Diese Arbeit beschäftigt sich mit Wedekinds 'Frühlings Erwachen' und beschäftigt sich mit Schuld und Scham als zentralen Erziehungsparametern. Sie zeigt zudem, wie sich diese durch alle Instanzen ziehenund somit zu einem Gesellschaftsthema werden.
Inhaltverzeichnis
1. Einleitung
2. Erziehung in den Familien
2.1 Melchior, Fanny und Herr Gabor
2.2 Wendla, Frau Bergmann und Ina Müller
2.3 Moritz und Herr Stiefel
3. Erziehung durch die Institutionen
3.1 Gymnasium
3.2 Kirche bzw. christliche Gemeinde
3.3 Korrektionsanstalt
4. Der vermummte Herr
5. Das Erbe der Erziehung
6. Literaturangaben
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielen Schuld und Scham in "Frühlings Erwachen"?
Schuld und Scham werden in Frank Wedekinds Drama als zentrale Erziehungsparameter eingesetzt, um Jugendliche zu kontrollieren und gesellschaftliche Normen zu erzwingen.
Wie erziehen die Familien in Wedekinds Stück?
Die Arbeit analysiert verschiedene Familienkonstellationen (Gabor, Bergmann, Stiefel) und zeigt, wie Eltern durch Tabuisierung und moralischen Druck die Entwicklung ihrer Kinder hemmen.
Welchen Einfluss haben Institutionen wie Schule und Kirche?
Gymnasium und Kirche werden als repressive Instanzen dargestellt, die individuelle Bedürfnisse unterdrücken und bei Abweichungen mit Bestrafung (z.B. Korrektionsanstalt) reagieren.
Wer ist der "vermummte Herr"?
Diese Figur erscheint am Ende des Stücks und wird oft als Symbol für das Leben oder die lebensbejahende Moral interpretiert, die dem Tod (Moritz) entgegensteht.
Warum gilt das Drama als Gesellschaftskritik?
Es prangert die verlogene Sexualmoral und das autoritäre Bildungssystem des Wilhelminismus an, die die Jugendlichen in Verzweiflung und Tod treiben.
Was ist das "Erbe der Erziehung" laut dieser Arbeit?
Die Arbeit reflektiert die langfristigen Folgen einer auf Schuld basierenden Erziehung für das Individuum und die gesamte Gesellschaft.
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- Lisa Atzler (Author), 2011, Schuld als erzieherische Maßnahme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195628