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Mission, Evangelisation und Diakonie bei Johann Hinrich Wichern

Title: Mission, Evangelisation und Diakonie bei Johann Hinrich Wichern

Term Paper , 2011 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Mirjam Lang (Author)

Theology - Miscellaneous
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Die Geschichte der Christenheit ist voll beeindruckender Persönlichkeiten, die nicht nur Zeugen des Glaubens waren, sondern ganze Epochen mitgestaltet haben. Zu ihnen gehört auch Johann Hinrich Wichern. Besonders hinsichtlich der Frage nach dem Platz der Diakonie und der Mission innerhalb der Kirche leistete Wichern einen großen Beitrag. Mit Blick auf Wicherns Gesamtwerk kann man festhalten, dass er als (Volks-) Missionar sozialpolitisch tätig war: Die Rettung des dieser außerordentlichen Hilfe bedürftigen Volks durch Predigt des Evangeliums und durch die Handreichung der Liebe war für Wichern die Grundlage. Für ihn war es die in Liebe verbundene Gemeinde, die grundlegend Trägerin von Evangelisation und Diakonie ist. Über Wicherns Verständnis von Mission und Diakonie soll es in der vorliegenden Arbeit gehen. Im ersten Teil „Hintergründe zu Johann Hinrich Wichern“ wird sein Leben, seine Wirkung, sowie seine Vorstellung von der Kirche mit einem Schwerpunkt auf der Zeit vor 1843 dargestellt. Davon ausgehend wird im zweiten Teil das Mit- und Zueinander von Diakonie und Mission thematisiert und die daraus resultierende neue Verhältnisbestimmung aufgezeigt. Im dritten Teil „Evangelisation und Diakonie bei Wichern“ wird spezifisch auf Wicherns vielschichtiges Verständnis von Innerer Mission und Diakonie eingegangen. Im Schlussgedanke werden die Erkenntnisse in einem allgemeinen Ausblick und einer kritischen Hinterfragung über das Verhältnis von Evangelisation und Diakonie zusammengefasst.

Excerpt


Gliederung

1. Hintergründe zu Johann Hinrich Wichern

1.1 Zeitliche Einordnung

1.2 Leben und Wirkung

1.3 Wicherns` Kirchenverständnis vor 1843

2. Mit- und Zueinander von Mission und Diakonie

2.1 Historische Entwicklung und Problemanzeige

2.2 Neue Verhältnisbestimmungen

3. Innere Mission, Evangelisation und Diakonie bei Wichern

3.1 Wichern als Vordenker der Inneren Mission

3.2 Wicherns Verständnis der Diakonie und Evangelisation

3.3 Der Ort der Diakonie in der Kirche

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wirken und Denken von Johann Hinrich Wichern, insbesondere sein Verständnis von Mission und Diakonie im 19. Jahrhundert, um daraus Impulse für ein heutiges, ganzheitliches missionarisches Handeln der Kirche abzuleiten.

  • Historische Einordnung von Johann Hinrich Wichern und seiner Zeit.
  • Analyse des Verhältnisses von Evangelisation und Diakonie.
  • Die Entstehung und Definition der Inneren Mission.
  • Der institutionelle Ort der Diakonie innerhalb der kirchlichen Struktur.

Auszug aus dem Buch

1. Hintergründe zu Johann Hinrich Wichern

Johann Hinrich Wichern lebte in einer Zeit des Umbruchs des gesamten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens, der Industriellen Revolution. Die Einwohnerzahlen stiegen mit der Wende zum 19. Jahrhundert rapide an und infolge der hohen Zuwanderung der Menschen in die Städte war die soziale Sicherung zunehmend in Frage gestellt. Durch den industriellen Umbruch waren die Menschen in den Städten nun weitgehend auf sich gestellt. Die nötige Sicherheit und der Halt familiärer Gemeinschaft fielen weg. Unmenschliche Arbeitsbedingungen waren die Folge von rücksichtsloser und leistungsorientierter Arbeit, um nur zwei der zahlreichen Probleme zu nennen. Die Kirche dieser Zeit sah sich jedoch hinsichtlich dieser Problemlage nicht gefordert:

„Vor allem aber sah sie nicht oder erkannte doch mindestens nicht öffentlich vor aller Welt an, dass damals, am Anfang der Umwandlung Deutschlands in ein Industrieland, die Forderungen der Fabrikarbeiter nach erträglichen Arbeitsbedingungen weithin berechtigt waren, und sie machte sich nicht zum Anwalt der Schwachen und Bedrückten, wie es als Christen ihre Aufgabe gewesen wäre (…)“

Um zudem den Zeitgeist des Lebens und Wirkens Wicherns zu verstehen muss in diesem Zusammenhang vorausgreifend erwähnt werden, dass in den Jahren 1848/49 zwei Denkschriften entstanden. Bevor die deutsche Märzrevolution 1848 ausbrach veröffentlichen Karl Marx und Friedrich Engels das Kommunistische Manifest. Wichern gibt zur selben Zeit die Denkschrift an die deutsche Nation über die Innere Mission heraus. Diese beiden Schriften hatten unterschiedliche Ziele. Engels und Marx verfolgten eine klassenlose Gesellschaft und plädierten für die Revolution und den Kommunismus. Im Gegensatz dazu war Wichern auf die Wiederherstellung der alten Ordnung bedacht. Er vertrat hier das Prinzip der rettenden Liebe und forderte die Bekämpfung des Revolutionsgeistes. Die Ursachen des Elends seiner Zeit sah Wichern in der Entchristlichung der Welt und er vertrat weiterhin die Auffassung den unteren Bevölkerungsschichten anderweitig zu helfen und Unterstützung zu bieten statt einer kommunistischen Revolution. In dieser Gestaltung der Hilfsangebote manifestierte sich Wicherns oberste Zielsetzung, welche im folgenden Abschnitt näher erläutert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hintergründe zu Johann Hinrich Wichern: Dieses Kapitel beleuchtet das Leben Wicherns vor dem Hintergrund der industriellen Revolution und definiert seine grundlegende Motivation für die soziale Arbeit.

2. Mit- und Zueinander von Mission und Diakonie: Hier wird die historische Entwicklung der Verhältnisbestimmung zwischen diakonischem Dienst und missionarischem Anspruch der Kirche diskutiert.

3. Innere Mission, Evangelisation und Diakonie bei Wichern: Dieses Kapitel vertieft Wicherns Verständnis von Innerer Mission als "rettende Liebe" und untersucht die strukturelle Verortung der Diakonie im kirchlichen Amt.

Schlüsselwörter

Johann Hinrich Wichern, Innere Mission, Diakonie, Evangelisation, Sozialpolitik, Industrielle Revolution, Christentum der Tat, Volkskirche, Rettungshaus, Armenseelsorge, Reich Gottes, Allgemeines Priestertum, Diakonat, Kirchengeschichte, Soziale Not.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Leben und dem theologischen Gesamtwerk von Johann Hinrich Wichern, insbesondere mit seinem bahnbrechenden Konzept der "Inneren Mission".

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Wechselwirkungen zwischen sozialem Handeln (Diakonie) und der Verkündigung des Evangeliums (Evangelisation) sowie die Rolle der Kirche bei der Lösung gesellschaftlicher Notlagen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Wicherns vielschichtiges Verständnis von Diakonie und Mission aufzuarbeiten, um daraus Erkenntnisse für das zeitgenössische diakonische Management und das Selbstverständnis der Kirche zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer kirchengeschichtlichen Analyse von Primärquellen (insbesondere Wicherns Denkschriften und den "Fliegenden Blättern") sowie der Auswertung relevanter Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Rahmenbedingungen, die theoretische Grundlegung der Inneren Mission durch Wichern und das Verhältnis von Amt und Diakonie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Innere Mission, rettende Liebe, Volkskirche, diakonisches Handeln und der organisatorische Zusammenhang kirchlicher Ämter.

Wie unterschied Wichern "Innere Mission" und "Diakonie"?

Für Wichern waren dies keine Synonyme. Während die Innere Mission als umfassende Bewegung zur Erneuerung der Kirche fungierte, sah er die Diakonie als eine spezifische, den Armen zugewandte Liebespflege innerhalb dieses größeren Ganzen.

Welche Bedeutung hat der "Organismus der Liebe" bei Wichern?

Das Prinzip des christlichen Organismus beschreibt Wicherns Vision, dass alle Glieder der Kirche durch gemeinschaftliches Handeln verbunden sind, sodass kein Bereich – ob staatlich oder kirchlich – isoliert bleibt.

Was fordert Wichern im Hinblick auf den Diakonat?

Wichern plädiert für die Einführung eines kirchlichen Amtes (Diakonat), um die Vernetzung der verschiedenen diakonischen Arbeitsbereiche sicherzustellen und die Arbeit an den Armen professionell zu begleiten.

Welche Relevanz hat Wicherns Arbeit für die heutige Kirche?

Wicherns Mahnung, dass die Kirche zu den Menschen gehen müsse, wenn diese nicht zur Kirche kommen, bleibt ein zentraler Impuls für moderne missionarische Gemeindeaufbaukonzepte.

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Details

Title
Mission, Evangelisation und Diakonie bei Johann Hinrich Wichern
College
University of Tubingen
Course
Hauptseminar Systematik
Grade
2,0
Author
Mirjam Lang (Author)
Publication Year
2011
Pages
22
Catalog Number
V195669
ISBN (eBook)
9783668716643
ISBN (Book)
9783668716650
Language
German
Tags
mission evangelisation diakonie johann hinrich wichern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mirjam Lang (Author), 2011, Mission, Evangelisation und Diakonie bei Johann Hinrich Wichern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/195669
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