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Die Pascalsche Wette

Titre: Die Pascalsche Wette

Dossier / Travail , 2012 , 9 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Miri Unger (Auteur)

Philosophie - Philosophie du XXe siècle
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Die Wette auf Gott von Blaise Pascal ist keine Begründung für eine Existenz Gottes. Pascal begründet mathematisch, warum es vernünftig ist an Gott zu glauben, auch wenn man nicht sicher weiß, ob er existiert oder nicht. Er versucht mit diesem Argument Menschen vom Glauben zu überzeugen, die nicht durch traditionelle Gottesbeweise zu gewinnen waren.
Im der folgenden Arbeit, werde ich zunächst seine Wette beschreiben und etwas zu den Gewinnchancen schreiben. Neben einer allgemeinen Gegenargumentation, werde ich auch die Kritik von Sam Harris vorstellen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Wette

2.1. Pascals Argumentation

2.2. Gewinnchancen

3. Gegenargumentationen

3.1. Sam Harris: Die leere Wette

3.2. Kritik an den Optionen

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Blaise Pascals berühmtes Argument der „Wette auf Gott“ aus religionsphilosophischer Sicht. Ziel ist es, die mathematische Begründung Pascals für einen rationalen Glauben darzustellen und diese einer kritischen Prüfung zu unterziehen, insbesondere durch die Auseinandersetzung mit Gegenargumenten.

  • Mathematische Wahrscheinlichkeitsrechnung als Grundlage religiöser Entscheidung
  • Analyse der Nutzen-Kosten-Bilanz bei der Wette auf das ewige Leben
  • Kritik an den Annahmen von Sam Harris zur „leeren Wette“
  • Untersuchung der problematischen Verengung der Optionen in Pascals Modell
  • Diskussion über die Authentizität religiösen Glaubens versus strategisches Kalkül

Auszug aus dem Buch

3.1. Sam Harris: Die leere Wette

Für Sam Harris sind in die Wette viele fragwürdige Annahmen eingebaut. Eine dieser Annahmen ist, dass die gläubigen Menschen, keinen Preis für ihren Glauben zahlen. Harris schreibt von einigen aktuellen Ereignissen, welche Ergebnisse des Glaubens sind. Er zeigt zum Beispiel auf das Ergebnis, wenn viele jüdische Siedler glauben, dass ihnen Gott ein Fleckchen Wüste am Mittelmeer versprochen hat. Die laufenden Kosten der Religion sind unberechenbar und oft katastrophal.

Harris argumentiert weiter, dass falls die Wette zulässig wäre, könnte sie dazu verwendet werden, jedes Glaubenssystem als einen „guten Tipp“ zu rechtfertigen. Muslime könnten sie dazu verwenden, um die Behauptung zu stützen, dass Jesus nicht göttlich war (der Koran besagt, dass jeder, der an die Göttlichkeit von Jesus glaubt, zur Hölle fahren wird) oder Buddhisten könnten sie dazu verwenden, um die Glaubenslehre von Karma und Wiedergeburt zu stützen. Es könnte daher jede beliebige Behauptung mit dieser Begründung als sinnvoll gerechtfertigt werden.

Aber das größte Problem mit der ist ihre Behauptung, dass sich eine vernünftige Person willentlich dazu entschließen kann, an eine Vermutung zu glauben, für die es keine Beweise gibt. Natürlich ist es möglich einer Behauptung Glauben zu schenken. An die Existenz eines Gottes zu glauben, bedeutet zu glauben, dass man sich nicht einfach etwas vormacht, sondern dass man in einer Art von Beziehung zu Gott steht, die, falls es ihn nicht gäbe, dazu führen müsste, dass man nicht an ihn glaubt. Der wahrhaftige Glaube ist eine verinnerlichte Einstellung. Die Pascalsche Wette berücksichtigt diese Variante nicht. Die Pascalsche Wette behauptet, dass eine vernünftige Person bewusst an eine Annahme glauben kann, einfach nur, weil sie es auf eine zukünftige Belohnung absieht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert, dass Pascals Wette kein klassischer Gottesbeweis ist, sondern ein mathematisch fundierter Versuch, den Glauben als vernünftige Entscheidung darzustellen.

2. Die Wette: Hier wird der Kern von Pascals Argumentation mittels Wahrscheinlichkeitsrechnung und das fiktive Gespräch mit einem Skeptiker vorgestellt.

2.1. Pascals Argumentation: Dieses Kapitel erläutert die Annahme, dass der Glaube an Gott angesichts eines unendlichen Gewinns bei einem endlichen Einsatz die vernünftigste Strategie darstellt.

2.2. Gewinnchancen: Hier wird die tabellarische Bilanz des Einsatzes und der möglichen Gewinne sowie die Rolle der 50-Prozent-Ungewissheit analysiert.

3. Gegenargumentationen: Dieser Abschnitt thematisiert die Schwachstellen der Wette, insbesondere die problematischen Voraussetzungen und das Ausblenden alternativer religiöser Modelle.

3.1. Sam Harris: Die leere Wette: Es wird dargelegt, warum Sam Harris die Wette als irreführend kritisiert, da sie religiösen Glauben auf eine bloße Kosten-Nutzen-Rechnung reduziert.

3.2. Kritik an den Optionen: Dieses Kapitel zeigt auf, dass Pascal das Spektrum möglicher göttlicher Belohnungssysteme zu stark einschränkt und wichtige Alternativen ignoriert.

4. Schluss: Die Schlussbetrachtung stellt fest, dass die Wette in ihrer strengen Form niemanden nachhaltig vom Glauben überzeugen kann und weiteren Argumenten gegen sie unterliegt.

Schlüsselwörter

Blaise Pascal, Pascalsche Wette, Religionsphilosophie, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Gottesbeweis, Sam Harris, Richard Carrier, Ewige Glückseligkeit, Rationalität, Glaube, Glaubenssysteme, Religionskritik, Agnostizismus, Nutzen-Kosten-Analyse, Pensées

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die „Pascalsche Wette“, in der der Philosoph Blaise Pascal mathematisch zu begründen versucht, dass der Glaube an Gott eine vernünftige Entscheidung darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Anwendung der Wahrscheinlichkeitsrechnung auf die Frage der Existenz Gottes, die Kritik an dieser Methode durch Philosophen und Religionskritiker sowie die Frage, ob Glaube eine strategische Entscheidung sein kann.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Pascals Argumentation darzulegen und kritisch zu hinterfragen, ob dieses Modell den Anforderungen einer ernsthaften religiösen Überzeugung gerecht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine religionsphilosophische Textanalyse, die Pascals Originalüberlegungen mit zeitgenössischer Kritik (u.a. von Sam Harris und Richard Carrier) vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Wette, ihre mathematische Struktur (Gewinnchancen) sowie die ausführliche Auseinandersetzung mit Gegenargumenten zur Optionsauswahl und zur Authentizität des Glaubens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Pascalsche Wette, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Vernunft, Gottesexistenz, Religionskritik und die Abwägung von endlichem Einsatz gegen unendlichen Gewinn.

Inwiefern kritisiert Sam Harris die Wette?

Harris kritisiert, dass die Wette ignoriert, welche realen Kosten und katastrophalen gesellschaftlichen Auswirkungen religiöser Fanatismus haben kann, und dass sie den Glauben als rein strategisches Instrument missbraucht.

Welche alternative Möglichkeit zur Wette führt Richard Carrier an?

Carrier argumentiert, dass ein Gott eher Menschen belohnen könnte, die ihre intellektuellen Fähigkeiten genutzt haben, um nach der Wahrheit zu forschen, statt blinden Glauben zu belohnen.

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Résumé des informations

Titre
Die Pascalsche Wette
Université
LMU Munich  (Philosophie)
Note
2,0
Auteur
Miri Unger (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
9
N° de catalogue
V195151
ISBN (ebook)
9783656209867
ISBN (Livre)
9783656210900
Langue
allemand
mots-clé
Gott Existenz Gottes
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Miri Unger (Auteur), 2012, Die Pascalsche Wette, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195151
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