Kampf gegen Bürokratie für bessere Arbeitsbedingungen

Projekt von Personalräten der Georg-Kerschensteiner-Schule


Projektarbeit, 2012

64 Seiten


Leseprobe

Inhalt

Verzeichnis der Abbildungen, Tabellen und Abkürzungen

Vorwort

Einleitung

1 Arbeitsbelastungen steigen
- Gepflegte Tradition der Interessenvertretung an der GKS
- Umfrage: Arbeitszufriedenheit und Gesundheit der Lehrkräfte
- Schulinspektion (2007)
- Arbeitscoaches sollen Lehrkräfte entlasten
- Quereinstieg in den Lehrerberuf (2008)
- Jahresgespräche (2009)
- Öffentlich rechtliche Vereinbarung zwischen Stadt und Kreis OF (2009)
- Zwischenfazit

2 Arbeitsbedingungen verbessern
- Ideen und Anregungen zur Reduzierung der Arbeitszeit
- Schulsozialarbeit (2009)
- Berufswegebegleitung (2009)
- Leitbild (2010)
- Beförderung nach A14
- Arbeitsniederlegung (2009)
- Lebensarbeitszeitkonto (2010)
- Dienstvereinbarung (2010)
- Fortschreibung des Schulprogramms (2011)
- Zwischenfazit

3 Mit dem Rad zur Arbeit (2009)
- Wofür soll der Schulträger Geld ausgeben: Parkplätze oder Mensa?
- Mitmachaktion "Mit dem Rad zur Arbeit"
- Zwischenfazit

4 Zeugniserstellung vor großen Hürden (2010)
- Lehrer sind sauer - verspätete Zeugnisse
- Großes Gedränge im Zeugniserstellungsraum
- Technische Neuerungen verbessern Arbeitsbedingungen kaum
- Überbürokratisierung hält Lehrkräfte vom Unterrichten ab
- Bürokratieabbau - Feigenblatt, Zierde oder Zukunftschance?
- Schulinspektion ausgesetzt (2012)
- Zwischenfazit

5 Resolutionen und Anträge

- Arbeitszeit der Beamtinnen und Beamten und der hessischen Lehrerinnen und Lehrer
- Passives Wahlrecht der Lehrer im Vorbereitungsdienst (LiV)
- Berufsschullehrkräfte droht die Dequalifizierung
- Kein Sonderopfer für Lehrerinnen und Lehrer
- Neues Dienstrecht ist geprägt von Misstrauen
- Bürokratie lähmt die pädagogische Arbeit
- Zentrale Nachschreibetermine abschaffen
- Selbstständige Schule als Mittel gegen Bürokratie?
- Kleines und großes Schulbudget
- Zwischenfazit

6 Resümee

7 Anhang und Quellenhinweise

- Kontakt
- Sachwortverzeichnis
- Quellenverzeichnis

Abbildung 0.1: Schuldenbremse ist Bildungsbremse

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Verzeichnis der Abbildungen, Tabellen und Abkürzungen

Abbildung 0.1: Schuldenbremse ist Bildungsbremse

Abbildung 0.2: Danke für die Teilnahme am Deutschen Personalrätepreis 2012

Abbildung 0.2: Herbstausflug nach Heidelberg (2012)

Abbildung 1.1: Baulicher Zustand (Pavillons)

Abbildung 2.1: Kontrolle und Einsammlung der Mobilfunk-Geräte bei Klausuren und Prüfungen

Abbildung 2.2: Kundgebung zum 1. Mai 2012 in Offenbach/Main

Abbildung 3.1: Entfernungskilometer der Lehrkräfte zur GKS (einfache Strecke)

Abbildung 3.2: Parkplatzsituation an der Georg-Kerschensteiner-Schule

Abbildung 3.3: Fahrradkurs an der GKS - Auftakt-Sitzung

Abbildung 4.1: Nur vier Computer zur Zeugniserstellung

Abbildung 4.2: Geduldsprobe beim Schreiben der Zeugnisse

Abbildung 4.3: Nur vier Computer zur Zeugniserstellung

Abbildung 4.4: Datenschutz verzögert Zeugnisausgabe

Abbildung 4.5: Zeugnisse erst eine Woche später?

Abbildung 4.6: Lehrkräfte im Zeugnisstreik

Abbildung 4.7: Das Echo des Schulleiters und die Reaktion des Personalrates

Abbildung 4.8: Das Kollegium improvisiert

Abbildung 4.9: Bürokratie in Aktendeckeln

Abbildung 5.1: Bürokratische Prozesse wachsen exponentiell

Abbildung 6.1: Alles hat ein Ende

Abbildung 7.1: Dienstvereinbarung mit der Schulleitung

Abbildung 7.2: Fahrradkurs an der GKS - Einladung

Abbildung 7.3: Ergebnisse der Unterrichtsbeobachtung GKS

Abbildung 7.4: Leitbild „Lehren und Lernen“

Abbildung 7.5: Ein Bild aus alten Tagen: Zeugnisse per Hand schreiben

Abbildung 7.6: Georg-Kerschensteiner-Schule in Obertshausen

Abbildung 7.7: Motivationsförderung

Tabellen

Tabelle 1.1: Arbeitszufriedenheit: Offene Fragen und Antworten aus der Umfrage des IQ

Tabelle 1.2: Führung und Management der GKS

Tabelle 7.1: Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten (Umfrageauswertung in v.H.)

Tabelle 7.2: Verbesserungspotenziale an der GKS (Teil 1, Umfrageauswertung von 2007)

Tabelle 7.3: Verbesserungspotenziale an der GKS (Teil 2, Umfrageauswertung von 2007)

Tabelle 7.4: Synopse der Externen Evaluation der GKS durch das IQ, 2007 (Quelle: G. Welpot)

Abkürzungen,

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Vorwort

Die Georg-Kerschensteiner-Schule ist eine von sechs Beruflichen Schulen in Stadt und Kreis Offenbach am Main und mit etwa 2.300 Schülerinnen und Schülern sowie über 120 Lehrkräften eine der größten Schulen im Landkreis. Die Mitgliederzahl in der Personalvertretung hängt von der Zahl der in der Dienst- stelle Beschäftigten ab und besteht an der GKS aus fünf gewählten Mitgliedern und zwei nicht stimmbe- rechtigten, von ihren Organisationen an der GKS bestimmten Gewerkschaftsvertretern (GEW bzw. GLB). Die Bildungsgewerkschaft GEW hat mit 3:2 Personalratsmitgliedern die Stimmenmehrheit inne.

Das Kürzel GKS steht für Georg-Kerschensteiner-Schule. Der Namensgeber war deutscher Pädagoge, Begründer der Arbeitsschule und steuerte wesentliche Ideen zur Entwicklung der deutschen Volksschule und Berufsschule bei. Die Autoren sind Mitglieder der Bildungsgewerkschaft GEW und langjährige Per- sonalratsmitglieder des Schulpersonalrates der Georg-Kerschensteiner-Schule in Obertshausen. Das The- ma „Kampf gegen zunehmende Bürokratie an der Schule“ drückt keinen Verzicht auf die Kritik an beste- henden Macht- und Herrschaftsverhältnissen aus, sondern ist systemübergreifend zu verstehen.

Die Wahlperiode 2008-2012 ging mit der Personalratswahl am 22./23. Mai 2012 zu Ende. Die Autoren der vorliegenden Broschüre sind sich sicher, dass der Kampf für bessere Arbeitsbedingungen an der Georg-Kerschensteiner-Schule auch in der neuen Zusammensetzung der Interessenvertretung fortgeführt wird. Vielleicht hilft dieses Büchlein auf dem zukünftigen Weg zusätzlich.

Abbildung 0.2: Danke für die Teilnahme am Deutschen Personalrätepreis 2012

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Einleitung

Der Personalrat der GKS setzt sich als Interessenvertretung der Lehrerinnen und Lehrer mit den Arbeits- bedingungen auseinander und versucht diese zu verbessern, zumindest aber Verschlechterungen abzu- wehren. Dies ist oft Arbeit an Kompromissen mit dem Dienstherrn wie bei Dienstvereinbarungen oder den Kriterien der Beförderung oder den Bedingungen der Teilzeitarbeit. Die Arbeit des Personalrates der GKS wird von den Kolleginnen und Kollegen sehr geschätzt. Die konstruktive Arbeit und die Unterstüt- zung bei Problemen werden im Kollegium laut der Umfrage über die Lehrerzufriedenheit besonders ge- achtet.

Mit dieser Broschüre legen wir kein wissenschaftliches Werk i.e.S. vor, sondern dokumentieren die Ar- beit im örtlichen Personalrat einer großen Berufsschule. Der Text soll weder mit der fehlgeleiteten Bil- dungspolitik in Hessen „abrechnen“, noch mit deren örtlichen Akteuren. Es werden verschiedene Aktio- nen aufgeführt und beschrieben, die ihre zeitlichen Wurzeln teils vor der letzten Amtszeit bis 2012 hatten und gemeinsam mit vielen anderen politisch bewussten Menschen initiiert wurden. Die Autoren berichten darüber und danken den vielen Vorkämpferinnen und Vorkämpfern, ohne sie namentlich einzeln zu nen- nen.

Die Personalvertretung der Lehrerinnen und Lehrer der Georg-Kerschensteiner-Schule hatte sich auch in der Wahlperiode 2008-2012 mit den Auswirkungen der Hessischen Schulpolitik auf den Arbeitsalltag des Kollegiums zu befassen.1 Es lässt sich der Eindruck gewinnen, dass das Hessische Kultusministerium Folgen der Gesetze, Verordnungen und Erlasse auf den Schulalltag nicht immer überblickt oder der These aufsitzt, dass betriebswirtschaftliche Steuerung gut für das Bildungswesen sei. Im vorliegenden Bericht wird die These vertreten, dass übermäßige Bürokratie in Kombination mit einer überforderten Schullei- tung die Schulentwicklung lähmen oder behindern kann. Es wird klar, dass größere Eigenständigkeit der Schulleitungen allein keine hinreichende Lösung für neue Herausforderungen ist. Als Beleg werden eine Reihe von Aktionen und Initiativen des örtlichen Personalrates der GKS im Zeitraum 2008-2012 be- schrieben.2

Verwaltungstätigkeiten werden innerhalb eines Kompetenzrahmens einer fixen Hierarchie vollzogen. Die Herrschaft der Verwaltung kann übersteigert sein, Menschen fühlen sich als Objekte bürokratischer Vor- schriften. In Meyers Konversationslexikon von 1894 wird die Schreibstubenherrschaft als eine kurzsich- tige und engherzige Beamtenwirtschaft definiert, welcher das Verständnis für die praktischen Bedürfnisse des Volkes gebricht. Max Weber bezeichnet Bürokratie als eine „rationale“ Form der „legalen Herr- schaft“. Bürokratische Strukturen sollen vor Willkür schützen, gerecht, neutral, effektiv und verlässlich sein.3

Soweit zu den Vorteilen einer guten Verwaltung. Die Kehrseite bürokratischer Organisation sind Aus- nahmen, Sonderregeln und Machtinteressen des Verwaltungshandelns. Die von den Beschäftigten als überbordend empfundene Regelwut erschwert es dem pädagogischen Personal, Schülerinnen und Schüler in ihrer Entwicklung zu fördern, aus ihnen selbstständig denkende und handelnde Menschen zu machen und Begabungsreserven auszuschöpfen. Verwaltungstätigkeiten werden zunehmend zu Störfaktoren die- ses beruflichen Anspruchs. Lehrkräfte wie Eltern und Schülerinnen und Schüler treten selbstbewusst auf. Eltern beschreiten zunehmend den Klageweg vor den Verwaltungsgerichten. Eine notwendige Folge die- ser gerichtlichen Kontrolle ist, dass Prozesse in der Schule heute ausführlicher und gerichtsfest dokumen- tiert werden. Dies ist eine wichtige Ursache zunehmender Bürokratisierung im Bildungswesen. Gleich- wohl lässt sich der Eindruck nicht ausräumen, der Zuwachs an administrativen Elementen in der täglichen Arbeit sei nicht immer notwendig. Daher erscheinen Alternativen zum irrationalen Verwaltungshandeln

Vorwort - Einleitung 11

oder Verrechtlichung des Lehrer-/Schüler-Verhältnisses vorstellbar, sinnvoll und wünschenswert.4 Überdies steigen die Erwartungen an das allgemeine und das berufliche Schulwesen auf vielfältige Weise. Schule ist ein Teil der Gesellschaft. Bürokratie darf nicht zum Selbstzweck werden.

Auf der Ebene der Beschäftigten unserer Schule werden die hier beschriebenen Entwicklungen zur Bürokratisierung als fordernd und bisweilen als übertrieben und behindernd empfunden. Wachsende Anforderungen an die Lehrerinnen und Lehrer haben deren Arbeitsbedingungen auf vielfältige Weise verändert und zumeist verschlechtert (Aufgabenzuwachs bei Ressourcenverknappung).

Die Aufgaben der Personalräte sind daher vielfältig. Neben der Hauptaufgabe der Überwachung der Ein- haltung von Arbeitnehmerrechten und -schutzvorschriften werden Anregungen und Beschwerden aus den Reihen der Mitarbeiterschaft entgegengenommen und beim Dienststellenleiter auf Abhilfe gedrungen. Der Schulpersonalrat sorgt für Transparenz und lässt sich durch die Schulleitung informieren, wenn Be- schäftigte berührt sind oder wenn es um verbriefte Rechte geht. Darüber hinaus hat sich das Gremium seit je her zur Aufgabe gemacht, politische Fehlsteuerungen zu kritisieren und Lösungsvorschläge zu erarbei- ten. Kurz: Die Interessenvertretung mischt sich ein und setzt sich zur Wehr. Das ginge nicht ohne die Un- terstützung der GEW-Schulgruppe und der Vertreter im GPRLL oder im HPRLL. Ohne deren qualifizier- te Vorlagen, Initiativen und Aktivitäten wäre das Engagement an der GKS nicht möglich gewesen. An einer größeren Schule mag es einfacher als an einer kleineren der 90 Schulen des Kreises Offenbach sein, aktiv für die Interessen der Beschäftigten einzutreten. Bei der Zeugnisaktion hatte die GEW-Schulgruppe eine gewisse regionale Vorreiterrolle, welche sogar in der überregionalen Presse entsprechend positiv gewürdigt wurde. Auf überbordende Bürokratie sowie eine überforderte Schulleitung hinzuweisen, ersetzt freilich die Kritik an bestehenden Macht- und Herrschaftsverhältnissen nicht.

Hervorzuheben sind diese Initiativen des Personalrates der GKS:

2007: Aktion und Umfrage Lehrerzufriedenheit

2007: Resolution Arbeitscoaches

2009: Mit dem Rad zur Arbeit

2010: Zeugniserstellung (die erste Aktion schon 2007) 2010: Ausarbeitung einer neuen Dienstvereinbarung

2011: Resolutionen zu: Mitbestimmung der LiV, Sonderopfer für Beamtinnen und Beamte, Neues Dienstrecht, Überbordende Bürokratie

2012: Resolution: Aussetzung der zentralen Nachschreibetermine

In Kapitel 2 berichten wir über unsere Umfrage zur Arbeitszufriedenheit von Lehrerinnen und Lehrern. Diese Aktion liegt vor der Wahlperiode 2008-12, zeigt aber grundsätzliche Probleme des Arbeitsalltags auf. Außerdem wird über die Schulinspektion berichtet.

In Kapitel 3 geht es um bessere und gerechtere Regelungen der Betriebsorganisation und um die Verbesserung des Arbeitsklimas an der Georg-Kerschensteiner-Schule. Die alte Dienstvereinbarung wurde von der Schulleitung aufgekündigt. Nach längeren Verhandlungen wird eine neue Dienstvereinbarung vorgestellt und beschlossen. Darin ist die Zielvereinbarung zwischen SSA und Schulleitung erfüllt.

Kapitel 4 befasst sich mit der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“. Viele nutzen das Rad nur in der Freizeit, könnten es aber auch für den Weg zur Schule nutzen. Nur elf Prozent der arbeitenden Bevölkerung im Rhein-Main-Gebiet sind Radpendler, obwohl es oft nicht sehr weit zur Arbeit ist. Die Radwege zur Arbeit sind bei der Hälfte der Beschäftigten kürzer als fünf Kilometer. Auch für den Kreis Offenbach wäre Radfahren billiger als ständig neue Parkplätze bereitzustellen.

4 Der Begriff Verrechtlichung. soll zum Ausdruck bringen, dass im Bildungssystem der Handlungsraum in allen Lebensbereichen zunehmend durch Gesetze, Verordnungen, Erlasse, Normierungen etc. bestimmt bzw. eingeschränkt wird. Verrechtlichung. ist somit Teil der Bürokratisierung im Schulwesen. Die Verrechtlichung resultiert aber auch daher, dass zunehmend politische Entscheidungen auf die rechtliche Ebene verlagert, d.h. nicht politisch entschieden, sondern durch Rechtsinterpretation gelöst werden.

In Kapitel 5 werden unsere Zeugnisaktionen aus 2007 und 2010 dargelegt. Hier geht es um das Problem, das nur wenige PCs und Zeugnisdrucker zur Verfügung standen, um den Schülerinnen und Schülern ein dokumentenechtes Zeugnis zur Verfügung zu stellen. Seit 2011 wurde das Verfahren geändert. Die Schülerinnen und Schülern erhalten nun sukzessiv einen Zeugnisausdruck aus der LuSD-Datenbank.

Kapitel 6 fasst die Resolutionen des Personalrates der Georg-Kerschensteiner-Schule an den obersten Dienstherren zusammen. Dazu gab es teils Mustervorlagen der GEW-Hessen, dem GPRLL oder dem HPRL, welche dann jeweils auf die Belange der GKS adaptiert wurden.

In Kapitel 7 ist ein Resümee und nähere Informationen über die Personalratsarbeit und die Resonanz in der Presse zu finden.

Im Anhang sind verschiedene Hinweise und Verzeichnisse abgedruckt.

Wir freuen uns als langjährige Mitglieder der Personalvertretung, dass wir es am Ende unserer ehrenamtlichen Tätigkeit doch noch geschafft haben, unsere Arbeit zu dokumentieren.

Dr. Klaus-Uwe Gerhardt Personalratsmitglied

(1997-2012)

Abbildung 0.3: Herbstausflug nach Heidelberg (2012)

Foto © kug

Anke Rüger

Personalratsvorsitzende

(2008-2012)

Kampf gegen Bürokratie 13

1 Arbeitsbelastungen steigen

o Gepflegte Tradition der Interessenvertretung an der GKS

Die Erfahrung, dass Proteste durchaus Positives bewirken können, prägt die Personalratsarbeit seit mehreren Legislaturperioden. Die Autoren dieser Broschüre sehen sich in dieser Tradition und haben versucht, diese fortzuführen. Zu erinnern ist vor allem an die Situation mit den zwei heruntergekommenen Pavillons. Vor der Renovierung der GKS in der Amtszeit des Landrates Lach (SPD) bis 2001 war dieser Teil der Schule in einem bedauernswerten und teils gesundheitlich bedenklichen baulichem Zustand. Die alten Pavillons hatten Schimmelbefall. Mehrere Protestaktionen des Kollegiums sowie von Eltern und Schülerschaft bewirkten, dass die rot-grüne Mehrheit im Kreistag der Landkreis Offenbach schließlich einen Erweiterungsbau der Schule (C-Trakt) beschloss.

o Umfrage: Arbeitszufriedenheit und Gesundheit der Lehrkräfte

Die von Schulleitung und Personalrat gemeinsam organisierte und ausgewertete Befragung zu den psy- chosozialen Belastungen der Lehrkräfte liegt zeitlich vor der Wahlperiode 2008 bis 2012. Der Musterfra- gebogen wurde vom Gesamtpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer beim Staatlichen Schulamt Offen- bach (SSA) entworfen und war mit der damaligen Amtsleitung des SSA abgestimmt. Die Übertragung, Adaption, Durchführung und Auswertung der Umfrage erfolgte in wesentlichen Teilen durch den örtli- chen Personalrat der GKS. Für den Gesamtkontext der vorliegenden Broschüre ist der Rückgriff auf die Ergebnisse bedeutsam und steht deshalb am Beginn dieses Berichts. Arbeitsbedingungen, Arbeitszufrie- denheit und Gesundheit der Lehrkräfte sind beständige Anliegen der Personalratstätigkeit des örtlichen Personalrates.

Mit 63 Rückantworten aus dem Kollegium der GKS ist die Umfrage durchaus repräsentativ und es lassen sich diese Problemfelder ableiten (markierte Felder in der Tabelle 9.1). Zahlreiche Antworten verdeutli- chen die belastende Wirkung administrativer Tätigkeiten (vgl. Tabelle 9.2 und 9.3). Im Folgenden sind Auszüge aus den Antworten der Kolleginnen und Kollegen aufgeführt (Antworten in der ersten Person).

Die Erziehungsberechtigten stellen immer mehr Anforderungen an mich.

Die Schülerinnen und Schüler begegnen mir nicht mit dem nötigen Respekt. Für Unterrichtsvorbereitung benötige ich zuviel Arbeitszeit. In den Schulpausen kann ich mich nicht erholen. Ich bin in zu vielen Lerngruppen eingesetzt.

Meine Unterrichtsarbeit fällt mir durch den Schallpegel in der Klasse schwer.

Aus diesem Antwortenkatalog ergibt sich eine Reihe von Belastungsfaktoren, die sich der Schulpersonalrat zu ändern verpflichtet fühlte. Zum Gesundheitsstatus gaben ein Fünftel der Kolleginnen und Kollegen an, dass sie zunehmend mit gesundheitlichen Problemen konfrontiert seien. Jeder sechste Lehrer fühlt gemobbt, die Hälfte davon vom Schulleiter (Zepf 2012). Bei der Analyse der Belastungsfaktoren arbeiteten Schulleitung und Personalrat zusammen und es gab Verbesserungen.

Wachsende Arbeitsverdichtung

Die Umfrage über die Arbeitsbedingungen an der Georg-Kerschensteiner-Schule belegt die immense Ar- beitsverdichtung. Eine Vielzahl neuer Aufgaben prägt den Arbeitsalltag, der neben der eigentlichen Un- terrichtstätigkeit in steigendem Maße in die disponible Zeit eingreift. Exemplarisch nur einige wenige Stichworte dieser Wandlungsprozesse: Konferenzhäufigkeit, zunehmende Unterrichtsvorbereitung durch Binnendifferenzierung, Klassenfahrten, Fortbildungen, Arbeit am Schulprogramm, die Entwicklung schulinterner Kerncurricula, Jahresgespräche mit Zielvereinbarungen, Vergleichsarbeiten, Lernstandser- hebungen, Eingangs- und Abschlussprüfungen. Vor diesem Hintergrund sei erwähnt, dass Lehrkräfte kei- nen eigenen Arbeitsplatz in der Schule haben. Ein Großteil der Arbeit erfolgt am häuslichen Schreibtisch bzw. am selbst finanzierten PC. Leicht drängt sich der Eindruck auf, die Förderung der Schülerinnen und Schüler kommt zu kurz. Ist es doch Aufgabe der Lehrkräfte, die Begabungsreserven für die Gesellschaft angesichts des drohenden Fachkräftemangels zu mobilisieren.

- Schulinspektion (2007)

Die hessischen Schulen werden Schritt für Schritt evaluiert. Die IQ-Mitarbeiter/innen besuchten die GKS vom 29. bis 31. Mai 2007 zur externen Evaluation. Dabei wurden neben Eltern, Schülerinnen- und Schü- lern, Lehrkräften, Abteilungsleiter/innen, dem Schulleiter und den nicht-pädagogischen Mitarbeiter/innen sowie auch Mitglieder des Schulpersonalrates interviewt. Es gibt eine Entwurfsfassung sowie eine in der Kritik gründlich entschärfte Kritik am Management. Die veröffentlichte Version des Schulinspektionsbe- richts (SIB) sieht immer noch erhebliche Entwicklungsmöglichkeiten beim Schulmanagement. Dies ist vor dem Hintergrund größerer Eigenständigkeit der Schulen von einiger Bedeutung (siehe Kapitel 5).

Abbildung 1.1: Baulicher Zustand (Pavillons)

Fotos © kug

Am 27.9.2007 wurden die Ergebnisse der Schulinspektion in der Aula schulöffentlich präsentiert. An der Internet-Befragung des SIB-Teams beteiligten sich 78 Lehrkräfte. Das Kollegium kritisierte die internen Abläufe in der GKS heftig und wiederholt (vgl. Umfrage Arbeitszufriedenheit, Tabelle 2.1 und Anhang). Im SIB wird die Kritik des Kollegiums bestätigt. Ein besonderes Problem ist fehlende Wertschätzung. In

71 % der Rückmeldebögen ist diese Äußerung zu finden: „Meine Meinung ist nicht gefragt“.5 Im SIB wird der höhere Fortbildungs-, Beratungs- und Coachingbedarf explizit als Zukunftsaufgabe definiert (vgl. Synopse im Anhang).

5 vgl. Bericht Schulinspektion S. 26, Meinung zu schulischen Entwicklungsprozessen.

Kampf gegen Bürokratie 15

Der SIB 2007 stellt auf relative Schwächen im Qualitätsbereich „Lehren und Lernen“ ab. Dies zeige sich zum einen in einer wenig ausgeprägten Reflexionspraxis und zum anderen bei zahlreichen Kriterien der Dimension „Umgang mit heterogenen Lernvoraussetzungen“. Bei den Kriterien Eigeninitiative, Koopera- tion trotz schwieriger Bedingungen, gute Vorbereitung auf Abschlussprüfungen, Pünktlichkeit, positives Lernklima etc. kommt das Kollegium ganz gut weg. Der Einsatz von Partner- und Gruppenarbeiten erfol- ge in allen beruflichen Schulen allerdings nur zu einem Viertel der Unterrichtssequenzen (vgl. HKM/IQ 2011: 61). An der GKS liegt der Anteil des Frontalunterrichtes sogar bei 80 Prozent. Im SIB wird ange- mahnt, dass soziales Lernen und kooperative Arbeitsformen in der GKS entwicklungsfähig seien (vgl. HKM/IQ 2007: 57, siehe Anhang). Die Umsetzung dieser Aufgabe ist nicht einfach. Schon 1997 wurde eine Projektwoche nur aufgrund des Votums der Schulkonferenz durchgeführt. Danach gibt es solche Veranstaltungen nicht mehr, sieht man von Sportfesten (Volleyball- und Fußballturnieren) ab. Nach der Zielvereinbarung mit dem SSA vom 21.07.2009 wurden Leitlinien erstellt und in die Fortschreibung des Schulprogramms forciert, wobei die Evaluierung noch aussteht (Stand: 2012).

Tabelle 1.1: Arbeitszufriedenheit: Offene Fragen und Antworten aus der Umfrage des IQ

A Arbeiten in der Schule

- Es findet in der Berufsschule keine Elternarbeit statt.

- Ich bin hier gerne Lehrer, aber die organisatorischen Rahmenbedingungen und die Qualität der Schulleitung behindern die Arbeit statt sie zu fördern.

- Meine Unterrichtsarbeit fällt mir nicht schwer.

- Das Leistungsniveau ist zu niedrig, Qualitätsstandards sind kaum einzuhalten.

- Die Rahmenbedingungen für den naturwissenschaftlichen. Unterricht verschlechtert sich deutlich, die Sicherheit ist nur formal gewährleistet, da die Gruppen zu groß sind.

- Ich habe eine halbe Stelle.

- Trotz aller Schwierigkeiten liebe ich meine Arbeit mit den Jugendlichen.

- Die SL sieht soziales Lernen eher als Belastung an und vernachlässigt z.B. das Fach Sport.

B. Verhältnis Kollegium- Schulleitung/ innerschulische Organisation

- Die SL sollte Vorbild für die Lehrkräfte sein wie die Lehrkräfte gegenüber den Schülern Vorbild sind.

- Das Verhalten unter den KollegInnen ist häufig von Missgunst geprägt.

- Die Willkür der SL wächst mit steigenden Ansprüchen und Veränderungen.

- Vertretungsunterricht parallel in 1-2 Klassen zur eigenen Klasse und das auch noch in „Fachräumen“ bereiten mir Bauchweh.

- Das Sekretariat ist unterbesetzt. Die Arbeit bleibt an den Lehrern hängen.

- Die Stelle eines Sozialpädagogen wäre absolut notwendig in unserer Schule.

- Die SL boykottiert die Einstellung von z.B. Sozialpädagogen (B 4).

C: Schulisches Miteinander

- Engagierten KollegInnen wird Mehrarbeit aufgebürdet.

- Jeder misstraut jedem! Leider!

- Mit mehr als 120 Kolleginnen und Kollegen ist die Schule zu groß.

- Die Teamarbeit sollte vom Stundenplan her ermöglicht werden, d.h. Teil des Stundenplans, damit alle betroffenen KollegInnen sich zusammensetzen können.

D: Äußere Arbeitsbedingungen

- Ich komme mir wie ein „Lastesel“ vor. Lehrmaterialien sind in Massen durch die Schule zu tragen. Viele KollegInnen haben sich schon einen Rollkoffer zugelegt.

- Die von Experten zertifizierten Sicherheitsstandards werden seit über 20 Jahren ignoriert, obwohl dies schriftlich angemahnt wurde.

Wie streng müssen Lehrer sein? Schülerorientierter Unterricht gehört zu den Standards moderner Päda- gogik. Bildungsforscher warnen vor einer "Überkognitivierung" der Lerninhalte: Ästhetik, Emotionalität, Persönlichkeitsentwicklung und sozialen Fähigkeiten sollten mehr beachtet werden. Die Emotionspäda- gogik macht zu Recht auf den Zusammenhang von Emotion, Kognition und Lernerfolg aufmerksam (Roth 2003, Heitkämper 2000). In der öffentlichen Wahrnehmung und im Kollegium wird die didaktische Konzeption mit emotionalen Anteilen häufig übersehen. Der Schulleiter bestärkt die Zweifler der Schü- lerorientierung in Gesamtkonferenzen. Projektwochen brächten zuviel Durcheinander. Pädagogisches

16 Kampf gegen Bürokratie

Klassenfrühstück, Klassenfahrten, Projektunterricht seien „Kuschelpädagogik“.6 Manche Konfliktsituationen zwischen Schüler- und Lehrerschaft wären möglicherweise weniger eruptiv verlaufen, wenn durch sinnvolles Setzen von Grenzen Kontroversen in eine Win-Win-Situation gemündet hätten.

In diesem Kontext monierte der SIB, auch betriebswirtschaftliche Inhalte müssten stärker in berufliche Handlungssituationen eingebunden und ganzheitlich, schüler- und handlungsorientiert vermittelt werden, damit die Lernenden selbstständig zu Lösungen kommen können.

Auf Konferenzen wurden mehrfach, aber folgenlos Kommunikationsstrukturen thematisiert. Auch das nicht-pädagogische Personal ist unzufrieden. Der Schulleiter wird im Kapitel „Führung und Manage- ment“ des SIB kritisiert und als überfordert dargestellt. In beiden Fassungen des SIB werden diese Prob- leme mit unterschiedlicher Konnotation angesprochen: autoritärer Führungsstil, geringe Partizipation und Delegation, hoher Kommunikationsaufwand, "off-site-meetings", geringe Ausnützung von Spielräumen bei der curricularen und pädagogischen Arbeit, wenig Kontinuität des Lehrereinsatzes, Auseinanderreißen von Lehrerteams, Intransparenz bei der Verteilung der Stundenkontingente, der Zuordnung von Klassen- leitungen, der Bildung von Klassen. Daraus entstehen neue die Lehrtätigkeit belastende Unstimmigkeiten.

Dass die Schule schlecht geführt werde, wird von über 70 % der Lehrkräfte und 90 % der Ausbilderinnen und Ausbildern in der Befragung geäußert (vgl. HKH/IQ 2007: 28). In Gesamtkonferenzen fällt gelegentlich der Begriff „Gutsherrenart“.7

Tabelle 1.2: Führung und Management der GKS

Lehrkräfte „Die Schule wird gut geführt.“

Ausbilder/innen „Nach meinem Einblick wird die Schule gut geführt.“

Schüler/innen „Die Schule wird gut geführt.“

Kategorie trifft vollständig trifft weitgehend zu trifft in Ansätzen zu trifft gar nicht zu

zu

Lehrkräfte (n=78) 5 % 24 % 40 % 31 %

Ausbilder (n=61) 5 % 5 % 59 % 31 %

Schüler (n=100) 12 % 52 % 30 % 6 %

(Durch Rundungen können Summen über oder unter 100 % entstehen. Aus: HKM/IQ 2007: 28)

Ein weiterer Punkt ist der Mangel an Fortbildung (vgl. Umfrage zur Arbeitszufriedenheit der Lehrkräfte). Gezielte Fortbildungen können nach wissenschaftlichen Befunden Sympathie und Professionalität für schüler- und handlungsorientierte Unterrichtsmethoden fördern. Fortbildung kann helfen, die Arbeitsbe- lastung durch Routine zu reduzieren. Rückblickend brachte die Beantragung von Fortbildungen vor allem Mehraufwand und Ärger. Wenn Kolleginnen und Kollegen im Streben nach Erhalt und Weiterentwick- lung der eigenen beruflichen Kompetenzen Fortbildungsveranstaltungen beim Schulleiter beantragten, so wurden die Anträge formal und inhaltlich oft sehr rigide geprüft. Es waren im Personalrat immer wieder Fälle zu erörtern, in denen sich Kolleginnen und Kollegen ungerecht bei Genehmigungen behandelt fühl- ten. Analog gilt dies für die Beantragung von Klassenfahrten.8 Im Nachgang zur Schulinspektion traf das SSA am 21. Juli 2009 mit der Schulleitung eine Zielvereinbarung. Es gab schulinterne Fortbildungen, etwa Erste-Hilfe-Kurse. Einmal wurde Medical Airport Service GmbH für einen pädagogischen Tag (30. März 2011) an die Schule gerufen. Der Schulleiter selbst teilte die Kolleginnen und Kollegen den einzel- nen Arbeitsgruppen zu und eine freie Zuordnung war nur in begrenztem Umfang möglich. Einzelne Ab- teilungen versuchen selbst sporadisch, Fortbildungen für die Kolleginnen und Kollegen zu organisieren.

All dies beschreibt ein belastendes Arbeitsklima an der Schule. Man findet sich ab und regt sich nicht auf, will sich nicht ständig in langwierige und Kräfte raubende Diskussionen mit „der anderen Flurseite“ einlassen.9 Die Motivation am Arbeitsplatz schwindet - ein allgemeines Problem der heutigen Arbeitswelt.10 Die Umsetzung des im SIB angemahnten Maßnahmeplanes dauert noch an.

6 Erst kurz vor der Pensionierung am 31.7.2012 verlautbart der scheidende Schulleiter, er habe dazu gelernt und denke heute anders über das pädagogische Klassenfrühstück.

7 Die Redewendung „etwas nach Gutsherrenart tun“ bedeutet, willkürlich und über eventuell besser legitimierte Instanzen hinweg zu handeln. Der Ausdruck nimmt Bezug auf die Stellung der Gutsherren im 19. Jahrhundert, die - auch noch nach der Bauernbefreiung - zu ihren Untergebenen häufig ein Verhältnis wie zu Leibeigenen pflegten. Aus: wikipedia.de

8 Im Archiv der Schule ist weder die erste, noch die zweite Version des Schulinspektionsberichtes auffindbar (14. September 2012).

9 Der Ausdruck „die andere Flurseite“ ist im Lehrerzimmer der GKS ein stehender Begriff für die Schulleitung und die Abteilungsleitungen, deren Büros sich

- mit zwei Ausnahmen - gegenüber dem Lehrerzimmer befinden.

Kampf gegen Bürokratie 17

Mitglieder des Schulpersonalrates schlichten fortwährend bei Konflikten zwischen Schulleiter und Lehr- kräften. Dies ist anspruchsvoll, zeitintensiv, aber nötig. Als Personalratsmitglied musste man indessen das Risiko abwägen, durch die Schlichterrolle selbst den Unmut des Dienstvorgesetzten zu provozieren.

o Arbeitscoaches sollen Lehrkräfte entlasten

Im Rahmen des Kooperationsprojektes „Erfahrung hat Zukunft“ der Landesregierung, der Bundesagentur für Arbeit und der Stiftung der Zeitarbeitsfirma randstadt wurden Arbeitslose, die älter als 50 Jahre sind, als Arbeitscoaches befristet an Schulen vermittelt. Der Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer (HPRLL) befasste sich bereits 2006 mit dem Einsatz von Programmkräften. Arbeitscoaches sollten hel- fen, Praktikumsstellen für Schülerinnen und Schüler zu finden oder auch Elternarbeit durchführen. Hin und wider beaufsichtigten sie auch Klassenarbeiten, was - wie sich später herausstellt - nicht rechtlich zulässig ist. Der Personalrat war bei der Entscheidung über den Einsatz der Arbeitscoaches nicht in der Mitbestimmung, hat sich aber mehrfach mit den Folgen der Entscheidung zu befassen.

Im Rahmen des Programms „Erfahrung hat Zukunft - 50+“ bemühte sich der Schulleiter, Arbeitslosen- geldempfänger mit längerer Berufserfahrung und/oder Migrationshintergrund für die Schule zu gewinnen. Da weder zusätzliches Lehrpersonal, noch Schulsozialarbeit bezahlt wurden, bot sich diese kostengünsti- ge Gelegenheit an unter der Maßgabe der Zusatzqualifizierung. Der Vorgang ist exemplarisch und wird deshalb hier aufgeführt. In der Erörterung im Hauptpersonalrat der Lehrerinnen und Lehrer sprach sich das HKM gegen die Qualifizierung eines „Lehrer light“ aus. Ob der vom Schulleiter angeordnete Besuch der Cebit als für den Schulalltag geeignete Qualifizierung tituliert werden kann, sei dahingestellt.

Mit diesen Punkten hatte sich der Schulpersonalrat zu besch ä ftigen:

(1) Wann darf der PR ablehnen? Ablehnungsbegründungen ergeben sich für den örtlichen Personalrat aus der Mitbestimmung nach § 77 Abs. 4 HPVG.
(2) Vertretungsunterricht. Gemäß § 8 Abs. 3 und § 6 Abs. 1 der ADO gehört die Vertretung von Unterricht zum originären Bildungsauftrag einer Lehrkraft, der nach § 2 ADO „fachliches Können, wissenschaftsorientierte und kooperative Arbeitsweise, pädagogische Befähigung und psychologisches Einfühlungsvermögen“ voraussetzt.
(3) Die unterstützende Elternarbeit gehört zu den originären Aufgaben von Lehrkräften (§ 9 Abs. 2 und 4, § 6 Abs. 5 ADO). Dienstvereinbarung zur Vertretungsregelung.
(4) Die benotungsrelevante Beobachtung in der Betreuung des Betriebspraktikums und die Benotung der Auswertung des Betriebspraktikums gehören unverrückbar zusammen und lassen sich nicht trennen.

Der Schulleiter beantragte die Anschlussbeschäftigung der Programmkräfte nach dem Programm „Erfahrung hat Zukunft“ (Erlass des HKM -III-1 Kre 234.000.023-30-), der am 1. September 2009 an die Schulämter geht. Schriftlich fixiert sind die zwischen Schulleiter und Personalrat vereinbarten Aufgaben der Arbeitscoaches im „Rundschreiben 8 - 2007“. Ihr Einsatz zur Unterstützung der Lehrkräfte bei Schülerpraktika ist dort nicht erwähnt.

Die Arbeit der Arbeitscoaches an der Schule wirke sich positiv auf den Schulalltag aus (vgl. SIB S. 33). Arbeitscoaches verhielten sich aber meist nicht professionell bei Konflikten - wie sollten sie dies auch ohne qualifizierte Ausbildung? Das Kollegium fühlte sich folglich nicht ent-, sondern zusätzlich belastet (vgl. SIB S. 37). Die öffentliche Unterstützung des Konzeptes der Arbeitscoaches bis hin zur Links-Partei stieß im Lehrerkollegium auf Unverständnis. Durch die gemeinsame Anstrengung von HPRLL und GEW und unterstützt durch örtliche Personalvertretungen gelang es schließlich, die „Billigprogramme“ zurück- zuweisen, mit denen pädagogische Standards an den Schulen offensichtlich zu sinken drohten

Von Anfang an beanstanden HPRLL und GEW, die pädagogische Arbeit von Lehrkräften durch kurzfris- tig angelernte Arbeitscoaches zu ersetzen. Wenn jemand in einem handwerklichen Beruf „gut“ war, heißt dies nicht, dass er auch mit schwierigen Schülerinnen und Schülern oder mit ihren Eltern umgehen kann.

10 Menke: Birger (2011): Gutachten zur Bildung. Frustrierte Lehrer, ausgebrannte Dozenten, in: Der Spiegel, 22.03.2011

So gehört die Praktikumsbetreuung eindeutig zu den Aufgaben der Lehrkräfte und sozialpädagogischen Fachkräften. Dazu erklärt die Fachschaft Arbeitslehre der Heinrich-Mann-Schule in Dietzenbach, Kreis Offenbach, in Bezug auf den Einsatz der „pädagogischen Amateure“ u.a. dies:

(Der vollständige Text lässt sich finden unter: http://www.gew-offenbach.de/archiv/50_plus_HMS_Dietz.pdf)

- Quereinstieg in den Lehrerberuf (2008)

In Hessen wurden von 1.400 Interessenten aus anderen Berufen 140 Lehrerinnen und Lehrer nach einer zweijährigen Umschulung in den Schuldienst übernommen. Im Kollegium und im Personalrat wurde über deren Einsatz diskutiert. Konflikte in einzelnen Klassen müssen vom Stammkollegium gelegentlich aus- gebügelt werden. Personalratsmitglieder halfen bei Spannungen mit der Schulleitung. Umsteiger mögen gute Fachkräfte, brauchen aber nicht notwendig gute Pädagogen zu sein. Der Beruf der Lehrerin oder des Lehrers fußt auf zwei Säulen: der fachlichen und der pädagogischen Kompetenz. Beides setzt eine gute, langjährige Ausbildung voraus. „Lehrer light“ mit ungeklärter Vorbildung können Lehrkräfte nicht erset- zen. Der Verwaltungsgerichtshof stoppte am 22. Januar 2009 einen Erlass von Kultusminister Banzer (CDU) zu den Quereinsteigern. Der HPRLL hat bei der Verordnung für „Quereinsteiger“ zudem durchgesetzt, dass für ein Lehramt an Hessischen Schulen der Hochschulabschluss vorausgesetzt wird und die Rangliste der Lehramtsbewerber ausgeschöpft sein muss. Es sollte eine bedarfsgerechte Ausbil- dung für Lehrkräfte gewährleistet bleiben.

o Jahresgespräche (2009)

Das Thema Dienstvereinbarung für Jahresgespräche wurde von Schulleitung und Schulpersonalrat besprochen. Der Schulleiter betonte, sein Handlungsspielraum sei ohne Dienstvereinbarung sogar viel größer, da er auch ohne eine Dienstvereinbarung Gespräche mit den Kollegen führen könne.

o Öffentlich rechtliche Vereinbarung zwischen Stadt und Kreis OF (2009)

Zwischen den sechs Berufsschulen des Kreises und der Stadt Offenbach gab es zwischen 2007 und 2009 eine heftig geführte Debatte um die Lenkung der Schülerströme. Die Industrie- und Handelskammer Of- fenbach vermittelte dabei. Da der Schulpersonalrat keine direkte Mitsprachemöglichkeit hat, wollen die Autoren die Umschichtungen der Ausbildungsberufe und Schülerströme zwischen einzelnen Schulen nicht weiter kommentieren. In Gesamt- und Schulkonferenz sowie im PR wird darüber diskutiert.

o Zwischenfazit

Arbeitsbelastung durch Bürokratie steigt an und belastet die Lehrkräfte.

Dispositionsspielräume der Lehrerinnen und Lehrer schmelzen ab.

Führung und Management der GKS weisen auf einen hohen Entwicklungsbedarf hin.

Der Schulpersonalrat fungiert als Schlichter bei Konflikten zwischen Schulleiter und Lehrkräften. Demokratische Mitwirkungsmöglichkeiten werden per Gesetz und Verwaltungsakte eingeschränkt. Prekär beschäftigte Arbeitscoaches sowie „Quereinsteiger“ ersetzen keine ausgebildeten Lehrkräfte.

Kampf gegen Bürokratie 19

2 Arbeitsbedingungen verbessern

o Ideen und Anregungen zur Reduzierung der Arbeitszeit Gesundheitsgef ä hrdungen von Lehrkr ä ften vermindern

Personalräte sind gemäß HPVG § 74 Abs. 1 Nr. 6 und § 76 in der Mitbestimmung, wenn es um Maßnahmen zur Verhütung von Gesundheitsschädigungen geht. Arbeitsbelastungen tragen erheblich zur Gefährdung der Gesundheit bei. Die Lehrkräfte haben permanent neue Aufgaben zu bewältigen und die Verpflichtungen wachsen ständig.

Der Schulpersonalrat befasste sich in dem Berichtszeitraum mit der Reduzierung der Arbeitszeit:

Stundenplan (Dienstvereinbarung, Wunschzettel, Reduzierung des Einsatzes als Klassenleiter und in verschiedenen Abteilungen)

Konferenzen

Klassenleitungen

Reduzierung administrativer Tätigkeiten (Aufbewahrung von Klassenarbeiten und Entschuldigun- gen)

Anzahl der Klassen- und Kursarbeiten Schulprogrammentwicklung

Leitplanentwicklung

Bisweilen ist das, was der Personalrat im Interesse der Beschäftigten anpacken muss, in den Augen Mancher lapidar, aber notwendig. Exemplarisch sei genannt, dass sich der Personalrat auch um die Raumtemperatur in den Klassenzimmer kümmern musste.11 Im neuen Lehrerzimmer können Lehrkräfte vergleichsweise ungestörte Pausenzeiten genießen, da die Schülerinnen und Schüler keinen Zutritt mehr haben, um schnell zwischen „Tür und Angel“ Serviceleistungen des Lehrpersonals abzurufen. Der Personalrat der GKS setzte sich überdies die Aufgabe, nicht-dienstliche und abteilungsübergreifende Kommunikationsstrukturen auf- und auszubauen, um für ein besseres Arbeitsklima an einer derart großen Schule zu sorgen (Ausflüge, Sommerfeste und Jahresabschlussfeiern, sog. „Freud- und Leidkasse“, Fotogalerie der Beschäftigten, Teilnahme am Behördenwaldlauf etc.). Vor allem für neue Kolleginnen und Kollegen sind soziale Kontakte hilfreich, um den Arbeitsalltag besser meistern zu können.

o Schulsozialarbeit (2009)

Das Kollegium klagt immer wieder über schwierige Schülerinnen und Schüler. Auf dem Schulgelände, in der Aula und vor dem Schulgelände kommt es zu Streitigkeiten. Mehrere Amokfälle mit großem Polizei- aufgebot sind an der GKS leider zu beklagen. Der Personalrat war aufgefordert, bei der Lösung des Prob- lems mitzuhelfen. Als schnelle Lösungen wurden etwa Türknaufe an den Klassenzimmern montiert, die sich von Außen nicht öffnen lassen. Überdies wurden Schülerausweise, Türsteher und Videoüberwachung in einer Gesamtkonferenz diskutiert. Ein Polizist berichtete über Möglichkeiten und Grenzen der Video- überwachung, welche an anderen Schulen des Kreises etwa bei der Überwachung der Fahrradständer ein- gesetzt wird. Die elektronische Überwachung sei sehr personalintensiv und könne keine Gefährdungssitu- ationen verhindern, sondern diene im Wesentlichen zur nachträglichen Identitätsfeststellung. Er referierte über wissenschaftliche Erkenntnisse zur Gewaltprävention. Bei aggressivem Verhaltensmuster liege ein multifaktorieller Ursachenkomplex vor. Am besten gelinge Gewaltprävention durch multiprofessionelle Zusammenarbeit in der Schule. Die Installation von technischen Hilfsmitteln sei am wenigsten gut zur Gewaltprävention geeignet. Da es der Schulleitung indes über Jahre hinweg nicht gelang, Schulsozialar- beit an die Schule zu holen, versuchten Kolleginnen und Kollegen nach diesem „Strohhalm“ zu greifen.

11 Am ersten Schultag nach den Herbstferien 2010 war es in den Klassenräumen (Ausnahme B-Trakt) viel zu kalt. Dies galt etwa für die Räume C004, wo bis

12.00 Uhr 17 Grad Celsius, in C101 (16 Grad Celsius) herrschten und im A-Trakt Raum A206. Dies ist verwunderlich, da vom Projektpartner HochTief im Rahmen von PPP solches nicht zu vermuten war. Besonders drastisch macht sich das nach den Weihnachtsferien bemerkbar.

Das Kollegium und der Personalrat der GKS kämpfen seit Jahren für Schulsozialarbeit an der GKS.12 Auch die Schulkonferenz als oberstes Gremium der Schule beauftragte den Schulleiter mehrfach mit der Beantragung von Schulsozialarbeit beim Schulträger. Lange Jahre passierte nichts. Rückfragen beim Schulträger und im Schulausschuss des Kreistages Offenbach ergaben, dass nie eine derartige Bitte des Schulleiters an den Kreis herangetragen worden war. Nachfolgend wird beschrieben, wie es durch Unterstützungssysteme gelingen kann, negative Schulkarrieren zu verhindern.

Abbildung 2.1: Kontrolle und Einsammlung der Mobilfunk-Geräte bei Klausuren und Prüfungen

- Berufswegebegleitung (2009)

Im Januar 2009 wurde Berufswegebegleitung an der GKS implementiert. Sie ist ein Angebot für Vollzeit- Schülerinnen und -schüler im Übergang Schule-Beruf. Die Richtlinien werden 2012 von den Trägern überarbeitet (Förderung jetzt bereits ab der 5. Klasse möglich). Es gibt eine Koordinierungsstelle beim Schulträger).

Der vereinbarte Kriterienkatalog kann noch optimiert werden, so dass die Arbeit besser in den Schulalltag integriert ist. Bisweilen wirkt sie noch immer fremd und nur kurzzeitig „angedockt“. Ein gemeinsam ab- gestimmtes Förderkonzept fehlt bislang. Auch beteiligt sich die Schule am Programm QUABB für Aus- zubildende, die schulische, betriebliche oder auch persönliche Probleme haben und den Abbruch der Ausbildung erwägen. Eine Entlastung der Kollegien und Kollegen in „schwierigen Klassen“ ist deutlich spürbar, woran zu erkennen ist, dass es sich lohnt, „dicke Bretter“ auch bei schlechter Haushaltslage des 12 In der Gesamtkonferenz am 13.11.2007 berichtet der Schulleiter über den Antrag des Schulpersonalrates, einen Schulsozialarbeiter beim Schulträger anzu- fordern.

Kreises zu bohren. Im Unterricht an Beruflichen Schulen werden indes weder leistungsstärkere noch leis- tungsschwächere Schülerinnen und Schüler besonders gefördert (vgl. HKM/IQ 2011: 118). Schülerinnen und Schüler dürfen nach der Meinung der Autoren nicht abgeschoben, sondern müssen integriert werden, um Halt gebende Beziehungen eingehen zu können. Das gelingt am besten durch inklusiven Unterricht. Dafür braucht es aber die nötigen personellen und sächlichen Ressourcen (Klassenstärke, bauliche Aus- stattung etc.), für deren Verbesserung sich die Mitglieder des Schulpersonalrats stets eingesetzt haben.

- Leitbild (2010)

Das Ergebnis der Schulinspektion 2007 fällt für die GKS suboptimal aus. Es kam am 21.07.2009 zu einer Zielvereinbarung zwischen dem SSA Offenbach (Schulinspektion) und der Schulleitung. Das SSA wünschte, dass der PR in den Arbeitsgruppen (b) und (c) vertreten sein sollten. In drei Arbeitsgruppen (a) „Schulordnung (mit Maßnahmenkatalog)“, (b) „Schulorganisation“ und (c) „Lehren und Lernen“ wurden die Leitlinien für die GKS entwickelt, am 8.3.2010 in der Gesamtkonferenz beschlossen und in das Schulprogramm der GKS übernommen (vgl. Leitbilder „Lehren und Lernen“ im Anhang).

o Beförderung nach A14

Der örtliche Personalrat ist bei Beförderungen nach § 77 Abs. 1 Nr. 1 b) HPVG in der Mitbestimmung. Es gehört nach Änderung der Beförderungsrichtlinien Anfang der 1990er Jahre zu GKS-Gepflogenheit, zwischen Leistungs- und Ancienitätsprinzip zu vermitteln und einen Kompromiss bei der A14- Stellenreihenfolge zwischen den Vorstellungen des Schulpersonalrates und der Schulleitung zu finden. Dieses „Reißverschlussprinzip“ wird von der Schulleitung einseitig in der vergangenen Wahlperiode auf- gekündigt. Demnach hat der PR keine formalen Befugnisse mehr, bei der Beförderungsreihenfolge mit- zubestimmen. Die A14-Stellen müssen zwar im Amtsblatt ausgeschrieben werden, doch sie sind in der Regel auf eine eng umschriebene Personzahl zugeschnitten. Trotz der formellen Aufkündigung ist der Personalrat bei den dazu einberufenen Dienstversammlungen eingeladen. Es wird von der Schulleitung auch gern gesehen, wenn der Schulpersonalrat bei Konflikten vermittelt. Im Gegenzug ist es dem Perso- nalrat im Einzelfall möglich, andere als die von der Schulleitung vorgesehenen Personen zu berücksichti- gen. Das Entgegenkommen der Schulleitung ist aber erratisch und nicht per Dienstvereinbarung fixiert.

o Arbeitsniederlegung (2009)

Die Landesregierung weigerte sich, die im Tarifvertrag vereinbarte Arbeitszeitverkürzung auf die Pflichtstundenregelung der Lehrkräfte nach dem jahrelang gültigen Prinzip ‚Beamtenrecht folgt Tarifrecht’ zu übertragen. Es geht um Gleichbehandlung von Angestellten und Beamtinnen und Beamten. Die GEW Hessen rief zum Streik auf. Am 17.11.2009 beteiligen sich auch die GEW-Mitglieder des örtlichen Personalrates an der Arbeitsniederlegung. Im Personalrat wurde das Urteil des Europäischen Gerichtshofes zum Streikrecht für Beamte diskutiert. Es wurden Disziplinarmaßnahmen des Dienstherren auch gegen die Streikenden der GKS verhängt und von der Schulleitung der GKS vollzogen.

o Lebensarbeitszeitkonto (2010)

Die GEW-Mitglieder im Schulpersonalrat lehnten das Lebensarbeitskonto als Mogelpackung der Landesregierung zur Arbeitszeitverlängerung und Pflichtstundenerhöhung ab (Amtsblatt 2/2010). Die GEWSchulgruppe empfahl, nicht auf das Scheinangebot einzugehen.

o Dienstvereinbarung (2010)

Mit Schreiben vom 23. März 2009 kündigte der Schulleiter die alte Dienstvereinbarung mit dem Schul- personalrat über Stundenpläne auf. Begründet wurde die Kündigung mit geänderten Organisationsabläu- fen. Die vereinbarten Fristen könnten nicht mehr eingehalten werden. In einer Rohfassung des Stunden- plans wurde der neue Einsatzplan der Lehrkräfte bisher noch zum Schuljahresende in die Fächer der Lehrkräfte verteilt. In mehreren Monatsgesprächen wurde die geänderte Dienstvereinbarung dann neu verhandelt und in der Personalversammlung am 20. April 2010 bei 17 Enthaltungen ohne Gegenstimmen beschlossen.

Ende der Leseprobe aus 64 Seiten

Details

Titel
Kampf gegen Bürokratie für bessere Arbeitsbedingungen
Untertitel
Projekt von Personalräten der Georg-Kerschensteiner-Schule
Veranstaltung
Wettbewerbsprojekt "Deutscher- Personalräte-Preis 2012"
Autoren
Jahr
2012
Seiten
64
Katalognummer
V195210
ISBN (eBook)
9783656210504
ISBN (Buch)
9783656210917
Dateigröße
3723 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die zunehmenden Komplexität der Arbeitswelt fordert Personalräte immer stärker: Einsatzbereitschaft, Motivation für die Belange der Beschäftigten sind gefragt. Ganz gleich, ob es um Mitbestimmung, soziale Leistungen oder die Durchsetzung rechtlicher Ansprüche geht. Das vorliegende Projekt ist für den Wettbewerb eingereicht worden. Es geht um die Interessen der Beschäftigten, die Verbesserung von Arbeitsbedingungen, die Verhinderung nachteiliger Regelungen für Beschäftigte und den Erhalt vollwertiger Arbeitsplätze. Die Georg-Kerschensteiner-Schule ist die größte Schule im Kreis Offenbach/Main.
Schlagworte
Personalrat, Einsatzbereitschaft, Arbeitsbedingungen, Mitbestimmung, Personalräte-Preis-2012, Bürokratie, Gewerkschaft, GEW, Berufsschule, Interessensvertretung, Arbeitswelt, Deutscher Personalrätepreis, Berufliche Schulen, Arbeitszufriedenheit, Teilzeit-Berufsschule, Kaufmännische Berufsschule, Berufsschulzentrum, Selbstständige Schule, Arbeitsgesundheit, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Lehrkräfte, Lehrkraft, unterricht
Arbeit zitieren
Dr. Klaus-Uwe Gerhardt (Autor)Anke Rüger (Autor), 2012, Kampf gegen Bürokratie für bessere Arbeitsbedingungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195210

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