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Die Wahrnehmung bei William James und Hilary Putnam

Title: Die Wahrnehmung bei William James und Hilary Putnam

Seminar Paper , 2003 , 20 Pages , Grade: gut bis sehr gut

Autor:in: Angelika Deml (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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Summary Excerpt Details

Im ersten Teil von "Pragmatismus - Eine offene Frage" weist Putnam darauf hin, daß William James "eine starke Tendenz zum »direkten Realismus« aufweise, einer Lehre, die Wahrnehmung auf Gegenstände und Ereignisse »dort draußen« und nicht auf private »Sinnesdaten« bezieht"1. Ausgehend von dieser Textpassage möchte ich den Begriff der Wahrnehmung bei James und Putnam näher beleuchten.

Vor der Darstellung der Wahrnehmungskonzepte von William James und Hilary Putnam werden nach Hinweisen zum Begriff der Wahrnehmung frühere Konzepte, die zum Verständnis der von Putnam und James entwickelten Theorien erforderlich sind, vorgestellt.

Im Verlauf der Arbeit soll gezeigt werden, daß James und Putnam das Problem der Wahrnehmung zwar unter neuen Gesichtspunkten betrachten, aber auch zu keiner wirklichen Lösung hinsichtlich der Beziehung zwischen den Dingen und dem Wahrnehmenden kommen.

1 Putnam, Hilary: Pragmatismus - Eine offene Frage. Frankfurt/New York: Campus 1995. S.30

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriff Wahrnehmung

3. Frühere Wahrnehmungskonzepte

3.1. Antike Theorien

3.2. Repräsentative Theorien seit dem 17. Jahrhundert

4. Kritik an den traditionellen Konzepten

5. Die Wahrnehmungstheorie des William James

5.1. Relation zwischen Wahrnehmendem und Wahrgenommenem

5.2. Öffentliche und nicht-öffentliche Gegenstände

5.3. Die Wahrnehmung eines Objekts durch mehrere Personen

5.4. Die reine Erfahrung

5.5. Korrigierbarkeit der Wahrnehmung

6. Hilary Putnams interner Realismus

6.1. Direkte Relation zu externen und öffentlichen Gegenständen

6.1.1. Wahrnehmungstäuschungen

6.1.2. Träume und Halluzinationen

6.2. Wahrnehmung ist konzeptualisiert

6.3. anti-reduktionistisches Gesamtbild

6.4. Korrigierbarkeit der Wahrnehmung

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wahrnehmungskonzept der Philosophen William James und Hilary Putnam, um zu analysieren, wie beide Denker das Verhältnis zwischen dem Wahrnehmenden und den externen Gegenständen thematisieren und welche kritische Position sie gegenüber traditionellen Repräsentationstheorien einnehmen.

  • Vergleich der Wahrnehmungsphilosophien von James und Putnam.
  • Kritische Analyse traditioneller Schnittstellen-Konzepte.
  • Untersuchung der Bedeutung von "reiner Erfahrung" bei William James.
  • Explikation des "internen Realismus" und der Konzeptualisierung von Wahrnehmung bei Hilary Putnam.
  • Diskussion über den anti-reduktionistischen Charakter der Wahrnehmung.

Auszug aus dem Buch

3.1. Antike Theorien

Laut Putnam war bis zum 17. Jahrhundert das Wahrnehmungskonzept des Aristoteles, in dem er starke Elemente des direkten Realismus sieht, maßgebend: Die Seele nimmt die sinnliche Form eines Körpers als erstes Allgemeines auf. Damit besteht ein direkter Kontakt der Seele mit den äußeren Dingen.

Die Bilder- und Abbildtheorien Demokrits bzw. der Stoiker, wonach die Seele durch die Dinge ausgesandte Atome oder Abbildungen empfängt, können laut Putnam als Beispiel früher repräsentativer Theorien stehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Forschungsfrage zum Wahrnehmungsbegriff bei James und Putnam und deren Kritik am traditionellen Realismus.

2. Begriff Wahrnehmung: Definition und philosophische Einordnung des Begriffs Wahrnehmung im Kontext von Erkenntnistheorie und Sinnesphysiologie.

3. Frühere Wahrnehmungskonzepte: Historischer Abriss von antiken Theorien bis hin zur Entstehung repräsentativer Theorien seit dem 17. Jahrhundert.

4. Kritik an den traditionellen Konzepten: Darstellung der gemeinsamen Ablehnung der Schnittstellen-Konzepte durch James und Putnam.

5. Die Wahrnehmungstheorie des William James: Analyse von James' Ansatz, insbesondere seiner Konzeption der reinen Erfahrung und der Objektwahrnehmung.

6. Hilary Putnams interner Realismus: Untersuchung von Putnams Position, die Wahrnehmung als konzeptualisiert und nicht-reduktionistisch betrachtet.

7. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse und Ausblick auf die Bedeutung zukünftiger interdisziplinärer Forschungen.

Schlüsselwörter

Wahrnehmung, William James, Hilary Putnam, direkter Realismus, Repräsentationstheorie, Sinnesdaten, reine Erfahrung, interner Realismus, Erkenntnistheorie, Phänomenologie, Anti-Reduktionismus, Erkenntnisprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die philosophischen Theorien zur Wahrnehmung von William James und Hilary Putnam und vergleicht ihre Ansätze zur Lösung des Verhältnisses zwischen Wahrnehmendem und Welt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der direkte Realismus, die Kritik an klassischen Schnittstellen-Theorien, der Begriff der "reinen Erfahrung" und das Problem der Objektkonstitution in der Wahrnehmung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie James und Putnam das Wahrnehmungsproblem unter neuen Aspekten betrachten, ohne jedoch eine endgültige metaphysische Lösung zu erzwingen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische philosophische Literaturanalyse, die zentrale Texte der Autoren kritisch gegenüberstellt und interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Wahrnehmungstheorie von William James und die detaillierte Analyse von Hilary Putnams internem Realismus.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe direkte Wahrnehmung, Sinnesdaten, reiner Realismus, Konzeptualisierung und die Ablehnung reduktionistischer Erklärungsmodelle definiert.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise von Putnam von der des Aristoteles bezüglich des direkten Kontakts?

Während bei Aristoteles die Seele die sinnliche Form eines Körpers direkt aufnimmt, grenzt sich Putnam davon ab und entwickelt im Rahmen seines internen Realismus ein Konzept, das ohne metaphysische Vermittler auskommen möchte.

Welche Rolle spielt die "reine Erfahrung" für William James?

Die "reine Erfahrung" fungiert bei James als notwendiges metaphysisches Element, um die Brücke zwischen dem Wahrnehmenden und dem externen Objekt zu schlagen, bevor eine weitere Einordnung als physikalisches oder subjektives Ereignis erfolgt.

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Details

Title
Die Wahrnehmung bei William James und Hilary Putnam
College
University of Hagen  (Institut für Philosophie)
Course
Präsenzseminar
Grade
gut bis sehr gut
Author
Angelika Deml (Author)
Publication Year
2003
Pages
20
Catalog Number
V19490
ISBN (eBook)
9783638236003
Language
German
Tags
Wahrnehmung William James Hilary Putnam Präsenzseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Angelika Deml (Author), 2003, Die Wahrnehmung bei William James und Hilary Putnam, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/19490
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