Wahrnehmung von kämpfenden Frauen im ‚langen 19. Jahrhundert‘

Die ‚Heldenjungfrauen‘ der Befreiungskriege 1813-15 und die Barrikadenkämpferinnen und Freischärlerinnen der Revolution von 1848/49 in den zeitgenössischen Diskursen und im kollektiven Gedächtnis


Hausarbeit (Hauptseminar), 2009
38 Seiten, Note: 1,00

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Aufgabenstellung und Leitfragen

2. Über die „Polarisierung der ‚Geschlechtscharaktere’” im 19. Jahrhundert und die Handlungsmöglichkeiten und Handlungsräume von Frauen in den Befreiungskriegen und der Revolution von 1848/49

3. Die Bewertung der kämpfenden Frauen der Befreiungskriege und der Revolution von 1848/49 in den zeitgenössischen Diskursen und deren Eingang in das kollektive Gedächtnis
3.1.Die ‚Heldenjungfrauen' der Befreiungskriege
3.1.1 Kurze Bestandsaufnahme der bekannt gewordenen Fälle und deren Wahrnehmung in der zeitgenössischen Publizistik
3.1.2 Die kämpfenden Frauen der Befreiungskriege in der kollektiven Erinnerung im ‚langen 19. Jahrhundert'
3.2 Die Barrikadenkämpferinnen und Freischärlerinnen der Revolution von 1848/49 im Vergleich
3.2.1 Kurze Bestandsaufnahme der bekannt gewordenen Fälle und deren Wahrnehmung in der zeitgenössischen Publizistik
3.2.2 Die kämpfenden Frauen der Revolution von 1848/49 in der kollektiven Erinnerung im ‚langen 19. Jahrhundert'

4. Die Darstellung der kämpfenden Frauen der Befreiungskriege und der Revolution von 1848/49 in der Literatur des ‚langen 19. Jahrhunderts'

5. Resümee und Ausblick ins 20. Jahrhundert

6. Bibliografie
6.1 Quellen
6.2 Sekundärliteratur

1. Einleitung: Aufgabenstellung und Leitfragen

“Die kämpfende, auch tötende Frau tritt uns als ‚widernatürliches‘ Wesen in der gesamten […] Geschichtsschreibung entgegen.” 1

Derart äußert sich Hilde Schmölzer in ihrem populärwissenschaftlichen Werk Revolte der Frauen zur Wahrnehmung und Bewertung von kämpfenden Frauen von der Antike bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Selbst unter Berücksichtigung des Umstandes, dass Friedfertigkeit bereits seit dem Altertum als charakteristisches Merkmal von Weiblichkeit angesehen wurde und die kriegerische Frau demnach nicht den gängigen Geschlechtervorstellungen entsprach,2 gilt es diese verallgemeinernde Aussage weiter zu differenzieren und in dem jeweiligen historischen Kontext neu zu bewerten - wobei sich diese Arbeit im Folgenden auf den Zeitraum des ‚langen 19. Jahrhunderts‘ konzentrieren wird.

Im Zentrum dieser wissenschaftlichen Untersuchung, die sich als Beitrag zur Militärgeschichte als Geschlechtergeschichte versteht, werden dabei zum einen die in den Befreiungskriegen 1813 bis 1815 auf deutscher Seite kämpfenden ‚Heldenjungfrauen‘, zum anderen die 1848/49 am Revolutionskrieg beteiligten Barrikadenkämpferinnen und Freischärlerinnen stehen. Insbesondere angesichts der historischen Entwicklung im 19. Jahrhundert, im Zuge welcher sich das Militär nicht nur zur Schule der Nation, sondern auch zur „Schule der Männlichkeit“3 entwickelt und das Recht des Waffentragens mit der sukzessiven Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in den deutschen Gebieten zunehmend mit einem Anspruch der Männer auf die Staatsbürgerschaft assoziiert wird, von welchem die Frauen ausgeschlossen bleiben, erscheint die Bewertung der Kämpferinnen, die durch ihr Verhalten die traditionelle Geschlechterordnung infrage stellen, von besonderem Interesse.4 Daher soll es in dieser Arbeit um die Wahrnehmung der Frauen in Waffen in der zeitgenössischen Publizistik, aber auch um deren Eingang in das kollektive Gedächtnis gehen. Während sich die Untersuchung der Diskurse rund um dieses Phänomen im Einzelnen insbesondere auf die bereits von Karen Hagemann und Carola Lipp angestellten Forschungsarbeiten stützt, wird mit dieser Seminararbeit vor allem durch den diachronen Vergleich - der durch Hannelore Cyrus‘ Aufsatz angeregt worden ist - ‚Forschungsneuland’ betreten werden.5 Im Sinne einer Ergänzung und Überprüfung der hierbei aufgestellten Thesen soll schließlich im letzten Teil der Arbeit darüber hinaus die Thematisierung der ‚Heldenjungfrauen‘ der Befreiungskriege und der ‚Amazonen‘ der Revolution von 1848/49 in literarischen Werken, die diesbezüglich als historische Dokumente von Interesse sind, genauer untersucht werden: Durch den Vergleich von vier bislang vollkommen unerforschten Dramen über die ‚Heldenjungfrauen‘ der Befreiungskriege - Die Lützower von Elisabeth Grube (1864), Die Lützower von Benedix Roderich (1912), Johanna Stegen von Rudolf Tramnitz (1912) und Eleonore Prochaska von Arnold Koeppen (1913)6 - mit drei Prosawerken über die Kämpferinnen in der Revolution von 1848/49 - Louise Astons Revolution und Contrerevolution (1849), Leopold Storchs Caroline die Wiener Barrikadenheldin (1850) und F.A. Karchers Die Freischärlerin (1851)7 - wird dabei insbesondere analysiert werden, wie sich die Darstellung der Protagonistinnen in die zeitgenössischen Diskurse um die realen Frauen in Waffen einordnen lässt und welche spezifischen Gemeinsamkeiten zwischen den literarischen Werken zu den Befreiungskriegen und der Revolution von 1848/49 festzustellen sind.

2. Über die „Polarisierung der ‚Geschlechtscharaktere’”8 im 19. Jahrhundert und die Handlungsmöglichkeiten und Handlungsräume von Frauen in den Befreiungskriegen und der Revolution von 1848/49

“Entsprechend dem mehr universellen Charakter des Weibes, ist die Empfindung in ihm vorherrschend - das Weib ist mehr fühlendes Wesen; beim Mann herrscht hingegen wegen seiner größeren Individualität, die Reaktion vor, - er ist mehr denkendes Wesen […] Gemäß der Universalität ist beim Weibe die Sympathie, die Liebe vorherrschend, beim Manne hingegen, wegen vorwaltender Individualität, der Antagonismus, der Haß, - und so ist denn jenes mitleidiger, mildthätiger, es ist sittlicher und religiöser, als der mehr rauhe, oft hartherzige, Alles vorzugsweise nach seinem Ich zu bemessen geneigte Mann. […] Während so das Weib hauptsächlich das innere Familienverhältniß begründet, der Mann mehr das äußere, ist er zugleich das Verbindungsglied zwischen Familie und Familie, er hauptsächlich begründet den Staat.”9

So beschreibt der Artikel „Geschlechtseigenthümlichkeiten“ im Conversations-Lexikon von Meyer die geschlechtsspezifischen Charakteristika von Männern und Frauen.10 Unter der Annahme, dass Geschlechterrollen diskursiv konstruiert sind und das Verständnis und die Wahrnehmung des biologischen Geschlechts einem massiven soziokulturellen Wandel unterliegen,11 wird im Folgenden jene Polarisierung der Geschlechtscharaktere im späten 18. und 19. Jahrhundert betrachtet werden, welche für die Bewertung der kämpfenden Frauen im ausgewählten Zeitraum von eminenter Wichtigkeit ist und welche durch die eingangs zitierte Äußerung exemplarisch verdeutlicht wird. Während bis zum 18. Jahrhundert das sogenannte Ein-Geschlecht-Modell vorherrscht, das Männer und Frauen als nicht grundsätzlich voneinander verschiedene, sondern nur graduell voneinander differente Menschen versteht, die sich wie umgekehrte Gegenstücke zueinander verhalten, wird diese Ansicht insbesondere im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts durch das Zwei-Geschlechter-Modell verdrängt.12 Aufgrund der einsetzenden Biologisierung der als ‚naturgegeben‘ verstandenen Geschlechterdifferenzen, im Zuge derer die physischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen als Grundlage für eine Bestimmung der geschlechtsspezifischen Eigenschaften und Merkmale fungieren, werden Personen nicht mehr länger primär nach ihrer jeweiligen Standeszugehörigkeit, sondern verstärkt auch nach ihrer Geschlechtszugehörigkeit bewertet und wahrgenommen. Dementsprechend setzen sich in besagtem Zeitraum Vorstellungen von einer geschlechtsspezifischen Aufgaben- und Funktionszuweisung durch: Dem Mann, der sich nach diesem als Kontrastprogramm aufgebauten Denkmodell idealtypisch durch Rationalität und Aktivität, Mut, Stärke, Aggressivität, Leidenschaftlichkeit und Tapferkeit auszeichnet, wird das ‚öffentliche‘ Betätigungsfeld der politischen Sphäre und des Erwerbslebens zugewiesen. Dagegen wird das Aktionsfeld der Frauen, die idealiter Sittlichkeit, Schönheit, Friedfertigkeit, Emotionalität und Passivität in sich vereinen, in dem häuslichen Bereich bestimmt.13 Der Erfolg des Zwei-Geschlechtermodells lässt sich dabei nicht nur durch die differenzierteren Einsichten in die menschliche Anatomie, im Zuge derer die körperlichen Unterschiede stärker in den Vordergrund rücken, sondern auch durch die Schwierigkeit erklären, die Lehren der Aufklärung mit der rechtlichen und sozialen Situation der Frauen zu vereinbaren. Da die Vertreter der Aufklärung theoretisch die Gleichberechtigung aller Menschen proklamieren und transzendente und traditionelle Ordnungssysteme hinterfragen, kann die Unterordnung der Frau nicht mehr durch eine ‚göttliche‘ Ordnung legitimiert werden, wohingegen die Berufung auf die physischen Unterschiede und die daraus abgeleiteten Geschlechtsmerkmale eine neue Möglichkeit bietet, die rechtlichen Differenzen zwischen den Geschlechtern zu begründen - so zu finden unter anderem in den Schriften Rousseaus und den Werken der prominentesten moralischen Anthropologen der Französischen Revolution, Roussel, Moreau und Cabinis.14 Dennoch muss hierbei erwähnt werden, dass das Zwei-Geschlechter-Modell insbesondere in der bildungsbürgerlichen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts Verbreitung findet, während die realhistorischen Bedingungen in der Arbeiterschaft und dem Bauerntum - hier mussten Frauen auch weiterhin Lohnarbeit leisten bzw. waren keineswegs ausschließlich für die Familie zuständig - der Rezeption des Denkmodells zumindest partiell entgegengestanden haben dürften.15 Zudem empfiehlt es sich prinzipiell, die theoretischen Konzeptionen von der historischen Realität zu unterscheiden und insbesondere die Exklusion des weiblichen Geschlechts von der Öffentlichkeit nicht mit einer Unterdrückung der Frauen per se gleichzusetzen, sondern differenzierter zu betrachten.16 Denn gerade in den hier im Zentrum stehenden nationalen Krisenzeiten, den Befreiungskriegen von 1813-15 und der Revolution von 1848/49, zeigt sich, dass die kategorische Aufteilung zwischen ‚männlicher Öffentlichkeit‘ und ‚weiblicher Privatheit‘ nur teilweise Wahrheitsgehalt hat und es durchaus möglich war, auch als Frau politischen Einfluss auszuüben, ohne deshalb aus der gesellschaftlich definierten Geschlechterrolle zu fallen.17 Unter dem Postulat eines ‚Weiblichen Heroismus‘ werden im Zuge der Befreiungskriege insbesondere in Preußen Vorstellungen vom Aufgabenbereich der Frauen insofern erweitert, als angesichts des Krieges gegen die französische Fremdherrschaft auch von ihnen spezifische, öffentliche patriotische Verhaltensweisen und Aktivitäten gefordert werden - ein Umstand, der durch die Ausnahmesituation des Krieges, das heißt „Augenblicke[n], wo das Interesse der ganzen Menschheit auf dem Spiele steht, und wo auch die [die Frauen], als bedeutender Theil derselben, berufen sind, mehr zu seyn, als müssige Zuschauerinnen“ legitimiert wird.18 Neben der Forderung an ‚Heldenmütter‘ und ‚Kriegerbräute‘ nicht Trauer, sondern Stolz angesichts ihrer Söhne, Ehemänner und Verlobten, die Kriegsdienst leisten, zu zeigen und diese für den Kampf zu motivieren, propagiert und glorifiziert die Tagesliteratur auch andere weibliche patriotische Opfertaten wie das Spenden von im eigenen Haushalt entbehrlichen Materialien für die Ausrüstung und Bekleidung der Krieger sowie von Schmuck und Wertgegenständen.19 Nimmt der Umfang der Beteiligung der Frauen an letztgenannten wohltätigen Aktionen bereits erstaunliche Ausmaße an,20 so zeigt darüber hinaus vor allem der „Aufruf an die Frauen im Preußischen Staate“, den 12 Prinzessinnen des Hauses Hohenzollern am 23. März 1813 bekannt machen lassen und in welchem diese „zum Wohle des Vaterlandes“ zur Gründung eines „Frauen- Verein[s]“ auffordern, nachhaltige Wirkung:21 Zur Unterstützung der Soldaten entstehen insbesondere im Frühjahr und Sommer 1813 zahlreiche patriotische Frauenvereine, an denen vor allem bürgerliche und adelige Frauen partizipieren und zu deren Aufgaben neben dem Sammeln von Geld- und Sachspenden auch die Pflege der kranken und verwundeten Krieger gehört. Initiativen, durch welche die Frauen erstmals in der deutschen Geschichte die Form des bürgerlichen Vereins nutzen und dabei zugleich eine derart hohe Verbreitung, Größe, Einfluss und Aktivitätsgrad erreichen - Dirk Reder geht von insgesamt 573 Frauenvereinen von 1813-15 im deutschsprachigen Raum aus -, 22 dass sie den vom Kriegsdienst befreiten Männern in der zeitgenössischen Presse partiell sogar als Vorbild vorgehalten werden.23 Die Beobachtung Karen Hagemanns, dass sich die „diskursiv konstruierten Geschlechterdifferenzen und - hierarchien“ verstärken, „[s]obald Kriege [im 19. Jahrhundert] als ‚Nationalkriege‘ auf der Basis einer breiten Mobilmachung geführt“ werden, lässt sich allerdings im Falle der Befreiungskriege bestätigen:24 Trotz der neuen Handlungschancen des weiblichen Geschlechts von 1813-15 handelt es sich bei den in der Tagesliteratur gepriesenen, idealtypischen Frauenfiguren und weiblichen Tugenden überwiegend um auch vorher bereits als genuin frauliche verstandene Vorzüge und Charaktereigenschaften: In den Lobeshymnen auf die Fürsorgeaktionen wird das Bild der natürlichen Mütterlichkeit lediglich zur patriotischen erweitert und im Falle der genannten, ohnehin eher weiblich konnotierten Opfertaten der Frauen wie der Pflege der Kranken und Verwundeten wird als Motivation meist die weibliche Liebe und der Stolz auf die Krieger genannt, während der Hass auf die Feinde als Antriebskraft eher den männlichen Kriegsteilnehmern vorbehalten bleibt.25

Im Falle des weiblichen Engagements im Zuge der Revolution von 1848/49 zeigen sich diesbezüglich ähnliche Tendenzen: Auch hier eröffnet die historische Ausnahmesituation den bürgerlichen Frauen neue politische Partizipationsmöglichkeiten und trägt zur Verbreitung des Vereinswesens bei. Überwiegend beschränken sich die Frauenvereine, die insbesondere in Sachsen, Baden und Rheinpreußen entstehen,26 allerdings ebenfalls auf karikative Aktionen wie das Fahnensticken, das Sammeln von Spenden für die Freiheitskämpfer oder den Einsatz für politisch Verfolgte oder Gefangene, so dass abermals nur spezifisch weibliche Tätigkeiten ausgeübt werden, die der Vorstellung von den dichotomischen Geschlechtscharakteren entsprechen und auch von den Vereinsmitgliedern selbst nur als Unterstützung der männlichen Revolutionskämpfer verstanden werden.27 Auch wenn sich die Vorstellungen von den Geschlechterverhältnissen im Vormärz zumindest beim liberalen und demokratischen Bürgertum insofern verändern, als die Frau nun als Gefährtin, Vertraute, Freundin und Ratgeberin des Mannes, das heißt zumindest innerhalb der Familie nicht mehr nur als untergebene Gattin und Mutter gedacht wird, impliziert dies selbst in revolutionären Kreisen eher selten die Akzeptanz der Forderung nach einer weiblichen Gleichstellung auch im politischen Bereich.28 Ausnahmen, das heißt Frauenvereine, die anders als die Verbände im Zeitalter der Befreiungskriege und die Mehrzahl der Frauenvereine der Revolution von 1848/49 eine politische Gleichberechtigung der Geschlechter einfordern und damit dauerhaft in einen männlichen Aufgabenbereich einzudringen drohen, werden ambivalent bewertet. Selbst Frauenrechtlerinnen wie Louise Otto greifen das Schreckbild der emanzipierten Frauen auf und spotten über die Zigarren rauchenden, in Männerkleidung auftretenden und freie Liebe fordernden Frauen, die ihrer Ansicht nach Gefahr laufen zu männlichen Imitaten zu werden, anstatt sich zu freien Personen zu entwickeln.30 Neben den politischen Bürgerrechten bleibt insbesondere die Wehrhaftigkeit in der zeitgenössischen Wahrnehmung der Befreiungskriege und der Revolution von 1848/49 ein männliches Vorrecht. Wie dementsprechend Frauen wahrgenommen werden, die durch ihr Handeln als Kämpferinnen die ihnen vorgeschriebenen Geschlechtergrenzen überschreiten, soll daher im folgenden Kapitel genauer erläutert werden.

3. Die Bewertung der kämpfenden Frauen der Befreiungskriege und der Revolution von 1848/49 in den zeitgenössischen Diskursen und deren Eingang in das kollektive Gedächtnis

3.1.Die ‚Heldenjungfrauen' der Befreiungskriege

3.1.1 Kurze Bestandsaufnahme der bekannt gewordenen Fälle und deren Wahrnehmung in der zeitgenössischen Publizistik

„Der Gott, der Eisen wachsen ließ, / der wollte keine Knechte, / Drum gab er Säbel, Schwert und Spieß/ dem Mann in seine Rechte, / […] O Teutschland, heil’ges Vaterland!/ O teutsche Lieb‘ und Treue!/ Du hohes Land! Du schönes Land!/ Wir schwören dies aufs neue:/ Dem Buben und den Knecht die Acht!/ Der speise Kräh’n und Raben!/ So zieh’n wir aus zur Hermannsschlacht/ Und wollen Rache haben.“31

Mit diesen Worten beschreibt Ernst Moritz Arndt im Vaterlandslied, einem Text im Anhang des Soldatenkatechismus, die Anforderungen, die der kommende Krieg an den deutsch-nationalen Patrioten stellen wird. Symptomatisch ist der Auszug indes insofern, als die Befreiungskriege nicht nur als Katalysator bei der Entstehung einer nationalen Identität, sondern auch bei der Polarisierung der Geschlechtscharaktere fungieren und insbesondere für die Verbreitung der Auffassung, dass Wehrhaftigkeit die Voraussetzung für ‚wahre Männlichkeit‘ sei, eine wichtige Rolle spielen.32 Ob in der Gestalt des ‚Nationalkriegers‘, des ‚Heldenjünglings‘ oder des ‚Vaterlandsverteidigers‘ - in den im Rahmen der patriotischen Mobilmachung vor und während der Befreiungskriege in den Zeitschriften, Zeitungen, Aufrufen, Broschüren, Predigten und Gedichten verbreiteten männlichen Leitbildern wird die Kampffähigkeit und Kampfbereitschaft für die Verteidigung des Vaterlandes zu einem wesentlichen Element von Männlichkeitsentwürfen.33 Doch offensichtlich sind es nicht nur Männer, sondern partiell auch Frauen, welche sich im Zuge der Befreiungskriege zum Kriegsdienst gegen die französische Fremdherrschaft berufen fühlen: Während heute lediglich 23 der Frauen, die 1813-15 als Männer verkleidet in den Krieg ziehen, namentlich bekannt sind, lassen zeitgenössische Zeitungsberichte, die von weiteren weiblichen Personen berichten, die versucht haben, sich freiwillig zu melden und dabei enttarnt worden sind, vermuten, dass es durchaus mehr kampfbereite Frauen gegeben haben muss.34 Dass ein solches Cross-Dressing indes überhaupt möglich und um 1800 sogar in anderen europäischen Ländern verbreitet zu sein scheint, erklärt sich dabei insbesondere durch die Tatsache, dass es die Form der allgemeinen Mobilmachung in den Revolutions- und Befreiungskriegen für Frauen leichter zu machen scheint, als Angehörige des anderen Geschlechtes akzeptiert zu werden, da medizinische Untersuchungen aufgrund des großen Bedarfs an Soldaten eher oberflächlich oder überhaupt nicht durchgeführt werden können. Selbst wenn der endgültige Entschluss in den Krieg zu ziehen höchstwahrscheinlich aufgrund einer Mischung aus verschiedenen Gründen getroffen wird - von dem Entkommen aus schwierigen familiären oder ökonomischen Situationen bis hin zu Abenteuerlust - spielt dabei zusätzlich auch der Umstand, dass die Volkskriege mit ihrer neuartigen patriotischen bzw. nationalen Legitimation offensichtlich auch für Frauen überzeugende Argumente bieten, in den Kampf zu ziehen, eine wichtige Rolle.35

Letzteres zeigt sich jedenfalls bei den bekannten Kämpferinnen der Befreiungskriege: Die im Durchschnitt zwischen 18 und 25 Jahre alten, vom sozialen Hintergrund her meist aus den unteren Schichten stammenden Frauen, die in der preußischen Armee dienen und damit das gleiche Alter haben wie die meisten der männlichen Freiwilligen,36 sind so nicht umsonst überproportional im Lützowschen Freikorps vertreten - einem Kampfverband, der höchstwahrscheinlich gerade aufgrund seiner spezifischen Mischung aus Freiheitssinn, Patriotismus und neuem Bürgerstolz besonders attraktiv für die kämpfenden Frauen gewesen ist.37

Stellt sich die Frage nach der Wahrnehmung dieser Personen in der Publizistik, so fällt zunächst auf, dass insbesondere drei Frauen offensichtlich besondere Aufmerksamkeit erhalten, an deren Beispiel Deutungs- und Bewertungsmuster in den zeitgenössischen Diskursen aufgezeigt werden können: Der prominenteste dieser Fälle, der zudem Vorbildcharakter für die anderen Frauen und die Wahrnehmung dieser bekommt, ist dabei eindeutig derjenige der Eleonore Prochaska: Die 28-jährige Tochter eines invaliden Unteroffiziers aus Potsdam meldet sich bereits im April 1813 freiwillig zum Kriegsdienst im Lützowschen Freikorps und gibt sich als junger Schneider August Renz aus. Dabei bleibt sie offensichtlich zunächst auch unerkannt, erst nach ihrer Verwundung durch eine Kartätschenkugel in der Schlacht von Göhrde am 16. September 1813 wird sie als Frau enttarnt.38 Ihr Tod infolge ihrer Verletzung am 5. Oktober 1813 wird zum Anlass ihrer frühzeitigen Glorifizierung und Verherrlichung: Neben dem militärischen Ehrenbegräbnis in Dannenberg, dem Ort an dem sie nach ihrer Verwundung gebracht wird, wird ihr Mut und Kampfgeist in zahlreichen Zeitungsberichten und Gedichten gewürdigt.39

[...]


1 Schmölzer, Hilde: Revolte der Frauen. Porträts aus 200 Jahren Emanzipation. Wien 1999, S.185.

2 Vgl. Hagemann, Karen: Venus und Mars. Reflexionen zu einer Geschlechtergeschichte von Militär und Krieg. In: Hagemann, Karen; Pröve, Ralf (Hg.): Landsknechte, Soldatenfrauen und Nationalkrieger. Militär, Krieg und Geschlechterordnung im historischen Wandel. Frankfurt; New York 1998, S.13 f..

3 Paulsen, Friedrich: Die deutschen Universitäten und das Universitätsstudium. 1902. Zitiert nach: Frevert, Ute: Soldaten, Staatsbürger. Überlegungen zur historischen Konstruktion von Männlichkeit. In: Kühne, Thomas (Hg.):Männergeschichte. Geschlechtergeschichte. Männlichkeit im Wandel der Moderne. Frankfurt am Main; New York 1996, S.82.

4 Vgl. Frevert, Ute: Die kasernierte Nation. Militärdienst und Zivilgesellschaft in Deutschland. München 2001, S.15. Vgl. dazu auch: Frevert, Ute: Soldaten, Staatsbürger. Überlegungen zur historischen Konstruktion von Männlichkeit, S.69-87.

5 Vgl. zu den Befreiungskriegen u.a.: Hagemann, Karen: ‚Heroic Virgins‘ and ‚Bellicose Amazons‘: Armed Women, the Gender Order and the German Public during and after the Anti-Napoleonic Wars. In: European History Quarterly. Volume 30. Number 4. October 2007, S.507- 527. Vgl. zu der Revolution 1848/49 die Beiträge in dem Band: Lipp, Carola (Hg.): Schimpfende Weiber und patriotische Jungfrauen. Frauen im Vormärz und in der Revolution 1848/49. Moos; Baden-Baden 1986. Zum vergleichenden Ansatz: Siehe u.a. Cyrus, Hannelore: Von erlaubter und unerlaubter Frauenart, um Freiheit zu kämpfen - Freiheitskämpferinnen im 19. Jahrhundert und die freie Hansestadt Bremen. In: Grubitzsch, Helga; Cyrus, Hannelore; Haarbusch, Elke (Hg.): Grenzgängerinnen. Revolutionäre Frauen im 18. und 19. Jahrhundert. Weibliche Wirklichkeit und männliche Phantasien. Düsseldorf 1985, S.19-70.

6 Vgl. Grube, Elisabeth: Die Lützower. Ein historisches Schauspiel. In: Grube, Elisabeth: Dramen. Düsseldorf 1864, S.1-100. Vgl. Benedix, Roderich: Die Lützower von 1813 oder Mit Gott für König und Vaterland. Kriegsbild in zwei Aufzügen. Bonn 1912. Vgl. Tramnitz, Rudolf: Johanna Stegen. Düsseldorf 1912. Vgl. Koeppen, Arnold: Eleonore Prochaska. Schauspiel in drei Aufzügen. Stargard i.Pom. 1913.

7 Vgl. Aston, Louise: Revolution und Contrerevolution. Erster Band. Mannheim 1849. Vgl. Aston Louise: Revolution und Contrerevolution. Zweiter Band. Mannheim 1849.Vgl. Storch, Leopold: Caroline, die Wiener Barrikadenheldin, Jäger Carl genannt. Revolutionsgeschichte aus Wiens Oktoberkämpfen und dem ungarisch-italienischen Freiheitskriege. Grimma; Leipzig 1850. Vgl. Haasis, G. Hellmut (Hg.): F.A., Karcher: Die Freischärlerin. Eine Novelle aus der Pfälzer Revolution von 1849. Mit Beiträgen von Rothild Wambsganß-Eisenmenger und Elsa Neuesleben. Frankfurt am Main 1977, S. 7-182.

8 So der Titel des wegweisenden Aufsatzes von Karin Hausen. (Vgl. Hausen, Karin: Die Polarisierung der „Geschlechtscharaktere" - Eine Spiegelung der Dissoziation von Erwerbs- und Familienleben. In: Conze, Werner (Hg.): Sozialgeschichte der Familie in der Neuzeit Europas. Stuttgart 1976, S.363-393.)

9 Meyer, J.: Das große Conversationslexikon. 1. Abteilung, 12. Band. Hildburghausen 1848, S.748 f..

10 Ebd., S.742.

11 Vgl. dazu u.a. Beauvoir, Simone de: Das andere Geschlecht. Sitte und Sexus der Frau. Reinbek 1992, S.61 f. Siehe auch Butler, Judith: Das Unbehagen der Geschlechter. Frankfurt am Main 1991.

12 Vgl. Krimmer, Elisabeth: In the company of men. Cross-dressed women around 1800. Detroit, Michigan 2004, S.8 f. Siehe auch: Laqueur, Thomas: Auf den Leib geschrieben. Die Inszenierung der Geschlechter von der Antike bis Freud. Frankfurt am Main 1992, S.172-219.

13 Vgl. Hausen, Karin: Die Polarisierung der „Geschlechtscharaktere" - Eine Spiegelung der Dissoziation von Erwerbs- und Familienleben, S.366-370.

14 Vgl. Krimmer, Elisabeth: In the company of men, S.8 f. Siehe auch: Laqueur, Thomas: Auf den Leib geschrieben. Die Inszenierung der Geschlechter von der Antike bis Freud, S.220-227.

15 Vgl. Hausen, Karin: Die Polarisierung der „Geschlechtscharaktere" - Eine Spiegelung der Dissoziation von Erwerbs- und Familienleben, S.382 f. Auch Panke-Kochinke betont, dass die Polarisierung der Geschlechtscharaktere insbesondere als bürgerliches Denkmodell bezeichnet werden kann. (Vgl. Panke-Kochinke, Birgit: Die anständige Frau. Konzeption und Umsetzung bürgerlicher Moral im 18. und 19. Jahrhundert. Pfaffenweiler 1991, S.125-129.)

16 Vgl. Paletschek, Sylvia: Frauen im Umbruch. Untersuchungen zu Frauen im Umfeld der deutschen Revolution von 1848/49. In: Fieseler, Beate; Schulze, Birgit (Hg.): Frauengeschichte gesucht - gefunden? Auskünfte zum Stand der historischen Frauenforschung. Köln; Weimar; Wien 1991, S.49 f..

17 Zu der Notwendigkeit, die Kategorien Privatheit und Öffentlichkeit hinsichtlich der Geschlechterbeziehungen im 19. Jahrhundert differenzierter zu betrachten: Vgl. Hausen, Karin: Öffentlichkeit und Privatheit. Gesellschaftspolitische Konstruktionen und die Geschichte der Geschlechterbeziehungen. In: Hausen, Karin; Wunder, Heidi (Hg.): Frauengeschichte. Geschlechtergeschichte. Frankfurt; New York 1992, S.81-88.

18 Unbekannt: Einige Worte über das Verhältnis der deutschen Frauen zu den jetzigen Weltbegebenheiten I. In: Deutsche Blätter. Band 2, Nr.74 (1814), S.311-315, S.311 f… Zitiert nach: Hagemann, Karen: „Männlicher Muth und Teutsche Ehre“ Nation, Militär und Geschlecht zur Zeit der Antinapoleonischen Kriege Preußens. Paderborn; München; Wien; Zürich 2002, S.376.

19 Vgl. Hagemann, Karen: Heldenmütter, Kriegerbräute und Amazonen. Entwürfe „patriotischer“ Weiblichkeit zur Zeit der Freiheitskriege. In: Frevert, Ute (Hg.): Militär und Gesellschaft im 19. und 20. Jahrhundert. Stuttgart 1997, S.190. Siehe auch: Hagemann, Karen:

„Männlicher Muth und Teutsche Ehre“ Nation, Militär und Geschlecht zur Zeit der Antinapoleonischen Kriege Preußens. Paderborn; München; Wien; Zürich 2002, S.376-380.

20 Hagemann, Karen: „Deutsche Heldinnen“: Patriotisch-nationales Frauenhandeln in der Zeit der antinapoleonischen Kriege. In: Planert, Ute (Hg.): Nation, Politik und Geschlecht. Frauenbewegungen und Nationalismus in der Moderne. Frankfurt am Main 2000, S.90 f..

21 Aufruf an die Frauen im Preußischen Staate. In: Vossische Zeitung. Nr. 39 (1.4.1813). Zitiert nach: Hagemann, Karen: „Männlicher Muth und Teutsche Ehre“, S.380.

22 Vgl. Reder, Dirk: Frauenbewegung und Nation. Patriotische Frauenvereine in Deutschland im frühen 19. Jahrhundert (1813-1830). Köln 1998, S.504.

23 Vgl. Hagemann, Karen: „Deutsche Heldinnen“: Patriotisch-nationales Frauenhandeln in der Zeit der antinapoleonischen Kriege, S.93- 95.Vgl. zu den Frauenvereinen in den Befreiungskriegen auch: Reder, Dirk: „…aus reiner Liebe für Gott, für den König und das Vaterland“. Die “patriotischen“ Frauenvereine in den Freiheitskriegen von 1813-1815. In: Hagemann, Karen; Pröve, Ralf (Hg.): Landsknechte, Soldatenfrauen und Nationalkrieger. Militär, Krieg und Geschlechterordnung im historischen Wandel. Frankfurt; New York 1998, S.199- 222.

24 Hagemann, Karen: Venus und Mars. Reflexionen zu einer Geschlechtergeschichte von Militär und Krieg, S.25. Vgl. ebd., S.25 f..

25 Vgl. Hagemann, Karen: Heldenmütter, Kriegerbräute und Amazonen, S.190 f..

26 Vgl. Grau, Ute; Guttmann, Barbara: Revolution ohne Frauen? Anmerkungen zum gegenwärtigen Stand der Forschung zur weiblichen Revolutionsbeteiligung in Baden. In: Allmende. Nummer 56/57 (1998), S.57.

27 Vgl. Hauch, Gabriella: Nichtswürdig - emanzipiert - geliebt. Geschlechtsspezifische Aktionen und Diskurse in den Revolutionen 1848/49. In: Riepl-Schmidt, Marscha (Hg.): Frauen und Revolution. Strategien weiblicher Emanzipation 1789 bis 1848. Tübingen 1998, S.40-47. Vgl. Asche, Susanne: Frauen ohne Furcht und Nadel? Geschlechterverhältnisse in der Revolution 1848/49. In: Ariadne - Almanach des Archivs der deutschen Frauenbewegung. Eine "ächt weibliche Emancipation". Die Diskussion der Geschlechterbeziehungen um 1848. Heft 33 (März 1998), S.7 f..

28 Vgl. Lipp, Carola: Liebe, Krieg und Revolution. Geschlechterbeziehung und Nationalismus in der Revolution 1848/9. In: Lipp, Carola (Hg.): Schimpfende Weiber und patriotische Jungfrauen. Frauen im Vormärz und in der Revolution 1848/49. Moos; Baden-Baden 1986, S.355-358.

29 Dass die Möglichkeit einer Forderung nach sozialer und politischer Gleichberechtigung der Frauen als genuine Bedrohung in dem beobachteten Zeitraum verstanden wird, erklärt auch, weshalb in der württembergischen Presse - trotz der Tatsache dass die württembergischen Frauenvereine keine erkennbaren emanzipatorischen Ambitionen zeigen - dieses Thema dennoch aufgegriffen wird und sozusagen als Präventivmaßnahme lächerlich gemacht wird. (Vgl. Sterr, Elisabeth: „Hat nicht Gott … euch eure Stellung zum Manne angewiesen?“ Das Frauenbild in der württembergischen Presse. In: Lipp, Carola (Hg.): Schimpfende Weiber und patriotische Jungfrauen. Frauen im Vormärz und in der Revolution 1848/49. Moos; Baden-Baden 1986, S.184.)

30 Vgl. Paletschek, Sylvia: Frauen im Umbruch. Untersuchungen zu Frauen im Umfeld der deutschen Revolution von 1848/49, S.52.

31 Arndt, Ernst Moritz: Vaterlandslied (1812). In: Leffson, August; Steffens, Wilhelm (Hg.): Arndts Werke. Auswahl in 12 Teilen. Erster Teil. Gedichte. Berlin; Leipzig, Stuttgart; Wien 1912, S.100 f.

32 Vgl. Hagemann, Karin: „Heran, heran zu Sieg oder Tod!“ Entwürfe patriotisch-wehrhafter Männlichkeit in der Zeit der Befreiungskriege. In: Kühne, Thomas (Hg.):Männergeschichte. Geschlechtergeschichte. Männlichkeit im Wandel der Moderne. Frankfurt am Main; New York 1996, S.53.

33 Vgl. Hagemann, Karen: „Männlicher Muth und Teutsche Ehre“, S.304-350.

34 Vgl. Unbekannt: Das freiwillige preußische Militär, Landwehr und Landsturm. In: Neues Deutschland 1/2 (1813), S.123-139, v.a. S.126. Dass 23 der Frauen namentlich bekannt sind, bemerkt unter anderem Hagemann. (Vgl. Hagemann, Karen: Heldenmütter, Kriegerbräute und Amazonen, S.196.)

35 Vgl. Hagemann, Karen: ‚Heroic Virgins‘ and ‚Bellicose Amazons‘, S.510, S.513 f..

36 Vgl. ebd., S.514.

37 Vgl. Cyrus, Hannelore: Von erlaubter und unerlaubter Frauenart, um Freiheit zu kämpfen, S.20 f..

38 Für weitere Informationen zu Eleonore Prochaska: Vgl. Förster, Friedrich Christoph: Denkwürdigkeiten Preussischer Geschichte aus den Befreiungskriegen 1813, 14, 15.Berlin 1863, S.260 f., S.466. Siehe auch: Karstädt, Otto: Als Deutschland erwachte. Lebens- und Zeitbilder aus den Befreiungskriegen. Heft 16. Heldenmädchen und Frauen aus großer Zeit. Hamburg 1913, S.29-40. Vgl. v.a. aber Noël, Louis: Die deutschen Heldinnen in den Kriegsjahren 1807-15. Berlin 1912, S.37-72.

39 Die meisten der Gedichte finden sich bei Noël . (Vgl. Noël, Louis: Die deutschen Heldinnen in den Kriegsjahren 1807-15, S.53-58.) Zu den Presseberichten über Prochaska: Vgl. u.a. Meldung, Dannenberg, 18.9.1813. In: Zeitung aus dem Feldlager vom 23.9.1813. Siehe auch Maria Christiana Eleonora Prochaska als August Renz, freiwilliger Jäger in der Lützowschen Freischar. In: Deutsche Blätter, Nr.48, 13.12.1813, S.520-524. Angaben zu diesen und weiteren Artikeln finden sich bei Hagemann: Vgl. Hagemann, Karen: „Männlicher Muth und Teutsche Ehre“, S.385.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten

Details

Titel
Wahrnehmung von kämpfenden Frauen im ‚langen 19. Jahrhundert‘
Untertitel
Die ‚Heldenjungfrauen‘ der Befreiungskriege 1813-15 und die Barrikadenkämpferinnen und Freischärlerinnen der Revolution von 1848/49 in den zeitgenössischen Diskursen und im kollektiven Gedächtnis
Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,00
Autor
Jahr
2009
Seiten
38
Katalognummer
V195221
ISBN (eBook)
9783656209430
ISBN (Buch)
9783656210054
Dateigröße
672 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Befreiungskriege, Kämpfende Frauen, Revolution 1848/9, Eleonore Prochaska, Geschlechtergeschichte, Literatur
Arbeit zitieren
Carola Katharina Bauer (Autor), 2009, Wahrnehmung von kämpfenden Frauen im ‚langen 19. Jahrhundert‘, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195221

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