Erstellung eines persönlichen Entwicklungsplanes


Hausarbeit, 2008

16 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Agenda

1.Vorbemerkung

2. Allgemeine theoretische Ursachen für bisheriges Scheitern oder: Warum gute Vorsätze so schwer umsetzbar sind

3. Kritische Selbsteinschätzung des Ist-Zustandes vor Beginn des Tagebuches

4. Zeittagebuch
4.1 Auswertungen der Daten
4.2 Klärung des Entwicklungszieles
4.3. Aufbau meines persönlichen Entwicklungsplanes

5. Resümee

6. Kritik und Lob

7.Literaturverzeichnis

8 Eidesstattliche Erklärungen

1. Vorbemerkung

Wie oft schon hat man abends im Bett gelegen und die Gedanken schweifen lassen über den eigenen, nicht ganz perfekten Lebensstil.

Die Einen plagt das schlechte Gewissen wegen der riesigen Portion des vorher verspeisten, natürlich sehr schmackhaften, aber nicht unbedingt gesunden Abendessen. Andere wiederum haben schon wieder eine unschöne aber dringende Arbeit auf Morgen verschoben. Weitere haben sich wieder mal eine Zigarette gegönnt. Die Aufzählungen könnte man durchaus weiter fortführen. Doch für alle gilt dasselbe. Man hatte es sich doch so fest vorgenommen „ Im Jahr 200x…“, „Ab nächstem Monat…“, „Ab nächster Woche…“, oder auch, „Ab Morgen soll sich alles ändern. “Ab Morgen fange ich an “, „Ich muss mich ändern…“, oder auch die drei bekannten M`s „Man müsste mal“, sind uns allen bekannte Sätze.

Wie oft hat man diese oder ähnliche Denksprüche zu sich selbst gesagt, sich unzählbare Male vorgenommen „Es“ endlich zu ändern? Doch bisweilen sind alle schön gedachten Taten im unendlichen All der guten Vorsätze verschollen.

Den meisten Menschen und mir leider auch, fehlte es einfach an einer guten Umsetzungsidee. Sie stürzen sich Kopf über in ihre neu gewonnene Erkenntnis – etwas ändern zu wollen – ohne einen konkreten Plan auf zu stellen oder Vorüberlegungen über eventuelle Schwierigkeiten zu treffen. Andere wollen auf einmal die ganze Welt ändern und scheitern noch in den nächsten 48 Stunden.

Am Ende schleichen sich die alten Marotten wieder ein und man schämt sich vor sich selbst, bis das schlechte Gewissen sich wieder einmal meldet und alles von vorn beginnt. Es ist wie in einem riesigen Kreisverkehr ohne Orientierungsschild. Alle Ausfahrten die man probiert führen in den Kreis zurück und man kommt nie zum Ziel.

Die Erstellung eines persönlichen Entwicklungsplanes ist ein gutes Hilfsmittel, um seine „Ausfahrt“ in Richtung „Ziel“ zu erkennen und endlich zu schaffen.

2. Allgemeine theoretische Ursachen für bisheriges Scheitern oder: Warum gute Vorsätze so schwer umsetzbar sind!

Dreh- und Angelpunkt der ganzen Miesere ist das kleine Wörtchen „Selbstverantwortung“ in Kombination mit „Selbstdisziplin“, dass den meisten ein Bein stellt.

Unter Selbstverantwortung (Eigenverantwortung) versteht man, Verantwortung für die eigene Person, für das eigene Leben, sogar für unsere Gedanken, Gefühle und Handlungen zu übernehmen.[1] Jeder Handlung geht eine bewusste oder unbewusste geistige Vorstellung voraus, d. h. alles, was der Mensch umsetzt oder erschafft, hat er vorher durchdacht.[2] Daraus lässt sich schließen, dass jeder Entwicklungsprozess, bis zur tatsächlichen Umsetzung, erstmal eine gedankliche, stufenartige Konstellation durchläuft. Das so genannte transtheoretische Phasenmodell „Stages of Change“, bestehend aus fünf Veränderungsphasen (SoC) gibt dem ganzen eine Form. Das Modell beschreibt die Bereitschaft zu einer Einstellung- und Verhaltensänderung in Hinblick auf ein konkret definiertes Problemverhalten. Auf einer zeitlichen Dimension werden fünf Phasen der Veränderung unterschieden, die auf dem Weg zu einer dauerhaften Verhaltensänderung vom Individuum durchschritten werden[3] Unter Berücksichtigung der vielfältigen Rollen, die jeder von uns gewollt oder/und ungewollt ausübt (Rolle der Studentin, Tochter, Freundin,…), sollte jedem klar vor Augen sein, welche Erwartungen habe ich an mich selbst in dieser Position und was wird von mir erwartet? Die Bezeichnung „Rolle“ umfasst die Gesamtheit der Erwartungen (Teilaufgaben, Anforderungen), die von verschiedenen Bezugsgruppen an den Inhaber einer Position gerichtet werden, aber auch die wir uns selbst aufsetzen.[4]

Die Theorie der „ dauerhaften Verhaltensänderung vom Individuum “ klingt einfach, sie mit Selbstdisziplin in die Tat umsetzen ist jedoch schwer und scheitert leider häufig am Individuum selbst. Die meisten Veränderungen beziehen sich auf lieb gewonnene Angewohnheiten: Wer verzichtet schon gern auf Fernsehen oder Süßes? Gleichzeitig wird die Messlatte zu hoch gesteckt und Ergebnisse sollen sofort sichtbar sein. Aber nach 3-4 Besuchen im Fitness-Studio ist die Kleidergröße nicht auf Gr.36 geschrumpft. Zu wenig Geduld gepaart mit zu viel Ehrgeiz führen höchstens zu Frustration und Überforderung. Schnell gibt man auf, weil sich die Anstrengung ja überhaupt nicht lohnt. Ein Plan mit unrealen Zielen in einem nicht machbaren Zeitfenster kann nur zum Scheitern verurteilt sein.

Die Erstellung eines persönlichen Entwicklungsplanes (PEP) ist dabei eine gute Alternative sein „Wollen“ in kleinen Etappen, längerfristig erfolgreich und realistisch zu formulieren und in die Tat umzusetzen. Durch Unterstützung eines kritischen Freundes oder einer KESS- Gruppe (Kooperative Entwicklung durch Selbstmanagement, Verfahren zur Intensivierung von Lern- und Entwicklungsprozessen in Gruppen) wird eine ständige Motivation durch Dritte, sowie ein soziales Auffangnetz bei Rückschlägen und Schwierigkeiten gewährleistet.

3. Kritische Selbsteinschätzung des Ist-Zustandes vor Beginn des Tagebuches

Es ist immer eine schwierige Sache eigene Fehler überhaupt zu erkennen und sich selbst einzuschätzen. Selbstkritische Erkenntnisse liegen einem nicht so locker auf der Zunge wie bei anderen Personen und Positives riecht immer etwas nach Angeberei. Anhand der vorgegebenen Parameter des Zeittagebuches würde ich mich wie folgt einschätzen:

Eigentlich verbringe ich viel Zeit mit Aufgaben rund um’s Studium. Ich bin stets und ständig beschäftigt und gönne mir wenig Zeit für mich selbst. Deshalb halte ich mich eher für fleißig und nicht faul. Ich treibe regelmäßig Sport und treffe ab und an Freunde. Auch zu meiner Familie daheim habe ich ein gutes Verhältnis. Ich sehe sie aber selten und der regelmäßige Kontakt bleibt auf das Telefonieren beschränkt. Trotzdem bin ich mit mir und meinem Leben nicht zufrieden. Mit fällt es schwer mich auf das Wesentliche und Wichtige zu konzentrieren und konsequent abzuarbeiten. Ich verzettele mich gerne und verbringe viel Zeit mit unnützen Kleinigkeiten, weil ich den Faden verloren habe, obwohl ich sonst eher gut organisiert bin. Denn trotz großem Zeitaufwand für mein Studium sind die Ergebnisse immer nur mittelmäßig bis schlecht. Nach nächtelangem Vorbereiten bin ich dann völlig erledigt und beim Blick auf das Ergebnis total deprimiert und schlecht gelaunt. Die Motivation für gerade anstehende Aufgaben sinkt gegen Null, es geht nicht vorwärts und ich komme unter Zeitdruck. Fühle mich dann gestresst und körperlich und geistig ausgelaugt.

Ich habe keinen blassen Schimmer, wie andere das in die Reihe kriegen zu Partys, ins Kino oder Freunden zu gehen und meistens viel bessere Ergebnisse haben als ich. Und das natürlich bei furchtbar guter Laune. Das ist wie ein Wunder für mich und mein Neid ist ihnen auf jeden Fall sicher. Irgendwas mach ich falsch und ich bin gespannt, ob mir die Auswertung des Zeittagebuches diese Schwachstellen „rot blinkend“ anzeigen wird. Für mich ist der PEP sozusagen wirklich dringend notwendig, damit endlich was verändert werden kann.

[...]


[1] Unterlagen des Seminars Nr. 4/ B. Sieland „ Verantwortung durch Rollenübernahme“ Begriffsklärung Verantwortung

[2] Aus dem Bsp. Persönlicher Entwicklungsplan einer Leuphantin

[3] www.psychologie.uni.freiburg.de 20.2.09/ 18:30Uhr

[4] Unterlagen des Seminars Nr. 1./B. Sieland „ Rolle als Entwicklungsaufgabe“

[5] www.therapie.de/psyche/info/artikel/gute-vorsaetze

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Erstellung eines persönlichen Entwicklungsplanes
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
16
Katalognummer
V195195
ISBN (eBook)
9783656209799
ISBN (Buch)
9783656210122
Dateigröße
638 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erstellung, entwicklungsplanes
Arbeit zitieren
Katrin Schmidt (Autor), 2008, Erstellung eines persönlichen Entwicklungsplanes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195195

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