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Jonathan Meese als cultural hero zwischen Revolte und Kanonbildung

Título: Jonathan Meese als cultural hero zwischen Revolte und Kanonbildung

Trabajo Universitario , 2012 , 48 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Mag. Michael Bernhard Pany (Autor)

Arte - Instalaciones / Acción / Performance / Arte moderno
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In dieser Forschungsarbeit zum Forschungsseminar zur Theaterwissenschaft soll zunächst einmal ausgewählte und dem Thema der Forschungsarbeit adäquate Literatur aus dem Seminar reflektiert werden. Erforscht werden soll die Frage, inwieweit Erkenntnisse und Prämissen aus der hauptsächlichen Literatur sich auf das künstlerische Phänomen Jonathan Meese, verortet zwischen Revolte und Kanonbildung, abstrahieren lassen beziehungsweise ob man ihn dadurch einordnen kann und wenn ja wie etc.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Die Forschungsarbeit

1.1. Einleitung

1.2. Theoretische Verortung

1.3. Über den Künstler

1.4. Jonathan Meese im Spannungsfeld zwischen Revolte und Kanonbildung

1.5. Resümee

2. Anhang

2.1. Ausstellung „Fräulein Atlantis“ in der Sammlung Essl Privatstiftung

2.2. Ausstellung „Totalste Graphik“ in der Akademie der bildenden Künste

2.2.1. Eröffnungsrede zur Ausstellung von Dr. Björn Egging

2.2.2. Text von Jonathan Meese zur Ausstellungseröffnung

2.2.3. Folder zur Ausstellung

Zielsetzung & Themen

Die Forschungsarbeit untersucht das künstlerische Phänomen Jonathan Meese, um zu ergründen, wie sich seine Positionierung zwischen kultureller Kanonbildung und schöpferischer Revolte im Kontext des modernen Kunstbetriebs verorten lässt.

  • Analyse der theoretischen Verortung von Kunst zwischen Autonomie und Kommerzialisierung.
  • Untersuchung der Rolle des Künstlers als "Cultural Hero" und dessen mediale Inszenierung.
  • Reflektion über das Spannungsfeld zwischen radikaler künstlerischer Revolte und gesellschaftlicher Vereinnahmung.
  • Betrachtung von Jonathan Meese als Fallbeispiel für eine "Diktatur der Kunst".

Auszug aus dem Buch

1.2. Theoretische Verortung

Der Prozesscharakter der Kunstwerke konstituiert sich dadurch, daß sie als Artefakte, von Menschen Gemachtes von vornherein im >einheimischen Reich des Geistes< ihren Ort haben, aber, um irgend identisch mit sich selbst zu werden, ihres Nichtidentischen, Heterogenen, nicht bereits Geformten bedürfen. Der Widerstand der Andersheit gegen sie, auf welche sie doch angewiesen sind, veranlaßt [sic!] sie dazu, die eigene Formsprache zu artikulieren, kein ungeformtes Fleckchen übrig zu lassen. Diese Reziprozität macht ihre Dynamik aus; das Unschlichtbare der Antithetik, daß [sic!] jene in keinem Sein sich stillt. Kunstwerke sind es nur in actu, weil ihre Spannung nicht in der Resultante reiner Identität mit diesem oder jenem Pol terminiert. Andererseits werden sie nur als fertige, geronnene Objekte zum Kraftfeld ihrer Antagonismen; sonst liefern die verkapselten Kräfte nebeneinander her, oder auseinander. Ihr paradoxes Wesen, der Einstand, negiert sich selber. Ihre Bewegung muß [sic!] stillstehen und durch ihren Stillstand sichtbar werden. Objektiv aber ist der immanente Prozesscharakter der Kunstwerke, schon ehe sie irgendeine Partei ergreifen, der Prozeß [sic!], den sie gegen das ihnen Auswendige, das bloß Bestehende anstrengen. Alle Kunstwerke, auch die affirmativen, sind a priori polemisch.

Vor der Emanzipation des Subjekts war fraglos Kunst, in gewissem Sinn, unmittelbarer ein Soziales als danach. Ihre Autonomie, Verselbstständigung der Gesellschaft gegenüber, war Funktion des seinerseits wieder mit der Sozialstruktur zusammengewachsenen bürgerlichen Freiheitsbewußtseins [sic!]. Ehe es sich bildete, war Kunst zwar an sich in Widerspruch zu gesellschaftlicher Herrschaft und ihrer Verlängerung in den mores, nicht aber für sich. Konflikte gab es, seit dem Verdikt im Platonischen Staat, desultorisch, die Idee einer von Grund auf oppositionellen Kunst jedoch hätte niemand konzipiert, und soziale Kontrollen wirkten weit direkter als in der bürgerlichen Ära bis zur Schwelle der totalen Staaten. Andererseits integrierte das Bürgertum die Kunst sich vollständiger als je eine frühere Gesellschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Forschungsarbeit: Einleitung in die Thematik, Verortung von Meese im Kunstbetrieb und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.

1.1. Einleitung: Hinführung zur Fragestellung und Erläuterung des Titels sowie der theoretischen Grundlagen.

1.2. Theoretische Verortung: Philosophische Einordnung des Kunstbegriffs und dessen Verhältnis zu Gesellschaft und Geschichte anhand von Adorno.

1.3. Über den Künstler: Biografische Eckpunkte und Analyse der künstlerischen Gedankenwelt sowie der Arbeitsweise von Jonathan Meese.

1.4. Jonathan Meese im Spannungsfeld zwischen Revolte und Kanonbildung: Zusammenführung der theoretischen und biographischen Erkenntnisse zu einer Analyse der spezifischen Positionierung Meeses.

1.5. Resümee: Reflexion der Ergebnisse und abschließende Bewertung der Ambivalenz zwischen künstlerischer Autonomie und Marktwirtschaft.

2. Anhang: Dokumentation von Ausstellungen, Transkriptionen von Performances, Reden und Begleitmaterialien zur Illustration der künstlerischen Praxis.

3. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Dokumentarfilme, Internettexte und Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Jonathan Meese, Kunsttheorie, Revolte, Kanonbildung, Performancetheorie, Ästhetik, Diktatur der Kunst, Avantgarde, Kunstmarkt, Totalinstallation, Totalkunst, Cultural Hero, Adorno, Zeitgenössische Kunst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Positionierung des Künstlers Jonathan Meese an der Schnittstelle zwischen radikaler künstlerischer Revolte und der Vereinnahmung durch den kulturellen Kanon.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Dialektik zwischen Autonomie und Kommerzialisierung, der Begriff der "Diktatur der Kunst" sowie die Analyse von Meeses Performance- und Installationskunst.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu ergründen, wie Meese seine provokative künstlerische Haltung beibehält, während er gleichzeitig als Akteur im etablierten Kunstbetrieb agiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse philosophischer und kunsttheoretischer Texte, kombiniert mit der Untersuchung von Performance-Dokumentationen und aktuellen Ausstellungsbeiträgen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil rezipiert theoretische Ansätze, führt in die Gedankenwelt des Künstlers ein und verwebt diese Informationen zu einer Analyse der Spannungsfelder im Schaffen von Jonathan Meese.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Jonathan Meese, Diktatur der Kunst, Revolte, Kanonbildung, Totalkunst, Cultural Hero und zeitgenössische Ästhetik.

Warum bezieht sich die Arbeit auf den Begriff der "Diktatur der Kunst"?

Der Begriff dient als analytisches Instrument, um Meeses utopische Forderung nach einer totalen, von außen nicht beeinflussbaren Kunst zu beschreiben, die er den bestehenden politischen Ideologien entgegensetzt.

Welche Rolle spielen die im Anhang enthaltenen Dokumente?

Die Materialien im Anhang, wie das Performance-Transkript und die Eröffnungsrede, dienen als exemplarische Primärquellen, die Meeses rhetorische und performative Strategien veranschaulichen.

Final del extracto de 48 páginas  - subir

Detalles

Título
Jonathan Meese als cultural hero zwischen Revolte und Kanonbildung
Universidad
University of Vienna  (Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft)
Calificación
1
Autor
Mag. Michael Bernhard Pany (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
48
No. de catálogo
V195303
ISBN (Ebook)
9783656234746
ISBN (Libro)
9783656234975
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kunst Markt Revolte Kanon
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mag. Michael Bernhard Pany (Autor), 2012, Jonathan Meese als cultural hero zwischen Revolte und Kanonbildung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195303
Leer eBook
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