werden einige konkrete E-Government Projekte in Estland vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Begriff des E-Governments und Einordnung in das Konzept des New Public Management
1.1 Der Begriff des E-Government
1.2 Einordnung des E-Governments in das Konzept des New Public Management
1.3 Der E-Government Benchmark der Europäischen Kommission
2 Stand der Umsetzung von E-Government in Estland und vergleichende Betrachtungen
2.1 Estland - statistische Voraussetzungen
2.2 Die 20 Verwaltungsservices
2.3 Öffentliche Beschaffung
2.4 Alltagsereignisse
2.5 Voraussetzungstechnologien und Best Practices
2.6 E-Democracy
3 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den aktuellen Stand von E-Government in Estland durch eine vergleichende Analyse und prüft, inwiefern estnische Verwaltungsprozesse durch moderne Informationstechnologien digitalisiert wurden. Dabei wird der Erfolg Estlands im Kontext des New Public Management sowie im Vergleich zu anderen EU-Staaten, insbesondere Deutschland, bewertet.
- Einordnung von E-Government in das New Public Management
- Analyse des E-Government Benchmarks der Europäischen Kommission
- Vergleich der digitalen Verwaltungsservices und E-Democracy-Ansätze
- Diskussion von Voraussetzungen wie Internetzugang und technologischen Standards
Auszug aus dem Buch
1.1 Der Begriff des E-Government
Zunächst muss festgelegt werden, was unter dem Begriff E-Government überhaupt verstanden wird. Nach Schedler/Summermatter/Schmidt ist E-Government „eine Organisationsform des Staates, welche die Interaktionen und Wechselbeziehungen zwischen dem Staat und den Bürgern, privaten Unternehmungen, Kunden und öffentlichen Institutionen durch den Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien integriert“. Die Definition schließt auch die Interaktion zwischen einzelnen Verwaltungsträgern mit ein. Die einzelnen Anwendungsformen können wie folgt strukturiert werden. Informationsfunktion: Es werden Informationen, zum Beispiel Bekanntmachungen oder Angaben zu Leistungen einzelner Behörden online zugänglich gemacht. Transaktionsfunktion: Bestimmte Serviceleistungen der Verwaltung sind online möglich. Zum Beispiel können Anträge rund um die Uhr ortsunabhängig online eingereicht werden. Interaktionsfunktion: Das gesamte Verwaltungsverfahren wird online abgewickelt. Vom Antrag über den Bearbeitungsstand bis zum abschließenden Bescheid können die einzelnen Schritte online vollzogen werden. Diese Funktionen können unter dem Oberbegriff E-Administration zusammengefasst werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Begriff des E-Governments und Einordnung in das Konzept des New Public Management: Einführung in die Begrifflichkeit und die theoretische Verankerung von E-Government innerhalb der modernen Verwaltungslehre.
1.1 Der Begriff des E-Government: Definition der zentralen Funktionen von E-Government, wie Informations-, Transaktions- und Interaktionsfunktion.
1.2 Einordnung des E-Governments in das Konzept des New Public Management: Erläuterung der Bedeutung der Kundenorientierung im modernen Staat als Treiber für E-Government-Initiativen.
1.3 Der E-Government Benchmark der Europäischen Kommission: Vorstellung der methodischen Grundlage der verwendeten Studie, die den Reifegrad von E-Government in Europa misst.
2 Stand der Umsetzung von E-Government in Estland und vergleichende Betrachtungen: Hauptteil, der die konkrete Ausprägung der digitalen Verwaltung in Estland empirisch beleuchtet.
2.1 Estland - statistische Voraussetzungen: Analyse der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die Estland zu einer digitalen Vorreiterrolle befähigen.
2.2 Die 20 Verwaltungsservices: Vergleich der Online-Verfügbarkeit staatlicher Dienstleistungen in Estland mit anderen europäischen Ländern.
2.3 Öffentliche Beschaffung: Evaluierung der elektronischen Vergabeprozesse und deren Effizienz im estnischen System.
2.4 Alltagsereignisse: Untersuchung, wie gut standardisierte Lebensereignisse, wie Unternehmensgründungen, digital abgewickelt werden können.
2.5 Voraussetzungstechnologien und Best Practices: Bewertung technischer Rahmenbedingungen und Vorstellung innovativer estnischer E-Government-Projekte.
2.6 E-Democracy: Ausblick auf digitale Partizipationsmöglichkeiten und E-Voting in Estland.
3 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der estnischen Strategie und Identifikation weiterer Optimierungspotenziale.
Schlüsselwörter
E-Government, Estland, New Public Management, E-Democracy, Verwaltungsservices, E-Voting, Digitalisierung, Europäische Kommission, Benchmark, Online-Verwaltung, öffentliche Beschaffung, Informationstechnologie, Partizipation, E-Administration, Kundenorientierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Entwicklungsstand des E-Governments in Estland und bewertet diesen mittels vergleichender Ansätze innerhalb des europäischen Kontexts.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf der administrativen digitalen Transformation, den technologischen Voraussetzungen, der öffentlichen Beschaffung und der politischen Partizipation durch digitale Mittel.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Reifegrad estnischer E-Government-Projekte aufzuzeigen und die Gründe für die Vorreiterrolle dieses baltischen Staates zu eruieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive und vergleichende Analyse durchgeführt, die primär auf Daten des E-Government Benchmarks der Europäischen Kommission basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die statistischen Voraussetzungen, die Untersuchung der 20 wichtigsten Verwaltungsservices, das E-Procurement, spezifische Alltagssituationen, technologische Enabler und die E-Demokratie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind E-Government, Estland, Digitalisierung, E-Democracy, E-Voting und New Public Management.
Wie schneidet Estland im Vergleich zu Deutschland ab?
Estland zeigt in vielen Bereichen der nationalen Online-Dienstleistungen eine höhere Durchdringung und Nutzerfreundlichkeit, was teilweise auf die zentrale Struktur des Staates zurückzuführen ist, während Deutschland durch seine föderale Struktur vor komplexeren Herausforderungen steht.
Warum ist das Projekt des E-Voting in Estland so besonders?
Estland ist weltweit eines der ersten Länder, das E-Voting auf nationaler Ebene flächendeckend eingeführt hat, um die Wahlbarrieren zu senken und die Partizipation zu erhöhen.
Welche Rolle spielen die sogenannten "Enabler"?
Die neun in der Studie definierten Enabler sind technologische Grundvoraussetzungen (wie elektronische Identität oder Sign-In-Verfahren), die ein effizientes E-Government überhaupt erst ermöglichen.
Welches Fazit zieht der Autor?
Der Autor attestiert Estland eine sehr fortschrittliche Position, warnt jedoch davor, sich auf dem Erreichten auszuruhen, da insbesondere im Bereich der Kommunalverwaltung und bei speziellen Lebensereignissen noch Verbesserungsbedarf besteht.
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- Max Pawelka (Autor), 2011, E-Government in Estland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194816