Wie oft schon hat man abends im Bett gelegen und die Gedanken schweifen lassen über den eigenen, nicht ganz perfekten Lebensstil.
Die Einen plagt das schlechte Gewissen wegen der riesigen Portion des vorher verspeisten, natürlich sehr schmackhaften, aber nicht unbedingt gesunden Abendessen. Andere wiederum haben schon wieder eine unschöne aber dringende Arbeit auf Morgen verschoben. Weitere haben sich wieder mal eine Zigarette gegönnt. Die Aufzählungen könnte man durchaus weiter fortführen. Doch für alle gilt dasselbe. Man hatte es sich doch so fest vorgenommen „Im Jahr 200x…“, „Ab nächstem Monat…“, „Ab nächster Woche…“, oder auch, „Ab Morgen soll sich alles ändern. “Ab Morgen fange ich an ....“, „Ich muss mich ändern…“, oder auch die drei bekannten M`s „Man müsste mal“, sind uns allen bekannte Sätze.
Wie oft hat man diese oder ähnliche Denksprüche zu sich selbst gesagt, sich unzählbare Male vorgenommen „Es“ endlich zu ändern? Doch bisweilen sind alle schön gedachten Taten im unendlichen All der guten Vorsätze verschollen.
Den meisten Menschen und mir leider auch, fehlte es einfach an einer guten Umsetzungsidee. Sie stürzen sich Kopf über in ihre neu gewonnene Erkenntnis – etwas ändern zu wollen – ohne einen konkreten Plan auf zu stellen oder Vorüberlegungen über eventuelle Schwierigkeiten zu treffen. Andere wollen auf einmal die ganze Welt ändern und scheitern noch in den nächsten 48 Stunden.
Am Ende schleichen sich die alten Marotten wieder ein und man schämt sich vor sich selbst, bis das schlechte Gewissen sich wieder einmal meldet und alles von vorn beginnt. Es ist wie in einem riesigen Kreisverkehr ohne Orientierungsschild. Alle Ausfahrten die man probiert führen in den Kreis zurück und man kommt nie zum Ziel.
Die Erstellung eines persönlichen Entwicklungsplanes ist ein gutes Hilfsmittel, um seine „Ausfahrt“ in Richtung „Ziel“ zu erkennen und endlich zu schaffen.
Inhaltsverzeichnis
1.Vorbemerkung
2. Allgemeine theoretische Ursachen für bisheriges Scheitern
oder: Warum gute Vorsätze so schwer umsetzbar sind
3. Kritische Selbsteinschätzung des Ist-Zustandes vor Beginn des
Tagebuches
4. Zeittagebuch
4.1 Auswertungen der Daten
4.2 Klärung des Entwicklungszieles
4.3. Aufbau meines persönlichen Entwicklungsplanes
5. Resümee
6. Kritik und Lob
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, durch die Erstellung eines persönlichen Entwicklungsplanes (PEP) ineffektive Lern- und Arbeitsmuster zu identifizieren und nachhaltig zu verbessern, um eine gesunde Balance zwischen akademischer Leistung, sozialen Verpflichtungen und persönlicher Erholung zu erreichen.
- Selbstverantwortung und Selbstdisziplin als Grundlagen für Veränderungsprozesse.
- Methodische Analyse des Zeitverhaltens mittels eines Zeittagebuches.
- Identifikation und Reduktion von ineffizienten „Zeitfressern“.
- Entwicklung konkreter Strategien zur Stimmungsregulation und Stressbewältigung.
- Harmonisierung von Rollenanforderungen (Studentin vs. „Ich-Rolle“).
Auszug aus dem Buch
2. Allgemeine theoretische Ursachen für bisheriges Scheitern oder: Warum gute Vorsätze so schwer umsetzbar sind!
Dreh- und Angelpunkt der ganzen Miesere ist das kleine Wörtchen „Selbstverantwortung“ in Kombination mit „Selbstdisziplin“, dass den meisten ein Bein stellt.
Unter Selbstverantwortung (Eigenverantwortung) versteht man, Verantwortung für die eigene Person, für das eigene Leben, sogar für unsere Gedanken, Gefühle und Handlungen zu übernehmen. Jeder Handlung geht eine bewusste oder unbewusste geistige Vorstellung voraus, d. h. alles, was der Mensch umsetzt oder erschafft, hat er vorher durchdacht. Daraus lässt sich schließen, dass jeder Entwicklungsprozess, bis zur tatsächlichen Umsetzung, erstmal eine gedankliche, stufenartige Konstellation durchläuft. Das so genannte transtheoretische Phasenmodell „Stages of Change“, bestehend aus fünf Veränderungsphasen (SoC) gibt dem ganzen eine Form. Das Modell beschreibt die Bereitschaft zu einer Einstellung- und Verhaltensänderung in Hinblick auf ein konkret definiertes Problemverhalten. Auf einer zeitlichen Dimension werden fünf Phasen der Veränderung unterschieden, die auf dem Weg zu einer dauerhaften Verhaltensänderung vom Individuum durchschritten werden.
Unter Berücksichtigung der vielfältigen Rollen, die jeder von uns gewollt oder/und ungewollt ausübt (Rolle der Studentin, Tochter, Freundin,…), sollte jedem klar vor Augen sein, welche Erwartungen habe ich an mich selbst in dieser Position und was wird von mir erwartet? Die Bezeichnung „Rolle“ umfasst die Gesamtheit der Erwartungen (Teilaufgaben, Anforderungen), die von verschiedenen Bezugsgruppen an den Inhaber einer Position gerichtet werden, aber auch die wir uns selbst aufsetzen.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Vorbemerkung: Der Autor thematisiert die allgemeine Problematik des Scheiterns bei der Umsetzung guter Vorsätze und führt das Konzept des persönlichen Entwicklungsplanes als hilfreiches Instrument ein.
2. Allgemeine theoretische Ursachen für bisheriges Scheitern oder: Warum gute Vorsätze so schwer umsetzbar sind: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Hintergründe von Selbstverantwortung und Rollenverständnis anhand des „Stages of Change“-Modells.
3. Kritische Selbsteinschätzung des Ist-Zustandes vor Beginn des Tagebuches: Die Autorin reflektiert ihre aktuelle Lebenssituation, den Zeitaufwand für das Studium und ihr subjektives Empfinden von Unzufriedenheit.
4. Zeittagebuch: Die Analyse des siebentägigen Protokolls deckt ineffiziente Zeitnutzung auf und dient als Basis für die Ableitung neuer Zielsetzungen.
5. Resümee: Die Autorin zieht Bilanz aus den Erkenntnissen des Projekts und erkennt, dass Erschöpfung durch ineffektive Arbeitsweisen und mangelnde Pausen die Hauptursachen für das Scheitern waren.
6. Kritik und Lob: Das Zeittagebuch wird als wertvolles Analyseinstrument bewertet, wobei gleichzeitig konstruktive Verbesserungsvorschläge für die Methodik unterbreitet werden.
Schlüsselwörter
Selbstverantwortung, Selbstdisziplin, Entwicklungsplan, Zeitmanagement, Zeittagebuch, Stimmungsregulation, Stressbewältigung, Lernmethoden, Rollenkonflikt, Verhaltensänderung, Effizienz, Selbstmanagement, Arbeitsmotivation, Lebensqualität, Transtheoretisches Modell.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Erstellung eines persönlichen Entwicklungsplanes, um ineffektive Verhaltensmuster im Studium und Alltag durch bessere Selbstorganisation und Stressbewältigung zu ersetzen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind Selbstverantwortung, Zeitmanagement, die Bewältigung von Rollenkonflikten sowie die psychologische Basis für dauerhafte Verhaltensänderungen.
Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?
Das Ziel ist die Umgestaltung der Lern- und Arbeitsmethoden, um durch mehr Qualität und bewusste Erholung ein höheres persönliches Wohlbefinden und bessere Leistungen zu erreichen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin nutzte ein siebentägiges Zeittagebuch zur minutengenauen Erfassung ihrer Alltags- und Studiumsaktivitäten sowie deren Stimmungsauswirkungen, ergänzt durch das transtheoretische Phasenmodell.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen erläutert, eine kritische Selbsteinschätzung vorgenommen, Daten aus dem Zeittagebuch ausgewertet und daraus konkrete, neue Zielsetzungen abgeleitet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Selbstdisziplin, Zeittagebuch, Stimmungsregulation, Interrollenkonflikt und Verhaltensänderung.
Wie unterscheidet sich die Arbeit von herkömmlichen Vorsätzen?
Im Gegensatz zu vagen Neujahrsvorsätzen basiert diese Arbeit auf einer systematischen Datenerhebung (Zeittagebuch) und einer klaren Zieldefinition zur Umgestaltung des täglichen Verhaltens.
Warum wurde die Kategorie „Sonstiges“ im Zeittagebuch besonders hervorgehoben?
Diese Kategorie wurde als „Zeitfresser“ identifiziert, hinter der sich unproduktive Ablenkungen und Tagträumereien verbergen, die maßgeblich zur Unzufriedenheit beitragen.
- Quote paper
- Katrin Schmidt (Author), 2008, Erstellung eines persönlichen Entwicklungsplanes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195195