To communicate their efforts in increasing the eco-efficiency of flying, airlines have started publishing more and more environmental reports in the recent past. Although there is now more transparency within the market than decades before the remaining question of this development is: What goals do the companies want to fulfil with their publications and how credible is environmental reporting in a sector that has often been heavily criticized for the effects of its business on the environment?
The aim of the study to which this abstract refers to was to develop a model which allows evaluating environmental reports of airlines and come to a conclusion about their credibility. By using a benchmarking approach including a quantitative and qualitative analysis it was possible to get an overview how airlines deal with the problem of credibility in practice. To come to a conclusion in this point, in a first step a total of 24 environmental reports of globally operating airlines were assessed with the help of a credit point system. By measuring the quality of the reports with five main criteria (general company information/vision strategy and management/ecological aspects/credibility/formality) a first ranking could be build which showed that there are big differences in the existing reports concerning quality, transparency and credibility. While almost all airlines integrated environmental reporting in their communication politics some years ago and already had experiences in this topic these differences still remained a surprise.
Therefore, it was seen as necessary to do some further analysis for finding reasons to explain this result. This led to a second step in which the reports were analyzed under general qualitative aspects. The intention was to find out more about common good practices and weaknesses to make a contribution to the airline sector with suggestions for improving environmental reporting.
Inhaltsverzeichnis
1 Problemstellung und Aufbau der Untersuchung
2 Benchmarking zur Beurteilung der Aussagekraft von Umweltberichten
2.1 Bedeutung ökologisch nachhaltiger Unternehmensführung
2.2 Umweltberichterstattung
2.2.1 Möglichkeiten
2.2.2 Grenzen
2.3 Benchmarking
3 Umweltproblematik und Umweltberichterstattung in der Luftverkehrsbranche
3.1 Struktur der Luftverkehrsbranche
3.2 Luftverkehrsaktivitäten als Problemfall glaubwürdiger Umweltberichterstattung
3.2.1 Umweltbelastende Wirkungen des Luftverkehrs
3.2.1.1 Emissionen
3.2.1.2 Fluglärm
3.2.2 Ansätze zur Verminderung der Umweltbelastung durch den Luftverkehr
3.2.2.1 Flug- und Flugverhaltensoptimierung
3.2.2.2 Technische Optimierung
3.2.2.3 Politische Eingriffe
3.2.2.4 Verkehrsvermeidung und –verlagerung
3.2.3 Bedeutung von Umweltberichterstattung in der Luftverkehrsbranche
3.2.3.1 Status quo
3.2.3.2 Implikationen für die Weiterentwicklung der Umweltberichterstattung im Airline-Bereich
4 Empirischer Vergleich der Umweltberichterstattung von Fluggesellschaften
4.1 Intention und Aufbau der Untersuchung
4.2 Quantitatives Benchmarking
4.2.1 Vorstellung IÖW-/future-Ranking
4.2.2 Luftverkehrsrelevante Adaption
4.2.3 Ergebnis des quantitativen Benchmarkings
4.3 Qualitatives Benchmarking
4.3.1 Berichtsstand Emissionsausstoß
4.3.2 Berichtsstand Fluglärm
4.3.3 Stakeholder-Dialog
4.3.4 Emissionsausgleichszahlungen
4.3.5 Verkehrspolitische Einflussnahme
4.3.6 Glaubwürdigkeit
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Qualität und Aussagekraft der Umweltberichterstattung von Fluggesellschaften unter Berücksichtigung spezifischer Branchenanforderungen und konzeptinhärenter Probleme des Kommunikationsinstruments. Das Ziel ist es, den Stand der Berichterstattung durch einen Benchmarking-Ansatz empirisch zu ermitteln, Defizite aufzuzeigen und Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Glaubwürdigkeit zu entwickeln.
- Bedeutung der nachhaltigen Unternehmensführung in der Luftverkehrsbranche
- Möglichkeiten und Grenzen der Umweltberichterstattung als Marketinginstrument
- Entwicklung eines branchenspezifischen Benchmarking-Konzepts für Fluggesellschaften
- Quantitativer und qualitativer Vergleich der Umweltberichte von 29 ausgewählten Airlines
Auszug aus dem Buch
3.2.1.1 Emissionen
Ähnlich wie andere Wirtschaftsbereiche ist gegenwärtig auch der Luftverkehrssektor mit der Situation konfrontiert, dass die durch unternehmerische Aktivitäten verursachten Umweltprobleme immer stärker in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Diese Situation lässt sich nicht zuletzt auf den Klimawandel zurückführen, der seit einigen Jahren als neues Bedrohungspotential für das gegenwärtige Jahrhundert weltweit in das gesellschaftliche Bewusstsein gerückt ist. Während eine Vielzahl von möglichen Konsequenzen dieser Entwicklung noch nicht genau abschätzbar ist, gilt es mittlerweile als gesichert, dass dieses Problem von Menschenhand verursacht ist und mit all seinen negativen Begleiterscheinungen in Form von Naturkatastrophen stetig voranschreitet.
Als wesentliche Ursache für den, diesen Veränderungen zugrunde liegenden Treibhauseffekt gelten Emissionen, die die natürliche Atmosphäre so beeinflussen, dass die Erdtemperatur kontinuierlich steigt. Durch die Nutzung des Treibstoffs Kerosin, bei dessen Verbrennung verschiedene Emissionen entstehen, trägt auch der Luftverkehr zur globalen Klimaerwärmung bei. Zu den Schadstoffemissionen des Luftverkehrs lässt sich in diesem Zusammenhang festhalten, dass die erzeugten Emissionen global wie lokal allerdings unterschiedliche Wirkungen entfalten können und zudem zwischen eher mittel- und langfristigen Wirkungen unterschieden werden muss. Wie in vielen anderen Bereichen auch trägt Kohlendioxid (CO2) am stärksten zum Klimawandel bei. Durch die relativ lange Verweildauer in der Atmosphäre von rund 100 Jahren und die globale Verbreitung dieser Emission durch das Fliegen verbirgt sich dahinter ein gewichtiges Problem. Gegenwärtige Schätzungen gehen davon aus, dass der Luftverkehr zurzeit für rund 2% der gesamten weltweit emittierten CO2-Menge verantwortlich ist. Durch das prognostizierte starke Wachstum der Branche ist jedoch mit einem deutlichen Anstieg dieses Anteils in der nahen Zukunft zu rechnen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Problemstellung und Aufbau der Untersuchung: Einführung in die wachsende Bedeutung nachhaltiger Unternehmensführung und Definition der Zielsetzung der Arbeit, die Aussagekraft von Umweltberichten im Luftverkehr durch Benchmarking zu prüfen.
2 Benchmarking zur Beurteilung der Aussagekraft von Umweltberichten: Erläuterung der theoretischen Grundlagen der Umweltberichterstattung und des Benchmarking-Konzepts als Instrument zur Qualitätssteigerung und Transparenz.
3 Umweltproblematik und Umweltberichterstattung in der Luftverkehrsbranche: Analyse der spezifischen Umweltbelastungen durch den Luftverkehr und Diskussion politischer und technischer Lösungsansätze vor dem Hintergrund des Branchenwachstums.
4 Empirischer Vergleich der Umweltberichterstattung von Fluggesellschaften: Darstellung der Methodik und Durchführung des quantitativen und qualitativen Benchmarkings von 29 Fluggesellschaften sowie Auswertung der Ergebnisse.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, Reflexion der Möglichkeiten und Grenzen der Umweltberichterstattung sowie Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Schlüsselwörter
Umweltberichterstattung, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Luftverkehrsbranche, Benchmarking, Klimawandel, CO2-Emissionen, Fluglärm, Unternehmensführung, Stakeholder-Dialog, Glaubwürdigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Airline, Emissionsausgleich, Verkehrspolitik, Umweltmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterarbeit?
Die Arbeit analysiert kritisch die Qualität, Glaubwürdigkeit und Aussagekraft von Umweltberichten in der internationalen Luftverkehrsbranche.
Welche zentralen Themenfelder werden untersucht?
Im Fokus stehen ökologische Nachhaltigkeit, die Umweltwirkungen des Luftverkehrs (Emissionen und Lärm) sowie die Kommunikationsinstrumente von Fluggesellschaften.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Defizite in der aktuellen Umweltberichterstattung zu identifizieren und mittels eines Benchmarking-Konzepts zu bewerten, um Wege zu einer transparenteren Kommunikation aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein zweigeteilter Ansatz gewählt: ein quantitatives Benchmarking mittels eines Punktbewertungsmodells und eine ergänzende qualitative Analyse ausgewählter Berichte.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Umweltberichterstattung, eine sektorspezifische Analyse der Umweltproblematik sowie die empirische Benchmarking-Studie von 29 Fluggesellschaften.
Welche Rolle spielt das Benchmarking?
Benchmarking dient dazu, die Vergleichbarkeit der heterogenen Umweltberichte zu erhöhen und Unternehmen durch Best-Practice-Vergleiche zu einer verbesserten ökologischen Kommunikation anzuregen.
Warum schneiden Low-Cost-Carrier im Ranking meist schlechter ab?
Die Analyse legt nahe, dass diese Unternehmen aufgrund ihres auf Kostenführerschaft basierenden Geschäftsmodells weniger Ressourcen in aufwendige Umweltberichterstattung und Forschung investieren.
Welche Bedeutung kommt der Glaubwürdigkeit zu?
Glaubwürdigkeit wird als Kernproblem der Umweltkommunikation identifiziert; die Arbeit betont, dass Berichte Gefahr laufen, als reine PR-Instrumente wahrgenommen zu werden, wenn sie Misserfolge verschweigen.
Welche Rolle spielen politische Eingriffe?
Politische Instrumente wie der Emissionshandel oder verkehrspolitische Regulierungen werden als notwendig erachtet, um Anreize für technologische Innovationen und eine ökologische Optimierung der Branche zu schaffen.
Was ist das Fazit bezüglich der Lufthansa?
Lufthansa erzielt im Benchmarking das beste Ergebnis, da sie die Umweltproblematik detailliert und ausgewogen darstellt und konkrete, nachvollziehbare Ziele sowie Maßnahmen definiert.
- Citar trabajo
- Alexandra Leipold (Autor), 2008, Aussagewert von Umweltberichterstattung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/194887