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Ein Land, eine Sprache, zwei Wege?

Der Mutterspracherwerb im Kindesalter. Ein Vergleich der DDR und der heutigen BRD

Título: Ein Land, eine Sprache, zwei Wege?

Trabajo , 2012 , 28 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Jennifer Amft (Autor)

Pedagogía - Sistemas educativos, políticas educativas
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„Früher war alles besser“ lautet heutzutage der Spruch vieler ehemaliger DDR-Bürger mit dem sie sich häufig auf das vorherrschende Bildungssystem beziehen. Die Kinder „damals“ sollten mit dem Schuleintritt „[…] Willenseigenschaften wie Zielstrebigkeit, Ausdauer, Aufmerksamkeit und Konzentration […]“ ausgebildet sowie die Bereitschaft und Fähigkeit ent-wickelt haben, „[…] sich anzustrengen und diszipliniert zu verhalten […]“. Dies war auch eindeutig in dem Bildungsprogramm definiert, wohingegen sich die Ziele der Bildungssysteme von heute mehr an der Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und den damit verbundenen Kompetenzen orientieren. „Die Kompetenzen sollen das Kind in die Lage versetzen, in ver-schiedenen Situationen seines Lebens selbständig und verantwortungsbewusst zu handeln.“
Im Fokus dieser Hausarbeit soll nun die Frage beantwortet werden: Inwiefern unterscheidet sich das Bildungsprogramm für Kindergärten der DDR hinsichtlich des Spracherwerbs und dessen Förderung zu dem Heutigen? Als Grundlage dient dazu u.a. das Original des Bildungsprogramms für die Bildungs- und Erziehungsarbeit in Kindergärten der DDR. Auf-grund des föderalistischen Systems hat heutzutage jedes Bundesland seine eigenen Vorstellungen von der Arbeit in den Kindertageseinrichtungen formuliert. Im Rahmen dieser Haus-arbeit kann natürlich nicht auf jedes Programm im Detail eingegangen werden, stattdessen wird sich dabei hauptsächlich auf das Berliner Bildungsprogramm gestützt und dieses abschnittsweise mit Auszügen des Programms für Sachsen-Anhalt sowie Mecklenburg- Vorpommern abgeglichen. Hervorzuheben ist dabei, dass es sich bei der Betrachtung der verschiedenen Konzepte stets um staatliche Einrichtungen handelt und pädagogische Konzepte nach Freinet oder Montessori nicht berücksichtigt werden sollen.
Die Sprache wird hierbei in den Mittelpunkt gestellt, da sie immer gegenwärtig ist und man sich wohl kaum naturwissenschaftliche Phänomene, mathematische Regeln oder Musikstücke aneignen kann, ohne wenigstens eine Sprache zu beherrschen. „Die Grenzen meiner Sprache(n) sind die Grenzen meiner Welt:“

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erwerb und Förderung der Muttersprache in der DDR

2.1. Aufbau und Inhalt des Bildungsplanes

2.2. Erwerb und Förderung der Muttersprache

2.3. Die Bedeutung der Muttersprache im Kindergartenalltag

3. Umgang mit Kommunikation und Sprache in den Kindertagesstätten des 21. Jh.

3.1. Aufbau und Inhalt der Bildungspläne

3.2. Umgang mit Kommunikation und Sprache

3.3. Die Besonderheit der Mehrsprachigkeit

4. Ein Vergleich

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Ansätze zur Sprachförderung im Kindergartenalter in der ehemaligen DDR mit den heutigen Konzepten in der Bundesrepublik Deutschland, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Umgang mit Mutterspracherwerb und Kommunikation aufzuzeigen.

  • Vergleich der Bildungsprogramme der DDR mit modernen Bildungsplänen
  • Stellenwert der Muttersprache im täglichen Kindergartenablauf
  • Förderung der Sprachkompetenz und Identitätsentwicklung
  • Herausforderungen und Chancen der Mehrsprachigkeit
  • Die Rolle der Erzieherin als Sprachvorbild und Begleiterin

Auszug aus dem Buch

2.2 Erwerb und Förderung der Muttersprache

„Wer eine Sprache sprechen will, muss diesen Wortschatz erwerben“11. Die Sprache gilt als wichtigstes Kommunikationsmittel der Menschen, weshalb die Wortschatzerweiterung bereits Aufgabe der Spracherziehung im Vorschulalter ist. In dieser Zeit können die Kinder sprachliche Anregungen besonders schnell aufnehmen und Defizite ausbessern. Die Sprachimpulse, welche sie in diesem Zeitraum bekommen, prägen sich in ihr späteres Sprachverhalten ein. Grundlegende Fähigkeiten des Sprachverständnisses und des Sprachgebrauchs sind jedem Menschen angeboren. Jeweiligen Besonderheiten der Muttersprache und der Grad der Beherrschung dieser können nur durch Lernen erworben werden. Jedes Kind, ganz gleich welcher Herkunft, durchläuft dazu verschiedene Entwicklungsstufen wie z.B. das Schreien oder Lallen. Besonders während der sogenannte Resonanzphase (18 Monate bis 12 Jahre) kann auf den Spracherwerb erheblich Einfluss genommen werden.12 Aus diesem Grund nimmt die Sprachförderung im Vorschulalter eine besonders wichtige Position ein, da hierbei gleichzeitig eine Kommunikationsförderung sowie eine Förderung sozialer Verhaltensweisen stattfindet.13 Die meisten Kinder, welche mit 3 Jahren in den Kindergarten kommen, beherrschen eine gewisse Anzahl von Wörtern, die sich meist auf bekannte Dinge wie Personen, Tätigkeiten, die Krippe, Familie oder eigene Wünsche beziehen. In der jüngeren Gruppe soll nun daran angeknüpft und der vorhandene Wortschatz durch neue Begriffe erweitert werden. Dies kann z.B. gezielt während der vorgesehenen Beschäftigungen erfolgen. Eine Beschäftigung in dieser Altersstufe umfasst 15 Minuten, wobei einmal pro Woche der Bereich Muttersprache behandelt und die sprachliche Entwicklung systematisch gefördert wird.14

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung zur Untersuchung des Sprachvergleichs zwischen DDR-Kindergärten und heutigen Einrichtungen vor und erläutert die methodische Eingrenzung auf ausgewählte Bildungsprogramme.

2. Erwerb und Förderung der Muttersprache in der DDR: Das Kapitel erläutert den Aufbau der DDR-Bildungspläne und die systematische, tägliche Sprachförderung, die darauf abzielte, Kinder für die Schule und das sozialistische Leben zu erziehen.

3. Umgang mit Kommunikation und Sprache in den Kindertagesstätten des 21. Jh.: Hier werden aktuelle Bildungsansätze analysiert, die stärker auf die individuelle Entwicklung, die Bedeutung der Mehrsprachigkeit und die Begleiterrolle der Erzieherin fokussieren.

4. Ein Vergleich: Dieser Abschnitt stellt die Ergebnisse gegenüber und zeigt den Wandel von vorgeplanten DDR-Beschäftigungen hin zu einem offeneren, interessengeleiteten Sprachförderansatz in der heutigen Zeit auf.

5. Ausblick: Der Ausblick reflektiert die Stärken beider Systeme und regt weitere Forschung an, um zu untersuchen, wie sich unterschiedliche Erziehungsmethoden langfristig auf das Sprachverhalten und die Persönlichkeit von Kindern auswirken.

Schlüsselwörter

Spracherwerb, Sprachförderung, Kindergarten, DDR-Bildungssystem, Bildungsplan, Mehrsprachigkeit, Kommunikation, Erzieherin, Identitätsentwicklung, Wortschatz, Sprachkompetenz, Vorschulerziehung, pädagogische Konzepte, Sprachvorbild, Sprachentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit vergleicht die Konzepte zur Sprachförderung und zum Mutterspracherwerb im Kindergartenalter zwischen dem DDR-Bildungssystem und modernen Ansätzen in der heutigen Bundesrepublik Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf den Strukturen der jeweiligen Bildungspläne, der Rolle der Erzieher als Sprachvorbild, der Bedeutung des täglichen Kindergartenalltags für die sprachliche Entwicklung sowie der Integration von Mehrsprachigkeit.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der Förderung der Sprachkompetenz aufzuzeigen und zu analysieren, wie sich der pädagogische Fokus im Laufe der Zeit gewandelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine vergleichende Literatur- und Dokumentenanalyse, indem sie offizielle Bildungsprogramme der ehemaligen DDR sowie aktuelle Bildungspläne (u.a. Berlin und Sachsen-Anhalt) gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung des DDR-Programms, die Analyse moderner Ansätze im 21. Jahrhundert, die Behandlung der Mehrsprachigkeit sowie einen abschließenden direkten Vergleich der Konzepte.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Spracherwerb, DDR-Bildungssystem, Sprachförderung, Mehrsprachigkeit und pädagogische Kommunikation.

Inwiefern unterscheidet sich der DDR-Ansatz von heutigen Methoden?

Während in der DDR feste, tägliche Beschäftigungen zur systematischen Sprachförderung im Vordergrund standen, fokussieren heutige Konzepte eher auf interessengeleitetes Lernen und die Begleitung der individuellen Kindesentwicklung.

Welche Rolle spielt die Mehrsprachigkeit in der modernen Pädagogik laut Text?

Die Mehrsprachigkeit wird heute zunehmend als Chance begriffen, wobei Erzieher dazu angehalten sind, die Herkunftssprache als Teil der kindlichen Identität wertzuschätzen und in den Alltag einzubinden.

Final del extracto de 28 páginas  - subir

Detalles

Título
Ein Land, eine Sprache, zwei Wege?
Subtítulo
Der Mutterspracherwerb im Kindesalter. Ein Vergleich der DDR und der heutigen BRD
Universidad
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Curso
Individuum, Gesellschaft und Staat im Kontext von Erziehung, Bildung, Sozialisation
Calificación
1,7
Autor
Jennifer Amft (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
28
No. de catálogo
V195306
ISBN (Ebook)
9783656211440
ISBN (Libro)
9783656212881
Idioma
Alemán
Etiqueta
DDR BRD Deutsche Demokratische Republik Bundesrepublik Deutschland Kita Kindergarten Spracherwerb Muttersprache Migration Bildungspläne
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jennifer Amft (Autor), 2012, Ein Land, eine Sprache, zwei Wege?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195306
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