1. Lawrence Kohlberg: Entwicklung des moralischen Urteils 6
1.1 Moralische Dilemmata 7
1.2 Stufenkonzept 9
1.2.1 Präkonventionelle Ebene 10
1.2.2 Konventionelle Ebene 10
1.2.3 Zwischen- bzw. Übergangsebene 11
2.2.4 Postkonventionelle Ebene 11
2. Carol Gilligans Thesen einer „weiblichen Moralauffassung“ 13
2.1 Konzept der zwei Moralen: Fürsorge- und Gerechtigkeitsmoral 13
2.2 Gilligans Stufenmodell der weiblichen Moralentwicklung 14
2.2.1 Präkonventionelle Moral: Orientierung am individuellen Überleben 15
2.2.2 Konventionelle Moral: Orientierung an Konventionen 15
2.2.3 Postkonventionelle Moral: Die Moral der Gewaltlosigkeit 15
2.3 Kritik an Gilligans Theorie (Nunner-Winkler) 16
3. Bedeutung und Konsequenzen für die Pädagogik 17
3.1 Gilligans Konsequenzen für die Pädagogik 18
3.2 Kohlbergs „Just-Community“-Ansatz 19
4. John Rawls 21
Zusammenfassung 24
Literaturverzeichnis: 26
Inhaltsverzeichnis
1. Lawrence Kohlberg: Entwicklung des moralischen Urteils
1.1 Moralische Dilemmata
1.2 Stufenkonzept
1.2.1 Präkonventionelle Ebene
1.2.2 Konventionelle Ebene
1.2.3 Zwischen- bzw. Übergangsebene
2.2.4 Postkonventionelle Ebene
2. Carol Gilligans Thesen einer „weiblichen Moralauffassung“
2.1 Konzept der zwei Moralen: Fürsorge- und Gerechtigkeitsmoral
2.2 Gilligans Stufenmodell der weiblichen Moralentwicklung
2.2.1 Präkonventionelle Moral: Orientierung am individuellen Überleben
2.2.2 Konventionelle Moral: Orientierung an Konventionen
2.2.3 Postkonventionelle Moral: Die Moral der Gewaltlosigkeit
2.3 Kritik an Gilligans Theorie (Nunner-Winkler)
3. Bedeutung und Konsequenzen für die Pädagogik
3.1 Gilligans Konsequenzen für die Pädagogik
3.2 Kohlbergs „Just-Community“-Ansatz
4. John Rawls
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung moralischer Urteilsfähigkeit unter Berücksichtigung der Theorien von Lawrence Kohlberg und Carol Gilligan sowie deren Relevanz für die pädagogische Praxis. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie moralisches Urteilen und Handeln in einer demokratischen Schulumgebung gefördert werden kann, wobei die Gerechtigkeitstheorie von John Rawls als ergänzende theoretische Basis dient.
- Entwicklung des moralischen Urteils nach Lawrence Kohlberg (Stufenkonzept und Dilemma-Methode)
- Carol Gilligans Kritik und ihr Modell der weiblichen „Fürsorgemoral“
- Kritische Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischen Moralauffassungen
- Pädagogische Konsequenzen und der „Just-Community“-Ansatz in der Schule
- Integration von John Rawls’ Gerechtigkeitstheorie in das moralische Erziehungskonzept
Auszug aus dem Buch
1.1 Moralische Dilemmata
Ende der sechziger Jahre entwickelte Kohlberg mit seinen MitarbeiterInnen eine erste Methode zur Förderung der moralischen Urteilsfähigkeit, der sogenannten Dilemmadiskussion. Diese Theorie wurde immer weiter entwickelt und gilt heute als eine sehr effektive Methode im Bereich der Moralerziehung. Bei Kohlbergs Untersuchungen werden den Probanden zu Beginn hypothetische Dilemmata vorgelegt, in denen sich (mindestens) zwei moralisch miteinander nicht zu vereinbarende Werte gegenüberstehen, so dass sich der Befragte zwischen beiden entscheiden muss. Sie sollen die verschiedenen Befragten möglichst ähnlich ansprechen und zugleich eine richtige Mischung zwischen kultureller Nähe und Distanz bieten. Die Geschichten sollen somit den Hörer oder Leser mit einem Problem konfrontieren, welches insofern nicht zu lösen ist, als jeder Lösungsversuch einen Verstoß gegen moralische Normen einschließt. Diese Tatsache soll ihn nun dazu zwingen, seine Begründungen offen zu legen. Da es sich bei Kohlbergs Studie um eine kognitive Entwicklungstheorie handelt, muss an dieser Stelle geklärt werden, was man unter „kognitiv“ zu verstehen hat und auf welchen Grundlagen seine Untersuchungen hinsichtlich der moralischen Urteilsfindung basieren. „Kognitiv“ bezeichnet das Denken und Urteilen über moralische Problemstellungen. Weiterhin durchläuft jeder Mensch (unabhängig von der Kultur in der er aufwächst) nach Kohlberg die im nächsten Abschnitt beschriebenen Entwicklungsstufen des moralischen Bewusstseins, welche wiederum den Stufen einer Entwicklung der kognitiven Prozesse entsprechen. Bei Kohlbergs Dilemma-Geschichten und bei seinen Studien allgemein stellt die Fähigkeit, sich in die Lage anderer Menschen hineinzuversetzen (Rollenübernahme) einen wesentlichen Bestandteil dar.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Lawrence Kohlberg: Entwicklung des moralischen Urteils: Einführung in die kognitive Entwicklungstheorie Kohlbergs, die mittels Dilemma-Geschichten die Stufen moralischen Urteilens beim Menschen beschreibt.
2. Carol Gilligans Thesen einer „weiblichen Moralauffassung“: Präsentation des alternativen Stufenmodells von Carol Gilligan, das die spezifisch weibliche Fürsorgemoral betont und Kohlbergs Theorie auf ihre Einseitigkeit hin hinterfragt.
3. Bedeutung und Konsequenzen für die Pädagogik: Diskussion der Anwendung moralpsychologischer Theorien im schulischen Kontext, insbesondere durch den „Just-Community“-Ansatz zur Förderung demokratischer Erziehung.
4. John Rawls: Erläuterung der Gerechtigkeitstheorie von John Rawls und deren Einfluss auf die moralphilosophische und pädagogische Konzeption von Kohlberg.
Schlüsselwörter
Moralentwicklung, Lawrence Kohlberg, Carol Gilligan, Just-Community, Dilemmadiskussion, moralische Urteilsfähigkeit, Fürsorgemoral, Gerechtigkeitsmoral, Pädagogik, John Rawls, kognitive Entwicklung, soziale Kompetenz, Demokratieerziehung, Ethik, moralische Normen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die moralische Entwicklung des Menschen, vergleicht dabei die Theorien von Kohlberg und Gilligan und leitet daraus Ansätze für die praktische Moralerziehung in Schulen ab.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die moralische Urteilsentwicklung, die geschlechtsspezifische Kontroverse um die Moralauffassung sowie die Gestaltung gerechter Schulstrukturen (Just-Community).
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die moralischen Entwicklungsprozesse zu schaffen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Pädagogen Schüler in ihrer moralischen Urteilsfähigkeit fördern können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse entwicklungspsychologischer und moralphilosophischer Ansätze und deren Bezugnahme auf pädagogische Erziehungsmodelle.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Kohlbergschen Stufenmodells, die kritische Ergänzung durch Gilligans Fürsorgemoral, die pädagogische Umsetzung in Schulen und die Einordnung durch Rawls’ Gerechtigkeitstheorie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Moralentwicklung, Just-Community, Dilemmadiskussion, Fürsorgemoral und Gerechtigkeitstheorie charakterisiert.
Wie unterscheidet sich Kohlbergs Ansatz von dem Gilligans?
Kohlbergs Ansatz fokussiert auf Gerechtigkeit, Regeln und Prinzipien, während Gilligan die Bedeutung von Fürsorge, zwischenmenschlichen Beziehungen und dem Kontext der Verantwortung als „andere Stimme“ hervorhebt.
Was versteht man unter dem „Just-Community“-Ansatz?
Es ist ein Konzept, bei dem die Schule als „gerechte Gemeinschaft“ organisiert wird, in der Schüler durch aktive Teilhabe an demokratischen Entscheidungen und Moraldiskussionen ihre moralische Kompetenz praxisnah entwickeln.
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- Mirjam Lang (Autor), 2011, Die Entwicklung der Moral von Kindern und Jugendlichen und ihre Bedeutung für den Religionsunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195668