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Die Methode der Netzwerkanalyse

Erhebung und Analyse eines ego-zentrierten Netzwerkes

Title: Die Methode der Netzwerkanalyse

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Bachelor of Arts Esther Schuch (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
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Die Welt im 21. Jahrhundert ist eine vernetzte Welt. So überrascht es auch nicht, dass Netzwerke mehr oder weniger überall vorzufinden sind. Damit einher geht das hohe Interesse an der Methode der sozialen Netzwerkanalyse. Diese bietet vielversprechende Wege, um auch komplexe und weitläufige Netzwerke darzustellen und zu analysieren. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Methode der sozialen Netzwerkanalyse, besonders mit der Variante ”ego-zentrierte Netzwerkanalyse“. Die Netzwerkanalyse hat eine lange Entstehungsgeschichte hinter sich, welche durch unterschiedliche Disziplinen und Denkschulen beeinflusst wurde. Diese werden im ersten Teil der Arbeit dargelegt.Daraufhin wird das Konzept des ”sozialen Netzwerks“ definiert. Es folgt eine Einführung in die Begrifflichkeiten der Netzwerkanalyse, sowie ein Überblick über die diversen Versionen, welche die Netzwerkanalyse bietet. Es werden Konzepte wie Knoten, Kanten, Dyaden/ Triaden, sowie Reflexivität und Transitivität vorgestellt.Der darauf folgende Abschnitt stellt die ego-zentrierte Netzwerkanalyse vor.Nach der Einführung in die Methode der sozialen Netzwerkerhebung, folgt eine Fallstudie einer
indischen Migranten in Großbritannien. Für diese Art der Forschung ist die ego-zentrierte Netzwerkanalyse besonders geeignet, da Migranten zu einem komplexen Netzwerk neigen, welches sich durch die ego-zentrierte Analyse gut erarbeiten lässt. Das erhobene ego-zentrierte Netzwerk wird mit Hilfe der Software ”VennMaker“ aufbereitet und analysiert. Es werden sowohl Multiplexität der Beziehungen, Dichte des Netzwerkes als auch die Beziehungen zwischen
den Netzwerkmitgliedern verdeutlicht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Netzwerkanalyse

2.1 Entstehung der Netzwerkanalyse

2.2 Soziale Netzwerke

3 Ego-zentrierte Netzwerkanalyse

3.1 Erhebung eines ego-zentrierten Netzwerkes

3.2 Maßzahlen zur Analyse eines ego-zentrierten Netzwerkes

3.3 Graphische Erarbeitung eines ego-zentrierten Netzwerkes

4 Fallstudie

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Methode der ego-zentrierten Netzwerkanalyse, um komplexe soziale Gefüge und die Einbettung von Individuen in diese Strukturen greifbar zu machen und empirisch erforschbar zu gestalten.

  • Theoretische Grundlagen und Entwicklungsgeschichte der Netzwerkanalyse
  • Methodische Instrumente zur Erhebung ego-zentrierter Netzwerke
  • Mathematische und graphische Analysewerkzeuge für Netzwerkdaten
  • Praktische Anwendung anhand einer Fallstudie einer indischen Migrantin
  • Evaluation von Visualisierungstechniken wie Netzwerkkarten und Venn-Diagrammen

Auszug aus dem Buch

2.1 Entstehung der Netzwerkanalyse

Die Entwicklung der Netzwerkanalyse folgt nicht linear einem Strang, sondern wurde durch diverse Forschungsschulen und Disziplinen geprägt. Erste Ansätze netzwerkstrukturierten Denkens finden sich bei Simmel und seiner „Kreuzung der sozialen Kreise“. Diese fanden um die Jahrhundertwende jedoch wenig Beachtung, so dass sie nicht als Fundament dienten.

Grundlegende Anstöße kamen aus der Sozialpsychologie, welche die Relevanz des Umfeldes für das soziale Handeln betont. Lewin, welcher als Begründer der Feldtheorie für die Sozialwissenschaften gilt, stellte die Wirkung des Feldes visuell dar, indem er Akteure und ihre Handlungsziele als Punkte in einem Raum definierte und diese mit Linien verband. Zwischen Akteur und Handlungsziel waren Barrieren eingefügt, welche es zu umgehen galt. Auf dieser Visualisierung baute Burt seine Idee eines topologischen, sozialen Raumes auf. Die erste Visualisierung von sozialen Beziehungen zwischen Individuen findet sich bei Moreno, welcher das Soziogramm entwickelte, welches soziale Beziehungen messen sollte. Es diente jedoch hauptsächlich der Darstellung von Strukturen und weniger der Analyse.

Heider untersuchte die kognitive Balance in einem Netzwerk mit drei Personen, genannt Triples. Unterschieden wurde zwischen negativen und positiven Beziehungen. Ob dieses Triple Stress für die zu untersuchende Person bedeutete, hing von der Anzahl der negativen Vorzeichen ab. Bei einer gerade Anzahl von negativen Vorzeichen oder bei einer verzeichneten Abstinenz von negativen Vorzeichen, war das Triple ausbalanciert und produzierte somit keinen Stress für die betreffende Person. Erweitert wurde dieser Ansatz durch Newcomb, welcher als Untersuchungseinheit nicht mehr ein einzelnes Individuum hatte, sondern an der strukturellen Balance einer Gruppe interessiert war. Einen bedeutenden Durchbruch verzeichneten Cartwright und Harary, als sie 1956 die mathematische Graphentheorie auf das Balance-Problem anwandten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz sozialer Netzwerke ein und skizziert das methodische Vorgehen sowie das spezifische Erkenntnisinteresse der Untersuchung.

2 Netzwerkanalyse: Dieses Kapitel erläutert die interdisziplinäre Entstehungsgeschichte der Netzwerkanalyse und definiert zentrale soziologische Begriffe wie Knoten, Kanten und soziale Strukturen.

3 Ego-zentrierte Netzwerkanalyse: Hier werden die spezifische Erhebungsmethodik, mathematische Analyse-Maßzahlen und Visualisierungsstrategien für individuelle, ego-zentrierte Netzwerke detailliert dargestellt.

4 Fallstudie: Die Anwendung der theoretischen Ansätze erfolgt anhand der Netzwerkanalyse einer indischen Migrantin in Großbritannien unter Nutzung der Software VennMaker.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Leistungsfähigkeit der Methode im Kontext der Migrationsforschung sowie zukünftige Forschungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Soziale Netzwerkanalyse, ego-zentrierte Netzwerkanalyse, Netzwerkerhebung, Namensgeneratoren, Namensinterpretatoren, soziale Struktur, Migration, VennMaker, Netzwerkdichte, Multiplexität, graphische Visualisierung, Fallstudie, soziale Einbettung, Netzwerkkarten, relationale Analyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung, den methodischen Erhebungsinstrumenten und der praktischen Anwendung der ego-zentrierten Netzwerkanalyse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung der Netzwerkanalyse, die Abgrenzung von Erhebungsinstrumenten wie dem Burt- oder Fischer-Instrument sowie die Visualisierung und Auswertung komplexer persönlicher Beziehungsgeflechte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der ego-zentrierten Netzwerkanalyse aufzuzeigen und sie praktisch an einem Fallbeispiel zur Integration einer Migrantin zu erproben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative Methode der Netzwerkanalyse verwendet, ergänzt durch standardisierte Instrumente zur Datenerhebung und Software-gestützte Visualisierung (VennMaker).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsdefinition von Netzwerken, die Diskussion verschiedener Namensgeneratoren und die Anwendung dieser Methoden in einer konkreten Fallstudie inklusive graphischer Aufbereitung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Netzwerkanalyse, soziale Strukturen, ego-zentrierte Netzwerke, Migration und Visualisierung charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die ego-zentrierte Analyse von anderen Netzwerkansätzen?

Im Gegensatz zur Untersuchung eines Gesamtnetzwerkes fokussiert sich dieser Ansatz rein auf das soziale Netzwerk eines einzelnen Individuums, was besonders für die Untersuchung von Migrationsbiographien sehr aufschlussreich ist.

Warum wird in der Fallstudie das Wellman-Instrument verwendet?

Die Wahl fiel auf das Wellman-Instrument, da es eine effiziente und zielgerichtete Erhebung der für die Fragestellung relevanten sozialen und emotionalen Bindungen des Egos ermöglicht.

Welche Rolle spielt die Software VennMaker in der Arbeit?

Die Software dient der strukturierten Aufbereitung und Analyse der erhobenen Daten, insbesondere zur Visualisierung von Netzwerkmerkmalen wie Multiplexität und Dichte.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin zur Integration der Migrantin?

Die Autorin stellt fest, dass das Netzwerk stark familienzentriert ist und die Probandin eine hohe Integration in die Zielgesellschaft aufweist, da ihr Netzwerk primär aus Kontakten in Großbritannien besteht.

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Details

Title
Die Methode der Netzwerkanalyse
Subtitle
Erhebung und Analyse eines ego-zentrierten Netzwerkes
College
University of Trier
Grade
1,7
Author
Bachelor of Arts Esther Schuch (Author)
Publication Year
2012
Pages
25
Catalog Number
V195162
ISBN (eBook)
9783656209676
ISBN (Book)
9783656212331
Language
German
Tags
methode netzwerkanalyse erhebung analyse netzwerkes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Esther Schuch (Author), 2012, Die Methode der Netzwerkanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195162
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